Weimaraner
FCI Standardnummer: 99
Herkunftsland: Deutschland
Klassifikation: FCI Gruppe 7
Widerristhöhe Hündin: 57–65 cm
Widerristhöhe Rüde: 59–70 cm
Gewicht Hündin: ca. 25–35 kg
Gewicht Rüde: ca. 30–40 kg
Fellfarbe: Silber-, Reh- oder Mausgrau sowie Abstufungen dieser Grautöne; Kopf und Behänge meist etwas heller, kleine weisse Abzeichen an Brust und Zehen sind erlaubt
Fellbeschaffenheit: Es gibt Kurzhaar und Langhaar. Kurzhaar ist kurz, kräftig, sehr dicht und glatt anliegend, meist ohne oder mit sehr wenig Unterwolle. Langhaar ist weich, länger, glatt oder leicht wellig, mit Befederung und Fahne an der Rute
Halsumfang: je nach Hund unterschiedlich, messen Sie fürs Halsband immer direkt am Hund
Produktinformationen "Weimaraner"
Der Weimaraner
Geschichte
Der Weimaraner wurde bereits im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts am Hof in Weimar gehalten. Die planmässige Zucht begann im 19. Jahrhundert in Mitteldeutschland, besonders rund um Weimar und in Thüringen. Seit etwa 1900 gilt die Rasse als rein gezüchtet und gehört zu den ältesten rein gezüchteten deutschen Vorstehhunderassen.
Aussehen
Ein mittelgrosser bis grosser Jagdhund, athletisch, sehnig, muskulös und elegant. Typisch sind der edle Kopf, die langen Behänge, die bernsteinfarbenen Augen und das graue Fell. Der Weimaraner soll Ausdauer, Schnelligkeit und Arbeitsvermögen ausstrahlen.
Körperform: Etwas länger als hoch, kräftig, aber nicht schwerfällig, mit tiefer Brust und sportlicher Gesamtlinie.
Fell: Kurzhaarig oder langhaarig, jeweils funktional und wetterfest genug für die jagdliche Arbeit.
Wesen/Charakter
Der Weimaraner gilt als vielseitig, führig, lernfähig und passioniert. Er ist meist sehr menschenbezogen, wachsam und arbeitsfreudig, aber in der Regel nicht grundlos aggressiv. Gleichzeitig ist er kein gemütlicher Sofahund, sondern ein leistungsorientierter Jagdgebrauchshund mit deutlichem Beschäftigungsbedarf.
Pflege
Kurzhaar ist pflegeleicht und braucht meist nur regelmässiges Bürsten. Langhaar benötigt mehr Fellpflege, vor allem an Behängen, Fahne, Befederung und im Zwischenzehenbereich. Zusätzlich wichtig sind Ohrenkontrolle, Krallenpflege und gründliche Pflege nach Wald-, Wasser- oder Jagdeinsätzen.
Gesundheit
Wie viele grosse, aktive Hunde braucht der Weimaraner eine verantwortungsvolle Zucht, gute Gelenk- und Allgemeinvorsorge sowie passende Bewegung. Die FCI betont, dass nur funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde zur Zucht eingesetzt werden sollen. Allgemein sollte man bei der Rasse auf seriöse Züchter, regelmässige tierärztliche Betreuung und ein gutes Belastungsmanagement achten.
Erziehung
Der Weimaraner ist gut trainierbar, braucht aber eine klare, konsequente und faire Führung. Wegen Jagdtrieb, Energie und Intelligenz genügt reine Bewegung oft nicht; er braucht auch Nasenarbeit, Dummytraining, Sucharbeit, Mantrailing, jagdnahe Auslastung oder andere anspruchsvolle Aufgaben. Frühe Sozialisierung und Impulskontrolle sind besonders wichtig.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders sind sein starker Jagdtrieb, seine enorme Arbeitsfreude, seine enge Bindung an Bezugspersonen und seine oft ausgeprägte Wachsamkeit. Viele Weimaraner sind sensibel, möchten eng bei ihren Menschen sein und können schlecht mit Unterforderung oder langem Alleinsein umgehen. Gerade deshalb ist die Rasse in erfahrenen, aktiven Händen meist deutlich besser aufgehoben als in einem rein bequemen Familienalltag.
Geeignet für Ersthundehalter?
Eher nein. Der Weimaraner ist anspruchsvoll, bewegungsintensiv und jagdlich stark motiviert. Für Anfänger ohne Erfahrung mit konsequenter Erziehung, Auslastung und Triebkontrolle ist er meistens keine ideale Wahl. Er passt besser zu sehr aktiven, hundeerfahrenen Menschen oder zu Haltern mit jagdlichem Hintergrund. Diese Einschätzung ist eine praktische Ableitung aus Standard, VDH-Beschreibung und Haltungsanforderungen.
Familienhund oder nicht?
Ja, aber nur bedingt. Er kann ein sehr anhänglicher, treuer Familienhund sein, wenn er ausreichend ausgelastet, gut erzogen und sinnvoll beschäftigt wird. Für ruhige Haushalte, wenig Zeit oder rein städtische Wohnungshaltung ohne intensive Beschäftigung ist er meist ungeeignet. Mit passenden Menschen kann er dagegen sehr loyal und liebevoll sein.
Zusammensetzung
Fütterungsempfehlung
Technische Details
Grössenangaben
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Die Deutscher PincherGeschichteDer glatthaarige Pinscher ist eine sehr alte Rasse und wurde bereits 1880 im Deutschen Hundestammbuch erwähnt. Er hat die gleichen Vorfahren wie der Schnauzer, der früher auch „rauhhaariger Pinscher“ genannt wurde.AussehenKörperform:
Mittelgross, elegant und möglichst quadratisch gebaut, mit stolzer Haltung und gut sichtbarer Muskulatur.Fell:
Kurzes, funktionales Haarkleid, das eng anliegt und wenig Pflegeaufwand macht.Wesen und CharakterLebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und ausgeglichen, kombiniert mit Klugheit und Ausdauer. Dadurch ist er ein angenehmer Familien-, Wach- und Begleithund.PflegeDas kurze Fell braucht meist nur regelmässiges Bürsten/Abreiben. Wichtig sind Alltagsroutinen: Krallen, Zähne, Ohren kontrollieren – und vor allem ausreichend Bewegung und Kopfarbeit, damit er nicht „eigene Ideen“ entwickelt.GesundheitIn der Praxis werden u. a. Hüftdysplasie, Katarakt und von-Willebrand-Krankheit als mögliche Themen genannt (Zucht- und Vorsorgechecks beim seriösen Züchter ansprechen).ErziehungDer Deutsche Pinscher ist schnell im Kopf und testet Grenzen. Erziehung gelingt am besten mit klaren Regeln, konsequenter Freundlichkeit und abwechslungsreichem Training. Früh üben: Leinenführigkeit, Rückruf, Impulskontrolle und ruhiges Begrüssen.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Wachsam und mutig, oft mit echtem „Wächter-Gen“.
