Airedale Terrier

FCI Standardnummer: 7

Herkunftsland: Grossbritannien

Klassifikation: FCI Gruppe 3 (Terrier), Sektion 1 (grosse & mittelgrosse Terrier)

Widerristhöhe Hündin: ca. 56–59 cm

Widerristhöhe Rüde: ca. 58–61 cm

Gewicht Hündin: ca. 18–21 kg

Gewicht Rüde: ca. 22–27 kg

Fellfarbe: schwarzer oder grizzle „Sattel“ (Rücken) + loh/tan an Kopf/Beinen/Unterseite; wenige weisse Haare zwischen den Vorderläufen toleriert Fellbeschaffenheit: hart, dicht, drahtig; Deckhaar liegt gerade/eng an, Unterwolle kürzer und weicher (nicht lockig, nicht weich)

Halsumfang: grob 40,6–50,8 cm (Richtwert; am besten messen)

Produktinformationen "Airedale Terrier"

Der Airedale Terrier


Geschichte

Der Airedale Terrier kommt aus Yorkshire (Grossbritannien) und bekam seinen Namen u. a. über Ausstellungen/den „Airedale“-Bezug. Er wurde vielseitig genutzt (u. a. als Jagd-/Gebrauchshund, später auch für Tracking, im Krieg, bei Polizei/Armee).


Aussehen

Körperform: kräftig, muskulös, aktiv, „kompakt“ wirkend (ohne hochbeinig oder langgestreckt zu sein).

Fell: typischer drahtiger Terrier-Pelz mit markantem Bart/„Beinbehang“, farblich der dunkle Sattel über dem Rücken.


Wesen/Charakter

Selbstbewusst, freundlich, mutig, intelligent und sehr wachsam – dabei laut Standard nicht aggressiv, aber furchtlos.


Pflege

Relativ hoch (terriertypisch): Bürsten/Kämmen: ca. 2–3× pro Woche (sonst Filz/Verfilzungen, v. a. Bart/Beine). Trimmen/Handstripping oder Scheren: bei „klassischem“ Airedale-Look meist alle 6–8 Wochen; Handstripping erhält häufig Struktur/Farbe besser. Alltag: Ohren, Krallen, Zähne regelmässig mit pflegen (wie bei allen Rassen sinnvoll).


Gesundheit

Häufig genannte Themen (nicht jeder Hund bekommt das – aber es ist „typisch im Blick zu behalten“): Hüftdysplasie Magendrehung/GDV (schwere Form von „Bloat“) – Risiko bei grösseren Hunden vorhanden; u. a. begünstigt durch hastiges Fressen oder Toben direkt nach dem Fressen. Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird ebenfalls beschrieben.


Erziehung

Ein Airedale ist clever, aber auch eigenständig (Terrier!). Am besten klappt: klare Regeln + konsequente Routine viel geistige Auslastung (Nasenarbeit, Tricks, Apportierspiele) faire, positive Trainingsmethoden (und früh gute Sozialisation).


Besonderheiten der Rasse

„King of Terriers“: grösster Terrier, sehr vielseitig, robust. Kombi aus Wachsamkeit + Sportlichkeit + Köpfchen → braucht Aufgabe, sonst sucht er sich eine (Buddeln, „Quatsch“, Jagen).


Geeignet für Ersthundehalter?

Bedingt. Es kann klappen, wenn Sie wirklich Lust auf Training, Führung und regelmässige Fellpflege haben. Ohne Beschäftigung/Konsequenz wird er schnell „Chef im Ring“ und macht Terrier-Dinge.


Familienhund oder nicht?

Kann ein guter Familienhund sein, wenn er ausgelastet ist und Kinder den Hund respektvoll behandeln (kein grobes Raufen). Durch Grösse/Power ist er eher was für Familien, die gern draussen sind und Regeln/Struktur mögen.

Zusammensetzung
Fütterungsempfehlung
Technische Details
Grössenangaben

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Shih Tzu
Der Shih TzuGeschichteDie Ursprünge des Shih Tzu liegen in Tibet, die eigentliche Weiterentwicklung der Rasse fand jedoch in China statt, wo solche Hunde am kaiserlichen Hof gehalten wurden. Oft wurde der Shih Tzu mit dem Lhasa Apso verwechselt, obwohl es deutliche Unterschiede gibt. Als eigenständige Rasse erhielt er später ein eigenes Register und wurde als Begleithund weitergeführt.AussehenKörperform: Der Shih Tzu ist ein robuster, reichlich behaarter, kompakter kleiner Hund mit stolzer Haltung. Er ist etwas länger gebaut, also zwischen Widerrist und Rutenansatz länger als hoch. Typisch sind der runde Kopf, die grossen dunklen Augen, der kurze Fang und das chrysanthemenartige Gesicht. Fell: Das Fell ist lang, dicht und fällt üppig. Es soll nicht lockig sein, eine leichte Wellung ist aber erlaubt. Die Unterwolle ist gut entwickelt, wodurch das Haarkleid voll und luxuriös wirkt.Wesen/CharakterDer Shih Tzu gilt als freundlich, aufmerksam, lebhaft und zugleich recht eigenständig. Er ist in der Regel ein sehr menschenbezogener Begleithund, oft charmant und liebevoll, ohne dabei übermässig unterwürfig zu wirken. Viele Vertreter der Rasse zeigen ein waches, fröhliches und ausgeglichenes WesenPflegeDie Pflege ist bei dieser Rasse aufwendig, weil das lange Fell regelmässig gebürstet und sauber gehalten werden muss. Ohne konsequente Pflege kann es schnell zu Verfilzungen kommen, besonders an Ohren, Brust, Beinen und unter dem Bauch. Auch Augen, Bart und Pfoten brauchen häufig Aufmerksamkeit. Die Fellpflege gehört beim Shih Tzu fest zum Alltag.GesundheitDer Shih Tzu gilt grundsätzlich als robuster kleiner Hund, kann aber rassetypisch zu Atemproblemen, Augenproblemen, Zahnproblemen und Hautthemen neigen. Durch den kurzen Fang und das üppige Kopfhaar ist eine sorgfältige Beobachtung im Alltag wichtig. Eine seriöse Zucht mit Blick auf Gesundheit und freie Atmung ist daher besonders bedeutend.ErziehungDer Shih Tzu ist meist lernfähig, kann aber auch einen gewissen eigenen Kopf haben. Mit freundlicher Konsequenz, klaren Regeln und positiver Bestärkung lässt er sich gut erziehen. Druck und Härte sind wenig sinnvoll. Wichtig sind frühe Gewöhnung an Pflege, Alltagsreize und den respektvollen Umgang mit Menschen und anderen Tieren.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders auffällig sind das chrysanthemenartige Gesicht, das lange luxuriöse Fell und die sehr enge Eignung als Begleithund. Der Shih Tzu wurde nicht für harte Arbeit, sondern für die Nähe zum Menschen gezüchtet. Dadurch ist er oft sehr anhänglich, charmant und gern mitten im Familienleben. Gleichzeitig braucht er deutlich mehr Fellpflege als viele andere kleine Rassen.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, in vielen Fällen schon. Der Shih Tzu kann gut für Ersthundehalter geeignet sein, wenn diese bereit sind, die intensive Fellpflege zu übernehmen und konsequent, aber liebevoll zu erziehen. Er ist meist handlich, menschenfreundlich und als Begleithund gut in den Alltag integrierbar.Familienhund oder nicht? Ja, der Shih Tzu ist in der Regel ein guter Familienhund. Er ist meist freundlich, anpassungsfähig und gerne nah bei seinen Menschen. Für Familien ist aber wichtig, dass Kinder den kleinen Hund respektvoll behandeln und dass die Pflege nicht unterschätzt wird. In einem liebevollen Zuhause ist er oft ein sehr angenehmer und fröhlicher Mitbewohner.
 
