Rottweiler
Der Rottweiler
Geschichte
Der Rottweiler gehört zu den ältesten Hunderassen. Seine Vorfahren wurden bereits im Alten Rom als Treib- und Hütehunde genutzt und kamen mit römischen Legionen über die Alpen. In der Gegend um Rottweil wurden diese Hunde mit einheimischen Hunden verpaart und entwickelten sich zu dem Typ, der später als Rottweiler Metzgerhund bekannt wurde. Er trieb Vieh, bewachte Eigentum und wurde 1910 offiziell als Polizeihund anerkannt.
Aussehen
Körperform: Der Rottweiler ist mittelgross bis gross, kräftig, kompakt und auffallend stämmig gebaut. Trotz seiner Masse soll er nicht plump wirken, sondern eher wie ein sportlicher, ausdauernder und wendiger Athlet. Typisch sind der breite Kopf, die tiefe Brust, die starke Bemuskelung und die insgesamt sehr kraftvolle Erscheinung. Fell: Das Fell ist stockhaarig, dicht und wetterfest. Es besteht aus mittellangem, derbem Deckhaar mit Unterwolle, die jedoch nicht hervortreten soll. Die typische Farbe ist schwarz mit klar abgegrenztem rotbraunem Brand.
Wesen/Charakter
Der Rottweiler gilt als ausgeglichen, ruhig, nervenstark und selbstsicher. Gleichzeitig ist er wachsam, belastbar und seiner Familie meist eng verbunden. Bei guter Sozialisierung und Ausbildung zeigt er sich oft freundlich, führig und alltagstauglich. Typisch sind seine hohe Reizschwelle, seine Ernsthaftigkeit und sein natürlicher Schutz- und Wachinstinkt.
Pflege
Die Pflege ist insgesamt unkompliziert. Gelegentliches Bürsten reicht meist aus, um lose Haare und Schmutz zu entfernen. Während des Fellwechsels sollte gründlicher gebürstet werden. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmässig kontrolliert werden.
Gesundheit
Der Rottweiler gilt insgesamt als belastbare und leistungsfähige Rasse. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Wie bei anderen grossen und kräftigen Hunden können je nach Linie unter anderem Hüft- und Ellenbogenthemen oder weitere erblich beeinflusste Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind ausserdem kontrolliertes Wachstum, gutes Gewichtsmanagement und eine sinnvolle körperliche Auslastung.
Erziehung
Die Erziehung sollte früh, klar, ruhig und konsequent beginnen. Der Rottweiler ist kräftig, intelligent und meist gut führbar, braucht aber eine verlässliche Führung und eine sehr gute Sozialisierung. Liebevolle Konsequenz ist besonders wichtig. Harte oder unfaire Methoden sind ungeeignet. Gute Leinenführigkeit, Impulskontrolle und sicheres Alltagsverhalten haben bei dieser Rasse grosse Bedeutung.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus Kraft, Nervenstärke und Vielseitigkeit. Der Rottweiler ist nicht nur Wach- und Familienhund, sondern auch Dienst-, Rettungs-, Therapie- und Sporthund. Er bringt viel Substanz, Ernsthaftigkeit und Schutzinstinkt mit, weshalb Haltung und Erziehung besonders verantwortungsvoll sein müssen. Genau diese Mischung aus Führigkeit und Kraft macht ihn besonders.
Geeignet für Ersthundehalter?
Eher nur bedingt. Ein sehr gut informierter und konsequenter Ersthundehalter kann mit einem Rottweiler zurechtkommen, wenn er sich intensiv mit Sozialisierung, Erziehung und Verantwortung beschäftigt. Insgesamt ist die Rasse aber eher anspruchsvoll, weil sie kraftvoll, wachsam und charakterstark ist.
Familienhund oder nicht?
Ja, grundsätzlich kann der Rottweiler ein guter Familienhund sein. Bei guter Sozialisierung und passender Erziehung wird er oft als freundlich, loyal und familienbezogen beschrieben. Er passt aber vor allem zu Menschen, die ihm klare Führung, engen Familienanschluss und verantwortungsvolle Haltung bieten können. Als unkomplizierter Hund für jeden Haushalt ist er eher nicht gedacht.
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