Shih Tzu
FCI Standardnummer: 208
Herkunftsland: Tibet, in China weiterentwickelt
Klassifikation: FCI Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde,
Widerristhöhe Hündin: nicht über 27 cm
Widerristhöhe Rüde: nicht über 27 cm
Gewicht Hündin: etwa 4,5 bis 8 kg
Gewicht Rüde: ca. 4,5 bis 8 kg
Fellfarbe: Alle Farben sind erlaubt, weisse Blesse an Stirn und weisse Rutenspitze sind sehr wünschenswert
Fellbeschaffenheit: Lang, dicht, mit guter Unterwolle, nicht lockig, mit leicht gewelltem Haar zulässig
Halsumfang: mittel, durch das viele Fell oft kräftiger wirkend - bitte immer am Hund messen
Produktinformationen "Shih Tzu"
Der Shih Tzu
Geschichte
Die Ursprünge des Shih Tzu liegen in Tibet, die eigentliche Weiterentwicklung der Rasse fand jedoch in China statt, wo solche Hunde am kaiserlichen Hof gehalten wurden. Oft wurde der Shih Tzu mit dem Lhasa Apso verwechselt, obwohl es deutliche Unterschiede gibt. Als eigenständige Rasse erhielt er später ein eigenes Register und wurde als Begleithund weitergeführt.
Aussehen
Körperform: Der Shih Tzu ist ein robuster, reichlich behaarter, kompakter kleiner Hund mit stolzer Haltung. Er ist etwas länger gebaut, also zwischen Widerrist und Rutenansatz länger als hoch. Typisch sind der runde Kopf, die grossen dunklen Augen, der kurze Fang und das chrysanthemenartige Gesicht.
Fell: Das Fell ist lang, dicht und fällt üppig. Es soll nicht lockig sein, eine leichte Wellung ist aber erlaubt. Die Unterwolle ist gut entwickelt, wodurch das Haarkleid voll und luxuriös wirkt.
Wesen/Charakter
Der Shih Tzu gilt als freundlich, aufmerksam, lebhaft und zugleich recht eigenständig. Er ist in der Regel ein sehr menschenbezogener Begleithund, oft charmant und liebevoll, ohne dabei übermässig unterwürfig zu wirken. Viele Vertreter der Rasse zeigen ein waches, fröhliches und ausgeglichenes Wesen
Pflege
Die Pflege ist bei dieser Rasse aufwendig, weil das lange Fell regelmässig gebürstet und sauber gehalten werden muss. Ohne konsequente Pflege kann es schnell zu Verfilzungen kommen, besonders an Ohren, Brust, Beinen und unter dem Bauch. Auch Augen, Bart und Pfoten brauchen häufig Aufmerksamkeit. Die Fellpflege gehört beim Shih Tzu fest zum Alltag.
Gesundheit
Der Shih Tzu gilt grundsätzlich als robuster kleiner Hund, kann aber rassetypisch zu Atemproblemen, Augenproblemen, Zahnproblemen und Hautthemen neigen. Durch den kurzen Fang und das üppige Kopfhaar ist eine sorgfältige Beobachtung im Alltag wichtig. Eine seriöse Zucht mit Blick auf Gesundheit und freie Atmung ist daher besonders bedeutend.
Erziehung
Der Shih Tzu ist meist lernfähig, kann aber auch einen gewissen eigenen Kopf haben. Mit freundlicher Konsequenz, klaren Regeln und positiver Bestärkung lässt er sich gut erziehen. Druck und Härte sind wenig sinnvoll. Wichtig sind frühe Gewöhnung an Pflege, Alltagsreize und den respektvollen Umgang mit Menschen und anderen Tieren.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders auffällig sind das chrysanthemenartige Gesicht, das lange luxuriöse Fell und die sehr enge Eignung als Begleithund. Der Shih Tzu wurde nicht für harte Arbeit, sondern für die Nähe zum Menschen gezüchtet. Dadurch ist er oft sehr anhänglich, charmant und gern mitten im Familienleben. Gleichzeitig braucht er deutlich mehr Fellpflege als viele andere kleine Rassen.
Geeignet für Ersthundehalter?
Ja, in vielen Fällen schon. Der Shih Tzu kann gut für Ersthundehalter geeignet sein, wenn diese bereit sind, die intensive Fellpflege zu übernehmen und konsequent, aber liebevoll zu erziehen. Er ist meist handlich, menschenfreundlich und als Begleithund gut in den Alltag integrierbar.
Familienhund oder nicht?
Ja, der Shih Tzu ist in der Regel ein guter Familienhund. Er ist meist freundlich, anpassungsfähig und gerne nah bei seinen Menschen. Für Familien ist aber wichtig, dass Kinder den kleinen Hund respektvoll behandeln und dass die Pflege nicht unterschätzt wird. In einem liebevollen Zuhause ist er oft ein sehr angenehmer und fröhlicher Mitbewohner.
Zusammensetzung
Fütterungsempfehlung
Technische Details
Grössenangaben
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Der Scottish TerrierGeschichteDer Scottish Terrier stammt aus Grossbritannien und gehört zu den alten Terrierrassen Schottlands. Der heutige Rassetyp entwickelte sich im 19. Jahrhundert, und der Scottish Terrier Club wurde 1882 gegründet, kurz nachdem die ersten Standards der Rasse festgelegt worden waren. Ursprünglich wurde der kleine, niederläufige Terrier für die Arbeit am Bau gezüchtet.AussehenKörperform: Der Scottish Terrier ist kräftig, kompakt und niedrig gebaut. Trotz seiner kurzen Läufe wirkt er sehr beweglich, aufmerksam und erstaunlich kraftvoll für seine Grösse. Typisch sind der lange Kopf im Verhältnis zur Körpergröße, die feste Substanz und die insgesamt robuste Erscheinung.