Kleinspitz
Der Kleinspitz Geschichte Der Kleinspitz gehört zur Rasse Deutscher Spitz und zählt zu den ältesten Hunderassen Mitteleuropas. Die Spitze gelten als Nachkommen des steinzeitlichen Torfhundes und späterer Pfahlbauspitze. Über viele Generationen wurden sie als wachsame Hof- und Begleithunde gehalten. Der Kleinspitz entwickelte sich dabei als kleinere Varietät des Deutschen Spitzes. Aussehen Körperform: Der Kleinspitz ist klein, kompakt und fast quadratisch gebaut. Typisch sind der fuchsähnliche Kopf, die kleinen aufrecht getragenen Ohren, die dunklen wachen Augen und die buschige, über den Rücken gerollte Rute. Trotz seiner geringen Größe wirkt er aufmerksam, stolz und lebhaft. Fell: Das Fell ist sehr üppig und auffällig. Hals und Schultern werden von einer dichten Mähne umrahmt, die Läufe sind gut befedert und die Rute ist buschig behaart. Das Haarkleid ist nicht gewellt oder gelockt, sondern steht durch die dichte Unterwolle typisch spitzartig ab. Wesen/Charakter Der Kleinspitz gilt als lebhaft, aufmerksam, anhänglich und sehr wachsam. Er ist meist eng auf seine Menschen bezogen und meldet zuverlässig, was um ihn herum passiert. Gegenüber Fremden zeigt er sich oft eher reserviert, ohne grundsätzlich ängstlich zu sein. Typisch sind seine Lernfreude, seine Präsenz und sein oft erstaunlich selbstbewusstes Auftreten für einen so kleinen Hund. Pflege Das Fell braucht regelmässige Pflege, damit es nicht verfilzt und lose Haare entfernt werden. Gründliches Bürsten mehrmals pro Woche ist sinnvoll, im Fellwechsel oft noch häufiger. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Augen kontrolliert werden. Trotz des üppigen Fells ist die Pflege meist gut machbar, wenn sie von Anfang an zur Routine wird. Gesundheit Der Kleinspitz gilt insgesamt als robuste und langlebige Varietät. Dennoch sollte wie bei jeder Rasse auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Je nach Linie können unter anderem Patellaluxation, Zahnprobleme, Augenprobleme oder andere erblich beeinflusste Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind regelmässige tierärztliche Kontrollen, ein gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis. Erziehung Der Kleinspitz ist in der Regel gut erziehbar, wenn freundlich, klar und konsequent mit ihm gearbeitet wird. Wegen seiner Wachsamkeit sollte besonders auf das frühe Lenken von Bellverhalten geachtet werden. Er ist klug und aufmerksam, kann aber auch eigensinnig sein, wenn man ihn wegen seiner Grösse nicht ernst nimmt. Mit früher Sozialisierung und liebevoller Führung entwickelt er sich meist zu einem angenehmen Begleiter. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich? Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus kleiner Grösse und grossem Auftreten. Der Kleinspitz ist kein stiller Schosshund, sondern ein aufmerksamer, selbstbewusster und oft sehr wachsamer Begleiter. Typisch sind ausserdem das üppige Haarkleid, die über den Rücken getragene Rute und die enge Bindung an seine Menschen. Er bringt viel Persönlichkeit mit und möchte im Alltag ernst genommen werden. Geeignet für Ersthundehalter? Ja, grundsätzlich ist der Kleinspitz oft gut für Ersthundehalter geeignet. Er ist meist lernfreudig, anpassungsfähig und eng auf seine Menschen bezogen. Wichtig ist aber, dass man seine Wachsamkeit und Bellfreude von Anfang an in gute Bahnen lenkt und ihn nicht nur wegen seiner geringen Grösse verharmlost. Diese Einschätzung ist eine fachliche Einordnung auf Basis der beschriebenen Rasseeigenschaften. Familienhund oder nicht? Ja, der Kleinspitz kann ein guter Familienhund sein. Er ist anhänglich, lebhaft und gern nah bei seinen Menschen. Besonders gut passt er in Familien oder Haushalte, die Freude an einem wachsamen, kleinen und präsenten Hund haben. Mit respektvollem Umgang und klaren Regeln fühlt er sich meist sehr wohl.
 
