Shiba Inu
FCI Standardnummer: 257
Herkunftsland: Japan
Klassifikation: FCI Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp
Widerristhöhe Hündin: 37 cm
Widerristhöhe Rüde: 40 cm
Gewicht Hündin: etwa 7 bis 9 kg
Gewicht Rüde: ca. 8 bis 11 kg
Fellfarbe: Rot, Schwarzloh, Sesam, Schwarz Sesam, Rot Sesam, jeweils mit dem für die Rasse typischen Urajiro
Fellbeschaffenheit: Kurz, dicht, hartes Deckhaar mit weicher, dichter Unterwolle
Halsumfang: mittel, kompakt und gut bemuskelt wirkend - bitte Halsumfang immer am Hund messen
Produktinformationen "Shiba Inu"
Der Shiba Inu
Geschichte
Der Shiba Inu ist eine sehr alte, ursprüngliche japanische Rasse. Sein natürlicher Lebensraum lag in den bergigen Gebieten am Japanischen Meer. Dort wurde er für die Jagd auf Vögel und Kleinwild eingesetzt. Der Name Shiba verweist ursprünglich auf etwas Kleines, also auf einen kleinen Hund. Im Laufe der Zeit wurde die Rasse seltener, später jedoch gezielt erhalten und in Japan besonders geschätzt.
Aussehen
Körperform: Der Shiba Inu ist ein kleiner bis mittelkleiner, gut proportionierter, kompakter und muskulöser Hund. Er wirkt wach, beweglich und selbstsicher. Typisch sind der keilförmige Kopf, die kleinen dreieckigen Stehohren und die über den Rücken gerollte oder sichelförmig getragene Rute.
Fell: Das Fell ist doppelt aufgebaut. Das Deckhaar ist eher hart und gerade, die Unterwolle weich und sehr dicht. Insgesamt schützt das Haarkleid gut vor Witterung und wirkt sauber, ordentlich und funktional.
Wesen/Charakter
Der Shiba Inu gilt als aufmerksam, mutig, lebhaft und sehr eigenständig. Gegenüber vertrauten Menschen kann er loyal und anhänglich sein, gegenüber Fremden aber oft eher reserviert. Viele Shibas sind intelligent und sauber, gleichzeitig aber auch willensstark und nicht immer darauf ausgerichtet, ihrem Menschen alles recht zu machen.
Pflege
Die Fellpflege ist im Alltag meist unkompliziert. Regelmässiges Bürsten, etwa ein bis zwei Mal pro Woche, reicht oft aus. Im Fellwechsel haart der Shiba Inu jedoch deutlich stärker, dann ist häufigeres Bürsten sinnvoll. Insgesamt gilt die Rasse als eher sauber.
Gesundheit
Der Shiba Inu ist grundsätzlich eine robuste Rasse, dennoch kommen einige gesundheitliche Probleme vor. Dazu zählen unter anderem Allergien, Patellaluxation, Hüftdysplasie und Schilddrüsenunterfunktion. Auch erbliche Augenerkrankungen können eine Rolle spielen. Eine sorgfältige Zuchtauswahl und Vorsorgeuntersuchungen sind daher wichtig.
Erziehung
Die Erziehung eines Shiba Inu verlangt Geduld, Konsequenz und ein gutes Gespür für seinen Charakter. Er lernt schnell, ist aber oft unabhängig und prüft Grenzen gern selbst. Mit Druck oder Härte erreicht man bei dieser Rasse meist wenig. Am besten funktioniert eine ruhige, faire und klare Erziehung mit positiver Bestärkung. Sehr wichtig sind frühe Sozialisierung und ein zuverlässiger Rückruf, da viele Shibas jagdlich motiviert sind.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders am Shiba Inu sind sein starkes Selbstbewusstsein, seine Unabhängigkeit und seine oft katzenähnliche Sauberkeit. Viele Tiere zeigen ein sehr eigenes Temperament und entscheiden gern selbst, was sie sinnvoll finden. Dazu kommt das typische fuchsartige Aussehen mit Stehohren, geringelter Rute und ausdrucksstarkem Blick. Manche Shibas sind ausserdem für den sogenannten Shiba Schrei bekannt, einen auffälligen Laut bei starkem Unmut oder Aufregung.
Geeignet für Ersthundehalter?
Eher nur bedingt. Ein Shiba Inu kann auch bei Anfängern gut leben, ist aber meist keine der einfachsten Rassen für den Einstieg. Seine Eigenständigkeit, sein Jagdtrieb und seine oft geringe Gefallsucht machen Erziehung und Alltagsmanagement anspruchsvoller als bei vielen kooperativeren Rassen. Wer sich gut vorbereitet, klar und geduldig bleibt und konsequent trainiert, kann trotzdem gut mit ihm zurechtkommen.
Familienhund oder nicht?
Ja, aber nicht automatisch für jede Familie. In einer ruhigen, respektvollen und strukturierten Familie kann der Shiba Inu ein guter Begleiter sein. Er ist jedoch meist kein Hund, der ständig kuscheln oder alles gelassen mitmachen möchte. Wichtig sind ein fairer Umgang, klare Regeln und Kinder, die seine Grenzen respektieren. Dann kann er sich als treuer und angenehmer Familienhund zeigen.
Zusammensetzung
Fütterungsempfehlung
Technische Details
Grössenangaben
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Der Hovawart Hund
Geschichte
Der Hovawart ist eine alte deutsche Gebrauchshunderasse. Sein Name leitet sich von den mittelhochdeutschen Wörtern für Hof und Wächter ab und beschreibt bereits seine ursprüngliche Aufgabe als Wach- und Schutzhund für Haus und Hof. Die moderne Reinzucht begann ab 1922 mit Hunden ähnlichen Typs von Bauernhöfen, später wurden unter anderem Deutsche Schäferhunde, Neufundländer und Leonberger eingekreuzt. Die FCI führt Deutschland als Ursprungsland der Rasse.