Hohe Energie + Intelligenz: braucht Aufgaben, sonst wird er kreativ.
Starker Jagd- und Beutetrieb möglich (Management draussen wichtig).Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Wenn du konsequent trainierst, aktiv bist und Grenzen freundlich durchsetzt, kann es gut passen. Wer einen „unkomplizierten Nebenher-Hund“ sucht, ist oft überfordert.Familienhund oder nicht?Ja, oft – mit Struktur. Er kann sehr familientreu sein, braucht aber klare Regeln und ausreichend Auslastung. Mit respektvollen Kindern und gutem Training ist er meist ein guter Familienhund; in sehr chaotischen Haushalten wird es eher schwierig.
Kleinpudel
Geschichte
Der Pudel gehört zu den alten europäischen Hunderassen und wurde ursprünglich als Wasserhund genutzt. Besonders in Frankreich wurde er stark geprägt und weiterentwickelt, weshalb Frankreich heute als Ursprungsland gilt. Aus dem grösseren Gebrauchshund entwickelten sich im Lauf der Zeit verschiedene Grössenvarianten, darunter auch der Kleinpudel. Später wurde der Pudel vor allem als intelligenter Begleit-, Ausstellungs- und Familienhund bekannt.
Aussehen
Körperform: Der Kleinpudel ist harmonisch, elegant und gut proportioniert gebaut. Er wirkt weder plump noch zerbrechlich, sondern lebhaft, stolz und beweglich. Typisch sind der eher quadratische Gesamteindruck, die feine, aber nicht schwache Knochenstruktur und ein federnder, leichter Bewegungsablauf.
Fell: Das Fell ist eines der auffälligsten Merkmale der Rasse. Es ist dicht, fein und stark gelockt oder in Schnüren ausgebildet. Der Kleinpudel haart meist wenig, braucht aber dafür regelmässige und sorgfältige Fellpflege.
Wesen/Charakter
Der Kleinpudel gilt als sehr intelligent, aufmerksam, verspielt und menschenbezogen. Er lernt schnell, arbeitet gern mit seinen Menschen zusammen und ist oft ausgesprochen anpassungsfähig. Viele Kleinpudel sind freundlich, wachsam und sensibel, ohne übermässig nervös zu sein. Durch ihre Klugheit und feine Beobachtungsgabe reagieren sie oft sehr deutlich auf Stimmung und Alltag ihrer Bezugspersonen.
Pflege
Die Pflege ist aufwendiger, als viele zunächst denken. Das Fell muss regelmässig gebürstet, gekämmt und in sinnvollen Abständen geschnitten oder geschoren werden, damit es nicht verfilzt. Auch Ohren, Krallen, Zähne und Augen sollten regelmässig kontrolliert werden. Gerade weil das Fell wenig ausfällt, bleibt lose Wolle oft im Haarkleid hängen und muss aktiv entfernt werden.
Gesundheit
Der Kleinpudel gilt insgesamt als recht robuste und langlebige Varietät. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Je nach Linie können unter anderem Patellaprobleme, Augenkrankheiten, Zahnprobleme oder erblich bedingte Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind regelmässige tierärztliche Kontrollen, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis.
Erziehung
Der Kleinpudel ist in der Regel sehr gut erziehbar. Er lernt schnell, ist aufmerksam und möchte oft eng mit seinem Menschen zusammenarbeiten. Am besten reagiert er auf freundliche, klare und konsequente Erziehung. Harte Methoden sind ungeeignet, weil viele Pudel sensibel reagieren. Mit früher Sozialisierung, Abwechslung und sinnvoller geistiger Beschäftigung entwickelt sich der Kleinpudel meist zu einem sehr angenehmen Begleiter.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus Intelligenz, Eleganz und hoher Lernfreude. Der Kleinpudel ist meist deutlich mehr als nur ein hübscher Begleithund. Er ist oft sehr aufmerksam, sportlich und vielseitig einsetzbar, etwa im Alltag, beim Hundesport oder bei Denkaufgaben. Dazu kommt das besondere Fell, das wenig haart, aber viel Pflege verlangt.
Geeignet für Ersthundehalter?
Ja, grundsätzlich ist der Kleinpudel oft sehr gut für Ersthundehalter geeignet. Er ist meist klug, kooperativ und gut trainierbar. Wichtig ist nur, ihn nicht zu unterschätzen. Auch ein kleiner bis mittelgroßer Pudel braucht Erziehung, Beschäftigung und regelmäßige Pflege. Wer dazu bereit ist, findet in ihm oft einen sehr angenehmen Anfängerhund.
Familienhund oder nicht?
Ja, der Kleinpudel ist grundsätzlich ein sehr guter Familienhund. Er ist meist freundlich, verspielt und eng an seine Menschen gebunden. In einer Familie mit liebevoller Konsequenz, ausreichender Beschäftigung und respektvollem Umgang fühlt er sich in der Regel sehr wohl. Durch seine Anpassungsfähigkeit passt er oft sowohl zu aktiven Familien als auch zu ruhigeren Haushalten.