Cocker Spaniel
Steckbrief Cocker SpanielGeschichteDer English Cocker Spaniel wurde als Stöberhund gezüchtet und arbeitete traditionell bei der Jagd, unter anderem auf Waldschnepfen (woodcock), wovon sich auch der Name „Cocker“ ableitet.AussehenKörperform: Sie bekommen einen kompakten, sportlichen Hund mit kräftigem Körperbau, der auf Ausdauer und Wendigkeit ausgelegt ist. Fell: Das Haarkleid ist mittellang, seidig und mit typischer Befederung. Damit es schön bleibt, braucht es regelmässige Pflege, vor allem an Ohren, Brust und „Hose“.Wesen und CharakterViele Cocker sind fröhlich, menschenbezogen, intelligent und arbeitsfreudig. Gleichzeitig sind sie oft sensibel und können, je nach Linie und Beschäftigung, schnell „aufdrehen“, wenn Ruhe und Struktur fehlen.PflegeSie sollten regelmässig bürsten und Knoten früh lösen, besonders an Ohren und Befederung. Zusätzlich ist Ohrenpflege wichtig, weil die langen Ohren Ohrentzündungen begünstigen können.GesundheitTypische Themen sind Ohrenprobleme sowie verschiedene erblich mitbedingte Erkrankungen, weshalb Gesundheitsuntersuchungen und Nachweise in der Zucht sehr sinnvoll sind.ErziehungSie kommen meist sehr gut mit positiver Bestärkung, klaren Regeln und konsequentem Rückruftraining voran. Da viele Cocker gern mit der Nase arbeiten, helfen Suchspiele, Apport und Dummytraining, damit Ihr Hund im Alltag ausgeglichen bleibt.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Cocker ist ein Stöberhund mit viel Arbeitsfreude: draussen aktiv und motiviert, drinnen bei guter Auslastung oft angenehm anschmiegsam. Typisch sind die langen, stark befederten Ohren und das Bedürfnis nach regelmässiger Fell- und Ohrenpflege.Geeignet für Ersthundehalter?Oft ja, wenn Sie bereit sind, konsequent zu trainieren, regelmässig zu pflegen und den Hund sinnvoll zu beschäftigen und geistig und körperlich auszulasten. Wenn Sie einen Hund suchen, der ohne Erziehung und Auslastung „einfach so“ funktioniert, kann es eher schwieriger werden.Familienhund oder nicht?In vielen Fällen ja: Viele Cocker sind freundlich, verspielt und passen gut in aktive Familien, sofern Bewegung, Beschäftigung und Ruhephasen stimmen
 
Deerhound
Der DeerhoundGeschichteDer Deerhound ist als „Scottish Deerhound“ bekannt und wurde über viele Jahrhunderte zur Jagd auf Rotwild genutzt. Der Standard beschreibt eine lange Tradition in Schottland und betont, dass der Typ über die Jahrhunderte sehr ähnlich geblieben ist.AussehenKörperform: Er erinnert an einen sehr grossen, rauhaarigen Greyhound: hochläufig, tiefbrüstig, kräftig gebaut, aber elegant. Sein Körper ist auf Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer ausgelegt.Fell: Das Haarkleid ist funktional: drahtig und wetterfest am Körper, mit weicheren Partien an Kopf/Brust/Bauch; „wolliges“ Fell ist unerwünscht.Wesen und CharakterTypisch sind sanfte Würde, Freundlichkeit und ein eher ruhiges Auftreten im Haus. Der Standard beschreibt ihn als sanft, freundlich, gutmütig, gehorsam und leicht zu trainieren – gleichzeitig bleibt er ein Windhund mit Sichtjagd-Instinkt.PflegeRegelmässig bürsten/auskämmen (besonders nach Wald/Hecken), damit Schmutz und kleine Filzstellen nicht bleiben. Ohren, Krallen und Zähne wie üblich kontrollieren. Wichtig ist vor allem die passende Balance aus Bewegung (z. B. freie, sichere Sprints) und Ruhe – Deerhounds sind oft draussen sportlich, drinnen erstaunlich entspannt.GesundheitBei grossen, tiefbrüstigen Rassen ist Magendrehung (GDV/Bloat) ein wichtiges Thema. Ausserdem werden beim Deerhound unter anderem dilatative Kardiomyopathie (DCM) sowie Knochenkrebs (Osteosarkom) als relevante Probleme beschrieben.ErziehungFreundlich, klar und ruhig führen. Windhund-typisch ist der Sichtjagdtrieb: Rückruf wird oft nie „100 % wildsicher“. Deshalb früh Alternativen trainieren (Impulskontrolle, Orientierung am Menschen) und in wildreichen Gebieten mit Schleppleine/gesichertem Freilauf arbeiten. Kurze, positive Einheiten passen meist besser als drillartiges Üben.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Sehr gross, schnell und kräftig – braucht sichere Möglichkeiten für freie Läufe. Sichtjagdtrieb: Rehe/Hasen können „Schalter umlegen“ (Management wichtiger als Perfektion). Drinnen oft ruhig, draussen sportlich – viele sind echte „Sofa-Sprinter“. Gesundheitsthemen grosser, tiefbrüstiger Hunde (u. a. GDV) im Blick behalten.Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Wenn du grosshund-erfahren im Handling bist oder bereit bist, dich konsequent einzuarbeiten (Sicherheitsmanagement, Windhund-Rückrufrealität, Gesundheitsvorsorge), kann es klappen. Als „unkomplizierter Nebenbei-Hund“ ist er meist zu anspruchsvoll.Familienhund oder nicht?Ja, oft – wenn die Familie passt. In ruhigen Haushalten mit respektvollen Kindern, klaren Regeln und genug Platz/Bewegung kann er ein sehr angenehmer Familienhund sein. Für sehr hektische Familien oder wenn kaum sichere Laufmöglichkeiten bestehen, ist er eher schwierig.
 
