West Highland Terrier - Westie
FCI Standardnummer: 85
Herkunftsland: Grossbritannien
Klassifikation: FCI Gruppe 3 „Terrier“, Sektion 2 „Niederläufige Terrier“
Widerristhöhe Hündin: ca. 28 cm
Widerristhöhe Rüde: ca. 28 cm
Gewicht Hündin: ca. 6–7 kg
Gewicht Rüde: ca. 7–10 kg
Fellfarbe: Weiss
Fellbeschaffenheit: Doppelfell mit hartem, geradem Deckhaar von etwa 5 cm Länge, ohne Locken; Unterwolle kurz, weich, dicht und pelzartig
Halsumfang: Im FCI-Standard nicht festgelegt.
Produktinformationen "West Highland Terrier - Westie"
West Highland White Terrier - Westie
Geschichte
Der West Highland White Terrier stammt aus Schottland beziehungsweise den westlichen Highlands Grossbritanniens. Er wurde als kleiner, robuster Jagdterrier für die Bau- und Raubwildjagd gezüchtet. Der heutige Name und die anerkannte Reinzucht entwickelten sich Anfang des 20. Jahrhunderts.
Aussehen
Der Westie ist klein, kompakt, kräftig gebaut und wirkt trotz seiner handlichen Grösse sehr selbstbewusst. Typisch sind die aufgerichteten kleinen Ohren, dunkle Augen, die gerade Rückenlinie und das dichte weisse Fell.
Körperform: Kompakt, kräftig, mit tiefer Brust, geradem Rücken und gut bemuskelter Hinterhand.
Fell: Wetterfestes, hartes, gerades weisses Haarkleid mit dichter, weicher Unterwolle.
Wesen/Charakter
Der West Highland White Terrier gilt als aktiv, mutig, aufmerksam und selbstbewusst. Der FCI beschreibt ihn als kleinen, lebhaften, robusten Hund mit deutlichem Selbstwertgefühl und wachem Ausdruck. Im Alltag wird er oft als freundlich, anhänglich und temperamentvoll erlebt, bleibt aber ein echter Terrier mit eigenem Kopf.
Pflege
Das Fell braucht regelmässige Pflege, damit es sauber, locker und funktional bleibt. Bürsten allein reicht oft nicht immer aus; bei Westies ist regelmässiges Trimmen des harschen Deckhaars üblich, damit die Fellstruktur erhalten bleibt. Dazu kommen Ohren-, Krallen- und Zahnpflege. Das weiße Fell zeigt Schmutz schneller als dunkles Fell.
Gesundheit
Der FCI-Standard nennt keine vollständige Krankheitsliste, fordert aber funktional und klinisch gesunde Zuchttiere. Praktisch wichtig sind seriöse Zucht, gute Haut- und Fellpflege sowie die allgemeine Vorsorge für kleine Terrier. Gerade bei einer beliebten Rasse sollte man auf verantwortungsvolle Zucht und tierärztliche Begleitung achten.
Erziehung
Der Westie ist klug und lernfähig, aber kein blind gehorsamer Hund. Er braucht freundliche Konsequenz, klare Regeln und frühe Sozialisierung. Wegen seines Terrier-Erbes können Jagdtrieb, Sturheit und schnelle Reizaufnahme eine Rolle spielen. Beschäftigung, abwechslungsreiche Spaziergänge und kleine Denkaufgaben tun ihm gut.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders sind die Kombination aus kleinem Format und grossem Terrier-Charakter, das markante weisse, harsche Fell und seine robuste, wache Art. Der Westie ist oft deutlich selbstständiger, mutiger und kerniger, als sein niedliches Aussehen vermuten lässt. Er ist anpassungsfähig, aber kein dekorativer Schosshund.
Geeignet für Ersthundehalter?
Ja, bedingt. Für engagierte Anfänger kann ein Westie gut geeignet sein, weil er handlich, alltagstauglich und menschenbezogen ist. Man sollte aber Terriertypisches Verhalten mögen und bereit sein, konsequent zu erziehen. Wer einen sehr leicht lenkbaren, immer gefälligen Hund sucht, könnte mit einem Westie überrascht werden.
Familienhund oder nicht?
Ja, meistens schon. Der West Highland White Terrier kann ein fröhlicher, anhänglicher und lebhafter Familienhund sein, wenn er fair erzogen und ausreichend beschäftigt wird. Durch seine robuste Art und Anpassungsfähigkeit passt er oft gut in aktive Haushalte. Wichtig ist, dass Kinder den Hund respektvoll behandeln und der Hund nicht nur wegen seines süssen Aussehens unterschätzt wird.
