Samoyede
Der Samoyed
Geschichte
Der Name „Samojede“ leitet sich laut FCI von den Samojeden-Stämmen in Nordrussland und Sibirien ab. Dort wurden die Hunde je nach Region zum Hüten von Rentieren, zur Jagd und als Schlittenhunde eingesetzt. Besonders auffällig ist die enge historische Bindung an den Menschen: Die Hunde lebten sehr nah bei ihren Besitzern. Der FCI-Standard nennt ausserdem Ernest Kilbourne Scott, der 1889 Hunde nach England brachte; 1909 wurde dort der erste Standard festgelegt
Aussehen
Der Samojede ist ein mittelgrosser, eleganter, weisser arktischer Spitz, der Kraft, Ausdauer, Geschmeidigkeit, Würde und Selbstvertrauen ausstrahlen soll. Typisch sind das berühmte „Samojeden-Lächeln“, die aufrecht getragenen Ohren, die buschige Rute und das sehr üppige, wetterfeste Haarkleid. Der VDH beschreibt ihn ausserdem als ausdauernden, flüssig laufenden Hund, dessen bevorzugte Gangart der Trab ist.
Wesen/Charakter
Laut FCI ist der Samojede freundlich, aufgeschlossen, munter, lebhaft und sehr gesellig. Der Jagdinstinkt wird als eher gering beschrieben; scheu oder aggressiv soll er keinesfalls sein. Gleichzeitig gilt er nicht als klassischer Wachhund. Der VDH beschreibt ihn als menschenfreundlich, anschmiegsam und sehr gern mit seiner Familie unterwegs.
Pflege
Die Fellpflege ist aufwendig. Der VDH empfiehlt Bürste und Kamm als Grundausstattung und beschreibt, dass das doppelte Haarkleid zwei- bis dreimal pro Woche gründlich gebürstet und anschliessend gekämmt werden sollte. Während des Fellwechsels steigt der Pflegeaufwand deutlich an. Durch das dichte Doppelfell ist regelmässige Pflege wichtig, damit Unterwolle und Deckhaar nicht verfilzen.
Erziehung
Die Erziehung gilt grundsätzlich als gut machbar, aber der Samojede ist kein Hund, der blind gehorcht. Der VDH beschreibt ihn als recht einfach erziehbar, zugleich aber als Hund, der nicht immer sofort beim ersten Ruf reagiert. Das passt zu seiner nordischen Eigenständigkeit. Freundliche Konsequenz, gute Sozialisierung und sinnvolle Auslastung sind deshalb besonders wichtig.
Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?
Besonders sind das typische „Lächeln“, das prachtvolle weisse Fell und seine Herkunft als nordischer Arbeits- und Schlittenhund. Der Samojede ist kein reiner Sofahund, sondern ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund, der Beschäftigung und Nähe zu seinen Menschen braucht. Der VDH hebt außsserdem hervor, dass ihm das Bellen durchaus liegt, während er sich zum scharfen Bewachen eher weniger eignet.
Geeignet für Ersthundehalter?
Bedingt ja. Ein engagierter Anfänger kann mit einem Samojeden gut zurechtkommen, wenn er Zeit für Fellpflege, Bewegung und Erziehung mitbringt. Ganz unkompliziert ist die Rasse aber nicht, weil nordische Selbstständigkeit, Bellfreude und Bewegungsdrang unterschätzt werden können.
Familienhund oder nicht?
Ja, oft ein sehr guter Familienhund. Der Samojede gilt als freundlich, gesellig und menschenbezogen, und der VDH beschreibt ihn ausdrücklich als charmanten Familienhund. Er passt besonders gut in aktive Haushalte, in denen er nicht nur dabei ist, sondern auch körperlich und geistig beschäftigt wird.
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