Kangal
Der Kangal Geschichte Der Kangal ist tief in der türkischen Kultur verwurzelt und gilt dort als besonders geschätzter Herdenschutzhund. Historisch wurde er zum Schutz von Schafherden gegen Raubtiere und andere Bedrohungen eingesetzt. Die FCI führt die Rasse heute als Kangal Shepherd Dog mit der Türkei als Ursprungsland; unter derselben FCI-Nummer wurde früher der Anatolische Hirtenhund geführt. Aussehen Körperform: Der Kangal ist gross, kräftig, gut bemuskelt und zugleich funktional gebaut. Er soll arbeitsfähig, ausdauernd und beweglich wirken, nicht schwerfällig. Typisch sind der breite, starke Körper, die robuste Knochenstruktur und die insgesamt imposante, aber zweckmässige Erscheinung als Herdenschutzhund. Fell: Das Fell ist dicht, schützend und an unterschiedliche Witterung angepasst. Es kann je nach Jahreszeit und Lebensumfeld etwas in der Länge variieren. Typisch ist die helle bis wolfssable Grundfarbe mit klarer schwarzer Maske und dunklen Ohren. Wesen/Charakter Der Kangal gilt als ruhig, selbstsicher, wachsam und sehr eigenständig. Als klassischer Herdenschutzhund trifft er Entscheidungen oft selbstständig und besitzt ein ausgeprägtes Schutz- und Territorialverhalten. Gegenüber seiner Familie zeigt er sich meist loyal und verlässlich, gegenüber Fremden eher reserviert und kontrolliert. Diese Charaktereinordnung ergibt sich aus seiner traditionellen Verwendung als selbstständig arbeitender Herdenschutzhund. Pflege Die Fellpflege ist insgesamt gut überschaubar, auch wenn der Kangal regelmässig gebürstet werden sollte, besonders im Fellwechsel. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten kontrolliert werden. Wegen seiner Grösse und seines dichten Fells braucht er ausserdem ausreichend Platz, passende Liegeflächen und eine Haltung, die seinem Bewegungs- und Schutzverhalten gerecht wird.  Gesundheit Der Kangal gilt insgesamt als robuste, funktional gezüchtete Rasse. Wie bei grossen Hunden sollte dennoch auf verantwortungsvolle Zucht, gesundes Wachstum, ein passendes Körpergewicht und gelenkschonende Entwicklung geachtet werden. Je nach Linie können wie bei anderen grossen Rassen unter anderem Gelenkprobleme eine Rolle spielen.  Erziehung Die Erziehung eines Kangals erfordert sehr viel Sachkenntnis, Ruhe und Konsequenz. Er ist kein Hund, der blind gehorcht, sondern denkt eigenständig und prüft Situationen selbst. Wichtig sind frühe Sozialisierung, klare Regeln und eine souveräne, faire Führung ohne Härte. Besonders beachtet werden muss, dass sein Schutzinstinkt nicht gefördert, sondern verantwortungsvoll gelenkt werden sollte. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich? Die grösste Besonderheit des Kangals ist sein ausgeprägtes Herdenschutzverhalten. Er wurde nicht dafür gezüchtet, eng auf menschliche Kommandos zu reagieren wie ein klassischer Gebrauchshund, sondern Herden selbstständig und ausdauernd zu bewachen. Dadurch bringt er viel Eigenständigkeit, hohe Reizschwelle, territoriales Denken und ernsthafte Schutzbereitschaft mit. Genau das macht ihn beeindruckend, aber auch anspruchsvoll. Geeignet für Ersthundehalter? Nein, in der Regel ist der Kangal nicht für Ersthundehalter geeignet. Seine Grösse, Kraft, Selbstständigkeit und sein ausgeprägter Schutztrieb verlangen sehr viel Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und passendes Umfeld. Für Menschen ohne fundierte Hundeerfahrung ist diese Rasse meist deutlich zu anspruchsvoll. Diese Einschätzung ist eine fachliche Einordnung auf Basis des Rassetyps und der beschriebenen Eigenschaften. Familienhund oder nicht? Bedingt. Innerhalb der eigenen Familie kann ein Kangal sehr loyal, ruhig und verlässlich sein. Als unkomplizierter Familienhund für jeden Haushalt eignet er sich aber nicht. Er passt eher zu sehr erfahrenen Haltern mit viel Platz, klarer Struktur und einem Umfeld, das zu einem echten Herdenschutzhund passt. In engem Wohnumfeld oder bei unklarer Führung ist die Rasse meist keine gute Wahl. 
 
Bichon Frise
Der Bichon FriseGeschichteDer Bichon Frisé kam laut FCI in der Renaissance aus Italien nach Frankreich. Weil er an einen kleinen Barbet erinnerte, wurde er zunächst „Barbichon“ genannt, woraus später „Bichon“ wurde. Im 17. und 18. Jahrhundert war er ein beliebter Begleithund des Adels. Nach den Weltkriegen war die Rasse beinahe verschwunden und wurde durch engagierte Züchter in Frankreich und Belgien erhalten. Die heutige Bezeichnung „Bichon à poil frisé“ wurde 1978 festgelegt.AussehenDer Bichon Frisé ist ein kleiner, fröhlich wirkender, rechteckig gebauter Hund mit hoch getragenem Kopf, dunklen Augen und elegant über dem Rücken getragener Rute. Typisch ist das weisse, sehr lockere, korkenzieherartig gelockte Fell, das dem Hund sein „Wattebausch“-Aussehen gibt. Der VDH beschreibt ihn als kleinen, verspielten Hund mit langem, sehr lockerem, korkenzieherartigem Haar.Wesen/CharakterDer Bichon Frisé gilt als freundlich, anhänglich, anpassungsfähig und sehr umgänglich. Laut FCI ist er ein echter Gefährte, nicht nervös oder kläffend, und auch fremden Personen sowie anderen Hunden gegenüber offen. Der VDH beschreibt ihn zusätzlich als aufmerksam, wachsam, ausgeglichen und selbstbewusst; Kindern gegenüber zeigt er sich meist sehr freundlich.PflegeDie Pflege ist vergleichsweise aufwendig. Das Fell haart zwar wenig bzw. praktisch nicht, wächst aber kontinuierlich weiter und verfilzt ohne regelmässige Pflege schnell. Deshalb braucht der Bichon häufiges Bürsten und Kämmen sowie regelmässiges Schneiden/Trimming. Der FCI-Standard erlaubt das Scheren ausdrücklich.ErziehungDer Bichon Frisé ist gut erziehbar, wenn freundlich, konsequent und motivierend gearbeitet wird. Er ist menschenbezogen und lernt in der Regel gern mit positiver Bestärkung. Wichtig ist, ihn trotz seiner kleinen Grösse nicht zu sehr zu verwöhnen, damit kein „kleiner Prinz“-Verhalten entsteht.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders ist vor allem das Fell: Es haart wenig, braucht aber deutlich mehr Pflege als viele andere Kleinhunderassen. Ausserdem ist der Bichon Frisé meist sehr menschenbezogen und ungern lange allein. Er ist klein und wohnungstauglich, aber trotzdem lebhaft und durchaus ausdauernd bei Spaziergängen.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, meistens schon. Der Bichon Frisé ist durch sein freundliches, anpassungsfähiges Wesen oft gut für Einsteiger geeignet. Weniger passend ist er für Menschen, die wenig Zeit für Fellpflege haben oder den Hund regelmässig viele Stunden allein lassen müssen.Familienhund oder nicht?Ja, in der Regel ein guter Familienhund. Er ist freundlich, verspielt und kinderlieb. Voraussetzung ist wie immer, dass Kinder den respektvollen Umgang mit dem Hund lernen und der Hund Rückzugsmöglichkeiten hat.
 