Fell: Das Fell ist dicht, drahtig und wetterfest. Es schützt den Hund gut und gehört mit Bart, buschigen Augenbrauen und markanter Silhouette zu den auffälligsten Merkmalen der Rasse. Die anerkannten Farben sind Schwarz, Gestromt und Weizenfarben. Wesen/CharakterDer Scottish Terrier gilt als loyal, würdevoll, unabhängig, reserviert und zugleich mutig und sehr intelligent. Gegenüber seiner Familie ist er meist treu und anhänglich, Fremden begegnet er eher zurückhaltend. Typisch ist seine grosse Persönlichkeit auf kleinem Raum. Der Standard beschreibt ihn als kühn, aber niemals aggressiv. PflegeDie Fellpflege ist aufwendiger, als man bei einem kleinen Hund vielleicht vermutet. Das drahtige Fell sollte regelmässig gebürstet und meist auch getrimmt werden, damit die typische Fellstruktur erhalten bleibt. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmäßig kontrolliert werden. GesundheitDer Scottish Terrier gilt insgesamt als robuste Rasse, dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Wie bei vielen Terrierrassen können je nach Linie bestimmte erblich beeinflusste Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind regelmäßige tierärztliche Kontrollen, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis. ErziehungDie Erziehung sollte freundlich, klar und konsequent sein. Der Scottish Terrier ist intelligent, aber oft eigenständig und nicht einfach nur gefällig. Deshalb braucht er frühe Sozialisierung, verlässliche Regeln und eine ruhige Führung. Harte Methoden passen nicht gut zu dieser selbstbewussten und charakterstarken Rasse. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Mischung aus kleinem Format und großer Persönlichkeit. Der Scottish Terrier wirkt oft ernst, würdevoll und unabhängig, ist aber seiner Familie eng verbunden. Dazu kommt das sehr typische Aussehen mit Bart, buschigen Brauen und markanter Silhouette. Gerade diese Verbindung aus Charakterstärke und Unverwechselbarkeit macht ihn besonders.Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Ein ruhiger, konsequenter und gut informierter Ersthundehalter kann mit einem Scottish Terrier gut zurechtkommen. Ganz unkompliziert ist die Rasse aber nicht, weil sie eigenständig, selbstbewusst und in der Erziehung manchmal etwas stur sein kann. Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich kann der Scottish Terrier ein guter Familienhund sein. Er passt besonders gut zu Haushalten, die seine Eigenständigkeit respektieren und ihm klare Regeln geben. Mit seiner Familie lebt er meist eng verbunden zusammen, ist aber eher kein übertrieben anhänglicher oder ständig gefälliger Hund. In einem passenden, ruhigen Umfeld ist er oft ein treuer und charmanter Begleiter.
Der Grosse Münsterländer
Geschichte
Die geschichtliche Entwicklung des Großen Münsterländers geht laut FCI auf den weissbunten Vogel- und Beizhund des Mittelalters zurück, über den Stöber- und Wachtelhund bis zum Vorstehhund des 19. Jahrhunderts. Nachdem der Deutsch-Langhaar-Verein 1909 die schwarze Farbe aus der Zucht ausschloss, begann ab 1919 die gezielte Reinzucht des schwarz-weissen Langhaartyps, aus der der Grosse Münsterländer entstand. Die planmässige Zucht begann 1922.
Aussehen
Körperform: Der Grosse Münsterländer ist kräftig, muskulös und dennoch schnittig gebaut. Er wirkt intelligent und edel, mit trockener Aussenlinie und gut ausgewogenen Proportionen. Körperlänge und Widerristhöhe sollen möglichst gleich sein.
Fell: Das Fell ist lang, dicht und glatt anliegend. Besonders an Vorder- und Hinterläufen, an der Rute und an den Ohren ist es deutlich länger und dicht befedert. Am Kopf ist das Haar kurz und anliegend.
Wesen/Charakter
Zu den wichtigsten Eigenschaften zählen Führigkeit, Gelehrigkeit und zuverlässige jagdliche Verwendbarkeit, besonders nach dem Schuss. Das Wesen ist lebhaft, aber nicht nervös. Der VDH beschreibt ihn ausserdem als liebenswert, arbeitsfreudig und bei ausreichender Auslastung als angenehmes Familienmitglied.
Pflege
Das lange Fell braucht regelmässiges Bürsten, damit es nicht verfilzt und sauber bleibt. Besonders die Befederung an Beinen, Rute und Ohren sollte gepflegt werden. Da die Rasse gern in Feld, Wald und Wasser arbeitet, sind auch Pfoten, Ohren und Fell nach Ausflügen wichtig zu kontrollieren. Die Rasse gilt insgesamt als pflegeleicht, wenn die Fellpflege konsequent gemacht wird.
Gesundheit
Der Grosse Münsterländer gilt insgesamt als robuste und widerstandsfähige Rasse. Trotzdem achten Zuchtverbände auf die genetische Gesundheit, insbesondere unter anderem auf HD und ED. Auch Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da bei langhaarigen Hunden mit Hängeohren eher Entzündungen auftreten können.
Erziehung
Die Erziehung sollte konsequent, fair und sinnvoll beschäftigend sein. Der Grosse Münsterländer ist intelligent, lernwillig und arbeitsfreudig, braucht aber Aufgaben, die zu seinen Anlagen passen. Weil er ein ausgeprägter Jagdgebrauchshund ist, reicht reine Bewegung meist nicht aus; er braucht auch geistige Auslastung und klare Führung.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders ist seine Vielseitigkeit als Jagdhund. Er soll laut Standard für Arbeiten im Feld, im Wald und im Wasser vor und nach dem Schuss brauchbar sein. Dazu kommen seine enge Bindung an den Menschen, sein großer Arbeitswille und seine Wasserfreude. Er ist also kein reiner Begleithund, sondern ein Hund mit deutlicher Aufgabe und Gebrauchshundeveranlagung.
Geeignet für Ersthundehalter?
Eher nur bedingt. Er ist zwar führig und gelehrig, aber zugleich ein echter Jagdhund mit viel Energie, Arbeitswillen und Bedarf an sinnvoller Auslastung. Für Anfänger passt er eher dann, wenn sie sehr aktiv sind, sich gut vorbereiten und den Hund wirklich beschäftigen können.