Der PomeranianGeschichteDer Pomeranian ist die kleinste Varietät der Deutschen Spitze. Der VDH erklärt, dass Zwergspitze auch Pomeranians genannt werden, weil sie einst von Pommern nach England gelangten. Kynologisch gehört der Pomeranian also nicht zu einer eigenen FCI-Rasse, sondern zur Varietät des Deutschen Zwergspitzes.AussehenDer Pomeranian ist ein sehr kleiner, kompakter Spitz mit fuchsartigem Kopf, kleinen stehenden Ohren, dichter Halskrause und buschiger, über den Rücken gerollter Rute. Durch das üppige, abstehende Fell wirkt er oft größer, als er tatsächlich ist. Typisch ist der lebhafte, wache Ausdruck.Wesen/CharakterDer Deutsche Spitz wird im FCI-Standard als ständig aufmerksam, lebhaft und aussergewöhnlich anhänglich an seinen Besitzer beschrieben. Der Pomeranian ist meist selbstbewusst, wachsam, freundlich und sehr menschenbezogen. Trotz seiner geringen Grösse nimmt er seine Umwelt oft erstaunlich ernst und meldet Geräusche gern zuverlässig.PflegeDas Fell braucht regelmässige Pflege, auch wenn es nicht geschoren „einfacher“ gemacht werden sollte. Durch das dichte Doppelfell sind häufiges Bürsten und sorgfältiges Entfilzen wichtig, besonders an Halskrause, Hinterhand und hinter den Ohren. Ohne Pflege kann das Fell schnell stumpf wirken oder verfilzen.ErziehungDer Pomeranian ist klug und lernt schnell, kann aber auch wachsam und mitunter etwas meinungsstark sein. Erziehung sollte freundlich, klar und konsequent erfolgen. Wichtig ist vor allem, früh gutes Ruheverhalten, kontrolliertes Melden und eine solide Sozialisierung aufzubauen, damit aus dem temperamentvollen Kleinhund kein dauerkläffender Aufpasser wird. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders sind vor allem das sehr üppige Fell, die enorme Präsenz trotz winziger Größe und das oft erstaunlich große Selbstbewusstsein. Viele Pomeranians wirken wie typische Schosshunde, sind im Alltag aber wachsame, aktive und geistig flinke kleine Hunde. Man sollte sie deshalb weder nur als Accessoire noch als „pflegeleichten Minihund“ unterschätzen.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, oft schon. Für motivierte Anfänger kann der Pomeranian gut geeignet sein, weil er klein, intelligent und eng am Menschen orientiert ist. Weniger passend ist er für Menschen, die einen völlig unkomplizierten Hund ohne Fellpflege oder ohne Bellneigung erwarten.Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich schon. In einer rücksichtsvollen Familie kann der Pomeranian ein fröhlicher und anhänglicher Familienhund sein. Wegen seiner sehr kleinen Grösse passt er aber eher zu Familien, in denen Kinder den vorsichtigen Umgang mit kleinen Hunden bereits verstehen
Bullterrier und Mini Bullterrier (Bull Terrier)
Eigenschaften
Körperform:
Statur kräftig, muskulös
Schädel oval und flach
Ohren klein und beieinanderstehend
Fell
kurz und enges Deckhaar, kaum Unterwolle
Einfarbig weiss, farbig mit weissen Abzeichen oder gestromt
Charakter vom Bullterrier und Mini BullterrierDer Bullterrier ist ein idealer Familienhund. Der Bullterrier ist ein verschmuster Hund, welcher gerne Körperkontakt mit seiner Familie hat. Doch er hat auch ein sehr lebhaftes Temperament sobald es ums Spielen geht. Er kann sehr stürmisch sein und deshalb ist mit Kleinkindern Vorsicht geboten.Der Bullterrier hat einen einzigartigen Charakter, er ist ausgeglichen und Unerschrocken.Der Mini Bullterrier unterschiedet sich kaum von grossen Bullterrier. Er hat die selben Charaktereigenschaften, doch der Mini Bullterrier ist bellfreudiger und sein Bewegungsdrang ist nicht so hoch wie dessen von grossen Bullterrier.
ErziehungBei der Erziehung muss der Mensch sturer als der Bullterrier sein, denn so hat der Mensch die Chance seinen Bullterrier gut zu erziehen. Aber man sollte niemals grob zu dem Bullterrier sein, denn dann reagiert er mit Ignoranz auf den Menschen, daher sollte Einfühlungsvermögen vorhanden sein. Eigenwilligkeit wird durch Langeweile gefördert. Am besten erzieht man seinen Bullterrier spielerisch.
BesonderheitenDas Fell der Bullterrier benötigt nicht sehr viel Pflege. Der grosse Bullterrier ist gegenüber Gelenkproblemen anfälliger und der Mini Bullterrier leidet mehr unter Nierenkrankheiten und Augenkrankheiten. Die Haut von weissen Hunden ist empfindlicher als die der anderen.Ist der Bullterrier in der Schweiz erlaubt? Der grosse Bullterrier wird in einigen Kantonen als Listenhund geführt. Das bedeutet, dass diese Rasse (auch Mischlinge) in diesen Kantonen entweder eine Bewilligungspflicht aufweisen oder gänzlich verboten sind. Bitte informieren Sie sich, bevor sie sich einen solchen Hund anschaffen. Achtung auch im Urlaub ist dabei grosse Sorgfalt geboten und Sie sollten sich vorab gut informieren.
Der Yorkshire TerrierGeschichteDer Yorkshire Terrier stammt aus derselben Gegend wie der Airedale Terrier und wurde etwa um 1850 erstmals gesehen. Laut FCI geht er aus verschiedenen damals verbreiteten kleinen Terrier-Typen hervor, darunter der heute ausgestorbene Clydesdale Terrier bzw. Paisley Terrier, ausserdem Waterside Terrier und alte Black-and-Tan-Terrier.AussehenDer Yorkshire Terrier ist ein kleiner, kompakter, elegant wirkender Langhaar-Terrier mit stolzer Haltung. Der Standard betont eine aufrechte Körperhaltung und ein insgesamt kräftiges, wohlproportioniertes Erscheinungsbild trotz sehr kleiner Grösse.
Körperform: Kompakt und gut proportioniert, mit gerader Rückenlinie und aufrechter Haltung.