Rottweiler
Der RottweilerGeschichteDer Rottweiler gehört zu den ältesten Hunderassen. Seine Vorfahren wurden bereits im Alten Rom als Treib- und Hütehunde genutzt und kamen mit römischen Legionen über die Alpen. In der Gegend um Rottweil wurden diese Hunde mit einheimischen Hunden verpaart und entwickelten sich zu dem Typ, der später als Rottweiler Metzgerhund bekannt wurde. Er trieb Vieh, bewachte Eigentum und wurde 1910 offiziell als Polizeihund anerkannt.AussehenKörperform: Der Rottweiler ist mittelgross bis gross, kräftig, kompakt und auffallend stämmig gebaut. Trotz seiner Masse soll er nicht plump wirken, sondern eher wie ein sportlicher, ausdauernder und wendiger Athlet. Typisch sind der breite Kopf, die tiefe Brust, die starke Bemuskelung und die insgesamt sehr kraftvolle Erscheinung. Fell: Das Fell ist stockhaarig, dicht und wetterfest. Es besteht aus mittellangem, derbem Deckhaar mit Unterwolle, die jedoch nicht hervortreten soll. Die typische Farbe ist schwarz mit klar abgegrenztem rotbraunem Brand.Wesen/CharakterDer Rottweiler gilt als ausgeglichen, ruhig, nervenstark und selbstsicher. Gleichzeitig ist er wachsam, belastbar und seiner Familie meist eng verbunden. Bei guter Sozialisierung und Ausbildung zeigt er sich oft freundlich, führig und alltagstauglich. Typisch sind seine hohe Reizschwelle, seine Ernsthaftigkeit und sein natürlicher Schutz- und Wachinstinkt.PflegeDie Pflege ist insgesamt unkompliziert. Gelegentliches Bürsten reicht meist aus, um lose Haare und Schmutz zu entfernen. Während des Fellwechsels sollte gründlicher gebürstet werden. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmässig kontrolliert werden. GesundheitDer Rottweiler gilt insgesamt als belastbare und leistungsfähige Rasse. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Wie bei anderen grossen und kräftigen Hunden können je nach Linie unter anderem Hüft- und Ellenbogenthemen oder weitere erblich beeinflusste Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind ausserdem kontrolliertes Wachstum, gutes Gewichtsmanagement und eine sinnvolle körperliche Auslastung. ErziehungDie Erziehung sollte früh, klar, ruhig und konsequent beginnen. Der Rottweiler ist kräftig, intelligent und meist gut führbar, braucht aber eine verlässliche Führung und eine sehr gute Sozialisierung. Liebevolle Konsequenz ist besonders wichtig. Harte oder unfaire Methoden sind ungeeignet. Gute Leinenführigkeit, Impulskontrolle und sicheres Alltagsverhalten haben bei dieser Rasse grosse Bedeutung.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus Kraft, Nervenstärke und Vielseitigkeit. Der Rottweiler ist nicht nur Wach- und Familienhund, sondern auch Dienst-, Rettungs-, Therapie- und Sporthund. Er bringt viel Substanz, Ernsthaftigkeit und Schutzinstinkt mit, weshalb Haltung und Erziehung besonders verantwortungsvoll sein müssen. Genau diese Mischung aus Führigkeit und Kraft macht ihn besonders.Geeignet für Ersthundehalter?Eher nur bedingt. Ein sehr gut informierter und konsequenter Ersthundehalter kann mit einem Rottweiler zurechtkommen, wenn er sich intensiv mit Sozialisierung, Erziehung und Verantwortung beschäftigt. Insgesamt ist die Rasse aber eher anspruchsvoll, weil sie kraftvoll, wachsam und charakterstark ist. Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich kann der Rottweiler ein guter Familienhund sein. Bei guter Sozialisierung und passender Erziehung wird er oft als freundlich, loyal und familienbezogen beschrieben. Er passt aber vor allem zu Menschen, die ihm klare Führung, engen Familienanschluss und verantwortungsvolle Haltung bieten können. Als unkomplizierter Hund für jeden Haushalt ist er eher nicht gedacht.
 
