Chow-Chow
FCI Standardnummer: 205
Herkunftsland: China
Klassifikation: FCI Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp)
Widerristhöhe Hündin: 46–51 cm
Widerristhöhe Rüde: 48–56 cm
Gewicht Hündin: häufig etwa 20–32 kg
Gewicht Rüde: häufig etwa 20–32 kg
Fellfarbe: einfarbig schwarz, rot, blau, rehfarben, creme oder weiss, oft schattiert, nicht gescheckt.
Fellbeschaffenheit: zwei Varietäten: rauhhaarig (üppig, dicht, gerade abstehend, mit Unterwolle) oder glatthaarig (kurz, dicht, plüschartig)
Halsumfang: ca. 50–65 cm (Richtwert fürs Halsband, bitte am Hund messen).
Steckbrief Chow-Chow / Chow Chow
Geschichte
Laut FCI-Standard stammt der Chow-Chow aus China, wo er als Wachhund und auch zur Jagd genutzt wurde. Er ist dort seit über 2000 Jahren bekannt und kam erst relativ spät (um 1800) in andere Länder, unter anderem nach England.
Aussehen
Körperform: Sie bekommen einen kompakten, kurz gekoppelten, gut ausgewogenen Hund mit löwenhafter Erscheinung und stolz-würdiger Haltung. Charakteristisch sind auch die hoch getragene Rute über dem Rücken und die typische Gangart. Fell: Das Haarkleid ist sehr dicht und wetterfest, entweder als rauhhaarige oder glatthaarige Variante. Rund um den Hals ist es beim rauhhaarigen Typ oft besonders üppig und wirkt wie eine Mähne.
Wesen und Charakter
Der Chow-Chow wird im Standard als ruhiger, sehr wachsamer Hund beschrieben, eigenwillig, treu und zugleich eher zurückhaltend. Das bedeutet: Er bindet sich oft stark, ist aber nicht unbedingt der „Jeder-anspringen-und-freuen“-Typ.
Pflege
Sie sollten das dichte Fell regelmässig bürsten, damit Unterwolle und Knoten nicht zum Problem werden, besonders im Fellwechsel. Im Sommer ist gutes Wärmemanagement wichtig, weil sehr viel Fell bei Hitze belastend sein kann.
Gesundheit
Häufig genannte Themen sind Augenprobleme wie Entropium (eingerolltes Lid), Hüftdysplasie sowie Schilddrüsenunterfunktion. Achten Sie bei der Auswahl eines Züchters auf nachvollziehbare Untersuchungen und sprechen Sie Vorsorge (Augen, Hüfte, Schilddrüse) frühzeitig mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt ab.
Erziehung
Sie kommen am besten mit ruhiger Konsequenz, klaren Regeln und respektvollem Umgang voran. Weil der Chow-Chow eigenständig ist, braucht er früh verlässliche Alltagsrituale, gute Sozialisierung und ein Training, das Kooperation aufbaut statt Druck zu machen.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich
Typisch sind die löwenartige Optik, die sehr dichte Unterwolle und die bläulich-schwarze Zunge als Rassemerkmal. Im Alltag ist er oft gelassen, aber aufmerksam und nicht „unterwürfig“, was Führung über Klarheit und Vertrauen besonders wichtig macht.
Geeignet für Ersthundehalter?
Eher bedingt: Wenn Sie sich gut einarbeiten, konsequent bleiben und Sozialisierung sowie alltagstaugliche Regeln von Anfang an sauber aufbauen, kann es funktionieren. Wenn Sie einen Hund erwarten, der von selbst jedem gefallen will und immer sofort folgt, passt die Rasse oft weniger.
Familienhund oder nicht?
Das kann passen, wenn die Familie ruhig strukturiert ist und alle den zurückhaltenden Charakter respektieren. In sehr turbulenten Haushalten ist Management wichtig, damit der Hund Rückzug, Ruhe und klare Grenzen hat.
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