Zusammensetzung
Fütterungsempfehlung
Technische Details
Grössenangaben
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Die Englische Bulldogge
GeschichteDer Bulldog wurde laut FCI erstmals um 1630 ausdrücklich als solcher erwähnt. Ursprünglich wurde er für die Stierhetze genutzt. Nach 1835 entwickelte sich der heutige, tiefer gestellte Typ mit kürzerem Vorgesicht; ab 1860 wurde er auch auf Ausstellungen gezeigt. Heute gilt er als eine der ältesten einheimischen Rassen Grossbritanniens.AussehenKörperform: Die Englische Bulldogge ist kurzhaarig, eher tiefgestellt, breit gebaut, kraftvoll und kompakt. Typisch sind der grosse Kopf, die breite Front und der kurze, stumpfe Fang. Gleichzeitig betonen FCI und VDH ausdrücklich, dass keine Übertreibung so weit gehen darf, dass Beweglichkeit, Atmung oder allgemeine Funktion beeinträchtigt werden.Fell:
Das Fell ist pflegeleicht und liegt glatt an. Es braucht meist nur gelegentliches Bürsten. Wichtiger als die Fellmenge ist bei dieser Rasse die regelmässige Kontrolle der Haut und Hautfalten.Wesen/CharakterDie Bulldogge gilt als aufmerksam, mutig, loyal, zuverlässig und trotz ihres grimmigen Ausdrucks sehr anhänglich. Im Alltag wird sie oft als freundlich, ruhig und menschenbezogen beschrieben. Sie ist meist kein nervöser Dauerläufer, sondern eher ein gemütlicher, charakterstarker Begleiter.PflegeDas kurze Fell ist unkompliziert. Wichtiger sind Faltenpflege, Hautkontrolle, Gewichtsmanagement und Anpassung an Wetter und Belastung. Gerade bei Wärme, Aufregung oder stärkerer körperlicher Belastung muss man sehr aufmerksam sein, weil Bulldogs empfindlich auf Atembelastung reagieren können.GesundheitDie Englische Bulldogge gehört zu den gesundheitlich anspruchsvolleren Rassen. Besonders wichtig sind freie Atmung, offene Nasenlöcher, gesunde Augen, unproblematische Hautfalten und eine funktionale Rute. Der britische Kennel Club führt beim Bulldog unter anderem Atemprobleme, eingedrehte oder ausgedrehte Lider, Hautentzündungen in Falten, zu enge Nasenlöcher und problematische Ruten als besondere Warnpunkte auf. Eine grössere VetCompass-Auswertung fand bei Englischen Bulldogs erhöhte Risiken unter anderem für Skin-fold-Dermatitis, Cherry Eye, BOAS und Dry Eye.ErziehungDie Bulldogge ist lernfähig, aber oft etwas eigensinnig. Sie braucht eine ruhige, freundliche und konsequente Erziehung mit klaren Regeln und viel positiver Bestärkung. Druck und Härte passen nicht gut zu ihr. Mit Geduld wird sie meist alltagstauglich, aber sie ist oft kein Hund für übertriebenen Gehorsamsdrill.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Ihre grösste Besonderheit ist die Mischung aus markantem, fast grimmigem Aussehen und meist sehr anhänglichem, sanftem Wesen. Gleichzeitig bringt die Rasse aber ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch ihre Körperform mit sich. Gerade deshalb sollte man bei der Englischen Bulldogge besonders sorgfältig auf seriöse Zucht, gute Atmung, moderaten Körperbau und normale Beweglichkeit achten.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, bedingt. Vom Wesen her kann die Englische Bulldogge für Anfänger gut passen, weil sie oft freundlich, menschenbezogen und nicht überdreht ist. Weniger anfängertauglich sind aber die möglichen Gesundheitsprobleme und das nötige Management bei Hitze, Gewicht, Bewegung und Hautpflege. Für Einsteiger mit realistischer Erwartung und gut gewählter Zucht kann sie passen.Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich schon. Die Rasse wird heute als Begleithund geführt und gilt meist als anhänglich und familienbezogen. In einer passenden, ruhigen Familie kann sie ein liebevoller Hausgenosse sein. Wichtig ist, dass Kinder respektvollen Umgang lernen und dass die Familie Rücksicht auf Temperatur, Belastung und Gesundheit des Hundes nimmt.
Der Airedale TerrierGeschichteDer Airedale Terrier kommt aus Yorkshire (Grossbritannien) und bekam seinen Namen u. a. über Ausstellungen/den „Airedale“-Bezug. Er wurde vielseitig genutzt (u. a. als Jagd-/Gebrauchshund, später auch für Tracking, im Krieg, bei Polizei/Armee).AussehenKörperform: kräftig, muskulös, aktiv, „kompakt“ wirkend (ohne hochbeinig oder langgestreckt zu sein).Fell: typischer drahtiger Terrier-Pelz mit markantem Bart/„Beinbehang“, farblich der dunkle Sattel über dem Rücken.Wesen/CharakterSelbstbewusst, freundlich, mutig, intelligent und sehr wachsam – dabei laut Standard nicht aggressiv, aber furchtlos.PflegeRelativ hoch (terriertypisch):
Bürsten/Kämmen: ca. 2–3× pro Woche (sonst Filz/Verfilzungen, v. a. Bart/Beine).
Trimmen/Handstripping oder Scheren: bei „klassischem“ Airedale-Look meist alle 6–8 Wochen; Handstripping erhält häufig Struktur/Farbe besser.
Alltag: Ohren, Krallen, Zähne regelmässig mit pflegen (wie bei allen Rassen sinnvoll).GesundheitHäufig genannte Themen (nicht jeder Hund bekommt das – aber es ist „typisch im Blick zu behalten“):
Hüftdysplasie
Magendrehung/GDV (schwere Form von „Bloat“) – Risiko bei grösseren Hunden vorhanden; u. a. begünstigt durch hastiges Fressen oder Toben direkt nach dem Fressen.
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird ebenfalls beschrieben.ErziehungEin Airedale ist clever, aber auch eigenständig (Terrier!). Am besten klappt:
klare Regeln + konsequente Routine
viel geistige Auslastung (Nasenarbeit, Tricks, Apportierspiele)
faire, positive Trainingsmethoden (und früh gute Sozialisation).Besonderheiten der Rasse„King of Terriers“: grösster Terrier, sehr vielseitig, robust.
Kombi aus Wachsamkeit + Sportlichkeit + Köpfchen → braucht Aufgabe, sonst sucht er sich eine (Buddeln, „Quatsch“, Jagen).Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Es kann klappen, wenn Sie wirklich Lust auf Training, Führung und regelmässige Fellpflege haben. Ohne Beschäftigung/Konsequenz wird er schnell „Chef im Ring“ und macht Terrier-Dinge.Familienhund oder nicht?Kann ein guter Familienhund sein, wenn er ausgelastet ist und Kinder den Hund respektvoll behandeln (kein grobes Raufen). Durch Grösse/Power ist er eher was für Familien, die gern draussen sind und Regeln/Struktur mögen.