Irischer Wolfshund
Irischer Wolfshund - Irish Wolfhound Geschichte Der Irische Wolfshund zählt zu den ältesten bekannten Windhundtypen. Seine Vorfahren wurden in Irland bereits sehr früh als grosse Jagd- und Kriegshunde geschätzt. Später ging der Bestand stark zurück, und im 19. Jahrhundert wurde die Rasse gezielt wieder aufgebaut. Eine entscheidende Rolle spielte Capt. G. A. Graham, der mit wenigen noch vorhandenen Hunden des alten Typs sowie unter anderem mit Deerhound-Blut die moderne Rasse festigte. Der Irische Wolfshund wurde dadurch auch zu einem Symbol irischer Kulturgeschichte. Aussehen Körperform: Der Irische Wolfshund ist ein sehr grosser, imposanter und zugleich eleganter Hund. Er soll nicht so massig wie eine Deutsche Dogge, aber kräftiger als ein Deerhound sein. Sein Körperbau ist muskulös, langlinig und harmonisch, mit hoch getragenem Kopf und Hals sowie insgesamt leichtem, aktivem Bewegungsablauf. Fell: Das Fell ist rauh, hart und wetterfest. Besonders markant ist die etwas struppige Behaarung über den Augen und am Fang. Farblich sind mehrere Varianten zulässig, darunter grau, gestromt, rot, schwarz, weiss und rehbraun. Wesen/Charakter Der Irische Wolfshund gilt als freundlich, ruhig, würdevoll und menschenbezogen. Berühmt ist die Beschreibung des Wesens mit dem Satz, sinngemäss, zu Hause ein Lamm und auf der Jagd ein Löwe. Im Alltag zeigen viele Vertreter der Rasse ein sanftes, geduldiges und eher sensibles Auftreten. Trotz ihrer Grösse sind sie meist keine nervösen oder ständig wachenden Hunde, sondern eher gelassene Begleiter mit enger Bindung an ihre Menschen. Pflege Die Pflege ist insgesamt überschaubar, auch wenn das drahtige Fell regelmässig gebürstet werden sollte. Lose Haare und Schmutz lassen sich meist gut entfernen. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmäßig kontrolliert werden. Wegen der enormen Körpergröße ist auch auf eine geeignete Liegefläche, gelenkschonende Bewegung und ein passendes Körpergewicht zu achten. Gesundheit Wie viele sehr grosse Hunderassen hat auch der Irische Wolfshund gesundheitliche Besonderheiten. Wichtig sind unter anderem Aufmerksamkeit für Herzprobleme, Knochenerkrankungen, Magendrehung und gelenkbezogene Belastungen. Auch das Wachstum im Junghundealter muss gut begleitet werden, damit Knochen und Gelenke nicht überlastet werden. Insgesamt gilt die Rasse als vergleichsweise empfindlich in Bezug auf ihre Grösse, und die Lebenserwartung ist oft kürzer als bei kleineren Rassen. Erziehung Die Erziehung sollte liebevoll, ruhig und konsequent erfolgen. Der Irische Wolfshund ist meist sensibel und reagiert nicht gut auf Härte. Wichtig sind frühe Sozialisierung, gutes Leinentraining und alltagssichere Grundsignale, denn schon ein junger Hund entwickelt enorme Kraft. Wegen seines Windhundhintergrunds sollte auch der Rückruf sorgfältig aufgebaut werden. Mit Geduld und fairer Führung ist die Rasse in der Regel gut lenkbar. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich? Die auffälligste Besonderheit ist natürlich seine enorme Grösse. Der Irische Wolfshund gehört zu den grössten Hunderassen der Welt. Trotz dieser beeindruckenden Erscheinung ist er oft sanft, ruhig und sehr anhänglich. Gleichzeitig bringt er typische Windhundeigenschaften mit, also einen gewissen Jagdinstinkt, Würde, Sensibilität und manchmal auch eine ruhige Eigenständigkeit. Man braucht im Alltag viel Platz, ein gutes Management und ein Bewusstsein dafür, dass schon normale Bewegungen eines so grossen Hundes sehr viel Kraft entfalten können. Geeignet für Ersthundehalter? Eher nur bedingt. Charakterlich kann der Irische Wolfshund zwar freundlich und gutmütig sein, seine Grösse, Kraft und die besonderen gesundheitlichen Anforderungen machen ihn aber nicht zur einfachsten Einsteigerrasse. Ein sehr gut informierter und verantwortungsbewusster Ersthundehalter kann mit viel Vorbereitung, passender Unterstützung und genügend Platz dennoch gut mit dieser Rasse zurechtkommen. Familienhund oder nicht? Ja, grundsätzlich kann der Irische Wolfshund ein sehr guter Familienhund sein. Er ist oft sanft, geduldig und eng an seine Menschen gebunden. In einer ruhigen, verantwortungsvollen Familie mit ausreichend Platz und Verständnis für seine Bedürfnisse fühlt er sich meist wohl. Wegen seiner Grösse sollte der Umgang mit kleinen Kindern trotzdem immer aufmerksam begleitet werden, einfach weil ein so grosser Hund unabsichtlich sehr viel körperliche Wirkung hat.
 
Bobtail - Old English Sheepdog
Steckbrief BobtailGeschichteDer Standard beschreibt, dass die heute als britisch geführte Rasse vermutlich auch Einflüsse von europäischen Schäferhundtypen (unter anderem Owtcharka- und Bergamasco-Typen) hat und in Grossbritannien weiter geprägt wurde. Der Name „Bobtail“ ist zudem eng mit der früher oft üblichen, verkürzten Rute verbundenAussehenKörperform: Sie bekommen einen kräftigen, kompakt wirkenden, quadratischen Hund mit viel Substanz, der nicht hochbeinig erscheinen soll. Typisch ist die leicht ansteigende Rückenlinie und der „birnenförmige“ Eindruck von oben. Fell: Das Haarkleid ist das Markenzeichen: lang, dicht und wetterfest, mit Unterwolle. Der Standard betont, dass Scheren oder starkes Kürzen die natürliche Silhouette nicht verfälschen soll.Wesen und CharakterDer Bobtail ist führig, ausgeglichen, mutig, treu und verlässlich, ohne Nervosität oder unbegründete Aggression. Sie erleben häufig einen freundlichen, verspielten Familienhund, der dennoch wachsam sein kann.PflegeSie sollten viel Zeit für Fellpflege einplanen: Regelmässiges, gründliches Bürsten (oft mehrmals pro Woche, teils täglich bei langem Fell) hilft gegen Verfilzungen und hält Schmutz aus dem Haarkleid. Viele Halter nutzen zusätzlich professionelle Pflege, weil das Fell sehr pflegeintensiv ist.GesundheitHäufig genannte Themen sind Hüftdysplasie sowie Augenprobleme wie progressive Retinaatrophie und erbliche Katarakte. Zusätzlich werden unter anderem Autoimmune Thyreoiditis, angeborene Taubheit und weitere Erkrankungen beschrieben, weshalb Gesundheitsvorsorge und seriöse Zuchtuntersuchungen wichtig sind.ErziehungSie kommen mit ruhiger Konsequenz und belohnungsbasiertem Training am weitesten. Da Bobtails intelligent sind, aber auch eigenständig denken können, helfen klare Alltagsregeln, frühe Sozialisierung und sinnvoller Mix aus Bewegung und Kopfarbeit.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Bobtail ist ein grosser, kräftiger Hund mit auffälligem Zottelfell und oft sehr freundlichem Auftreten. Das Fell ist gleichzeitig der grösste Pflegefaktor, und die Grösse bedeutet: Leinenführigkeit, Ruhe und gutes Handling sind im Alltag entscheidend.Geeignet für Ersthundehalter?Eher bedingt: Wenn Sie bereit sind, konsequent zu trainieren und die Fellpflege wirklich dauerhaft einzuplanen, kann es gut passen. Wenn Sie einen pflegearmen Hund suchen, ist die Rasse meist keine gute Wahl.Familienhund oder nicht?Oft ja, weil viele Bobtails sehr sozial und familienbezogen sind. Sie sollten wegen Grösse, Temperament und Fellpflege aber genug Zeit, Platz und Struktur im Alltag mitbringen, und kleine Kinder an einen ruhigen Umgang mit dem grossen Hund heranführen.
 