Aussehen
Körperform: Der Hovawart ist ein kräftiger, mittelgrosser bis grosser, leicht langgestreckter Hund mit harmonischem und belastbarem Körperbau. Er wirkt wachsam, beweglich und selbstbewusst, ohne plump zu erscheinen.
Fell: Das Fell ist lang, dicht und liegt überwiegend an. Es ist an Brust, Bauch, Rückseiten der Vorderläufe, Oberschenkeln und Rute länger und bildet dort eine deutliche Befederung. Die drei anerkannten Farbvarianten sind blond, schwarz und schwarzmarken.
Wesen/Charakter
Der Hovawart gilt als wachsam, selbstsicher, intelligent und seiner Familie eng verbunden. Er ist kein nervöser Dauerkläffer, besitzt aber ein ausgeprägtes Schutz- und Territorialverhalten. Im Alltag zeigt er sich oft loyal, sensibel und lernfreudig, braucht aber Menschen, die ihm Sicherheit und klare Führung geben. Typisch ist auch seine enge Bindung an die Bezugspersonen.
Pflege
Das Fell gilt insgesamt als recht pflegeleicht, obwohl es lang ist. Regelmässiges Bürsten ist wichtig, besonders im Fellwechsel und an Stellen, die zu Verfilzungen neigen, etwa in den Achseln oder an den Hosen. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen und Zähne kontrolliert werden.
Gesundheit
Der Hovawart gilt insgesamt als robuste Rasse, dennoch sollte auf eine verantwortungsvolle Zucht mit Gesundheitskontrollen geachtet werden. Besonders wichtig ist der Blick auf Hüftgelenksdysplasie, auch Augenuntersuchungen spielen in der Zucht eine Rolle. Wie bei grossen, aktiven Hunden sind ausserdem ein passendes Gewicht, kontrolliertes Wachstum und gelenkschonende Bewegung im Junghundealter wichtig.
Erziehung
Die Erziehung eines Hovawarts sollte früh beginnen und konsequent, ruhig und fair sein. Er ist klug und arbeitsfreudig, testet aber auch Grenzen und handelt gern eigenständig. Abwechslungsreiches Training, geistige Auslastung und eine klare, verlässliche Führung sind entscheidend. Harte Methoden sind ungeeignet, weil viele Hovawarte sensibel reagieren und eine echte Partnerschaft brauchen.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Der Hovawart bringt eine Mischung aus Wachsamkeit, Selbstständigkeit, Sensibilität und hoher Arbeitsbereitschaft mit. Er ist oft spätreif und entwickelt sich mental langsamer als manche andere Rassen, was in der Erziehung Geduld verlangt. Dazu kommt sein deutliches Territorialverhalten. Er möchte Aufgaben haben, nah bei seinen Menschen sein und nicht einfach nur mitlaufen. Gerade diese Verbindung aus Schutztrieb, Eigenständigkeit und enger Familienbindung macht die Rasse besonders.
Geeignet für Ersthundehalter?
Eher nur bedingt. Ein engagierter, gut informierter Ersthundehalter kann mit viel Unterstützung, Hundeschule und Konsequenz auch mit einem Hovawart gut zurechtkommen. Insgesamt ist die Rasse aber eher anspruchsvoll, weil sie kraftvoll, eigenständig, wachsam und in jungen Jahren oft fordernd ist. Ohne Erfahrung oder klare Führung kann ein Hovawart schnell zu viel Verantwortung selbst übernehmen.
Familienhund oder nicht?
Ja, grundsätzlich kann der Hovawart ein sehr guter Familienhund sein. Er ist loyal, menschenbezogen und fühlt sich meist am wohlsten, wenn er eng in das Familienleben eingebunden ist. Gleichzeitig ist er kein unkomplizierter Nebenbeihund. Er passt vor allem zu aktiven Familien mit Platz, Zeit und der Bereitschaft, sich intensiv mit Erziehung und Auslastung zu beschäftigen.
Steckbrief Chow-Chow / Chow ChowGeschichteLaut FCI-Standard stammt der Chow-Chow aus China, wo er als Wachhund und auch zur Jagd genutzt wurde. Er ist dort seit über 2000 Jahren bekannt und kam erst relativ spät (um 1800) in andere Länder, unter anderem nach England.AussehenKörperform:
Sie bekommen einen kompakten, kurz gekoppelten, gut ausgewogenen Hund mit löwenhafter Erscheinung und stolz-würdiger Haltung. Charakteristisch sind auch die hoch getragene Rute über dem Rücken und die typische Gangart.
Fell:
Das Haarkleid ist sehr dicht und wetterfest, entweder als rauhhaarige oder glatthaarige Variante. Rund um den Hals ist es beim rauhhaarigen Typ oft besonders üppig und wirkt wie eine Mähne.Wesen und CharakterDer Chow-Chow wird im Standard als ruhiger, sehr wachsamer Hund beschrieben, eigenwillig, treu und zugleich eher zurückhaltend. Das bedeutet: Er bindet sich oft stark, ist aber nicht unbedingt der „Jeder-anspringen-und-freuen“-Typ.PflegeSie sollten das dichte Fell regelmässig bürsten, damit Unterwolle und Knoten nicht zum Problem werden, besonders im Fellwechsel. Im Sommer ist gutes Wärmemanagement wichtig, weil sehr viel Fell bei Hitze belastend sein kann.GesundheitHäufig genannte Themen sind Augenprobleme wie Entropium (eingerolltes Lid), Hüftdysplasie sowie Schilddrüsenunterfunktion. Achten Sie bei der Auswahl eines Züchters auf nachvollziehbare Untersuchungen und sprechen Sie Vorsorge (Augen, Hüfte, Schilddrüse) frühzeitig mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt ab.ErziehungSie kommen am besten mit ruhiger Konsequenz, klaren Regeln und respektvollem Umgang voran. Weil der Chow-Chow eigenständig ist, braucht er früh verlässliche Alltagsrituale, gute Sozialisierung und ein Training, das Kooperation aufbaut statt Druck zu machen.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichTypisch sind die löwenartige Optik, die sehr dichte Unterwolle und die bläulich-schwarze Zunge als Rassemerkmal. Im Alltag ist er oft gelassen, aber aufmerksam und nicht „unterwürfig“, was Führung über Klarheit und Vertrauen besonders wichtig macht.Geeignet für Ersthundehalter?Eher bedingt: Wenn Sie sich gut einarbeiten, konsequent bleiben und Sozialisierung sowie alltagstaugliche Regeln von Anfang an sauber aufbauen, kann es funktionieren. Wenn Sie einen Hund erwarten, der von selbst jedem gefallen will und immer sofort folgt, passt die Rasse oft weniger.Familienhund oder nicht?Das kann passen, wenn die Familie ruhig strukturiert ist und alle den zurückhaltenden Charakter respektieren. In sehr turbulenten Haushalten ist Management wichtig, damit der Hund Rückzug, Ruhe und klare Grenzen hat.
