Lhasa Apso
Der Lhasa Apso
Geschichte
Der Lhasa Apso stammt aus Tibet und wurde dort über viele Jahrhunderte als wachsamer Begleit- und Tempelhund gehalten. Besonders in Klöstern und bei wohlhabenden Haushalten galt er als geschätzter kleiner Wachhund. Die FCI führt Tibet als Ursprungsland und Grossbritannien als Patronatsland der Rasse.
Aussehen
Körperform: Der Lhasa Apso ist ein kleiner, gut ausbalancierter und robuster Hund. Trotz seiner geringen Grösse wirkt er nicht zierlich, sondern kompakt, sicher und widerstandsfähig. Sein Ausdruck ist aufmerksam und selbstbewusst.
Fell: Das Fell ist eines der auffälligsten Merkmale der Rasse. Es ist lang, schwer und fällt gerade herab. Dabei soll es weder seidig noch wollig sein. Die starke Behaarung an Kopf, Bart und Augenpartie gehört zum typischen Erscheinungsbild des Lhasa Apso.
Wesen/Charakter
Der Lhasa Apso gilt als fröhlich, selbstsicher, aufmerksam und recht eigenständig. Gegenüber Fremden zeigt er sich oft eher reserviert oder etwas distanziert, gegenüber seinen Bezugspersonen dagegen meist eng verbunden. Typisch ist seine Mischung aus kleinem Format und erstaunlich wachem, ernst zu nehmendem Charakter.
Pflege
Die Fellpflege ist aufwendig und braucht Regelmässigkeit. Das lange Haarkleid sollte gründlich gebürstet und gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Auch Augen, Ohren, Pfoten, Krallen und Zähne sollten regelmässig kontrolliert werden. Gerade bei einem so langhaarigen kleinen Hund ist konsequente Pflege im Alltag sehr wichtig.
Gesundheit
Der Lhasa Apso gilt insgesamt als recht robuste und langlebige kleine Rasse. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Je nach Linie können unter anderem Augenprobleme, Hautthemen, Zahnprobleme oder Patellaprobleme eine Rolle spielen. Wichtig sind regelmässige tierärztliche Kontrollen, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis.
Erziehung
Die Erziehung sollte freundlich, klar und konsequent sein. Der Lhasa Apso ist intelligent, aber oft auch eigenwillig und nicht einfach nur gefällig. Deshalb braucht er frühe Sozialisierung, verlässliche Regeln und eine ruhige Führung. Harte Methoden passen nicht gut zu dieser selbstbewussten, oft sensiblen Rasse.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus kleinem Körper, grosser Präsenz und uralter Klosterhund-Geschichte. Der Lhasa Apso ist kein typischer unterwürfiger Kleinhund, sondern oft ein selbstbewusster, wachsamer und durchaus eigenständiger Begleiter. Dazu kommt sein markantes, langes Fell, das ihn unverwechselbar macht.
Geeignet für Ersthundehalter?
Bedingt. Ein ruhiger, konsequenter und gut informierter Ersthundehalter kann mit einem Lhasa Apso gut zurechtkommen. Ganz unkompliziert ist die Rasse aber nicht, weil sie eigenständig, wachsam und mitunter stur sein kann. Wer kleine Hunde nur wegen ihrer Grösse unterschätzt, wird mit einem Lhasa Apso nicht immer leicht zurechtkommen.
Familienhund oder nicht?
Ja, grundsätzlich kann der Lhasa Apso ein guter Familienhund sein. Er passt vor allem zu eher ruhigen, respektvollen Haushalten, in denen man seine Eigenständigkeit ernst nimmt. Mit älteren, verständigen Kindern kommt er oft gut zurecht. In sehr lauten oder hektischen Familien kann er sich eher weniger wohlfühlen. Diese Einordnung ist eine fachliche Ableitung aus Wesen, Grösse und typischem Verhalten der Rasse.
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