Neufundländer
Der NeufundländerGeschichteDer Neufundländer stammt von der kanadischen Atlantikinsel Neufundland. Über seinen genauen Ursprung gibt es verschiedene Theorien, allgemein wird aber davon ausgegangen, dass sich die Rasse aus dortigen Hunden sowie von europäischen Fischern mitgebrachten Hunden entwickelte. Bekannt wurde der Neufundländer vor allem als kraftvoller Arbeits- und Wasserhund, der Fischern half und später auch als Rettungshund geschätzt wurde.AussehenKörperform: Der Neufundländer ist ein sehr großer, massiver und kräftiger Hund mit gut ausbalanciertem Körperbau. Er soll trotz seiner Größe harmonisch, gut bemuskelt und beweglich wirken. Typisch sind die breite Brust, die starke Knochenstruktur und die insgesamt eindrucksvolle, aber ruhige Erscheinung. Fell: Das Fell ist dicht, wetterfest und funktional. Es schützt den Hund gut vor Kälte und Nässe und passt damit zu seiner traditionellen Arbeit im Wasser. Die anerkannten Farben sind schwarz, braun und weiss-schwarz. Wesen/CharakterDer Neufundländer gilt als freundlich, ruhig, gutmütig und menschenbezogen. Typisch sind seine Gelassenheit, seine hohe Reizschwelle und seine ausgeprägte Wasserpassion. Viele Vertreter der Rasse sind geduldig, anhänglich und zeigen eine besondere Bereitschaft, mit Menschen zusammenzuarbeiten.PflegeDie Fellpflege ist nicht zu unterschätzen. Das dichte Haarkleid sollte regelmäßig gründlich gebürstet werden, damit es nicht verfilzt und lose Unterwolle entfernt wird. Im Fellwechsel ist der Pflegeaufwand meist deutlich höher. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmässig kontrolliert werden. GesundheitWie viele sehr große Hunderassen bringt auch der Neufundländer besondere gesundheitliche Anforderungen mit. Wichtig sind eine verantwortungsvolle Zucht, kontrolliertes Wachstum, ein passendes Körpergewicht und gelenkschonende Bewegung im Junghundealter. Je nach Linie können unter anderem Gelenkprobleme, Herzthemen oder andere für grosse Hunde typische Erkrankungen eine Rolle spielen. ErziehungDie Erziehung sollte ruhig, klar und konsequent sein. Der Neufundländer gilt zwar als freundlich und gutmütig, braucht wegen seiner Grösse und Kraft aber eine zuverlässige Führung und frühe Sozialisierung. Harte Methoden sind ungeeignet. Besonders wichtig sind gute Alltagsregeln, sichere Leinenführigkeit und ein gelassener Umgang mit verschiedenen Umweltsituationen. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus enormer Grösse, sanftem Wesen und ausgeprägter Wasserliebe. Der Neufundländer ist für seine Ruhe, seine Gutmütigkeit und seine Eignung als Wasser- und Rettungshund bekannt. Dazu kommt seine beeindruckende körperliche Präsenz, die im Alltag viel Platz, Verantwortung und Pflege erfordert.Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Charakterlich ist der Neufundländer oft freundlich, ruhig und gutmütig, was ihn grundsätzlich zugänglich macht. Wegen seiner enormen Größe, Kraft, des Pflegeaufwands und der Verantwortung in Haltung und Erziehung ist er aber nicht die einfachste Wahl für Anfänger. Ein gut informierter und konsequenter Ersthundehalter kann mit passender Unterstützung dennoch gut mit dieser Rasse zurechtkommen. Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich kann der Neufundländer ein sehr guter Familienhund sein. Er gilt als geduldig, freundlich und menschenbezogen und wird oft als besonders kinderlieb beschrieben. Am besten passt er zu Familien mit ausreichend Platz, Zeit und Verständnis für einen sehr grossen, langhaarigen und wasserfreudigen Hund.
 