Fell: Lang, seidig, gerade und am Scheitel so reichlich, dass es häufig gescheitelt und gebunden wird; das Haarkleid soll frei und glatt herabfallen.Wesen/CharakterDer Yorkshire Terrier ist trotz seiner geringen Grösse ein echter Terrier: lebhaft, mutig, aufmerksam und selbstbewusst. Der FCI-Standard beschreibt ihn als vital, intelligent und mit einem Wesen, das die wichtige terriertypische Selbstständigkeit erkennen lässt.PflegeDer Pflegeaufwand ist hoch. Das lange, seidige Fell muss regelmässig gebürstet und sauber gehalten werden, damit es nicht verfilzt. Besonders bei lang getragenem Ausstellungshaarkleid ist die Fellpflege deutlich intensiver als bei vielen anderen kleinen Rassen. GesundheitDer FCI-Standard enthält keine ausführliche Liste rassetypischer Erkrankungen, fordert aber funktional und klinisch gesunde Zuchttiere. Der VDH weist zudem darauf hin, dass für die Zucht ein Mindestgewicht von 2,4 kg vorgeschrieben ist; extrem kleine „Mini“-Ausprägungen sind also keine gute Orientierung.ErziehungDer Yorkshire Terrier ist klug und lernfähig, aber oft auch eigenständig und wachsam. Er braucht deshalb eine freundliche, klare und konsequente Erziehung. Gerade kleine Hunde werden leicht unterschätzt; beim Yorkie sollte man früh an Sozialisierung, Alltagsregeln und kontrolliertem Meldeverhalten arbeiten. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders sind seine Kombination aus sehr kleiner Grösse und grossem Selbstbewusstsein, das lange seidige Fell und sein erstaunlich temperamentvolles Terrierwesen. Der Yorkshire Terrier wirkt oft zart und dekorativ, ist charakterlich aber deutlich kerniger, mutiger und wacher, als sein Aussehen vermuten lässt.Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt ja. Er kann für engagierte Anfänger gut passen, wenn sie einen kleinen, lebhaften Hund möchten und konsequent erziehen. Unterschätzt man ihn wegen seiner Grösse, können Bellfreude, Eigensinn und schlechte Alltagsgewohnheiten schnell zum Problem werden. Familienhund oder nicht?Ja, aber mit Einschränkungen. In ruhigen, hundebewussten Familien kann der Yorkshire Terrier ein anhänglicher und fröhlicher Begleithund sein. Für Haushalte mit sehr kleinen, ungestümen Kindern ist wegen seiner geringen Grösse und Verletzlichkeit besondere Vorsicht nötig. Als eng eingebundener Begleithund ist er aber grundsätzlich familientauglich.
Steckbrief American Staffordshire TerrierGeschichteEntstanden in den USA aus bull-and-terrierartigen Hunden; später als eigenständige Rasse gefestigt und im Ausstellungs- und Begleithundebereich weiterentwickelt. AussehenKörperform: kompakt, sehr muskulös, „kraftvoll für seine Grösse“, gleichzeitig beweglich/athletisch Kopf/Gebiss: breiter Schädel, ausgeprägte Kaumuskulatur, kräftiger Unterkiefer; Nase schwarz
Fell: kurz, glänzend, wenig Unterwolle (je nach Individuum)Wesen / CharakterTypisch sind menschenbezogen, anhänglich, mutig, aufmerksam und oft verspielt. Viele AmStaffs sind mit guter Führung sehr alltagstauglich – aber: kraftvoll, teils mit hoher Erregbarkeit und (individuell) Konfliktbereitschaft gegenüber anderen Hunden, weshalb frühe, saubere Sozialisation besonders wichtig ist.PflegeFell: 1–2×/Woche bürsten reicht meist
Krallen/Zähne/Ohren: regelmässig kontrollieren
Bewegung: täglich konsequent – eher Fitness + Kopfarbeit als endloses BallwerfenGesundheitKann – wie viele mittelgrosse, muskulöse Rassen – anfällig sein für u.a. Hüft-/Ellbogenprobleme, Haut/Allergien, teils Herzerkrankungen; wichtig sind seriöse Zucht (Gesundheitstests), passendes Gewicht und muskelaufbauende, gelenkschonende Bewegung.ErziehungMuss: klare Regeln, Frustrationstoleranz, Impulskontrolle, LeinenführigkeitBestens: belohnungsbasiert, strukturiert, mit RuhetrainingWichtig: zuverlässiges Management (z.B. Begegnungen), weil Kraft + Tempo Fehler „teuer“ machen können Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Eine besondere Eigenschaft ist die Kombination aus grosser Körperkraft und oft hoher Motivation. Das kann im positiven Sinn bedeuten, dass der Hund sportlich, lernwillig und sehr kooperationsbereit ist. Es kann aber auch bedeuten, dass Fehler im Training oder im Management schneller zu Problemen führen, weil der Hund körperlich viel durchsetzen kann. Hinzu kommt, dass die Rasse häufig mit Vorurteilen konfrontiert ist. Umso wichtiger sind gute Sozialisierung, höfliche Umgangsformen im Alltag und ein verantwortungsvoller Halter, der vorausschauend handelt.Für wen diese Rasse geeignet istDer American Staffordshire Terrier passt besonders gut zu Menschen, die bereit sind, aktiv zu trainieren, den Hund sinnvoll auszulasten und klare Alltagsstrukturen zu bieten. Erfahrung mit Hunden ist hilfreich, weil man mit einem kräftigen, temperamentvollen Hund schneller in Situationen kommt, in denen Timing, Ruhe und Management entscheidend sind. Als Hund, der „nebenher“ läuft, ist er meistens nicht ideal.
Für Menschen, die zum ersten Mal einen Hund halten, kann diese Rasse trotzdem möglich sein, wenn sie sich von Anfang an professionelle Unterstützung holen, konsequent bleiben und sich ehrlich mit den Anforderungen auseinandersetzen. Ohne Anleitung, ohne Training und ohne Management kann es dagegen schnell unnötig schwierig werden.Familienhund oder nicht?Als Familienhund kann der American Staffordshire Terrier gut funktionieren, wenn der Hund stabil sozialisiert und zuverlässig erzogen ist und wenn die Familie verantwortungsvoll mit Regeln, Ruhe und Aufsicht umgeht. Wegen der Körperkraft und der manchmal stürmischen Art sollten Kontakte zwischen Hund und kleinen Kindern immer begleitet werden, auch wenn der Hund grundsätzlich freundlich ist.Wichtiger Hinweis zur Haltung in der SchweizIn der Schweiz gibt es je nach Kanton unterschiedliche Regeln, die von Bewilligungspflichten bis zu Verboten reichen können. In einzelnen Kantonen ist der American Staffordshire Terrier ausdrücklich als verbotene Rasse aufgeführt, während andere Kantone andere Regelungen haben. Deshalb ist es wichtig, die Vorschriften des eigenen Kantons und der eigenen Gemeinde zu prüfen, bevor man sich für einen Hund dieser Rasse entscheidet.