Der MopsGeschichteDer Mops hat seinen Ursprung laut FCI in China. Stumpfnasige kleine Hunde waren dort schon sehr früh beliebt. Nach Europa gelangte die Rasse wahrscheinlich mit Handelsleuten und wurde besonders in den Niederlanden und später in Grossbritannien bekannt und beliebt. Dort wurde die weitere Entwicklung der Rasse stark geprägt, weshalb Grossbritannien in der FCI auch als Entwicklungs- und Patronatsland geführt wird.AussehenKörperform: Der Mops ist quadratisch, kompakt und gedrungen gebaut. Typisch ist viel Substanz auf kleinem Raum, verbunden mit einer festen Muskulatur und einem runden, markanten Kopf. Trotz seiner kleinen Größe soll er kräftig und nicht zierlich wirken.
Fell: Das Fell ist kurz, glatt, weich und glänzend. Die Farben sollen klar und rein sein, damit Maske, Aalstrich und weitere dunkle Abzeichen deutlich hervortreten. Typisch sind die dunkle Maske, dunkle Ohren und die insgesamt sehr markante Gesichtszeichnung.Wesen/CharakterDer Mops gilt als charmant, würdevoll, intelligent, ausgeglichen, fröhlich und lebhaft. Er ist meist sehr menschenbezogen und sucht die Nähe seiner Bezugspersonen. Viele Möpse sind freundlich, verspielt und alltagstauglich, bringen aber zugleich ein gewisses Selbstbewusstsein mit.PflegeDie Fellpflege ist insgesamt unkompliziert, da das Haarkleid kurz ist. Regelmässiges Bürsten hilft, lose Haare zu entfernen. Mehr Aufmerksamkeit brauchen oft Hautfalten, Augen, Ohren, Krallen und Zähne. Gerade im Gesichtsbereich sollte sauber und trocken gehalten werden. GesundheitBeim Mops ist das Thema Gesundheit besonders wichtig. Die brachyzephale, also kurzköpfige Kopfform kann mit Atemproblemen, Hitzeempfindlichkeit und weiteren alltagsrelevanten Belastungen verbunden sein. Auch Augen, Hautfalten, Wirbelsäule und Gewicht verdienen besondere Aufmerksamkeit. Deshalb ist eine sehr verantwortungsvolle Zucht und ein kritischer Blick auf Atmung, Belastbarkeit und allgemeine Funktionalität besonders wichtig. ErziehungDer Mops ist meist gut erziehbar, weil er eng mit seinen Menschen zusammenlebt und in der Regel gern Aufmerksamkeit bekommt. Er braucht freundliche, klare und konsequente Führung. Trotz seiner kleinen Größe sollte man ihn nicht verhätscheln oder alles durchgehen lassen. Mit früher Sozialisierung und liebevoller Konsequenz entwickelt sich der Mops meist zu einem angenehmen Begleithund. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Mischung aus unverwechselbarem Aussehen, grosser Menschennähe und viel Persönlichkeit auf kleinem Raum. Der Mops ist oft sehr präsent, charmant und humorvoll im Alltag. Gleichzeitig bringt gerade seine auffällige Kopfform Besonderheiten mit sich, die man in Haltung und Gesundheitsvorsorge sehr ernst nehmen muss.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, grundsätzlich kann der Mops gut für Ersthundehalter geeignet sein, weil er meist freundlich, anhänglich und gut in den Alltag integrierbar ist. Wichtig ist aber, die gesundheitlichen Besonderheiten der Rasse nicht zu unterschätzen und sehr bewusst auf eine verantwortungsvolle Herkunft zu achten. Diese Einschätzung ist eine fachliche Einordnung auf Basis der beschriebenen Rasseeigenschaften.Familienhund oder nicht?Ja, der Mops kann ein guter Familienhund sein. Er ist in der Regel freundlich, menschenbezogen und gern nah bei seinen Bezugspersonen. Besonders gut passt er in Haushalte, die einen eher kleinen, geselligen Begleithund suchen und seine gesundheitlichen Grenzen respektieren. Bei Wärme, starker körperlicher Belastung und unpassender Zucht sollte man jedoch sehr vorsichtig sein.
Der Alaskan MalmuteGeschichteUrsprünglich ein arktischer Zughund für schwere Lasten; der FCI-Standard beschreibt ihn als eine der ältesten arktischen Schlittenhundrassen.AussehenKörperform: kräftig, schwerknochig, sehr muskulös – auf Zugkraft und Ausdauer ausgelegt.Fell: wetterfestes, sehr dichtes Doppelfell (viel Unterwolle).Wesen/CharakterMenschenbezogen und freundlich, laut Standard nicht „Ein-Mann-Hund“, loyal und würdevoll.
Gleichzeitig oft selbstständig/ eigenwillig und kann gegenüber fremden Hunden dominant sein.PflegeViel Fell, viel Haaren: regelmässiges Bürsten, in Fellwechsel-Phasen deutlich häufiger (Unterwolle!).
Nicht scheren/rasieren (Doppelfell erfüllt Schutzfunktionen; stattdessen ausbürsten/Unterwolle lösen).GesundheitHäufig im Blick (je nach Linie/Individuum):
Hüft- und Ellbogendysplasie
Erbliche Polyneuropathie (AMPN) – es gibt einen Gentest (UC Davis).
Weitere häufig genannte Themen: z. B. Augenprobleme (Katarakt), Schilddrüse (Hypothyreose).ErziehungBraucht frühe, konsequente und ruhige Erziehung, am besten belohnungsbasiert – und sehr gute Sozialisierung.
Sicheres Management ist wichtig: Malamutes lieben ziehen, laufen, graben, „roamen“ → ausbruchssicherer Garten/Leine/Schleppleine.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichZug- und Arbeitsdrang (Zughundesport, Wandern mit Gewicht, Canicross/Skijöring-ähnliche Beschäftigung – angepasst ans Training).
Starker Körper + Eigenständigkeit: ein Hund, der körperlich „was kann“ – und das merkt man im Alltag.
Hoher Fellaufwand inkl. starkem Fellwechsel.Geeignet für Ersthundehalter?Eher nicht ideal. Grund: viel Kraft, Eigenständigkeit, teils Hundedominanz und hoher Management-/Trainingsbedarf.