Steckbrief Basset HoundGeschichteDer Standard beschreibt, dass der Basset Hound vermutlich im Mittelalter von Mönchen in Frankreich für die Jagd im dichten Unterholz gezüchtet wurde. Später wurde die Rasse in Grossbritannien weiterentwickelt und dort „zur Perfektion“ gebracht, wobei die Stärken als ausdauernder Spürhund betont werden.ErscheinungsbildKörperform:
Ein sehr tief gestellter, lang gebauter Laufhund mit kräftigem Knochenbau und deutlichem Brustkorb, der trotz kurzer Läufe ausdauernd arbeiten kann.
Fell:
Kurzes, glattes Haarkleid, das eng anliegt und pflegeleicht ist, aber die Körperkonturen klar zeigt.Wesen und CharakterBasset Hounds gelten als freundlich, sanft und sehr familienbezogen, dabei aber eigenständig und oft stur, besonders wenn eine spannende Spur in der Nase liegt. Diese Mischung macht sie charmant, verlangt aber Geduld im Alltag.PflegeDas Fell ist unkompliziert, regelmässiges Bürsten reicht meist aus. Wichtiger ist die Ohrenpflege: Durch die langen, hängenden Ohren sollte sauber und trocken gehalten werden, damit Entzündungen nicht begünstigt werden.GesundheitTypisch im Blick sind Rückenprobleme wie die Intervertebrale Bandscheibenerkrankung (IVDD), die bei langem Rücken und kurzen Läufen eher vorkommen kann. Außerdem werden bei der Rasse unter anderem Ohrenprobleme und Übergewicht als häufige Alltagsthemen genannt, weshalb Gewichtskontrolle und passende Bewegung wichtig sind.ErziehungIn der Erziehung kommen Sie mit ruhiger Konsequenz und positiver Bestärkung am weitesten. Der Rückruf kann durch den starken Geruchssinn anspruchsvoll sein, deshalb hilft ein sauber aufgebautes Training mit klaren Ritualen und sinnvoller Nasenarbeit.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Basset Hound ist ein „Nasenhund“ mit grossem Durchhaltevermögen, der lieber gründlich als schnell arbeitet. Sein Körperbau ist unverwechselbar, und im Haus ist er oft angenehm gelassen, draussen jedoch schnell „im Tunnel“, wenn eine Spur interessant wird.Geeignet für Ersthundehalter?Eher bedingt: Wenn Sie Geduld für eine manchmal sture, geruchsgetriebene Art haben und konsequent bleiben, kann es gut passen. Wenn Sie sich einen Hund wünschen, der jederzeit „auf Zuruf“ funktioniert, ist die Rasse oft nicht die einfachste Wahl.Familienhund oder nicht?Ja, häufig ein guter Familienhund: Basset Hounds sind meist freundlich und sozial, brauchen aber klare Regeln und regelmässige Beschäftigung, damit sie nicht verfetten und im Alltag gut händelbar bleiben.
Der DobermannGeschichteDer Dobermann ist die einzige deutsche Hunderasse, die nach ihrem ersten bekannten Züchter benannt wurde: Friedrich Louis Dobermann. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse als wachsamer, scharfer und belastbarer Schutz- und Gebrauchshund aufgebaut und später auch als Polizei- und Diensthund eingesetzt.AussehenKörperbau: mittelgross bis gross, kräftig, muskulös und zugleich sehr elegant. Typisch sind die stolze Haltung, die klare Linienführung und der athletische, fast quadratische Körperbau. Er wirkt leistungsfähig, entschlossen und sehr präsent.Fell:
Das Fell ist sehr pflegeleicht, weil es kurz und glatt anliegt. Es schützt weniger stark gegen Kälte als dicht behaarte Rassen mit Unterwolle, deshalb sind viele Dobermänner im Winter oder bei Nässe empfindlicher.Wesen/CharakterLaut FCI soll der Dobermann freundlich und friedlich grundgestimmt, in der Familie sehr anhänglich sein, mit mittlerem Temperament, mittlerer Schärfe, guter Führigkeit, Arbeitsfreude, Selbstsicherheit und Unerschrockenheit. Der VDH beschreibt ihn ausserdem als intelligent, aufmerksam, robust und loyal; Fremden begegnet er oft zunächst reserviert.PflegeDie Fellpflege ist unkompliziert; regelmässiges Bürsten und die übliche Krallen-, Ohren- und Zahnpflege reichen meist aus. Wichtiger als Fellpflege sind beim Dobermann Bewegung, Beschäftigung und enger Sozialkontakt. Er ist sportlich und will körperlich wie geistig gefordert werden.GesundheitBesonders wichtig bei der Rasse sind Herzgesundheit und verantwortungsvolle Zucht. Häufig genannte Themen sind dilatative Kardiomyopathie (DCM), von-Willebrand-Erkrankung (vWD) und Hüftdysplasie (HD); VDH-Züchterseiten nennen dafür u. a. Herzuntersuchungen, Gentests und HD-Untersuchungen. Auch Schilddrüsenprobleme werden als rassetypisches Thema genannt.ErziehungDer Dobermann ist sehr lernfähig und arbeitsfreudig, braucht aber eine sachkundige, ruhige und konsequente Führung. Seine Stärke, Wachsamkeit und Sensibilität müssen in gute Bahnen gelenkt werden. Mit fairer Erziehung, früher Sozialisierung und klaren Regeln ist er meist ein sehr zuverlässiger Partner.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Der Dobermann verbindet Eleganz, Schnelligkeit, Wachsamkeit und hohe Arbeitsbereitschaft wie kaum eine andere Rasse. Er bindet sich meist sehr eng an seine Menschen, ist aufmerksam und reaktionsschnell, aber auch sensibel und nicht für eine nebenbei laufende Haltung gemacht. Er braucht Nähe, Struktur und sinnvolle Aufgaben.Geeignet für Ersthundehalter?Eher nein. Der VDH beschreibt ihn ausdrücklich als keinen Vierbeiner für Anfänger, weil er anspruchsvoll ist und sachverständige Erziehung braucht. Engagierte Anfänger mit sehr guter Anleitung könnten ihn zwar halten, insgesamt passt er aber besser zu erfahrenen Hundehaltern.Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich schon — aber nur bei passender Haltung. Der FCI-Standard sagt ausdrücklich, dass er sich in besonderem Masse auch als Familienhund eignen soll. Der VDH beschreibt ihn als loyalen Familienhund mit enger Bindung, hoher Anpassungsfähigkeit und guter Toleranz gegenüber Kindern. Voraussetzung sind allerdings gute Sozialisierung, genug Auslastung und eine kompetente Erziehung.