Der Deutsch KurzhaarGeschichteDer Deutsch Kurzhaar entstand aus alten kontinentalen Vorstehhundtypen und wurde über lange Zeit als vielseitiger Jagdgebrauchshund weiterentwickelt. Ziel war ein leistungsfähiger Hund für Feld- und Waldarbeit, der Vorstehen, Suchen, Apportieren und Arbeiten nach dem Schuss zuverlässig verbindet.AussehenKörperform:
Der Deutsch Kurzhaar ist athletisch, harmonisch und leistungsbetont gebaut. Er wirkt edel und kräftig, ohne schwer zu sein, und ist auf Ausdauer, Schnelligkeit und Wendigkeit ausgelegt.Fell:
Das Haarkleid ist kurz und dicht und schützt gut im jagdlichen Alltag. Es ist insgesamt pflegeleicht, kann aber im Haushalt trotzdem deutlich haaren.Wesen und CharakterTypisch sind Arbeitsfreude, Temperament und ein klarer „Will-to-please“, kombiniert mit Selbstständigkeit im Gelände. Im Standard wird ein festes, ausgeglichenes Wesen ohne Scheue oder Aggressivität betont.PflegeRegelmässiges Bürsten oder Abreiben reicht meist aus. Wichtig sind die Klassiker wie Ohrenkontrolle (nach Feld/Wasser), Krallen und Zahnpflege. Der eigentliche „Pflegeaufwand“ liegt beim Deutsch Kurzhaar aber vor allem in der täglichen, sinnvollen Auslastung.GesundheitAls sportlicher, mittelgrosser bis grosser Hund kann er – wie viele Gebrauchshunde – zu orthopädischen Themen wie Hüft- und Ellbogenproblemen neigen; verantwortungsvolle Zucht und gutes Aufwachsen (Muskulatur, Gewicht, Belastungssteuerung) sind wichtig.ErziehungEr lernt schnell, braucht aber klare Regeln und konsequentes Training, das fair und motivierend bleibt. Besonders wichtig sind früh aufgebauter Rückruf, Leinenführigkeit und Impulskontrolle – und Aufgaben, die seine Anlagen nutzen (Nasenarbeit, Apport, Feld- und Wasserarbeit, Dummyarbeit).Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Sehr hoher Arbeits- und Bewegungsbedarf: ein Hund, der „mit Job“ am glücklichsten ist.
Starker Jagdtrieb (Vorstehen, Suchen, Nachsuchen-Anlagen): konsequentes Training und Management sind Pflicht.
Prüfungswesen ist oft zentral (in der Schweiz z. B. Verbandsjugendprüfung/Herbstzuchtprüfung und je nach Einsatz Schweissprüfungen).Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Wenn du sehr aktiv bist, gerne trainierst und bereit bist, jagdliche Anlagen sauber zu führen (oder entsprechend zu managen), kann es funktionieren. Wer einen unkomplizierten „Nebenher-Hund“ sucht, ist meist überfordert.Familienhund oder nicht?Ja, aber nur in aktiven, strukturierten Familien. Er kann sehr freundlich und anhänglich sein, braucht aber täglich Bewegung, Kopfarbeit und klare Regeln. In einem ruhigen Alltag ohne Auslastung wird er schnell unausgeglichen.
Der ToypudelGeschichteDer Pudel stammt offiziell aus Frankreich. Die Rasse ist sehr alt und wurde über lange Zeit nicht nur als Begleit-, sondern auch als Gebrauchshund geführt. Der Toypudel ist die kleinste der vier FCI-anerkannten Größenvarianten des Pudels.AussehenKörperform: elegant, harmonisch, beinahe quadratisch, fein gebaut, aber nicht zerbrechlich. Der Toypudel soll trotz seiner Kleinheit die gleichen Proportionen wie die grösseren Pudelvarianten zeigen; Anzeichen von Zwergwuchs sind laut Standard unerwünscht.
Fell: üppig, lockig, kaum haarend, dafür aber pflegeintensiv. Es wächst fortlaufend nach und verfilzt ohne regelmässiges Bürsten und Scheren leicht.Wesen/Charakter Toypudel sind sehr intelligent, lernfreudig, anhänglich, aufmerksam und verspielt. Sie binden sich eng an ihre Menschen, möchten gern dabei sein und reagieren oft sensibel auf Stimmung und Umgangston. Ohne gute Gewöhnung können manche etwas bellfreudig, nervös oder ungern allein sein.PflegeDie Fellpflege ist der grösste Aufwand: mehrmals pro Woche, oft sogar täglich bürsten, dazu regelmäßiges Scheren oder Trimmen, häufig etwa alle 6–8 Wochen. Auch Ohren-, Augen- und Zahnpflege sind wichtig.