Familienhund oder nicht?
Ja, grundsätzlich schon, aber nicht für jede Familie. Bei ausreichender Auslastung kann er ein freundlicher, geduldiger und angenehmer Familienhund sein. Ohne passende Beschäftigung wird sein starker Arbeits- und Jagdtrieb jedoch schnell zum Problem. Er passt daher am besten zu aktiven Familien, die viel mit ihm unternehmen und ihn nicht unterfordern.
Der MalteserGeschichteDer Malteser ist eine sehr alte kleine Begleithunderasse aus dem zentralen Mittelmeerraum. Sein Name bedeutet nach der FCI nicht zwingend, dass er von der Insel Malta stammt. Historisch wurden seine Vorfahren in Hafenstädten und Küstenregionen des Mittelmeerraums gehalten, wo sie auch Mäuse und Ratten in Lagern und auf Schiffen bekämpften. Später wurde der Malteser vor allem als eleganter Gesellschaftshund geschätzt. AussehenKörperform: Der Malteser ist ein kleiner, eleganter Hund mit leicht gestrecktem Körper. Trotz seiner feinen Erscheinung wirkt er lebhaft, gut proportioniert und stolz in der Haltung. Sein Ausdruck ist aufmerksam und freundlich.Fell: Das Fell ist das auffälligste Merkmal der Rasse. Es ist sehr lang, glatt, schwer herabfallend und seidig. Typisch ist das rein weiße Haarkleid, das dem Malteser sein edles Erscheinungsbild verleiht.Wesen/CharakterDer Malteser gilt als anhänglich, freundlich, lebhaft und sehr menschenbezogen. Er ist meist aufmerksam, verspielt und eng auf seine Bezugspersonen ausgerichtet. Trotz seiner kleinen Größe bringt er oft ein überraschend selbstbewusstes Auftreten mit und möchte ernst genommen werden. PflegeDie Fellpflege ist aufwendig und braucht Regelmässigkeit. Das lange Haarkleid sollte häufig gebürstet und gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Auch Augen, Ohren, Pfoten, Krallen und Zähne sollten regelmässig kontrolliert werden. Gerade bei kleinen langhaarigen Hunden ist eine gute Zahnpflege besonders wichtig. GesundheitDer Malteser gilt insgesamt als eher robuste und oft langlebige kleine Rasse. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Wie bei anderen kleinen Hunden können je nach Linie unter anderem Zahnprobleme, Patellaprobleme, Augenprobleme oder Hautthemen eine Rolle spielen. Wichtig sind regelmässige tierärztliche Kontrollen, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis. ErziehungDie Erziehung gelingt oft gut, weil der Malteser klug, aufmerksam und menschenbezogen ist. Er braucht eine freundliche, klare und konsequente Führung. Trotz seiner geringen Grösse sollte er nicht verhätschelt werden, denn auch ein kleiner Hund braucht Regeln und Orientierung. Mit früher Sozialisierung und liebevoller Konsequenz entwickelt sich der Malteser meist zu einem angenehmen Alltagsbegleiter. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus edlem Aussehen, sehr engem Menschenbezug und kleiner Grösse. Der Malteser ist kein blosser Schosshund, sondern oft ein aufmerksamer, fröhlicher und präsenter Begleiter. Dazu kommt das lange, weiße Fell, das ihn sofort unverwechselbar macht, aber auch viel Pflege verlangt.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, grundsätzlich ist der Malteser oft gut für Ersthundehalter geeignet. Er ist meist freundlich, lernfreudig und eng auf seine Menschen bezogen. Man sollte aber den Pflegeaufwand, die nötige Konsequenz in der Erziehung und die Empfindlichkeit eines kleinen Hundes nicht unterschätzen. Familienhund oder nicht?Ja, der Malteser kann ein guter Familienhund sein. Er ist anhänglich, freundlich und lebt gern nah bei seinen Menschen. Besonders gut passt er zu Familien oder Haushalten, die respektvoll mit einem kleinen Hund umgehen und Zeit für Pflege und Nähe mitbringen. Bei sehr kleinen Kindern sollte wegen seiner geringen Grösse auf einen vorsichtigen Umgang geachtet werden.
Der Jack Russell Terrier
Geschichte
Der Jack Russell Terrier geht auf die Zuchtarbeit des englischen Reverends John Russell im frühen 19. Jahrhundert zurück. Ziel war ein kleiner, arbeitsfreudiger Terrier, der mit Foxhounds mithalten und in den Bau gehen konnte. Aus diesen Linien entwickelten sich später zwei ähnliche, aber unterschiedlich gebaute Typen: der grössere Parson Russell Terrier und der kleinere, länger gebaute Jack Russell Terrier. Die FCI führt Grossbritannien als Ursprungsland und Australien als Entwicklungsland der Rasse.
Aussehen
Körperform: Der Jack Russell Terrier ist ein kräftiger, aktiver und rechteckig gebauter Arbeitsterrier. Er soll beweglich, ausdauernd und kompakt wirken, ohne plump zu erscheinen. Typisch sind seine gute Substanz, die lebhafte Ausstrahlung und der funktionale Körperbau für die Arbeit über und unter der Erde.
Fell: Das Fell ist wetterfest und kann glatt, rauh oder stichelhaarig sein. Typisch ist die vorwiegend weisse Grundfarbe mit schwarzen oder lohfarbenen Abzeichen. Das Haarkleid ist funktional und soll den Hund bei der Arbeit gut schützen.
Wesen/Charakter
Der Jack Russell Terrier gilt als klug, pfiffig, lebhaft und sehr selbstbewusst. Er ist wachsam, mutig und oft erstaunlich furchtlos für seine Grösse. Gleichzeitig wird er als freundlich und in sich ruhend beschrieben. Typisch sind sein Temperament, seine Arbeitsfreude und seine terriertypische Eigenständigkeit.
Pflege
Der Pflegeaufwand ist meist überschaubar. Glatthaarige Hunde sind besonders pflegeleicht, rauh- und stichelhaarige Varianten brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit und oft auch regelmässiges Trimmen. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten kontrolliert werden.
