Basset Hound

FCI Standardnummer: 163

Herkunftsland: Grossbritannien

Klassifikation: FCI Gruppe 6 (Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen)

Widerristhöhe Hündin: 33–38 cm

Widerristhöhe Rüde: 33–38 cm

Gewicht Hündin: häufig etwa 20–27 kg

Gewicht Rüde: häufig etwa 23–29 kg

Fellfarbe: grundsätzlich Schwarz-Weiss-Loh (Tricolor) oder Lemon-Weiss (Bicolor)

Fellbeschaffenheit: glatt, kurz, dicht anliegend

Halsumfang: ca. 40,6–55,9 cm (Richtwert für Halsband; bitte am Hund messen)

Produktinformationen "Basset Hound"

Steckbrief Basset Hound


Geschichte

Der Standard beschreibt, dass der Basset Hound vermutlich im Mittelalter von Mönchen in Frankreich für die Jagd im dichten Unterholz gezüchtet wurde. Später wurde die Rasse in Grossbritannien weiterentwickelt und dort „zur Perfektion“ gebracht, wobei die Stärken als ausdauernder Spürhund betont werden.


Erscheinungsbild

Körperform: Ein sehr tief gestellter, lang gebauter Laufhund mit kräftigem Knochenbau und deutlichem Brustkorb, der trotz kurzer Läufe ausdauernd arbeiten kann. Fell: Kurzes, glattes Haarkleid, das eng anliegt und pflegeleicht ist, aber die Körperkonturen klar zeigt.


Wesen und Charakter

Basset Hounds gelten als freundlich, sanft und sehr familienbezogen, dabei aber eigenständig und oft stur, besonders wenn eine spannende Spur in der Nase liegt. Diese Mischung macht sie charmant, verlangt aber Geduld im Alltag.


Pflege

Das Fell ist unkompliziert, regelmässiges Bürsten reicht meist aus. Wichtiger ist die Ohrenpflege: Durch die langen, hängenden Ohren sollte sauber und trocken gehalten werden, damit Entzündungen nicht begünstigt werden.


Gesundheit

Typisch im Blick sind Rückenprobleme wie die Intervertebrale Bandscheibenerkrankung (IVDD), die bei langem Rücken und kurzen Läufen eher vorkommen kann. Außerdem werden bei der Rasse unter anderem Ohrenprobleme und Übergewicht als häufige Alltagsthemen genannt, weshalb Gewichtskontrolle und passende Bewegung wichtig sind.


Erziehung

In der Erziehung kommen Sie mit ruhiger Konsequenz und positiver Bestärkung am weitesten. Der Rückruf kann durch den starken Geruchssinn anspruchsvoll sein, deshalb hilft ein sauber aufgebautes Training mit klaren Ritualen und sinnvoller Nasenarbeit.


Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich

Der Basset Hound ist ein „Nasenhund“ mit grossem Durchhaltevermögen, der lieber gründlich als schnell arbeitet. Sein Körperbau ist unverwechselbar, und im Haus ist er oft angenehm gelassen, draussen jedoch schnell „im Tunnel“, wenn eine Spur interessant wird.


Geeignet für Ersthundehalter?

Eher bedingt: Wenn Sie Geduld für eine manchmal sture, geruchsgetriebene Art haben und konsequent bleiben, kann es gut passen. Wenn Sie sich einen Hund wünschen, der jederzeit „auf Zuruf“ funktioniert, ist die Rasse oft nicht die einfachste Wahl.


Familienhund oder nicht?

Ja, häufig ein guter Familienhund: Basset Hounds sind meist freundlich und sozial, brauchen aber klare Regeln und regelmässige Beschäftigung, damit sie nicht verfetten und im Alltag gut händelbar bleiben.