(Es geht – aber meist besser mit Unterstützung durch Hundeschule/Trainer und rassegerechter Auslastung.)Familienhund oder nicht?Kann in eine Familie passen, weil er Menschen gegenüber oft freundlich und loyal ist.
Aber: wegen Grösse/Kraft und teils schwierigem Verhalten gegenüber fremden Hunden ist er eher ein Familienhund für aktive, strukturierte Haushalte (Kinder sollten hundeerfahren/respektvoll sein, Aufsicht bei kleinen Kindern).
Der English PointerGeschichteDer Pointer ist ein klassischer britischer Vorstehhund. Laut FCI stammt er aus Grossbritannien; der Royal Kennel Club beschreibt ihn als traditionsreichen Jagdhund, der besonders im 18. und 19. Jahrhundert wegen seiner stilvollen Feldarbeit sehr geschätzt wurde.AussehenDer English Pointer ist ein athletischer, eleganter und zugleich kraftvoller Hund. Der Standard beschreibt ihn als symmetrisch, gut gebaut und voller fliessender Linien – stark, aber nicht schwerfällig. Typisch sind der trockene Kopf, der leicht konkave Fang („dish-face“) und die sportliche Gesamterscheinung.Körperform:
Sportlich, tiefbrüstig, trocken bemuskelt und auf Ausdauer ausgelegt. Er ist für weiträumige Suche im Feld gezüchtet und zeigt entsprechend viel Galopp, Spannkraft und Reichweite.Fell:
Das Fell ist pflegeleicht, kurz und funktional. Es schützt gut im Alltag, braucht aber keine aufwendige Fellpflege. Wegen des kurzen Haars sind Haut, Ohren und Pfoten nach langen Touren durchs Gelände trotzdem regelmässig zu kontrollieren.Wesen/CharakterDer Pointer gilt als freundlich, ausgeglichen und würdevoll. Im Alltag ist er oft sanft und menschenbezogen, draussen aber sehr passioniert, schnell und jagdlich hoch motiviert. PDSA beschreibt ihn als mild im Wesen, aber mit hohem Energiebedarf; der VDH nennt ihn einen muskulösen Athleten mit Kraft und Eleganz.PflegeDie Fellpflege ist einfach; einmal wöchentlich bürsten reicht meist aus. Wichtiger sind Bewegung, Nasenarbeit und ausreichend freie Laufmöglichkeiten in sicherem Rahmen. Der Royal Kennel Club nennt für die Rasse mehr als 2 Stunden Bewegung pro Tag.GesundheitDer English Pointer gilt insgesamt als recht robuste Rasse, dennoch werden einige Themen genannt: Hüftdysplasie, Magendrehung/GDV, progressive Retinaatrophie, Hypothyreose, Entropium, Katarakt und teils Wobbler-Syndrom. Der Pointer Club verweist zudem auf Gesundheitsumfragen und Zuchtgesundheitspläne für die Rasse.ErziehungEr braucht eine ruhige, faire und sehr konsequente Erziehung. Besonders wichtig sind Rückruf, Impulskontrolle und gutes Management des Jagdverhaltens. Der Pointer ist sensibel und lernt gut, reagiert aber meist besser auf klare positive Führung als auf Härte.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Seine grösste Besonderheit ist die klassische Vorsteh-Arbeit: Der Pointer sucht weiträumig, nimmt Witterung auf und „steht vor“, also friert in typischer Körperhaltung in Richtung Wild ein. Der Royal Kennel Club nennt ihn deshalb ein Paradebeispiel für einen Hund, der perfekt zu seiner ursprünglichen Aufgabe passt. Dazu kommen enorme Lauffreude, feine Nase und viel Stil in der Bewegung.Geeignet für Ersthundehalter?Eher nur bedingt. Vom Wesen her ist er oft freundlich und nicht unnötig scharf, aber sein Bewegungsbedarf und sein Jagdtrieb sind anspruchsvoll. Für Anfänger ohne Erfahrung mit jagdlich motivierten, sehr aktiven Hunden ist er meist keine einfache Wahl. Für sportliche, lernbereite Menschen mit gutem Training und passender Auslastung kann es funktionieren.Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich schon – in der richtigen Familie. PDSA beschreibt Pointer als mild und familiengeeignet bei guter Sozialisierung; der Royal Kennel Club ordnet sie als gute Begleiter ein. Entscheidend ist aber, dass die Familie wirklich aktiv ist und den Hund nicht unterfordert. In einem ruhigen, wenig bewegten Alltag passt er meist schlechter.