Gesundheit
Der Jack Russell Terrier gilt insgesamt als robuste und widerstandsfähige Rasse. Dennoch sollte wie bei jeder Rasse auf verantwortungsvolle Zucht, ein gesundes Körpergewicht und regelmässige tierärztliche Kontrollen geachtet werden. Je nach Linie können unter anderem Gelenk-, Augen- oder Hautprobleme vorkommen.
Erziehung
Die Erziehung sollte klar, fair und konsequent sein. Der Jack Russell Terrier ist sehr intelligent und lernt schnell, testet aber auch Grenzen und bringt einen ausgeprägten eigenen Kopf mit. Frühe Sozialisierung, Impulskontrolle und passende Auslastung sind besonders wichtig. Harte Methoden sind ungeeignet, weil sie oft eher Gegendruck erzeugen.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders an dieser Rasse ist die enorme Energie auf kleinem Raum. Der Jack Russell Terrier ist kein gemütlicher Kleinhund, sondern ein echter Arbeitsterrier mit viel Temperament, Mut und Jagdpassion. Er ist oft sehr einfallsreich, schnell, ausdauernd und geistig wach. Gerade diese Mischung aus Grösse, Selbstbewusstsein und Aktivität macht ihn so markant.
Geeignet für Ersthundehalter?
Bedingt. Ein engagierter und gut informierter Ersthundehalter kann mit einem Jack Russell Terrier gut zurechtkommen, wenn er ausreichend Zeit, Konsequenz und Freude an aktiver Beschäftigung mitbringt. Einfach ist die Rasse aber nicht, weil sie temperamentvoll, eigenständig und schnell unterfordert ist.
Familienhund oder nicht?
Ja, grundsätzlich kann der Jack Russell Terrier ein guter Familienhund sein. Er ist freundlich, lebhaft und oft eng an seine Menschen gebunden. Am besten passt er jedoch zu aktiven Familien, die klare Regeln setzen und ihn körperlich wie geistig auslasten. Ohne ausreichende Beschäftigung kann er im Alltag schnell anstrengend werden.
Der Appenzeller SennenhundGeschichteUrsprünglich ein Schweizer Bauern-, Hüte- und Treibhund (auch Wachfunktion) aus dem Appenzeller Raum; gezüchtet vor allem auf Gebrauchstüchtigkeit.AussehenKörperform: mittelgross, kräftig und gut proportioniert, sehr beweglich; Rute hoch angesetzt und über dem Rücken gerollt (typisch).Fell: kurzes, dichtes Doppelfell; auffällige, klar abgegrenzte Tricolor-Zeichnung.Wesen/CharakterLebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und furchtlos; wachsam und Fremden gegenüber oft eher misstrauisch (mit Freude am Melden/Bellen möglich).PflegeEher moderat: regelmässiges Bürsten (mind. wöchentlich, im Fellwechsel häufiger) reicht meist, weil das Fell kurz und dicht ist.GesundheitDer Rassestandard legt den Fokus auf Funktion und Robustheit; dennoch können – wie bei vielen mittelgrossen, aktiven Rassen – v. a. orthopädische Themen vorkommen (z. B. Hüfte/Ellenbogen) und teils Augenprobleme werden genannt. Sinnvoll sind Gesundheitschecks in der Zucht (HD/ED, ggf. Augen) und ein passendes Aufwachsen (nicht zu schnell/zu schwer).ErziehungIntelligent und arbeitsfreudig, aber nicht „Sofahund“: Erziehung klappt am besten mit klaren Regeln, sinnvoller Beschäftigung und früher Sozialisierung, damit Wachsamkeit nicht in Dauer-Alarm kippt.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Arbeitsmodus: braucht täglich Bewegung + Kopfarbeit (z. B. Nasenarbeit, Tricktraining, Agility, Treibball).
Wach- und Meldeverhalten: kann ein Plus sein, muss aber gelenkt werden (Ruhe-Signal, Besuchertraining).
Nicht ideal für „nur mal Gassi“: am glücklichsten bei aktiven Menschen mit Aufgabe/Struktur.Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Wenn du sportlich bist, Lust auf Training/Struktur hast und ihn wirklich beschäftigst, kann es gut klappen. Wenn du eher einen „unkomplizierten Mitläufer“ suchst, wird’s oft an Energie, Wachsamkeit und Anspruch scheitern.Familienhund oder nicht?Ja – in aktiven Familien. Der VDH beschreibt ihn als tollen Familienhund, wenn man sich intensiv mit ihm beschäftigt; gleichzeitig ist er wachsam und Fremden gegenüber eher reserviert. Mit Kindern klappt es meist gut, wenn Regeln & respektvoller Umgang sitzen (und genug Auslastung da ist).
Der Flat Coat RetriverGeschichteDer Flat-Coated Retriever wurde in Grossbritannien als vielseitiger Jagd- und Apportierhund entwickelt. Er entstand im 19. Jahrhundert aus verschiedenen Retriever- und Wasserhundtypen und wurde besonders für das Apportieren von Federwild an Land und aus dem Wasser geschätzt.AussehenDer Flat-Coated Retriever ist mittelgross, elegant, kraftvoll und dabei nie schwerfällig. Der Standard beschreibt ihn als aufgeweckt, mit intelligentem Ausdruck und einer fliessenden, harmonischen Silhouette.
Körperform:
Kräftig, aber nicht massig; mit tiefem Brustkorb, kurzer breiter Lende und ausgewogenen Proportionen. Er soll sportlich, beweglich und arbeitsfähig wirken.