Steckbrief Australian KelpieGeschichteDer Australian Kelpie entstand in Australien, als grosse Schafbestände auf riesigen Flächen zuverlässig gehütet werden mussten. Ziel war ein ausdauernder, wendiger Arbeitshund mit starkem Hütetrieb, der sowohl im offenen Gelände als auch im Pferch arbeiten kann.AussehenKörperform: Der Australian Kelpie ist mittelgross, athletisch und auf Ausdauerarbeit ausgelegt. Er wirkt trocken bemuskelt, sehr beweglich und leistungsbereit.Fell: Das Fell liegt eng an, schützt gut vor Wetter und ist für den Arbeitseinsatz gemacht. Es ist nicht so lang, dass es bei der Arbeit ständig stört, aber dicht genug, um robust zu sein.Wesen und CharakterDer Australian Kelpie gilt als extrem aufmerksam, sehr intelligent und arbeitswillig, mit einer fast unerschöpflichen Energie. Er baut oft eine enge Bindung zu seiner Bezugsperson auf und möchte Aufgaben lösen, statt nur „mitzulaufen“.PflegeDie Fellpflege ist meist unkompliziert: regelmässiges Bürsten, besonders im Fellwechsel, reicht in vielen Fällen aus. Wichtiger als „Kosmetik“ ist bei dieser Rasse die tägliche, sinnvolle Auslastung, weil Unterforderung schnell zu Nervosität oder unerwünschtem Verhalten führen kann.GesundheitDer Australian Kelpie wird oft als robuste Arbeitsrasse beschrieben, dennoch kommen einige Themen vor, die man kennen sollte. Häufig genannt werden Hüftdysplasie, Patellaluxation, progressive Retinaatrophie (PRA) und cerebelläre Abiotrophie (neurologisch). Seriöse Zucht arbeitet daher mit passenden Untersuchungen und, wo möglich, Tests. Erziehung Der Australian Kelpie lernt sehr schnell, braucht aber klare Regeln, Struktur und Training, das ihn geistig fordert. Besonders wichtig ist frühe Sozialisierung, sowie kontrolliertes Training rund um Hütetrieb, Impulskontrolle und Rückruf, damit er Bewegtes nicht eigenständig „regelt“.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDiese Rasse ist ein echter Arbeitshund: Sie will täglich Aufgaben, Bewegung und Kopfarbeit. Wenn das passt, ist der Kelpie ein hochmotivierter Partner für Sport, Training und anspruchsvolle Beschäftigung. Wenn das nicht passt, ist Frust durch Unterforderung eines der grössten Risiken.Geeignet für Ersthundehalter? Für Ersthundehalter ist der Australian Kelpie eher nur dann geeignet, wenn wirklich viel Zeit, Sportlichkeit und Trainingsbereitschaft vorhanden sind und man sich Unterstützung durch Hundeschule oder Trainer holt. Für Menschen, die einen „einfachen Alltagsbegleiter“ suchen, ist er meist zu arbeitsintensiv.Familienhund oder nicht?Er kann in eine Familie passen, wenn die Familie aktiv ist, der Hund klare Aufgaben bekommt und Kinder den Hund respektvoll behandeln. In sehr turbulenten Haushalten ohne konsequente Regeln oder ohne ausreichend Beschäftigung wird es dagegen häufig schwierig, weil der Kelpie Beschäftigung einfordert und sonst eigene Lösungen entwickelt
Der Gordon Setter
Geschichte
Der Gordon Setter stammt aus Schottland und wurde dort als ausdauernder Jagdhund für die Vogeljagd gezüchtet. Besonders bekannt wurde die Rasse durch den Duke of Gordon, der sie im 18. und 19. Jahrhundert förderte. Ziel war ein leistungsfähiger, eleganter und robuster Setter mit sehr gutem Spurwillen und engem Kontakt zum Menschen. Heute wird der Gordon Setter sowohl jagdlich geführt als auch als sportlicher Begleit- und Familienhund gehalten.
Aussehen
Körperform: Kräftig, elegant und harmonisch gebaut. Der Gordon Setter ist der schwerste der Setterrassen, wirkt aber dennoch nicht plump. Er hat einen tiefen Brustkorb, eine gerade Rückenlinie und eine insgesamt athletische Erscheinung.
Fell: Das Fell ist typischerweise tiefschwarz mit klar abgegrenzten kastanienroten Abzeichen. Es ist am Kopf und an den Vorderseiten der Läufe kürzer, am Körper mittellang und an Ohren, Brust, Bauch, Beinen und Rute deutlich befedert.