Der Collie
GeschichteDer Langhaar Collie, auch Langhaariger Schottischer Schäferhund, stammt aus Grossbritannien und wurde über lange Zeit als Schäfer- und Bauernhund genutzt. Laut FCI haben sich Langhaar- und Kurzhaar-Collie aus demselben Ursprung entwickelt, vermutlich auch unter Einfluss von Hunden, die von den Römern nach Schottland gebracht wurden. Der Langhaar Collie gilt als verfeinerte Form des ursprünglichen Arbeitshundes der schottischen Schäfer und wurde später auch als Begleit- und Familienhund sehr beliebt.AussehenKörperform: Der Langhaar Collie ist harmonisch, elegant und kraftvoll gebaut, ohne plump oder grob zu wirken. Sein Ausdruck ist von besonderer Bedeutung und entsteht durch die ausgewogene Kopfform, die Augen, die Ohren und die insgesamt würdige Erscheinung. Der Körper soll arbeitsfähig wirken und fliessende, mühelose Bewegungen zeigen.Fell: Das Fell ist eines der auffälligsten Merkmale der Rasse. Es ist sehr dicht und besteht aus hartem, geradem Deckhaar sowie weicher Unterwolle. Typisch sind die üppige Mähne, die Halskrause und die gut behaarte Rute. Die anerkannten Farben sind Zobel und Weiss, Tricolour und Blue Merle, jeweils mit den collietypischen Abzeichen.Wesen/CharakterDer Langhaar Collie gilt als freundlich, fröhlich, sensibel und menschenbezogen. Laut Standard soll er niemals nervös oder aggressiv sein. Viele Vertreter der Rasse sind aufmerksam, lernfreudig und sehr eng an ihre Familie gebunden. Durch diese Mischung aus Sanftheit, Intelligenz und Wachsamkeit ist der Langhaar Collie ein sehr angenehmer Begleit- und Familienhund.PflegeDie Fellpflege ist regelmässig nötig, aber meist gut machbar. Das dichte Haarkleid sollte gründlich gebürstet werden, damit lose Haare entfernt werden und sich keine Verfilzungen bilden. Der VDH weist darauf hin, dass zu häufiges Bürsten nicht sinnvoll ist, weil sonst zu viel Unterwolle verloren geht. Während des Fellwechsels ist tägliches Bürsten jedoch sinnvoll. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmässig kontrolliert werden.GesundheitDer Langhaar Collie gilt insgesamt als robuste Rasse, dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Bei der Rasse spielen unter anderem Augenthemen und genetische Besonderheiten eine Rolle, und auch auf allgemeine Gesundheitsvorsorge, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis sollte geachtet werden. ErziehungDie Erziehung gelingt oft gut, weil der Langhaar Collie intelligent, feinfühlig und menschenbezogen ist. Er reagiert in der Regel besonders gut auf freundliche, klare und konsequente Führung. Harte Methoden passen nicht zu dieser sensiblen Rasse. Frühe Sozialisierung, liebevolle Konsequenz und geistige Beschäftigung helfen dabei, einen sicheren und alltagstauglichen Hund aus ihm zu machen. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus Eleganz, Sanftheit und Arbeitsvergangenheit. Der Langhaar Collie wirkt oft sehr edel und fein, trägt aber zugleich die Wurzeln eines echten Schäferhundes in sich. Typisch sind sein freundlicher Ausdruck, das prachtvolle Fell und seine enge Bindung an Menschen. Viele Hunde dieser Rasse sind sensibel und reagieren stark auf die Stimmung in ihrem Umfeld.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, grundsätzlich ist der Langhaar Collie oft gut für Ersthundehalter geeignet. Er ist meist freundlich, lernfreudig und kooperativ. Wichtig ist aber, dass man seine Sensibilität ernst nimmt, ihn liebevoll konsequent erzieht und den Pflegeaufwand des Fells nicht unterschätzt. In einem ruhigen, verlässlichen Zuhause kommt er meist sehr gut zurecht. Familienhund oder nicht?Ja, der Langhaar Collie ist grundsätzlich ein sehr guter Familienhund. Er lebt gern eng mit seinen Menschen zusammen, gilt als freundlich und anpassungsfähig und fühlt sich in einem harmonischen Familienumfeld meist sehr wohl. Besonders gut passt er zu Haushalten, die ihm Nähe, Bewegung und eine freundliche, klare Führung bieten.
Steckbrief BeagleGeschichteDer FCI-Standard beschreibt den Beagle als Laufhund aus Grossbritannien, der traditionell in Meuten jagt und vor allem der Hasenjagd über die Nase folgt.AussehenKörperform:
Sie bekommen einen kräftigen, kompakten Laufhund, der athletisch wirkt, ohne grob zu erscheinen.
Fell:
Kurzhaarig, dicht und praktisch im Alltag, da es Schmutz und Wetter gut wegsteckt.
Wesen und CharakterDer Beagle gilt als fröhlich, aufmerksam, intelligent und freundlich, ohne Anzeichen von Aggression oder Ängstlichkeit, wobei die Nase im Alltag oft die Richtung vorgibt.PflegeSie haben meist wenig Aufwand beim Fell (regelmässig bürsten reicht), sollten aber Ohren, Krallen und Zähne konsequent kontrollieren, da die hängenden Ohren Pflege brauchen können.
Gesundheit
Häufig genannt werden unter anderem Schilddrüsenunterfunktion, Allergien, Epilepsie und auch Rückenprobleme wie IVDD; zudem sind Ohrenprobleme ein Thema, das Sie im Blick behalten sollten.ErziehungMit Beagles kommen Sie am besten über ruhige Konsequenz, klare Regeln und Belohnungstraining ans Ziel. Beim Rückruf hilft realistisch oft Management (Schleppleine, gesicherte Freilaufzonen), weil Gerüche stark motivieren können.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Beagle ist ein ausgeprägter „Nasenhund“ und arbeitet gerne ausdauernd Spuren ab. Gleichzeitig kann er eine deutliche „Stimme“ haben, was in hellhörigen Wohnsituationen wichtig ist.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, oft schon, wenn Sie Geduld, Konsequenz und Lust auf Nasenarbeit mitbringen und den Rückruf nicht als Selbstläufer erwarten.Familienhund oder nicht?In vielen Fällen ja: Beagles sind meist freundlich und sozial, passen gut zu aktiven Familien, brauchen aber klare Regeln und genug Beschäftigung, damit sie im Alltag entspannt bleiben.
Kleinpudel
Geschichte
Der Pudel gehört zu den alten europäischen Hunderassen und wurde ursprünglich als Wasserhund genutzt. Besonders in Frankreich wurde er stark geprägt und weiterentwickelt, weshalb Frankreich heute als Ursprungsland gilt. Aus dem grösseren Gebrauchshund entwickelten sich im Lauf der Zeit verschiedene Grössenvarianten, darunter auch der Kleinpudel. Später wurde der Pudel vor allem als intelligenter Begleit-, Ausstellungs- und Familienhund bekannt.
Aussehen
Körperform: Der Kleinpudel ist harmonisch, elegant und gut proportioniert gebaut. Er wirkt weder plump noch zerbrechlich, sondern lebhaft, stolz und beweglich. Typisch sind der eher quadratische Gesamteindruck, die feine, aber nicht schwache Knochenstruktur und ein federnder, leichter Bewegungsablauf.