Fell:
Das Fell ist wetterfest, elegant und relativ pflegeleicht, braucht wegen der Befederung aber mehr Aufmerksamkeit als beim Labrador. Besonders Ohren, Läufe, Brust und Rute sollten regelmäßig kontrolliert und gebürstet werden.Wesen/CharakterDer Flat-Coated Retriever gilt als fröhlich, aktiv, menschenbezogen und sehr verspielt. Der VDH beschreibt ihn als aufgeweckt und rege; der Royal Kennel Club nennt ihn einen aktiven Retriever mit natürlicher Arbeitseignung. Typisch ist sein oft lange jugendlich wirkendes Temperament.PflegeRegelmässiges Bürsten, vor allem an den befederten Partien, reicht meist aus. Wichtiger als aufwendige Fellpflege sind Bewegung, Apportierarbeit, Nasenarbeit und geistige Beschäftigung. Der Royal Kennel Club empfiehlt für die Rasse mehr als 2 Stunden Bewegung pro Tag.GesundheitBeim Flat-Coated Retriever sollte man besonders auf seriöse Zucht und Gesundheitsuntersuchungen achten. Genannt werden unter anderem Krebserkrankungen, Hüftdysplasie, Patellaluxation und Augenthemen; Zuchtvereine nennen dafür je nach Land Untersuchungen von Hüften, Augen, Patella und teils Gonioskopie. Der britische Breed Health and Conservation Plan berichtet zudem über ein erhöhtes Risiko für verschiedene Tumorerkrankungen und nennt ein medianes Sterbealter von etwa 10 Jahren in den dort ausgewerteten Daten.ErziehungDer Flat-Coated Retriever ist meist gut trainierbar, aber oft temperamentvoll und spät erwachsen. Er braucht eine freundliche, klare und konsequente Erziehung ohne Härte. Besonders wichtig sind Impulskontrolle, Rückruf und eine sinnvolle Auslastung, damit seine Energie in gute Bahnen gelenkt wird.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Seine grösste Besonderheit ist die Mischung aus Arbeitsfreude, Sensibilität und oft sehr jugendlich-verspieltem Wesen. Der Flat-Coat wird nicht umsonst oft als der „Peter Pan“ unter den Retrievern beschrieben. Er ist meist sehr menschenbezogen und liebt gemeinsame Aktivität, ist aber oft lebhafter und „alberner“ als viele sich bei einem Retriever vorstellen.Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt ja. Für aktive Anfänger mit Zeit, Trainingsbereitschaft und Freude an Beschäftigung kann er gut passen. Für Menschen, die einen ruhigen, unkomplizierten Mitläufer suchen, ist er wegen seines Energielevels meist weniger passend.Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich sehr gut. Der Flat-Coated Retriever gilt als freundlich, gutmütig und familienbezogen. Als Familienhund passt er besonders gut zu aktiven Haushalten, die ihn nicht nur körperlich, sondern auch geistig auslasten.
Der MalinoisGeschichteDer Malinois ist eine der vier Varietäten des Belgischen Schäferhundes, neben Groenendael, Tervueren und Laekenois. Die Rasse stammt aus Belgien und wurde als vielseitiger Hüte- und Gebrauchshund entwickelt. Der Malinois hat sich besonders als arbeitsfreudige, leistungsstarke und belastbare Varietät einen Namen gemacht und wird heute weltweit auch im Diensthundewesen, Schutzdienst und in vielen Arbeitsbereichen eingesetzt. AussehenKörperform: Der Malinois ist mittelgroß, harmonisch, trocken bemuskelt und quadratisch gebaut. Er soll weder schwer noch plump wirken, sondern elegant, kraftvoll und ausdauernd. Typisch sind seine aufrechte Haltung, die wache Ausstrahlung und der insgesamt sehr funktionale Körperbau.Fell: Das Fell ist kurz, dicht und wetterfest. Es liegt eng am Körper an und wird durch eine gute Unterwolle ergänzt. Typisch für den Malinois ist die falbfarbene Grundfarbe mit schwarzer Wolkung und deutlicher schwarzer Maske.Wesen/CharakterDer Malinois gilt als sehr aufmerksam, temperamentvoll, arbeitsfreudig und intelligent. Er ist wachsam, reaktionsschnell und besitzt meist eine sehr hohe Motivation zur Zusammenarbeit mit dem Menschen. Gleichzeitig bringt er viel Energie, Sensibilität und ein starkes Bedürfnis nach Aufgabe und Führung mit. Angst oder grundlose Aggressivität entsprechen nicht dem gewünschten Wesen.PflegeDie Pflege ist insgesamt eher unkompliziert. Regelmässiges Bürsten reicht meist aus, um lose Haare und Schmutz zu entfernen. Im Fellwechsel haart der Malinois stärker, dann ist häufigeres Bürsten sinnvoll. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmäßig kontrolliert werden. Durch seine hohe Aktivität ist auch ein Blick auf kleinere Verletzungen nach Training oder Arbeit sinnvoll. GesundheitDer Malinois gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Varietät des Belgischen Schäferhundes. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Wie bei anderen mittelgrossen bis großen, sportlichen Hunden können je nach Linie unter anderem Hüft- oder Ellenbogenthemen sowie weitere erblich beeinflusste Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind ausserdem kontrolliertes Training im Wachstum, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis. ErziehungDie Erziehung des Malinois verlangt Erfahrung, Konsequenz und sehr viel Zeit. Er lernt schnell und arbeitet oft mit enormer Intensität, braucht aber eine klare, faire und verlässliche Führung. Frühe Sozialisierung, Impulskontrolle und eine sehr gute Alltagsstruktur sind besonders wichtig. Unterforderung oder unklare Führung können bei dieser Rasse schnell zu problematischem Verhalten führen. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die extreme Arbeitsbereitschaft. Der Malinois ist kein normaler Begleithund, sondern ein hochleistungsfähiger Gebrauchshund mit enormer Energie, Reaktionsschnelligkeit und Belastbarkeit. Er wird deshalb oft im Polizei-, Militär-, Schutz-, Rettungs- und Sporthundebereich eingesetzt. Genau diese Intensität macht ihn beeindruckend, aber auch sehr anspruchsvoll im Alltag.Geeignet für Ersthundehalter?Nein, in der Regel ist der Malinois nicht für Ersthundehalter geeignet. Seine hohe Arbeitsmotivation, Sensibilität, Kraft und Schnelligkeit verlangen viel Erfahrung, sehr gute Führung und passende Auslastung. In den falschen Händen ist diese Rasse schnell überfordert oder fehlgeleitet. Diese Einschätzung ist eine fachliche Einordnung auf Basis der beschriebenen Rasseeigenschaften.Familienhund oder nicht?Bedingt. Ein gut geführter und sinnvoll ausgelasteter Malinois kann innerhalb seiner Familie sehr loyal und eng gebunden sein. Als unkomplizierter Familienhund für jeden Haushalt eignet er sich aber nicht. Er passt eher zu sehr aktiven, erfahrenen Menschen, die seine Arbeitsveranlagung ernst nehmen und ihm ein strukturiertes Leben mit echter Aufgabe bieten können.
