Bichon Frise
Der Bichon Frise
Geschichte
Der Bichon Frisé kam laut FCI in der Renaissance aus Italien nach Frankreich. Weil er an einen kleinen Barbet erinnerte, wurde er zunächst „Barbichon“ genannt, woraus später „Bichon“ wurde. Im 17. und 18. Jahrhundert war er ein beliebter Begleithund des Adels. Nach den Weltkriegen war die Rasse beinahe verschwunden und wurde durch engagierte Züchter in Frankreich und Belgien erhalten. Die heutige Bezeichnung „Bichon à poil frisé“ wurde 1978 festgelegt.
Aussehen
Der Bichon Frisé ist ein kleiner, fröhlich wirkender, rechteckig gebauter Hund mit hoch getragenem Kopf, dunklen Augen und elegant über dem Rücken getragener Rute. Typisch ist das weisse, sehr lockere, korkenzieherartig gelockte Fell, das dem Hund sein „Wattebausch“-Aussehen gibt. Der VDH beschreibt ihn als kleinen, verspielten Hund mit langem, sehr lockerem, korkenzieherartigem Haar.
Wesen/Charakter
Der Bichon Frisé gilt als freundlich, anhänglich, anpassungsfähig und sehr umgänglich. Laut FCI ist er ein echter Gefährte, nicht nervös oder kläffend, und auch fremden Personen sowie anderen Hunden gegenüber offen. Der VDH beschreibt ihn zusätzlich als aufmerksam, wachsam, ausgeglichen und selbstbewusst; Kindern gegenüber zeigt er sich meist sehr freundlich.
Pflege
Die Pflege ist vergleichsweise aufwendig. Das Fell haart zwar wenig bzw. praktisch nicht, wächst aber kontinuierlich weiter und verfilzt ohne regelmässige Pflege schnell. Deshalb braucht der Bichon häufiges Bürsten und Kämmen sowie regelmässiges Schneiden/Trimming. Der FCI-Standard erlaubt das Scheren ausdrücklich.
Erziehung
Der Bichon Frisé ist gut erziehbar, wenn freundlich, konsequent und motivierend gearbeitet wird. Er ist menschenbezogen und lernt in der Regel gern mit positiver Bestärkung. Wichtig ist, ihn trotz seiner kleinen Grösse nicht zu sehr zu verwöhnen, damit kein „kleiner Prinz“-Verhalten entsteht.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders ist vor allem das Fell: Es haart wenig, braucht aber deutlich mehr Pflege als viele andere Kleinhunderassen. Ausserdem ist der Bichon Frisé meist sehr menschenbezogen und ungern lange allein. Er ist klein und wohnungstauglich, aber trotzdem lebhaft und durchaus ausdauernd bei Spaziergängen.
Geeignet für Ersthundehalter?
Ja, meistens schon. Der Bichon Frisé ist durch sein freundliches, anpassungsfähiges Wesen oft gut für Einsteiger geeignet. Weniger passend ist er für Menschen, die wenig Zeit für Fellpflege haben oder den Hund regelmässig viele Stunden allein lassen müssen.
Familienhund oder nicht?
Ja, in der Regel ein guter Familienhund. Er ist freundlich, verspielt und kinderlieb. Voraussetzung ist wie immer, dass Kinder den respektvollen Umgang mit dem Hund lernen und der Hund Rückzugsmöglichkeiten hat.
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