Fell: Das Fell ist eines der auffälligsten Merkmale der Rasse. Es ist dicht, fein und stark gelockt oder in Schnüren ausgebildet. Der Kleinpudel haart meist wenig, braucht aber dafür regelmässige und sorgfältige Fellpflege.
Wesen/Charakter
Der Kleinpudel gilt als sehr intelligent, aufmerksam, verspielt und menschenbezogen. Er lernt schnell, arbeitet gern mit seinen Menschen zusammen und ist oft ausgesprochen anpassungsfähig. Viele Kleinpudel sind freundlich, wachsam und sensibel, ohne übermässig nervös zu sein. Durch ihre Klugheit und feine Beobachtungsgabe reagieren sie oft sehr deutlich auf Stimmung und Alltag ihrer Bezugspersonen.
Pflege
Die Pflege ist aufwendiger, als viele zunächst denken. Das Fell muss regelmässig gebürstet, gekämmt und in sinnvollen Abständen geschnitten oder geschoren werden, damit es nicht verfilzt. Auch Ohren, Krallen, Zähne und Augen sollten regelmässig kontrolliert werden. Gerade weil das Fell wenig ausfällt, bleibt lose Wolle oft im Haarkleid hängen und muss aktiv entfernt werden.
Gesundheit
Der Kleinpudel gilt insgesamt als recht robuste und langlebige Varietät. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Je nach Linie können unter anderem Patellaprobleme, Augenkrankheiten, Zahnprobleme oder erblich bedingte Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind regelmässige tierärztliche Kontrollen, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis.
Erziehung
Der Kleinpudel ist in der Regel sehr gut erziehbar. Er lernt schnell, ist aufmerksam und möchte oft eng mit seinem Menschen zusammenarbeiten. Am besten reagiert er auf freundliche, klare und konsequente Erziehung. Harte Methoden sind ungeeignet, weil viele Pudel sensibel reagieren. Mit früher Sozialisierung, Abwechslung und sinnvoller geistiger Beschäftigung entwickelt sich der Kleinpudel meist zu einem sehr angenehmen Begleiter.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus Intelligenz, Eleganz und hoher Lernfreude. Der Kleinpudel ist meist deutlich mehr als nur ein hübscher Begleithund. Er ist oft sehr aufmerksam, sportlich und vielseitig einsetzbar, etwa im Alltag, beim Hundesport oder bei Denkaufgaben. Dazu kommt das besondere Fell, das wenig haart, aber viel Pflege verlangt.
Geeignet für Ersthundehalter?
Ja, grundsätzlich ist der Kleinpudel oft sehr gut für Ersthundehalter geeignet. Er ist meist klug, kooperativ und gut trainierbar. Wichtig ist nur, ihn nicht zu unterschätzen. Auch ein kleiner bis mittelgroßer Pudel braucht Erziehung, Beschäftigung und regelmäßige Pflege. Wer dazu bereit ist, findet in ihm oft einen sehr angenehmen Anfängerhund.
Familienhund oder nicht?
Ja, der Kleinpudel ist grundsätzlich ein sehr guter Familienhund. Er ist meist freundlich, verspielt und eng an seine Menschen gebunden. In einer Familie mit liebevoller Konsequenz, ausreichender Beschäftigung und respektvollem Umgang fühlt er sich in der Regel sehr wohl. Durch seine Anpassungsfähigkeit passt er oft sowohl zu aktiven Familien als auch zu ruhigeren Haushalten.
Der WhippetGeschichteDer Whippet ist eine britische Windhundrasse. Er wurde als schneller, kleinerer Sichtjäger gezüchtet und ist seit dem 19. Jahrhundert als eigenständige Rasse etabliert; ein erster Standard wurde 1891 festgelegt.AussehenDer Whippet ist ein mittelgrosser, eleganter, sehr athletischer Hund. Der Standard beschreibt ihn als ausgewogene Verbindung von Muskelkraft und Stärke mit Eleganz und Grazie, gebaut für Geschwindigkeit und Leistung.
Körperform: Schlank, tiefbrüstig, mit aufgezogener Bauchlinie, lang wirkendem Rücken und charakteristischem Bogen über der Lendenpartie; insgesamt sprintertypisch und sehr beweglich.
Fell: Kurz, fein, glatt anliegend und pflegeleicht.Wesen/CharakterDer FCI-Standard beschreibt den Whippet als idealen Begleiter, sehr anpassungsfähig im häuslichen wie sportlichen Umfeld, freundlich, anhänglich und ausgeglichen. Gleichzeitig bleibt er ein Sichtjäger mit ausgeprägtem Reaktionsvermögen auf bewegte Reize.PflegeDer Pflegeaufwand ist gering: regelmäßiges Bürsten, Kontrolle von Krallen, Zähnen und Ohren reicht meist aus. Wegen des sehr kurzen Fells ist der Whippet kälteempfindlicher als viele andere Rassen. Das ist eine praktische Ableitung aus der Fellstruktur und der sehr geringen Behaarung.GesundheitDer FCI betont allgemein, dass nur funktional und klinisch gesunde Hunde zur Zucht verwendet werden sollen. Beim Whippet ist zudem wichtig, auf verantwortungsvolle Zucht, gutes Gewichtsmanagement und passenden Schutz bei Kälte oder rauem Untergrund zu achten. Der Standard selbst enthält keine ausführliche Krankheitsliste.ErziehungWhippets sind meist feinfühlig und lernen gut, reagieren aber oft sensibel auf Druck. Am besten funktionieren ruhige Konsequenz, frühe Sozialisierung und ein sicherer Rückrufaufbau. Wegen ihres Jagd- und Sichtreizes ist Freilauf nicht überall problemlos möglich.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders sind die enorme Sprintgeschwindigkeit, der typische Windhundkörper, das sehr feine Fell und der Kontrast zwischen draussen schnell und aufmerksam, drinnen oft ruhig und verschmust. Der VDH beschreibt den Whippet sinngemäss als „Sprinter mit Kuschelsinn“, was die Rasse ziemlich gut trifft.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, oft bedingt geeignet. Ein Whippet kann für Anfänger gut passen, wenn sie einen sensiblen, eher sanften Hund möchten und bereit sind, Rückruf, Sicherung im Freilauf und Windhund-Besonderheiten ernst zu nehmen. Er ist meist leichter im Alltag als viele sehr triebige Arbeitsrassen, aber kein Hund, den man wegen seines ruhigen Wesens unterschätzen sollte.Familienhund oder nicht?Ja, in vielen Fällen ein guter Familienhund. Der Standard nennt ihn freundlich, anhänglich und ausgeglichen; zugleich gilt er als anpassungsfähig im häuslichen Umfeld. In ruhigen bis normal aktiven Familien passt er oft sehr gut, solange auf sensible Behandlung, sichere Auslastung und Rückzugsmöglichkeiten geachtet wird.