Gesundheit
Gut gezüchtete Toypudel können recht alt werden; oft werden 15–17 Jahre genannt. Durch die sehr kleine Grösse sollte man aber besonders auf seriöse Zucht achten. Je nach Linie können Probleme wie Zahnengstand/Zahnerkrankungen, Patellaprobleme oder allgemein Empfindlichkeiten bei sehr kleinen Hunden eine Rolle spielen.ErziehungDie Erziehung ist meist angenehm, weil Toypudel sehr schnell lernen und ihren Menschen gefallen möchten. Wichtig sind trotzdem klare Regeln, frühe Sozialisierung und ein freundlicher, konsequenter Umgang. Wegen ihrer Intelligenz brauchen sie nicht nur Spaziergänge, sondern auch Kopfarbeit.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Der Toypudel vereint hohe Intelligenz mit kleinem Format. Er haart wenig, gilt deshalb oft als besser für manche Allergiker geeignet, braucht aber gleichzeitig sehr konsequente Fellpflege. Dazu kommt: Er ist kein reiner Schoßhund, sondern ein kluger, aktiver kleiner Hund, der Beschäftigung und enge Familienanbindung möchte. Geeignet für Ersthundehalter?Ja, grundsätzlich sehr gut — vorausgesetzt, man ist bereit für die Fellpflege und beschäftigt sich mit Erziehung und Auslastung. Gerade wegen ihrer Lernfreude und Menschenbezogenheit gelten Toypudel oft als gute Anfängerhunde.Familienhund oder nicht?Ja, in der Regel ein sehr guter Familienhund. Toypudel sind freundlich, verspielt und menschenbezogen und kommen bei guter Sozialisierung oft gut mit Kindern und anderen Haustieren aus. Wegen ihrer geringen Größe sollten kleine Kinder aber lernen, vorsichtig mit ihnen umzugehen.
Der CockapooGeschichteDer Cockapoo gehört zu den älteren und bekannteren Pudel-Mischlingen. Er entstand aus der Verpaarung von Cocker Spaniel und Pudel. Weil es keinen einheitlichen FCI-Standard gibt, ist seine Entwicklung eher züchterisch-praktisch als kynologisch einheitlich festgelegt.AussehenDer Cockapoo ist ein kleiner bis mittelgrosser Begleithund mit sehr variablem Erscheinungsbild. Typisch ist ein weicher, freundlicher Ausdruck, oft mit Hängeohren und einem welligen bis lockigen Fell. Grösse, Körperbau und Fell können aber je nach verwendeter Pudel- und Cocker-Linie deutlich schwanken.Wesen/CharakterCockapoos werden häufig als freundlich, fröhlich, menschenbezogen und clever beschrieben. Sie sind oft aufgeschlossen und gern in Gesellschaft von Menschen und anderen Haustieren. Wie bei Mischlingen üblich, kann das Temperament aber je nach Elterntieren unterschiedlich ausfallen.PflegeDie Fellpflege ist meist mittel bis aufwendig. Besonders welliges oder lockiges Fell sollte regelmässig gebürstet und gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Dazu kommt beim Cockapoo oft besondere Aufmerksamkeit für die Ohren, weil lang behaarte Hängeohren laut dem Cockapoo Club zusätzliche Kontrolle brauchen.ErziehungDer Cockapoo ist oft gut trainierbar, weil viele Vertreter aufmerksam, lernfreudig und eng am Menschen orientiert sind. Eine freundliche, klare und konsequente Erziehung mit positiver Bestärkung passt meist am besten. Wichtig ist, neben Grundgehorsam auch Ruhe, Alleinbleiben und gute Alltagssozialisation früh zu üben. Diese Einschätzung ist eine praxisnahe Ableitung aus den beschriebenen Eigenschaften als intelligenter, menschenbezogener Crossbreed.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Die grösste Besonderheit ist die starke Variabilität. Der Cockapoo ist keine standardisierte Rasse, deshalb können Grösse, Fell, Aktivitätsniveau und Wesen selbst innerhalb ähnlicher Linien merklich schwanken. Dazu kommt, dass er oft als „wenig haarend“ oder besonders unkompliziert vermarktet wird.Geeignet für Ersthundehalter?Oft ja. Viele Cockapoos gelten als freundlich, sozial und gut ansprechbar, was sie für motivierte Anfänger attraktiv macht. Ganz pflegeleicht sind sie aber nicht immer, vor allem wegen Fellpflege, möglicher Variabilität im Temperament und der Notwendigkeit, Bindung und Erziehung von Anfang an sauber aufzubauen.Familienhund oder nicht?Ja, häufig ein guter Familienhund. PetMD beschreibt Cockapoos als sehr gern mit Menschen und anderen Haustieren zusammen, und Purina stellt sie als ausgesprochen fröhliche, familienbezogene Kreuzung dar. Entscheidend bleiben trotzdem gute Sozialisierung, seriöse Aufzucht und ein passender Umgang mit Kindern.
Der Dackel - Dachshund
GeschichteDer Dackel wurde in Deutschland als Jagdhund gezüchtet. Sein Körperbau ist kein „Zufall“, sondern ein Werkzeug: kurzläufig, lang im Rumpf, sehr muskulös und mit viel Mut ausgestattet, damit er unter der Erde arbeiten und wehrhaftes Wild wie den Dachs oder auch den Fuchs im Bau stellen konnte. Über viele Jahrzehnte entwickelten sich die heute üblichen Varietäten in drei Haararten sowie in drei Grössen, sodass man je nach Gelände, Wildart und Aufgabe den passenden Teckel einsetzen konnte.AussehenKörperform: Der Dackel ist niedrig, langgestreckt und trotzdem kompakt. Er wirkt kräftig und beweglich, mit wachem Ausdruck und einem selbstbewussten Auftreten. Typisch ist die deutliche Muskulatur, weil er als Arbeitshund viel „Körper“ braucht.
Eine Besonderheit beim Dackel ist, dass die Grössen im FCI-Standard über den Brustumfang beschrieben werden. Grob gesagt gibt es Standard-, Zwerg- und Kaninchendackel, die sich vor allem darin unterscheiden, wie gross der Brustkorb ist.Fell: Beim Dackel gibt es drei Haararten: Kurzhaar ist glatt und eng anliegend, Rauhhaar ist drahtig mit dichter Unterwolle, und Langhaar ist weicher und länger mit Befederung an Ohren, Brust und Rute.Wesen und CharakterDackel sind häufig mutig, klug und sehr eigenständig. Diese Eigenständigkeit kommt aus ihrer jagdlichen Aufgabe, bei der sie im Bau Entscheidungen treffen mussten. Gleichzeitig können sie sehr anhänglich sein, haben aber oft ihren eigenen Kopf und testen Regeln gern aus. Mit Menschen, die freundlich, klar und konsequent führen, entwickeln sie sich zu fröhlichen, wachsamen Begleitern mit viel Persönlichkeit.PflegeDie Pflege hängt stark von der Haarart ab. Kurzhaarige Dackel sind meist unkompliziert und brauchen vor allem gelegentliches Bürsten und das übliche Pflegeritual für Ohren, Krallen und Zähne. Langhaarige Dackel sollten regelmässig gebürstet werden, damit sich hinter den Ohren, an der Brust und an den „Hosen“ keine Knoten bilden. Rauhhaarige Dackel profitieren oft von regelmässigem Trimmen, damit das Haarkleid funktional bleibt und nicht verfilzt.
