Englischer Setter
FCI Standardnummer: 2
Herkunftsland: Grossbritannien
Klassifikation: FCI Gruppe 7
Widerristhöhe Hündin: 61–65 cm
Widerristhöhe Rüde: 65–68 cm
Gewicht Hündin: in der Praxis oft ca. 25–30 kg (je nach Linie/Typ)
Gewicht Rüde: ca.: häufig ca. 28–32 kg (je nach Linie/Typ)
Fellfarbe: Grundfarbe immer weiss mit „Belton“-Zeichnung (Fleckung/Tüpfelung) z. B. blue belton (schwarz), orange belton, lemon belton, liver belton oder tricolor
Fellbeschaffenheit: Seidig-fein, glatt bis leicht gewellt, mit deutlicher Befederung/„Fahnen“ an Ohren, Brust, Bauch, Läufen und Rute
Halsumfang: grob oft etwa 35–50 cm (abhängig von Körperbau und Gewicht). Für Halsband/Geschirr immer individuell messen.
Der Englische Setter
Geschichte
Der English Setter ist ein klassischer britischer Jagdgebrauchshund für die Vogeljagd. Der Begriff „Belton“ wurde u. a. durch Edward Lavarack popularisiert, der die Rasse stark geprägt hat.
Aussehen
Eleganter, sportlicher Vorstehhund mit klaren Linien, tiefem Brustkorb und langem, trockenem Kopf. Sein Gangwerk ist raumgreifend und ausdauernd – gemacht für lange Suchen im Feld.
Körperform: Athletisch, symmetrisch, eher leicht als massig; Arbeitslinien oft etwas „sportlicher“ und leichter als Showlinien.
Fell: Schön, aber „pflegepflichtig“: Befederung neigt zu Knoten (v. a. Ohren, Achseln, Hosen, Rute). Regelmässige Kontrolle nach Spaziergängen (Kletten/Grannen) ist wichtig.
Wesen/Charakter
Meist freundlich, sanft, menschenbezogen und sozial – dabei lebhaft und jagdlich motiviert. Er gilt oft als angenehm im Haus, wenn er draussen genug Bewegung und Nasenarbeit bekommt.
Pflege
2–4× pro Woche bürsten/auskämmen (bei starkem Fell oder Fellwechsel öfter) Befederung und Ohren besonders im Blick (Filz, Kletten) Nach Jagd-/Wiesenrunden Pfoten, Ohren und Bauch auf Grannen prüfen
Gesundheit
Wie bei vielen mittelgrossen bis grossen Sporthunden spielen u. a. Hüftdysplasie und teils Augenthemen eine Rolle – in UK werden dafür z. B. Hüft- und Augenuntersuchungen im Rahmen von Zucht-/Gesundheitsprogrammen empfohlen. Breed Clubs nennen ausserdem Themen wie Hypothyreose und Atopie/Allergien als Bereiche, an denen züchterisch gearbeitet wird.
Erziehung
Der Schlüssel ist Rückruf + Jagdkontrolle (Impulskontrolle, Orientierung, Schleppleine, Alternativaufgaben wie Apport/Fährte). Setter sind sensibel – am besten funktionieren klare Regeln, viel Belohnung und konsequentes Training ohne Härte.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
„Belton“-Fleckung ist rassetypisch und sehr variabel. Sehr nasenstark und für ausdauernde Feldarbeit gezüchtet – braucht daher echte Beschäftigung (Nasenarbeit/Apport/Mantrailing light etc.). Viele sind ausgesprochen familienbezogen, mögen aber ungern dauerhaftes Alleinsein.
Geeignet für Ersthundehalter?
Bedingt ja – wenn du Lust auf Training (Rückruf/Jagdverhalten) und regelmässige Auslastung hast. Für Anfänger, die einen „läuft einfach so mit“-Hund suchen, eher ungeeignet.
Familienhund oder nicht?
Ja, oft ein sehr guter Familienhund: freundlich, sozial und meist kinderlieb – vorausgesetzt, er bekommt genug Bewegung, Beschäftigung und jagdliches Management.
0 von 0 Bewertungen
Anmelden
Vorgeschlagene Produkte
Kunden sahen auch