Steckbrief BarsoiGeschichteDer Barsoi ist ein russischer Jagdwindhund, der historisch für die Sichtjagd (unter anderem auf Wölfe) gezüchtet wurde und eng mit der russischen Jagdtradition und dem Adel verbunden ist.AussehenKörperform: sehr hochläufig, schlank und elegant, mit tiefem Brustkorb und langer, schmaler Silhouette (typischer Windhundbau).
Fell: langes, feines Haarkleid, das je nach Hund eher glatt oder wellig ausfällt; typische „Befransung“ an Beinen, Rute und Halskrause.Wesen und CharakterIm Alltag wirken viele Barsois ruhig, sanft und eher zurückhaltend bei Fremden, sind draussen aber sehr reaktionsschnell. Windhund-typisch bringen sie oft viel Eigenständigkeit und einen starken Sichtjagdtrieb mit. PflegeDas lange Fell braucht regelmässiges Bürsten, damit es nicht verfilzt (besonders an Ohren, Halskrause, „Hose“ und Rute). Viele Barsois sind im Haus angenehm ruhig, brauchen draussen aber sichere Möglichkeiten zum Sprinten.Gesundheit Bei grossen, tiefbrüstigen Rassen ist Magendrehung (GDV) ein wichtiges Thema, deshalb sind Futter- und Ruhemanagement nach dem Fressen sinnvoll. Zusätzlich wird bei Windhunden häufig auf Medikamenten- bzw. Narkoseempfindlichkeit hingewiesen (geringer Körperfettanteil).ErziehungAm besten klappt ruhiges, faires Training mit positiver Verstärkung. Der Rückruf ist oft anspruchsvoll, wenn Wild oder schnell Bewegtes ins Spiel kommt, daher sind Schleppleine und eingezäunte Freilaufmöglichkeiten in vielen Alltagen realistisch. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Barsoi ist drinnen oft ein „Couch-Potato“, draussen aber ein Hochleistungs-Sprinter. Das Zusammenspiel aus Eleganz, Sensibilität und Jagdtrieb macht ihn besonders, erfordert aber gutes Management und sichere Umgebungen. Geeignet für Ersthundehalter?Eher nur bedingt: Wenn du Windhund-Bedürfnisse (Sicherheit, Jagdtrieb, Freilauf nur kontrolliert) ernst nimmst und Training geduldig aufbaust, kann es klappen. Für Menschen, die einen „immer-hört“-Hund ohne Management suchen, ist er meist nicht ideal.Familienhund oder nicht?Kann passen, wenn die Familie ruhig strukturiert ist und alle mit dem Jagdtrieb und der Grösse souverän umgehen. In Haushalten mit sehr kleinen Haustieren (Kaninchen, Frettchen, frei laufende Katzen) ist Vorsicht angebracht, ausser man sozialisiert sehr früh und managt konsequent.
Steckbrief AffenpinscherGeschichteUrsprünglich ein Haus- und Begleithund aus dem süddeutschen Raum; Vorfahren wurden bereits von Albrecht Dürer dargestellt. Erste Eintragungen reichen bis 1879 zurück.AussehenKörperform: klein, kräftig, kompakt und eher „quadratisch“ im ErscheinungsbildFell: rau und zottig wirkend, besonders am Kopf/Schultern betont (Augenbrauen/Bart = „Äffchen-Gesicht“)Wesen/CharakterUnerschrocken, wachsam, hartnäckig und sehr anhänglich; laut FCI ein „angenehmer Familienhund“, kann aber auch mal temperamentvoll/aufbrausend sein.
Er braucht viel Sozialkontakt und Abwechslung (Kopf + Nase beschäftigen hilft).PflegeBürsten/Entfilzen: regelmässig (sonst verfilzt das drahtige Fell schnell, gerade am Bart/Beinen).
Trimmen/Schneiden: je nach gewünschtem Look sinnvoll; viele Halter lassen das Fell fachgerecht in Form bringen (typischer „Affen“-Kopf).Alltag: Bart nach Fressen/Spaziergang oft kurz abwischen – da bleibt gern Schmutz hängen (ganz praktisch, nicht „Rassefehler“).GesundheitWie bei kleinen Rassen kommen u. a. vor (je nach Linie/Individuum): Patellaluxation, Trachealkollaps, teils Hüftprobleme und Augenprobleme.
Durch den kurzen Fang können ausserdem atembezogene Probleme bei Hitze/Überanstrengung begünstigt sein (Stichwort brachycephal).ErziehungKluge, selbstbewusste kleine Hunde: am besten positive Verstärkung, klare Regeln und kurze, spielerische Einheiten (sonst schaltet er auf „keine Lust“).
Wichtig ist frühe Sozialisierung, damit Wachsamkeit nicht in „Dauer-Alarm“ kippt.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichUnverwechselbares „Äffchen“-Gesicht (Bart/Augenbrauen)
Grosser Charakter im kleinen Körper: mutig, wachsam, teils stur-charmant
Ursprünglicher Rattenfänger: kann Jagdtrieb auf Kleintiere zeigen (Training/Management lohnt sich).Geeignet für Ersthundehalter?Oft ja – mit den richtigen Erwartungen. Einige Tierarzt-/Rasseinfos nennen ihn grundsätzlich geeignet für Ersthalter, weil er moderat aktiv und sehr menschenbezogen sein kann.