Wesen/Charakter
Der Gordon Setter gilt als intelligent, loyal, sensibel und sehr menschenbezogen. Er ist lebhaft, aufmerksam und arbeitsfreudig, dabei oft etwas ernster und ruhiger als andere Setter. Gegenüber seiner Familie zeigt er sich sehr anhänglich. Fremden gegenüber ist er meist eher reserviert als stürmisch. Er braucht eine enge Bindung und fühlt sich bei klarer, fairer Führung am wohlsten.
Pflege
Das Fell braucht regelmässige Pflege, damit es nicht verfilzt. Mehrmals wöchentliches Bürsten ist sinnvoll, besonders an den befederten Stellen. Ohren, Pfoten und Zähne sollten ebenfalls kontrolliert werden. Nach Spaziergängen in Wald und Feld ist es wichtig, Fell und Behänge auf Schmutz, Kletten oder Zecken zu prüfen.
Gesundheit
Der Gordon Setter gilt insgesamt als robuste Rasse, kann aber wie viele mittelgrosse bis grosse Hunde zu Hüftgelenksdysplasie neigen. Auch Augenprobleme können vorkommen. Zusätzlich sollte auf Ohrenpflege geachtet werden, da die langen Hängeohren Entzündungen begünstigen können. Wichtig sind eine verantwortungsvolle Zucht, ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.
Erziehung
Die Erziehung sollte liebevoll, konsequent und geduldig sein. Der Gordon Setter ist klug, aber auch sensibel und nicht für harte Methoden geeignet. Seine jagdliche Veranlagung erfordert frühes Training, besonders beim Rückruf und bei der Impulskontrolle. Mit guter Sozialisierung, klaren Regeln und sinnvoller Auslastung entwickelt er sich zu einem verlässlichen Begleiter.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Der Gordon Setter bringt viel Jagdtrieb, Ausdauer und Arbeitsfreude mit. Er ist kein reiner Sofahund, sondern braucht sowohl körperliche als auch geistige Beschäftigung. Typisch ist seine enge Bindung an seine Menschen und seine oft etwas feinere, sensiblere Art. Im Vergleich zu anderen Settern wirkt er häufig etwas kraftvoller, ernster und ruhiger, braucht aber dennoch viel Bewegung und Aufgaben.
Geeignet für Ersthundehalter?
Bedingt. Für engagierte Ersthundehalter mit Zeit, Geduld und Freude an Bewegung kann der Gordon Setter gut geeignet sein. Allerdings sollte man seinen Jagdtrieb, seine Sensibilität und seinen Beschäftigungsbedarf nicht unterschätzen. Ohne passende Auslastung und konsequente Erziehung kann er schwierig werden.
Familienhund oder nicht?
Ja, grundsätzlich ist der Gordon Setter ein guter Familienhund. Er ist anhänglich, loyal und sucht die Nähe seiner Bezugspersonen. In einer aktiven Familie mit ausreichend Zeit, Bewegung und Beschäftigung fühlt er sich meist sehr wohl. Mit Kindern kann er freundlich und geduldig sein, sofern er gut sozialisiert und respektvoll behandelt wird.
Der RiesenschnauzerGeschichteDer Riesenschnauzer stammt aus Deutschland. Ursprünglich wurde er vor allem im süddeutschen Raum als Treib- und Hofhund genutzt. Um 1900 erkannten Züchter gezielt seine Eignung als leistungsfähigen Gebrauchshund. Seit 1913 wird er im Zuchtbuch geführt, und 1925 wurde er offiziell als Diensthund anerkannt. AussehenKörperform: Der Riesenschnauzer ist gross, kräftig und eher kompakt als schlank gebaut. Er wirkt muskulös, widerstandsfähig und aufmerksam, mit nahezu quadratischem Format. Trotz seiner Kraft soll er nicht plump, sondern harmonisch und arbeitsfähig erscheinen.
Fell: Das Fell ist typisch schnauzerartig drahtig und hart. Dazu kommen die markanten buschigen Brauen und der kräftige Bart, die den Ausdruck der Rasse stark prägen. Farblich sind pfeffersalz, rein schwarz mit schwarzer Unterwolle und schwarz-silber zugelassen. Wesen/CharakterDer Riesenschnauzer gilt als selbstbewusst, charakterstark, wachsam und belastbar. Gleichzeitig wird er als gutartig, treu und seiner Familie eng verbunden beschrieben. Typisch sind seine Klugheit, seine Ausbildungsfähigkeit und seine hohe Arbeitsbereitschaft. Gerade diese Mischung macht ihn auch als Dienst- und Gebrauchshund so interessant.PflegeDie Fellpflege ist aufwendiger, als es auf den ersten Blick wirkt. Das harte Fell sollte regelmässig gebürstet werden, und abgestorbenes Haar muss in der Regel durch Trimmen entfernt werden, damit Struktur und Funktion des Haarkleids erhalten bleiben. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmäßig kontrolliert werden. GesundheitDer Riesenschnauzer gilt insgesamt als widerstandsfähige und leistungsfähige Rasse. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Wie bei anderen grossen, sportlichen Hunden können je nach Linie unter anderem Hüftprobleme und weitere erblich beeinflusste Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind ausserdem kontrolliertes Wachstum, gutes Gewichtsmanagement und eine sinnvolle körperliche Auslastung. ErziehungDie Erziehung sollte klar, ruhig und konsequent sein. Der Riesenschnauzer ist intelligent und lernfähig, aber auch selbstbewusst und nicht einfach nur gefällig. Er braucht frühe Sozialisierung, verlässliche Regeln und eine sinnvolle Aufgabe. Unterforderung oder unklare Führung können bei dieser starken und wachsamen Rasse schnell problematisch werden. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus markantem Schnauzer-Aussehen, starker Persönlichkeit und hoher Arbeitsfähigkeit. Der Riesenschnauzer ist nicht nur ein eindrucksvoller Familienhund, sondern auch ein vielseitiger Sport-, Gebrauchs- und Diensthund. Seine Wachsamkeit, Belastbarkeit und Selbstsicherheit machen ihn besonders, verlangen aber auch erfahrene und engagierte Halter.Geeignet für Ersthundehalter?Eher nur bedingt. Ein sehr engagierter und gut informierter Ersthundehalter kann mit einem Riesenschnauzer zurechtkommen, einfach ist die Rasse aber nicht. Seine Grösse, Kraft, Wachsamkeit und der Bedarf an klarer Führung und Beschäftigung machen ihn anspruchsvoller als viele typische Anfängerhunde.Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich kann der Riesenschnauzer ein guter Familienhund sein. Er ist oft loyal, anhänglich und eng an seine Menschen gebunden. Wirklich passend ist er aber vor allem für aktive, strukturierte Haushalte, die Zeit für Erziehung, Beschäftigung und konsequente Führung haben. Als unkomplizierter Hund für jeden Alltag ist er eher nicht gedacht.