Steckbrief Bearded CollieGeschichteDer Bearded Collie ist ein schottischer Hütehund, der für das Treiben und Hüten von Schafen und Rindern gezüchtet wurde. Der FCI-Standard erwähnt, dass der moderne Typ stark durch die Zuchtarbeit von G. Olive Willison ab etwa 1940 geprägt wurde.AussehenKörperform: mittelgross, kräftig und beweglich, eher etwas länger als hoch, mit viel Ausdauer für Arbeit über lange Strecken.
Fell: üppig, lang und wetterfest, mit typischem „Bart“ und viel Behaarung an Kopf und Läufen.Wesen und CharakterSie erleben meist einen fröhlichen, aktiven und menschenbezogenen Hund, der gern „mitdenkt“ und viel Nähe zu seiner Familie sucht. Gleichzeitig braucht er klare Führung und Aufgaben, damit seine Energie nicht in Unruhe oder Hüteaktionen im Alltag kippt.PflegeDas Haarkleid fordert regelmässige Pflege: Bürsten und Kämmen mehrmals pro Woche hilft, Filz zu vermeiden (besonders an Ohren, Achseln, „Hose“ und Bauch). Viele Halter planen zusätzlich gelegentliche Pflege beim Hundefriseur ein, vor allem wenn das Fell sehr lang getragen wird.GesundheitAls Themen, die Sie im Blick behalten sollten, werden bei der Rasse unter anderem Hüftdysplasie sowie Schilddrüsenprobleme (Hypothyreose) genannt; ausserdem kommen Augenerkrankungen vor, weshalb Gesundheitsuntersuchungen in der Zucht sinnvoll sind.ErziehungDer Bearded Collie braucht freundliche Konsequenz, klare Regeln und belohnungsbasiertes Training. Wichtig sind frühe Sozialisierung, verlässliche Alltagsrituale und genug geistige Auslastung (z. B. Nasenarbeit, Tricktraining, Hütehundsport), damit der Hund auch Ruhe lernen kann.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Bearded Collie ist ein echtes Arbeitstier: Er ist sehr bewegungsfreudig, lernt schnell und bleibt am liebsten „im Team“ mit Ihnen. Gleichzeitig ist das üppige Fell ein Markenzeichen, aber auch der grösste Pflegefaktor im Alltag.Geeignet für Ersthundehalter?Eher bedingt: Wenn Sie sportlich sind, gern trainieren und die Fellpflege zuverlässig einplanen, kann es gut passen. Wenn Sie einen „pflegearmen“ Hund oder einen ruhigen Mitläufer suchen, wird esschwierig. Dieser Hund will arbeiten.Familienhund oder nicht?In vielen Fällen ja: Bei aktiven Familien ist der Bearded Collie oft sehr freundlich und verspielt. Sie sollten jedoch Zeit für Beschäftigung und Fellpflege mitbringen, damit der Hund im Familienalltag ausgeglichen und zu Hause auch ruhig bleibt.
Deutscher SchäferhundGeschichteDie planmässige Zucht begann 1899 nach Gründung des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Die Rasse wurde aus mitteldeutschen und süddeutschen Hütehundschlägen aufgebaut, mit dem Ziel, einen leistungsfähigen Gebrauchshund zu schaffen.AussehenKörperbau: mittelgross, leicht gestreckt, kräftig, gut bemuskelt und insgesamt fest gebaut. Typisch sind der keilförmige Kopf, aufgerichtete Ohren und das raumgreifende, federnde Gangwerk im Trab.Fell:
Das Fell ist funktional, wetterfest und mit Unterwolle ausgestattet. Es schützt gut vor Kälte und Nässe, haart aber deutlich, besonders im Fellwechsel. Langstockhaar braucht meist etwas mehr Pflege als Stockhaar.Wesen/CharakterLaut Standard soll der Deutsche Schäferhund ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, aufmerksam und führig sein. Richtig gezüchtet und gut sozialisiert ist er loyal, lernwillig und sehr eng an seine Bezugsperson gebunden. Gleichzeitig ist er kein Hund, der nur „nebenher“ läuft — er braucht Aufgaben, Struktur und mentale Auslastung.PflegeDas Fell sollte regelmässig gebürstet werden, im Fellwechsel deutlich häufiger. Wichtig sind ausserdem Krallen-, Ohren- und Zahnpflege. Noch wichtiger als die Fellpflege ist beim Schäferhund aber die tägliche geistige und körperliche Beschäftigung. Sport, Nasenarbeit, Unterordnung, Fährte oder andere Aufgaben passen oft sehr gut.GesundheitWie viele grössere Rassen kann der Deutsche Schäferhund für Hüftdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) anfällig sein; ausserdem wird für die Rasse auch auf degenerative Myelopathie (DM) getestet. Bei der Auswahl eines Welpen sind seriöse Zucht, Gesundheitsnachweise der Elterntiere und ein moderates, nicht überlastendes Aufwachsen besonders wichtig.ErziehungDer Deutsche Schäferhund ist sehr lernfähig, aber auch sensibel für Führungsfehler. Er braucht eine ruhige, klare, faire und konsequente Erziehung ohne Härte. Frühzeitige Sozialisierung, Umwelttraining, Impulskontrolle und verlässliche Alltagsregeln sind entscheidend. Bei guter Anleitung ist er oft hervorragend trainierbar.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Der Deutsche Schäferhund ist ein klassischer Arbeits- und Gebrauchshund. Seine grosse Stärke ist die Kombination aus Intelligenz, Bindungsbereitschaft, Lernfreude und Einsatzwillen. Genau das macht ihn so vielseitig — aber auch anspruchsvoll. Er braucht meist mehr als Spaziergänge: Er möchte mitdenken, mitarbeiten und sinnvoll beschäftigt werden. Ohne passende Auslastung kann er schnell unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln.Geeignet für Ersthundehalter?Nur bedingt. Für engagierte Anfänger mit viel Zeit, Lernbereitschaft, Hundeschule und einem klaren Alltagskonzept kann es funktionieren. Für Menschen, die einen unkomplizierten „Mitläufer“ suchen, ist der Deutsche Schäferhund meist nicht die beste Wahl. Er verzeiht Erziehungsfehler weniger leicht als viele unkompliziertere Familienrassen.Familienhund oder nicht?Ja, aber nicht automatisch. In der passenden Familie kann er ein sehr treuer, wachsamer und kinderlieber Hund sein. Voraussetzung sind gute Zucht, frühe Sozialisierung, klare Führung und ausreichend Beschäftigung. In einem reizarmen, unterforderten oder inkonsequenten Umfeld wird er dagegen oft schwierig. Er passt am besten zu aktiven Menschen, die wirklich Lust auf Training und gemeinsame Arbeit mit dem Hund haben.