Aber: Sturheit + Wachsamkeit + Fellpflege bedeuten, dass „einfach nebenher laufen lassen“ selten gut klappt.Familienhund oder nicht?Grundsätzlich familiengeeignet, wenn die Familie Zeit hat und der Hund gut sozialisiert wird. (FCI: „angenehmer Familienhund“; VDH: sucht Menschen mit viel Zeit/Sozialkontakt.)
Mit Kindern klappt es am besten, wenn sie respektvoll sind (kein Ziehen/Drücken) – wegen der kleinen Grösse sollte man bei sehr kleinen Kindern immer beaufsichtigen.
Der Englische Setter
GeschichteDer English Setter ist ein klassischer britischer Jagdgebrauchshund für die Vogeljagd. Der Begriff „Belton“ wurde u. a. durch Edward Lavarack popularisiert, der die Rasse stark geprägt hat.AussehenEleganter, sportlicher Vorstehhund mit klaren Linien, tiefem Brustkorb und langem, trockenem Kopf. Sein Gangwerk ist raumgreifend und ausdauernd – gemacht für lange Suchen im Feld.Körperform:
Athletisch, symmetrisch, eher leicht als massig; Arbeitslinien oft etwas „sportlicher“ und leichter als Showlinien.Fell: Schön, aber „pflegepflichtig“: Befederung neigt zu Knoten (v. a. Ohren, Achseln, Hosen, Rute). Regelmässige Kontrolle nach Spaziergängen (Kletten/Grannen) ist wichtig.Wesen/Charakter Meist freundlich, sanft, menschenbezogen und sozial – dabei lebhaft und jagdlich motiviert. Er gilt oft als angenehm im Haus, wenn er draussen genug Bewegung und Nasenarbeit bekommt.Pflege 2–4× pro Woche bürsten/auskämmen (bei starkem Fell oder Fellwechsel öfter)
Befederung und Ohren besonders im Blick (Filz, Kletten)
Nach Jagd-/Wiesenrunden Pfoten, Ohren und Bauch auf Grannen prüfen Gesundheit Wie bei vielen mittelgrossen bis grossen Sporthunden spielen u. a. Hüftdysplasie und teils Augenthemen eine Rolle – in UK werden dafür z. B. Hüft- und Augenuntersuchungen im Rahmen von Zucht-/Gesundheitsprogrammen empfohlen.
Breed Clubs nennen ausserdem Themen wie Hypothyreose und Atopie/Allergien als Bereiche, an denen züchterisch gearbeitet wird.ErziehungDer Schlüssel ist Rückruf + Jagdkontrolle (Impulskontrolle, Orientierung, Schleppleine, Alternativaufgaben wie Apport/Fährte). Setter sind sensibel – am besten funktionieren klare Regeln, viel Belohnung und konsequentes Training ohne Härte.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?„Belton“-Fleckung ist rassetypisch und sehr variabel.
Sehr nasenstark und für ausdauernde Feldarbeit gezüchtet – braucht daher echte Beschäftigung (Nasenarbeit/Apport/Mantrailing light etc.).
Viele sind ausgesprochen familienbezogen, mögen aber ungern dauerhaftes Alleinsein.Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt ja – wenn du Lust auf Training (Rückruf/Jagdverhalten) und regelmässige Auslastung hast. Für Anfänger, die einen „läuft einfach so mit“-Hund suchen, eher ungeeignet.Familienhund oder nicht? Ja, oft ein sehr guter Familienhund: freundlich, sozial und meist kinderlieb – vorausgesetzt, er bekommt genug Bewegung, Beschäftigung und jagdliches Management.
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Der American BulldogGeschichteHistorisch als Farm- und Gebrauchshund in den USA eingesetzt (u. a. als „Utility Dog“ rund um Hof/Vieh).AussehenKörperform: kräftig, muskulös, athletisch; im UKC werden u. a. „Standard/Scott type“ (athletischer) und „Bully/Johnson type“ (massiger) beschrieben.Fell: kurz, pflegeleicht – aber Haut/„Falten“ können Pflege brauchen.Wesen/CharakterLoyal, mutig, oft wachsam/schützend, gleichzeitig bei guter Sozialisierung freundlich und familienbezogen. Frühzeitige Sozialisierung ist besonders wichtig.PflegeFell: wenig Aufwand (kurzes Fell, gelegentlich bürsten).
Haut/Falten: sauber und trocken halten (sonst riskieren manche Hunde Hautreizungen/Infektionen).GesundheitHäufig genannte Punkte (nicht jeder Hund hat das, aber „im Blick behalten“):
Hüft- und Ellbogendysplasie.
Allergien / Hautthemen (inkl. wiederkehrender Haut-/Ohrenprobleme).
Seltener: Ichthyose (schuppige, juckende Haut; genetisch).ErziehungBraucht konsequente, faire Führung, klare Regeln und regelmässige Auslastung. Lernen gut über positive Verstärkung und profitieren stark von früher Sozialisierung.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichViel Kraft + Athletik: kann „clownig“ sein, ist aber körperlich stark – Training/Leinenmanagement lohnt sich.
Schutz-/Wachanteil: ohne Sozialisierung/Training kann Unsicherheit in Problemverhalten kippen.
Typenvielfalt (massiger vs. athletischer Typ).Geeignet für Ersthundehalter?Eher nur bedingt. Viele Quellen betonen: wegen Stärke, Energie und Schutzverhalten sind Training, Erfahrung und Zeit wichtig. Mit guter Anleitung (Hundeschule/Trainer) kann es klappen – „nebenbei“ eher nicht.Familienhund oder nicht?Kann ein guter Familienhund sein, wenn er früh sozialisiert, konsequent erzogen und ausreichend bewegt/beschäftigt wird. Es wird beschreieben, dass gut trainierte und sozialisierte Hunde oft auch mit Kindern und anderen Haustieren zurechtkommen.