Der Golden RetrieverGeschichteDer Golden Retriever wurde in Grossbritannien als zuverlässiger Apportierhund (v. a. für die Jagd mit der Flinte, auch aus dem Wasser) gezüchtet – daher seine Wasserfreude, das „weiche Maul“ und die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen.AussehenKörperform: mittelgross bis gross, kräftig und harmonisch gebaut; symmetrisch, „kernig“ mit freundlichem Ausdruck.
Fell: mittellang, mit Befederung (v. a. an Beinen, Rute, Brust) und dichter Unterwolle – macht ihn wetterfest, aber auch pflegeintensiver.Wesen/CharakterTypisch sind: freundlich, zutraulich, intelligent, führig und mit natürlicher Arbeitsfreude („will to please“).
Viele Golden Retriever brauchen viel Beschäftigung (Kopf + Körper) – sonst suchen sie sich selbst „Jobs“ (z. B. klauen, tragen, buddeln).PflegeFellpflege: regelmässig bürsten (bei Fellwechsel deutlich häufiger), da Unterwolle und Befederung zu Verfilzungen neigen.
Ohren & Pfoten: Ohren kontrollieren (Hängeohren + Baden = Risiko für Entzündungen), Pfoten/„Federn“ nach Waldspaziergängen checken.GesundheitBei Golden Retrievern sollte man besonders auf seriöse Zucht achten (Gesundheitsuntersuchungen, Transparenz, passende Verpaarungen). Häufig diskutierte Themen in der Rasse sind u. a. Hüfte/Ellenbogen, Augen, Ohren sowie eine gewisse Neigung zu Übergewicht (vor allem bei zu vielen Snacks + zu wenig Auslastung). (Allgemeiner Hinweis; konkrete Risiken hängen stark von Linie/Zucht/Haltung ab.)ErziehungMeist gut trainierbar, weil kooperativ und menschenbezogen.
Wichtig: früh Impulskontrolle, „nichts-essen-vom-Boden“, ruhiges Alleinbleiben, Leinenführigkeit.
Ideal sind positive, klare Regeln + sinnvolle Aufgaben: Apportieren, Dummyarbeit, Mantrailing, Obedience, Rettungshundearbeit – passt sehr gut zur Rasseanlage.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Apportier-Gen: Viele tragen gern Dinge herum, lieben Such- und Bringaufgaben.
Menschenorientiert: Nähe und Zusammenarbeit sind oft wichtiger als „allein im Garten sein“.
Wasserfreude + Fell: Viele baden gern – Fell trocknen/Ohren checken gehört dann dazu.
„Freundlich zu allem“: Kann toll sein, ist aber je nach Ziel (Wachhund) eher ungeeignet.Geeignet für Ersthundehalter?Oft ja – aber nur, wenn du Zeit und Lust auf Training & Auslastung hast.
Ein Golden ist zwar meist kooperativ, aber er ist kein Selbstläufer: Junghunde können wild, stürmisch und sehr „fressmotiviert“ sein. Wer konsequent freundlich trainiert und täglich beschäftigt, bekommt meist einen sehr angenehmen Begleiter.Familienhund oder nicht?Sehr häufig ein hervorragender Familienhund, weil er in der Regel freundlich, geduldig und sozial ist.
Wichtig für Familien:
Kinder & Hund müssen angeleitet werden (Ruheinseln, Regeln, keine Dauerbespassung des Hundes).
Ein ausgelasteter Golden ist meist entspannt – ein unterforderter kann nervig werden.
Steckbrief Bernhardiner Kurzhaar oder LanghaarGeschichteDer Bernhardiner geht auf die Hunde am Hospiz auf dem Grossen St. Bernhard (Alpenpass) zurück. Im Standard wird beschrieben, dass dort seit dem 17. Jahrhundert grosse Hunde gehalten wurden, die unter anderem als Hof- und Wachhunde dienten und später berühmt wurden durch Einsätze im Alpenraum.AussehenKörperform:
Sie bekommen einen sehr grossen, kraftvollen und harmonisch gebauten Hund mit viel Substanz und tiefem Brustkorb. Der Typ soll trotz Masse beweglich und belastbar wirken.
Fell:
Je nach Variante ist das Haarkleid stockhaarig oder langhaarig, stets dicht und schützend. Regelmässiges Bürsten hilft, Unterwolle und Schmutz zu entfernen.Wesen und CharakterDer Standard beschreibt den Bernhardiner als freundlichen, ruhigen und wachsamen Begleit-, Wach- und Hofhund. Viele Hunde sind menschenbezogen und gelassen, brauchen aber klare Regeln, damit Grösse und Kraft im Alltag gut kontrollierbar bleiben.PflegeSie sollten das Fell regelmässig bürsten, in Zeiten des Fellwechsels deutlich häufiger. Dazu kommen Ohren-, Krallen- und Zahnpflege. Praktisch im Alltag: Bernhardiner sabbern oft, daher sind Tuch und kurze Routinen nach dem Fressen sinnvoll.GesundheitAls Riese gehören Gelenk- und Knochenbelastung zu den wichtigsten Themen, ebenso das Risiko einer Magendrehung bei grossen, tiefbrüstigen Hunden. Sinnvoll sind kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, schlankes Gewicht und ein gutes Futter- und Ruhemanagement rund um Mahlzeiten.