Unabhängig von der Fellart lohnt es sich beim Dackel besonders, auf ein gutes Körpergefühl zu achten: kontrolliertes Treppensteigen, keine wilden Sprünge von Sofa oder Bett und lieber mit Rampen oder niedrigen Aufstiegshilfen arbeiten, weil der Rücken empfindlich sein kann.GesundheitBeim Dackel ist das Thema Rücken zentral. Die Rasse gilt als deutlich anfälliger für Bandscheibenerkrankungen (Intervertebral Disc Disease, IVDD) als viele andere Rassen, was bis zu starken Schmerzen oder Lähmungserscheinungen führen kann.
In Studien und Auswertungen wird je nach Varietät eine relevante Häufigkeit beschrieben; es gibt Hinweise, dass bestimmte Varietäten stärker betroffen sein können als andere.
Praktisch heisst das: schlank halten, Muskulatur aufbauen, Sprünge reduzieren und richtig heben (Brust und Hinterhand gleichzeitig stützen, damit der Rücken nicht durchhängt). Diese einfachen Alltagsmassnahmen werden häufig als sinnvolle Prävention genannt.ErziehungDackel sind klug und eigenständig. Erziehung klappt am besten mit klaren Regeln, kurzen Übungen und positiver Belohnung. Rückruf und Leinenführigkeit früh trainieren, Jagdtrieb ernst nehmen (Schleppleine). Wachsamkeit und Bellen ruhig lenken.Welche Besonderheiten bringt der Dackel mit sich?Eigenständig und „stur“ wirkend: Er denkt mit und entscheidet gern selbst – klare Regeln sind wichtig.Oft ausgeprägter Jagdtrieb: Spuren, Mäuselöcher und Wildgeruch sind extrem spannend; Rückruf braucht Training.Wachsam und bellfreudig: Viele melden Geräusche zuverlässig.Rücken im Blick behalten: Wegen des langen Rückens sind Gewichtskontrolle, Muskulatur und wenig Sprünge/Treppen besonders wichtig.Sehr menschenbezogen: Viele Dackel lieben Nähe, sind aber nicht immer „unterwürfig“.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, aber eher bedingt.
Wenn Sie bereit sind, konsequent (freundlich, aber klar) zu erziehen, Rückruf/Leine sauber aufzubauen und den Jagdtrieb zu managen, kann ein Dackel ein guter Ersthund sein. Wenn Sie einen „folgsamen“ Hund ohne Diskussion suchen, ist er oft nicht ideal.Familienhund oder nicht?Ja – mit Bedingungen.
Als Familienhund funktioniert er gut, wenn Kinder respektvoll sind, Regeln gelten und der Hund Rückzugsorte hat. Für sehr hektische Haushalte oder grobe Kinder ist er weniger passend, weil er schnell genervt reagiert und klare Grenzen setzt.
Der Greyhound
Geschichte
Der Greyhound gehört zu den ältesten bekannten Windhundtypen. Im FCI-Standard wird erwähnt, dass sein Ursprung im Mittleren Osten gelegen haben könnte und dass hundetypische Darstellungen bereits in antiken ägyptischen Grabmälern zu finden sind. In Großbritannien wurde er vor allem als Sichtjäger und später auch als Rennhund weiterentwickelt.
Aussehen
Körperform: Der Greyhound ist groß, kräftig und zugleich sehr elegant gebaut, mit langem Kopf und Hals, tiefer Brust, geräumigem Rumpf, leicht gewölbter Lende und sehr muskulöser Hinterhand. Seine ganze Anatomie ist auf Schnelligkeit und raumgreifende Bewegung ausgelegt.
Fell: Das Haarkleid ist kurz, fein, dicht und liegt eng am Körper an, sodass Muskulatur und Linien sehr deutlich sichtbar sind.
Wesen/Charakter
Der Greyhound gilt als intelligent, freundlich, anhänglich und ausgeglichen. Im Haus ist er oft überraschend ruhig und entspannt, draußen zeigt er jedoch seinen ausgeprägten Bewegungsdrang und Jagdtrieb. Viele Greyhounds sind sensibel und mögen einen ruhigen, fairen Umgang.
Pflege
Die Pflege ist vergleichsweise einfach, weil das Fell kurz und pflegeleicht ist. Meist reicht es, den Hund gelegentlich mit einer weichen Bürste oder einem Pflegehandschuh zu behandeln. Wichtiger als aufwendige Fellpflege ist oft die Kontrolle von Krallen und Pfoten.
Gesundheit
Grundsätzlich gilt der Greyhound als eher robuste Rasse, dennoch werden unter anderem Greysperre, Hüft- und Ellbogendysplasie sowie Augenprobleme als mögliche Themen genannt. Entscheidend ist eine verantwortungsvolle Zucht mit Fokus auf Gesundheit.
Erziehung
Der Greyhound braucht eine sanfte, geduldige und einfühlsame Erziehung. Harte Worte oder grober Umgang passen nicht zu dieser sensiblen Rasse. Wichtig ist außerdem, den starken Hetz- und Jagdtrieb zu berücksichtigen: Freilauf ist oft nur in sicher eingezäunten Bereichen sinnvoll.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Der Greyhound ist einer der schnellsten Hunde der Welt und ein typischer Sprinter. Gleichzeitig ist er im Alltag oft ein sehr ruhiger Hausgenosse. Besonders ist auch sein starker Sichtjagdtrieb: Er reagiert häufig blitzschnell auf Bewegungsreize. Dazu kommt sein sensibles Wesen, das viel Feingefühl im Umgang verlangt.
Geeignet für Ersthundehalter?
Bedingt ja. Ein Greyhound kann auch für engagierte Anfänger passend sein, wenn diese sich gut über Windhunde informieren und bereit sind, auf Jagdtrieb, Sensibilität und sicheren Freilauf zu achten. Er ist kein „schwieriger“ Hund im klassischen Sinn, aber seine rassetypischen Bedürfnisse sollte man nicht unterschätzen.