West Highland White Terrier - WestieGeschichteDer West Highland White Terrier stammt aus Schottland beziehungsweise den westlichen Highlands Grossbritanniens. Er wurde als kleiner, robuster Jagdterrier für die Bau- und Raubwildjagd gezüchtet. Der heutige Name und die anerkannte Reinzucht entwickelten sich Anfang des 20. Jahrhunderts.AussehenDer Westie ist klein, kompakt, kräftig gebaut und wirkt trotz seiner handlichen Grösse sehr selbstbewusst. Typisch sind die aufgerichteten kleinen Ohren, dunkle Augen, die gerade Rückenlinie und das dichte weisse Fell.
Körperform: Kompakt, kräftig, mit tiefer Brust, geradem Rücken und gut bemuskelter Hinterhand.
Fell: Wetterfestes, hartes, gerades weisses Haarkleid mit dichter, weicher Unterwolle.Wesen/CharakterDer West Highland White Terrier gilt als aktiv, mutig, aufmerksam und selbstbewusst. Der FCI beschreibt ihn als kleinen, lebhaften, robusten Hund mit deutlichem Selbstwertgefühl und wachem Ausdruck. Im Alltag wird er oft als freundlich, anhänglich und temperamentvoll erlebt, bleibt aber ein echter Terrier mit eigenem Kopf.PflegeDas Fell braucht regelmässige Pflege, damit es sauber, locker und funktional bleibt. Bürsten allein reicht oft nicht immer aus; bei Westies ist regelmässiges Trimmen des harschen Deckhaars üblich, damit die Fellstruktur erhalten bleibt. Dazu kommen Ohren-, Krallen- und Zahnpflege. Das weiße Fell zeigt Schmutz schneller als dunkles Fell.GesundheitDer FCI-Standard nennt keine vollständige Krankheitsliste, fordert aber funktional und klinisch gesunde Zuchttiere. Praktisch wichtig sind seriöse Zucht, gute Haut- und Fellpflege sowie die allgemeine Vorsorge für kleine Terrier. Gerade bei einer beliebten Rasse sollte man auf verantwortungsvolle Zucht und tierärztliche Begleitung achten.Erziehung Der Westie ist klug und lernfähig, aber kein blind gehorsamer Hund. Er braucht freundliche Konsequenz, klare Regeln und frühe Sozialisierung. Wegen seines Terrier-Erbes können Jagdtrieb, Sturheit und schnelle Reizaufnahme eine Rolle spielen. Beschäftigung, abwechslungsreiche Spaziergänge und kleine Denkaufgaben tun ihm gut.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders sind die Kombination aus kleinem Format und grossem Terrier-Charakter, das markante weisse, harsche Fell und seine robuste, wache Art. Der Westie ist oft deutlich selbstständiger, mutiger und kerniger, als sein niedliches Aussehen vermuten lässt. Er ist anpassungsfähig, aber kein dekorativer Schosshund.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, bedingt. Für engagierte Anfänger kann ein Westie gut geeignet sein, weil er handlich, alltagstauglich und menschenbezogen ist. Man sollte aber Terriertypisches Verhalten mögen und bereit sein, konsequent zu erziehen. Wer einen sehr leicht lenkbaren, immer gefälligen Hund sucht, könnte mit einem Westie überrascht werden. Familienhund oder nicht?Ja, meistens schon. Der West Highland White Terrier kann ein fröhlicher, anhänglicher und lebhafter Familienhund sein, wenn er fair erzogen und ausreichend beschäftigt wird. Durch seine robuste Art und Anpassungsfähigkeit passt er oft gut in aktive Haushalte. Wichtig ist, dass Kinder den Hund respektvoll behandeln und der Hund nicht nur wegen seines süssen Aussehens unterschätzt wird.