Erziehung
Sie kommen am besten mit ruhiger Konsequenz und früher Sozialisierung voran. Leinenführigkeit, Abbruchsignal und alltagstaugliche Ruhe sind besonders wichtig, weil ein ausgewachsener Bernhardiner körperlich enorm stark ist.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Bernhardiner ist ein „sanfter Riese“ mit imposanter Erscheinung, viel Körperkraft und oft grosser Gelassenheit. Er passt besonders gut zu Menschen, die einen ruhigen, massigen Begleiter mögen und Platz, Zeit und Management für einen sehr grossen Hund mitbringen.Geeignet für Ersthundehalter?Eher bedingt: Wenn Sie strukturiert trainieren, konsequent bleiben und früh Hilfe durch Hundeschule oder Trainer nutzen, kann es funktionieren. Ohne klare Führung wird Grösse und Kraft schnell zum Alltagsproblem.Familienhund oder nicht?Häufig ja, wenn Sie einen ruhigen, kinderfreundlichen Typ suchen und die Interaktionen mit Kindern anleiten (Grösse, Umwerfen, Grenzen). Wichtig sind genug Platz, geregelter Alltag und Gesundheitsvorsorge.
Der MalteserGeschichteDer Malteser ist eine sehr alte kleine Begleithunderasse aus dem zentralen Mittelmeerraum. Sein Name bedeutet nach der FCI nicht zwingend, dass er von der Insel Malta stammt. Historisch wurden seine Vorfahren in Hafenstädten und Küstenregionen des Mittelmeerraums gehalten, wo sie auch Mäuse und Ratten in Lagern und auf Schiffen bekämpften. Später wurde der Malteser vor allem als eleganter Gesellschaftshund geschätzt. AussehenKörperform: Der Malteser ist ein kleiner, eleganter Hund mit leicht gestrecktem Körper. Trotz seiner feinen Erscheinung wirkt er lebhaft, gut proportioniert und stolz in der Haltung. Sein Ausdruck ist aufmerksam und freundlich.Fell: Das Fell ist das auffälligste Merkmal der Rasse. Es ist sehr lang, glatt, schwer herabfallend und seidig. Typisch ist das rein weiße Haarkleid, das dem Malteser sein edles Erscheinungsbild verleiht.Wesen/CharakterDer Malteser gilt als anhänglich, freundlich, lebhaft und sehr menschenbezogen. Er ist meist aufmerksam, verspielt und eng auf seine Bezugspersonen ausgerichtet. Trotz seiner kleinen Größe bringt er oft ein überraschend selbstbewusstes Auftreten mit und möchte ernst genommen werden. PflegeDie Fellpflege ist aufwendig und braucht Regelmässigkeit. Das lange Haarkleid sollte häufig gebürstet und gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Auch Augen, Ohren, Pfoten, Krallen und Zähne sollten regelmässig kontrolliert werden. Gerade bei kleinen langhaarigen Hunden ist eine gute Zahnpflege besonders wichtig. GesundheitDer Malteser gilt insgesamt als eher robuste und oft langlebige kleine Rasse. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Wie bei anderen kleinen Hunden können je nach Linie unter anderem Zahnprobleme, Patellaprobleme, Augenprobleme oder Hautthemen eine Rolle spielen. Wichtig sind regelmässige tierärztliche Kontrollen, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis. ErziehungDie Erziehung gelingt oft gut, weil der Malteser klug, aufmerksam und menschenbezogen ist. Er braucht eine freundliche, klare und konsequente Führung. Trotz seiner geringen Grösse sollte er nicht verhätschelt werden, denn auch ein kleiner Hund braucht Regeln und Orientierung. Mit früher Sozialisierung und liebevoller Konsequenz entwickelt sich der Malteser meist zu einem angenehmen Alltagsbegleiter. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus edlem Aussehen, sehr engem Menschenbezug und kleiner Grösse. Der Malteser ist kein blosser Schosshund, sondern oft ein aufmerksamer, fröhlicher und präsenter Begleiter. Dazu kommt das lange, weiße Fell, das ihn sofort unverwechselbar macht, aber auch viel Pflege verlangt.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, grundsätzlich ist der Malteser oft gut für Ersthundehalter geeignet. Er ist meist freundlich, lernfreudig und eng auf seine Menschen bezogen. Man sollte aber den Pflegeaufwand, die nötige Konsequenz in der Erziehung und die Empfindlichkeit eines kleinen Hundes nicht unterschätzen. Familienhund oder nicht?Ja, der Malteser kann ein guter Familienhund sein. Er ist anhänglich, freundlich und lebt gern nah bei seinen Menschen. Besonders gut passt er zu Familien oder Haushalten, die respektvoll mit einem kleinen Hund umgehen und Zeit für Pflege und Nähe mitbringen. Bei sehr kleinen Kindern sollte wegen seiner geringen Grösse auf einen vorsichtigen Umgang geachtet werden.