Curly Coated Retriever
Steckbrief Curly Coated RetrieverGeschichteSie bekommen einen der ältesten Retriever-Typen aus Grossbritannien, der als vielseitiger Jagd- und Apportierhund entwickelt wurde, besonders für robuste Arbeit im Gelände und im Wasser.AussehenKörperform: Der Curly Coated Retriever wirkt kraftvoll und zugleich elegant, meist etwas hochläufiger als andere Retriever, dabei ausdauernd und athletisch gebaut. Fell: Das Haarkleid ist das Markenzeichen: ein dichtes Lockenkleid, das schützt und funktional ist, besonders bei Nässe und bei rauem Bewuchs.Wesen und CharakterSie erleben oft einen intelligenten, selbstständig denkenden Retriever, der eng mit seiner Bezugsperson zusammenarbeitet, aber nicht immer „dauer-gefällig“ ist. Viele Curlies sind aufmerksam und eher reserviert bei Fremden, bleiben aber ihrer Familie sehr verbunden.PflegeDie Fellpflege ist meist einfacher, als es aussieht: Sie bürsten regelmässig, kontrollieren Haut und Ohren und halten das Fell sauber, ohne es ständig auszukämmen. Nach Wasserarbeit ist Abtrocknen und Ohrenkontrolle sinnvoll, damit Feuchtigkeit nicht zum Problem wird.GesundheitSie sollten wie bei vielen grösseren Jagdhunden auf Gelenke und Augen achten und bei der Wahl der Zucht auf nachweisbare Untersuchungen setzen. Regelmässige Vorsorge, schlankes Gewicht und passende Bewegung helfen, den Hund langfristig fit zu halten.ErziehungSie kommen am besten mit klaren Regeln, ruhiger Konsequenz und belohnungsbasiertem Training voran. Der Curly braucht sinnvolle Aufgaben (Apport, Dummyarbeit, Wasserarbeit, Nasenarbeit), sonst wird er schnell eigenwillig oder unterbeschäftigt. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Curly Coated Retriever ist der „Denker“ unter den Retrievern: robust, wetterfest, ausdauernd und mit sehr charakteristischem Lockenfell. Er passt besonders gut zu Menschen, die gerne trainieren und dem Hund regelmässig echte Arbeit oder Sport bieten.Geeignet für Ersthundehalter?Eher bedingt: Wenn Sie konsequent trainieren, sich für Dummy- oder Apportarbeit begeistern und bereit sind, sich mit einem eigenständigeren Retriever auseinanderzusetzen, kann es gut passen. Wenn Sie einen sehr unkomplizierten „Mitläufer“ suchen, ist die Rasse oft zu anspruchsvoll. Familienhund oder nicht?Als Familienhund kann er gut funktionieren, wenn Sie Struktur, Auslastung und Ruhe im Alltag sicherstellen. In sehr turbulenten Haushalten braucht er klare Regeln und ausreichend Rückzug, damit er gelassen bleibt.
 
Italienisches Windspiel
Das Italienisches Windspiel Geschichte Das Italienische Windspiel stammt von kleinen Windhunden ab, die bereits im alten Ägypten bekannt waren. Über Griechenland gelangten diese Hunde nach Italien, wo sich die Rasse besonders entwickelte. Ihre grösste Verbreitung erlebte sie während der Renaissance an den Höfen des Adels. Bis heute gilt sie als eine der ältesten kleinen Windhundrassen. Aussehen Körperform: Das Italienische Windspiel ist ein kleiner, sehr eleganter und feingliedriger Hund von quadratischem Format. Trotz seiner zarten Erscheinung verkörpert es alle typischen Merkmale eines echten Windhundes. Es wirkt graziös, leichtfüssig und vornehm. Fell: Das Fell ist sehr kurz, fein und seidig und liegt eng am Körper an. Es wirkt glatt und gepflegt, ohne Fransen oder Unterwolle. Typisch sind die klaren, einfarbigen Farbschläge mit nur wenig zugelassenem Weiss. Wesen/Charakter Das Italienische Windspiel gilt als lebhaft, zärtlich, anhänglich und fügsam. Es ist sehr menschenbezogen und sucht oft die Nähe seiner Bezugspersonen. Viele Vertreter der Rasse sind sensibel, charmant und eher feinfühlig als robust. Gegenüber vertrauten Menschen zeigen sie sich meist sehr liebevoll, oft auch verspielt und aufmerksam. Pflege Die Fellpflege ist unkompliziert, da das kurze Haarkleid nur wenig Aufwand macht. Regelmässiges sanftes Bürsten oder Abreiben reicht meist aus. Wichtig sind zusätzlich die Kontrolle von Krallen, Zähnen, Ohren und Haut. Wegen des sehr kurzen Fells sollte man auch auf Kälteempfindlichkeit achten und den Hund bei niedrigen Temperaturen gut schützen. Gesundheit Das Italienische Windspiel gilt insgesamt als eher zarte Rasse. Wegen seines feinen Körperbaus kann es empfindlicher auf Kälte, grobe Belastung und Verletzungen reagieren als robustere Hunde. Je nach Linie können ausserdem Probleme mit Zähnen, Gelenken oder Knochen eine Rolle spielen. Wichtig sind eine verantwortungsvolle Zucht, ein sicheres Umfeld und ein gutes Gewichtsmanagement. Erziehung Die Erziehung sollte sanft, geduldig und konsequent erfolgen. Das Italienische Windspiel ist sensibel und reagiert meist nicht gut auf Härte oder Druck. Mit freundlicher Führung, früher Sozialisierung und viel Vertrauen lernt es in der Regel gut. Wichtig sind auch alltagssichere Grundsignale und ein behutsamer Aufbau von Selbstsicherheit, da manche Hunde etwas zurückhaltend oder empfindlich sein können. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich? Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus zarter Eleganz, echtem Windhundtyp und starker Menschenbezogenheit. Das Italienische Windspiel ist klein, aber kein typischer Kleinhund im klassischen Sinn, sondern ein Miniatur-Windhund mit entsprechendem Körperbau und Bewegungsverhalten. Es ist oft sehr sensibel, liebt Wärme und Nähe und braucht einen achtsamen Umgang. Gerade seine Feinheit macht es besonders, aber auch etwas anspruchsvoller im Alltag. Geeignet für Ersthundehalter? Bedingt. Für ruhige, einfühlsame und gut informierte Ersthundehalter kann das Italienische Windspiel gut geeignet sein. Wer jedoch einen robusten, unkomplizierten Hund sucht, ist mit dieser Rasse nicht immer ideal beraten. Sensibilität, Kälteempfindlichkeit und der feine Körperbau verlangen Aufmerksamkeit und einen respektvollen Umgang.  Familienhund oder nicht? Ja, grundsätzlich kann das Italienische Windspiel ein guter Familienhund sein. Es ist anhänglich, liebevoll und stark auf seine Menschen bezogen. Am besten passt es jedoch in eher ruhige, rücksichtsvolle Haushalte. In Familien mit sehr kleinen oder stürmischen Kindern sollte man wegen der zarten Statur besonders auf einen vorsichtigen Umgang achten.