Der Labrador RetrieverGeschichteDer Labrador Retriever stammt aus Grossbritannien, seine frühen Vorfahren kamen jedoch von der Insel Neufundland. Dort wurden ähnliche Hunde von Fischern und später als zuverlässige Apportierhunde genutzt. In Grossbritannien wurde die Rasse gezielt weiterentwickelt und schliesslich als eigenständige Retrieverrasse gefestigt. Bis heute ist der Labrador einer der bekanntesten Jagd-, Familien- und Arbeitshunde weltweit. AussehenKörperform: Der Labrador Retriever ist kräftig, kompakt und harmonisch gebaut. Er besitzt einen breiten Schädel, einen tiefen Brustkorb und eine starke, gut bemuskelte Hinterhand. Typisch ist ausserdem die sogenannte Otterrute, die am Ansatz sehr dick ist und zur Spitze hin allmählich dünner wird. Insgesamt wirkt er sportlich, robust und beweglich, ohne plump zu erscheinen. Fell: Das Fell ist kurz, dicht und wetterfest. Es soll hart im Griff sein und eine dichte Unterwolle besitzen, damit der Hund auch bei Nässe und Kälte leistungsfähig bleibt. Die anerkannten Farben sind schwarz, gelb und leber- beziehungsweise schokoladenbraun. Wesen/CharakterDer Labrador Retriever gilt als freundlich, ausgeglichen, menschenbezogen und arbeitsfreudig. Besonders bekannt ist sein ausgeprägter Wille zur Zusammenarbeit mit dem Menschen. Viele Labradore sind aufmerksam, lernfreudig und belastbar, ohne dabei scharf oder misstrauisch zu wirken. Gerade diese Mischung aus Gutmütigkeit, Aktivität und Kooperationsbereitschaft macht die Rasse so beliebt. PflegeDie Pflege ist insgesamt unkompliziert. Regelmässiges Bürsten hilft, lose Haare zu entfernen und das Fell sauber zu halten. Während des Fellwechsels haart der Labrador oft deutlich stärker, dann ist häufigeres Bürsten sinnvoll. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmässig kontrolliert werden. Wegen seiner Wasserfreude und Aktivität lohnt sich auch ein Blick auf Haut und Ohren nach Ausflügen ins Wasser oder Gelände. GesundheitDer Labrador Retriever gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Rasse. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Wie bei vielen mittelgrossen bis grossen Hunden können unter anderem Hüftgelenksdysplasie, Ellbogendysplasie, Augenprobleme und eine Neigung zu Übergewicht eine Rolle spielen. Gerade Labradore fressen oft mit grossem Appetit, weshalb Bewegung und Gewichtsmanagement besonders wichtig sind.ErziehungDer Labrador Retriever ist meist gut erziehbar, weil er gern mit seinem Menschen zusammenarbeitet. Er lernt schnell und reagiert in der Regel gut auf freundliche, klare und konsequente Führung. Wichtig sind frühe Sozialisierung, Impulskontrolle und eine sinnvolle Kombination aus Bewegung, Nasenarbeit und Denkarbeit. Trotz seines freundlichen Wesens sollte man ihn nicht unterschätzen, denn ein unterforderter Labrador kann sehr stürmisch und einfallsreich werden. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus Arbeitsfreude, Freundlichkeit und hoher Alltagstauglichkeit. Der Labrador Retriever ist nicht nur ein beliebter Familienhund, sondern auch ein vielseitiger Jagd-, Assistenz-, Therapie- und Rettungshund. Typisch sind seine grosse Apportierfreude, seine Wasserliebe und sein starker Bezug zum Menschen. Gerade dieser sogenannte Will to Please macht ihn in vielen Bereichen besonders leichtführig. Geeignet für Ersthundehalter?Ja, grundsätzlich ist der Labrador Retriever oft sehr gut für Ersthundehalter geeignet. Er ist meist freundlich, kooperativ und gut trainierbar. Man sollte aber seinen Bewegungsdrang, seine Kraft und seine Neigung zu Übergewicht nicht unterschätzen. Wer bereit ist, Zeit in Erziehung, Beschäftigung und konsequente Alltagsregeln zu investieren, findet in ihm oft einen sehr angenehmen Anfängerhund. Familienhund oder nicht?Ja, der Labrador Retriever ist grundsätzlich ein sehr guter Familienhund. Er ist meist freundlich, anhänglich und belastbar und lebt gerne eng mit seinen Menschen zusammen. Besonders gut passt er zu Familien oder Haushalten, die Freude an gemeinsamer Bewegung, Beschäftigung und klarer Führung haben. Durch sein freundliches Wesen ist er sehr beliebt, braucht aber trotzdem Erziehung und passende Auslastung.
Der American BulldogGeschichteHistorisch als Farm- und Gebrauchshund in den USA eingesetzt (u. a. als „Utility Dog“ rund um Hof/Vieh).AussehenKörperform: kräftig, muskulös, athletisch; im UKC werden u. a. „Standard/Scott type“ (athletischer) und „Bully/Johnson type“ (massiger) beschrieben.Fell: kurz, pflegeleicht – aber Haut/„Falten“ können Pflege brauchen.Wesen/CharakterLoyal, mutig, oft wachsam/schützend, gleichzeitig bei guter Sozialisierung freundlich und familienbezogen. Frühzeitige Sozialisierung ist besonders wichtig.PflegeFell: wenig Aufwand (kurzes Fell, gelegentlich bürsten).
Haut/Falten: sauber und trocken halten (sonst riskieren manche Hunde Hautreizungen/Infektionen).GesundheitHäufig genannte Punkte (nicht jeder Hund hat das, aber „im Blick behalten“):
Hüft- und Ellbogendysplasie.
Allergien / Hautthemen (inkl. wiederkehrender Haut-/Ohrenprobleme).
Seltener: Ichthyose (schuppige, juckende Haut; genetisch).ErziehungBraucht konsequente, faire Führung, klare Regeln und regelmässige Auslastung. Lernen gut über positive Verstärkung und profitieren stark von früher Sozialisierung.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichViel Kraft + Athletik: kann „clownig“ sein, ist aber körperlich stark – Training/Leinenmanagement lohnt sich.
Schutz-/Wachanteil: ohne Sozialisierung/Training kann Unsicherheit in Problemverhalten kippen.
Typenvielfalt (massiger vs. athletischer Typ).Geeignet für Ersthundehalter?Eher nur bedingt. Viele Quellen betonen: wegen Stärke, Energie und Schutzverhalten sind Training, Erfahrung und Zeit wichtig. Mit guter Anleitung (Hundeschule/Trainer) kann es klappen – „nebenbei“ eher nicht.Familienhund oder nicht?Kann ein guter Familienhund sein, wenn er früh sozialisiert, konsequent erzogen und ausreichend bewegt/beschäftigt wird. Es wird beschreieben, dass gut trainierte und sozialisierte Hunde oft auch mit Kindern und anderen Haustieren zurechtkommen.