Familienhund oder nicht?
Ja, oft schon. Bei ausreichender Bewegung und ruhiger Haltung kann der Greyhound ein freundlicher, ausgeglichener und anhänglicher Familienhund sein. Er gilt als menschenbezogen und wird häufig auch im Umgang mit Kindern als angenehm beschrieben. Trotzdem braucht er Rückzugsorte, verständige Kinder und eine sichere Umgebung wegen seines Jagdtriebs.
Steckbrief Boxer (Deutscher Boxer)GeschichteIm Standard wird als unmittelbarer Vorfahre der (Brabanter) Bullenbeisser genannt, der früher bei der Jagd eingesetzt wurde. Aus dieser Tradition entwickelte sich der Boxer zum Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund.AussehenKörperform:
Sie bekommen einen mittelgrossen bis grossen, kraftvollen, quadratisch wirkenden Hund mit trockener Muskulatur und deutlicher Athletik. Der Boxer soll energisch und beweglich wirken, nicht schwerfällig.
Fell:
Das Haarkleid ist kurz und pflegeleicht, zeigt aber jede Körperform sehr deutlich. Die typischen Farben sind gelb oder gestromt, häufig mit schwarzer Maske.Wesen und CharakterDer Boxer ist ein lebhafter, menschenbezogener und mutiger Hund, der eng mit seiner Familie verbunden sein möchte. Gleichzeitig bringt der Boxer Wachsamkeit und Schutztrieb mit, was frühe Sozialisierung und klare Regeln besonders wichtig machtPflegeDie Fellpflege ist unkompliziert: regelmässiges kurzes Bürsten reicht oft aus. Praktisch wichtiger sind Fitness, Gewichtskontrolle und ein wachsames Auge auf Hautfalten, Ohren, Zähne und Krallen.GesundheitSie sollten vor allem Herzthemen (z. B. boxer-typische Herzerkrankungen) und Tumorerkrankungen kennen, die bei Boxern häufiger beschrieben werden. Ausserdem werden Hüftprobleme genannt, und wegen der kürzeren Schnauze kann Hitze und starke Belastung schneller zum Problem werden (Atemwege).ErziehungSie kommen mit ruhiger Konsequenz, klaren Grenzen und belohnungsbasiertem Training am weitesten. Weil der Boxer körperlich kräftig ist und gern mit Power arbeitet, lohnt sich früh ein sauberer Aufbau von Leinenführigkeit, Impulskontrolle und Ruhe.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Boxer verbindet Sportlichkeit, Clown-Charme und starken Familienanschluss mit Wachsamkeit. Er braucht regelmässige Bewegung und Kopfarbeit, ist aber oft kein Hund für extreme Ausdauer-Marathons, besonders bei Wärme (Atmung!)Geeignet für Ersthundehalter? Eher bedingt: Wenn Sie konsequent trainieren, eine Hundeschule nutzen und das Thema Kraft/Management ernst nehmen, kann es gut passen. Ohne Struktur und Erziehung wird der Boxer durch Temperament und Körperkraft schnell anstrengend im AlltagFamilienhund oder nicht?In vielen Fällen ja: Viele Boxer sind sehr familienbezogen und kinderfreundlich, wenn Sie Regeln, Ruhe und respektvollen Umgang anleiten. Bedenken Sie dabei immer Grösse, Kraft und das Thema Hitze/Belastung.
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Steckbrief Boston TerrierGeschichteDer Boston Terrier entstand in den USA als Begleithund. Er wurde gezielt als kompakter, freundlicher Gesellschaftshund entwickelt und ist heute vor allem als Familien- und Stadthund bekannt.AussehenKörperform:
Sie bekommen einen kompakten, kurzrückigen, gut ausgewogenen Hund mit „quadratischem“ Gesamteindruck. Knochenbau und Muskulatur sollen zum Gewicht passen, damit der Hund weder grob noch dünn wirkt.
Fell:
Das Fell ist kurz und anliegend, mit den typischen „Tuxedo“-Abzeichen (weisse Zeichnung), die beim Boston Terrier besonders charakteristisch sind.Wesen und CharakterSie erleben in der Regel einen freundlichen, lebhaften und sehr menschenbezogenen Hund mit gutem Wesen und hoher Lernfreude. Viele Boston Terrier sind verspielt, anhänglich und mögen engen Familienanschluss.PflegeDie Fellpflege ist meist unkompliziert: regelmässiges kurzes Bürsten reicht oft aus. Wichtig sind eher Routinechecks bei Augen, Ohren, Krallen und Zähnen, weil die grossen Augen empfindlich sein können und kleine Rassen von Zahnpflege profitieren.GesundheitSie sollten bei dieser Rasse besonders an Themen denken, die mit der kurzen Nase zusammenhängen: Atemwegsprobleme und Hitzeempfindlichkeit kommen vor. Ausserdem werden Augenprobleme häufig genannt; je nach Hund können auch Knieprobleme (Patellaluxation) eine Rolle spielen.ErziehungMit freundlicher Konsequenz und belohnungsbasiertem Training kommen Sie gut voran. Da einige Boston Terrier sensibel reagieren, funktioniert ein ruhiger, klarer Aufbau von Regeln und alltagstauglichen Signalen (Leinenführigkeit, Ruhe, Alleinbleiben) besonders gut.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Boston Terrier ist ein kompakter Begleithund mit viel Charme, oft sehr sozial und stadttauglich. Gleichzeitig sollten Sie die brachycephale Kopfform ernst nehmen: Bei Hitze, hoher Luftfeuchte oder starker Belastung ist gutes Management wichtig.Geeignet für Ersthundehalter?Oft ja: Wenn Sie konsequent, freundlich trainieren und die Gesundheits- und Hitze-Themen im Blick behalten, kann die Rasse sehr gut für Einsteiger passen.Familienhund oder nicht?In vielen Fällen ja: Boston Terrier gelten häufig als kinderfreundlich und familienbezogen, solange Sie Regeln, Ruhe und respektvollen Umgang (besonders wegen der kleinen Grösse) aktiv anleiten.