Der LeonbergerGeschichteDer Leonberger stammt aus Deutschland und wurde im 19. Jahrhundert in der Stadt Leonberg bei Stuttgart gezielt gezüchtet. Als Begründer der Rasse gilt Heinrich Essig, der einen sehr grossen Hund schaffen wollte, der an das Wappentier der Stadt, den Löwen, erinnerte. Heute ist der Leonberger als Familien-, Begleit- und Wachhund bekannt und international fest etabliert.AussehenKörperform: Der Leonberger ist ein sehr grosser, kräftiger, muskulöser und dennoch eleganter Hund. Sein Körperbau ist harmonisch, der Rumpf etwas länger als die Widerristhöhe, und besonders Rüden wirken mächtig und kraftvoll. Trotz seiner Masse soll er nie plump erscheinen, sondern ruhig, sicher und beweglich.Fell: Das Fell ist lang, dicht und wetterfest. Es liegt am Körper an oder ist leicht gewellt und bildet beim Rüden oft eine besonders ausgeprägte Mähne. Typisch sind auch die gute Unterwolle, die Befederung an Vorder- und Hinterläufen und die buschig behaarte Rute. Farblich reicht es von löwengelb bis rotbraun oder sandfarben, immer mit der rassetypischen schwarzen Maske.Wesen/CharakterDer Leonberger gilt als selbstsicher, ruhig, freundlich und familienbezogen. Laut FCI soll er weder scheu noch aggressiv sein und zeichnet sich durch souveräne Gelassenheit, mittleres Temperament, gute Lernfähigkeit und Kinderfreundlichkeit aus. Viele Leonberger sind aufmerksam und wachsam, ohne nervös oder unnötig scharf zu wirken.PflegeDie Fellpflege ist nicht zu unterschätzen. Das lange, dichte Haarkleid sollte regelmässig gründlich gebürstet werden, damit es nicht verfilzt, besonders hinter den Ohren, an den Läufen und im Fellwechsel. Zusätzlich sollten Ohren, Krallen, Zähne und Pfoten regelmässig kontrolliert werden. Durch seine Grösse braucht der Leonberger ausserdem ausreichend Platz, geeignete Liegeflächen und eine alltagstaugliche Pflege von Anfang an.GesundheitDer Leonberger gilt insgesamt als belastbare, aber wegen seiner Grösse anspruchsvolle Rasse. Wie bei vielen sehr grossen Hunden sollte auf verantwortungsvolle Zucht, kontrolliertes Wachstum, ein passendes Körpergewicht und gelenkschonende Bewegung im Junghundealter geachtet werden. Je nach Linie können unter anderem Gelenkprobleme, Herzthemen oder andere für grosse Rassen typische Gesundheitsfragen eine Rolle spielen. ErziehungDie Erziehung sollte ruhig, klar und konsequent sein. Der Leonberger ist meist lernfreudig, folgsam und menschenbezogen, braucht aber wegen seiner Grösse und Kraft eine verlässliche Führung und frühe Sozialisierung. Harte Methoden sind ungeeignet. Besonders wichtig sind gute Alltagsregeln, Leinenführigkeit und ein sicheres, freundliches Auftreten in verschiedenen Situationen.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus imposanter Grösse, ruhigem Wesen und Familiennähe. Der Leonberger wirkt oft wie ein sanfter Riese und wird gleichzeitig als kinderfreundlich, souverän und alltagstauglich beschrieben. Dazu kommen seine eindrucksvolle löwenartige Erscheinung, die Wasserfreude vieler Vertreter und seine starke Präsenz, die man im Alltag körperlich und organisatorisch nicht unterschätzen sollte.Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Charakterlich ist der Leonberger oft freundlich und gutmütig, was ihn grundsätzlich zugänglich macht. Wegen seiner enormen Grösse, Kraft, des Pflegeaufwands und der Verantwortung in Erziehung und Haltung ist er aber nicht die einfachste Wahl für Anfänger. Ein sehr gut informierter und konsequenter Ersthundehalter kann mit passender Unterstützung dennoch gut mit dieser Rasse zurechtkommen.Familienhund oder nicht?Ja, grundsätzlich ist der Leonberger ein sehr guter Familienhund. Der FCI-Standard beschreibt ihn ausdrücklich als angenehmen Familienhund mit ausgeprägter Kinderfreundlichkeit. Er passt besonders gut zu Familien mit ausreichend Platz, Zeit und Verständnis für einen sehr grossen, langhaarigen und menschenbezogenen Hund.
Steckbrief Australian Cattle DogGeschichteDer Australian Cattle Dog wurde in Australien gezielt für die harte Arbeit mit Rindern entwickelt: Gesucht war ein ausdauernder, kräftiger Hund, der auch schwieriges Vieh kontrollieren und treiben kann. Der Standard beschreibt die Entstehung u. a. aus Kreuzungen von Arbeits-Collies mit dem Dingo, später mit weiteren Einflüssen.AussehenKörperform:
Er ist ein kräftiger, kompakter, symmetrisch gebauter Arbeitshund. Er wirkt sehr muskulös, beweglich und ausdauernd, ohne plump zu sein.Fell:
Das Fell ist kurz bis mittellang, dicht und wetterfest, mit deutlicher Unterwolle.Wesen und CharakterDer Standard beschreibt ihn als sehr intelligent, wachsam, mutig und zuverlässig. Gleichzeitig ist er von Natur aus eher misstrauisch gegenüber Fremden und hat einen ausgeprägten Schutzinstinkt.PflegeDas Fell ist insgesamt pflegeleicht, aber im Fellwechsel sollte man häufiger bürsten, um Unterwolle zu entfernen. Insgesamt braucht er deutlich mehr Beschäftigung als „Frisurenpflege“.GesundheitTypisch genannte Themen sind Hüftdysplasie sowie Augenprobleme wie progressive Retinaatrophie (PRA) und eine genetische Neigung zu Taubheit.ErziehungEr ist sehr lernfähig, aber er braucht klare Regeln, frühe Sozialisierung und sinnvolle Aufgaben. Ohne Anleitung kann er versuchen, Bewegtes zu „treiben“ (dazu gehört auch das Zwicken in Fersen), was man besonders bei Kindern früh sauber trainieren muss.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichEr ist ein echter Arbeitshund im Familienformat: extrem ausdauernd, klug, oft sehr eng an seine Bezugsperson gebunden und am glücklichsten, wenn er täglich körperlich und geistig gefordert wird.Geeignet für Ersthundehalter?Eher nur bedingt. Wenn man wirklich sportlich ist, Training ernst nimmt und konsequent Beschäftigung bietet, kann es klappen. Für „gemütliche Anfänger“, die einen unkomplizierten Mitläufer suchen, ist er meist zu anspruchsvoll.Familienhund oder nicht?Er kann ein guter Familienhund sein, aber oft eher für aktive Familien mit klaren Regeln. In vielen Beschreibungen wird betont, dass er Kinder und andere Tiere „hüten/treiben“ kann, wenn man das nicht früh lenkt, und dass er Fremden gegenüber reserviert sein kann.