Zusammensetzung
Fütterungsempfehlung
Technische Details
Grössenangaben

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Dackel
Der Dackel - Dachshund GeschichteDer Dackel wurde in Deutschland als Jagdhund gezüchtet. Sein Körperbau ist kein „Zufall“, sondern ein Werkzeug: kurzläufig, lang im Rumpf, sehr muskulös und mit viel Mut ausgestattet, damit er unter der Erde arbeiten und wehrhaftes Wild wie den Dachs oder auch den Fuchs im Bau stellen konnte. Über viele Jahrzehnte entwickelten sich die heute üblichen Varietäten in drei Haararten sowie in drei Grössen, sodass man je nach Gelände, Wildart und Aufgabe den passenden Teckel einsetzen konnte.AussehenKörperform: Der Dackel ist niedrig, langgestreckt und trotzdem kompakt. Er wirkt kräftig und beweglich, mit wachem Ausdruck und einem selbstbewussten Auftreten. Typisch ist die deutliche Muskulatur, weil er als Arbeitshund viel „Körper“ braucht. Eine Besonderheit beim Dackel ist, dass die Grössen im FCI-Standard über den Brustumfang beschrieben werden. Grob gesagt gibt es Standard-, Zwerg- und Kaninchendackel, die sich vor allem darin unterscheiden, wie gross der Brustkorb ist.Fell:  Beim Dackel gibt es drei Haararten: Kurzhaar ist glatt und eng anliegend, Rauhhaar ist drahtig mit dichter Unterwolle, und Langhaar ist weicher und länger mit Befederung an Ohren, Brust und Rute.Wesen und CharakterDackel sind häufig mutig, klug und sehr eigenständig. Diese Eigenständigkeit kommt aus ihrer jagdlichen Aufgabe, bei der sie im Bau Entscheidungen treffen mussten. Gleichzeitig können sie sehr anhänglich sein, haben aber oft ihren eigenen Kopf und testen Regeln gern aus. Mit Menschen, die freundlich, klar und konsequent führen, entwickeln sie sich zu fröhlichen, wachsamen Begleitern mit viel Persönlichkeit.PflegeDie Pflege hängt stark von der Haarart ab. Kurzhaarige Dackel sind meist unkompliziert und brauchen vor allem gelegentliches Bürsten und das übliche Pflegeritual für Ohren, Krallen und Zähne. Langhaarige Dackel sollten regelmässig gebürstet werden, damit sich hinter den Ohren, an der Brust und an den „Hosen“ keine Knoten bilden. Rauhhaarige Dackel profitieren oft von regelmässigem Trimmen, damit das Haarkleid funktional bleibt und nicht verfilzt. Unabhängig von der Fellart lohnt es sich beim Dackel besonders, auf ein gutes Körpergefühl zu achten: kontrolliertes Treppensteigen, keine wilden Sprünge von Sofa oder Bett und lieber mit Rampen oder niedrigen Aufstiegshilfen arbeiten, weil der Rücken empfindlich sein kann.GesundheitBeim Dackel ist das Thema Rücken zentral. Die Rasse gilt als deutlich anfälliger für Bandscheibenerkrankungen (Intervertebral Disc Disease, IVDD) als viele andere Rassen, was bis zu starken Schmerzen oder Lähmungserscheinungen führen kann. In Studien und Auswertungen wird je nach Varietät eine relevante Häufigkeit beschrieben; es gibt Hinweise, dass bestimmte Varietäten stärker betroffen sein können als andere. Praktisch heisst das: schlank halten, Muskulatur aufbauen, Sprünge reduzieren und richtig heben (Brust und Hinterhand gleichzeitig stützen, damit der Rücken nicht durchhängt). Diese einfachen Alltagsmassnahmen werden häufig als sinnvolle Prävention genannt.ErziehungDackel sind klug und eigenständig. Erziehung klappt am besten mit klaren Regeln, kurzen Übungen und positiver Belohnung. Rückruf und Leinenführigkeit früh trainieren, Jagdtrieb ernst nehmen (Schleppleine). Wachsamkeit und Bellen ruhig lenken.Welche Besonderheiten bringt der Dackel mit sich?Eigenständig und „stur“ wirkend: Er denkt mit und entscheidet gern selbst – klare Regeln sind wichtig.Oft ausgeprägter Jagdtrieb: Spuren, Mäuselöcher und Wildgeruch sind extrem spannend; Rückruf braucht Training.Wachsam und bellfreudig: Viele melden Geräusche zuverlässig.Rücken im Blick behalten: Wegen des langen Rückens sind Gewichtskontrolle, Muskulatur und wenig Sprünge/Treppen besonders wichtig.Sehr menschenbezogen: Viele Dackel lieben Nähe, sind aber nicht immer „unterwürfig“.Geeignet für Ersthundehalter?Ja, aber eher bedingt. Wenn Sie bereit sind, konsequent (freundlich, aber klar) zu erziehen, Rückruf/Leine sauber aufzubauen und den Jagdtrieb zu managen, kann ein Dackel ein guter Ersthund sein. Wenn Sie einen „folgsamen“ Hund ohne Diskussion suchen, ist er oft nicht ideal.Familienhund oder nicht?Ja – mit Bedingungen. Als Familienhund funktioniert er gut, wenn Kinder respektvoll sind, Regeln gelten und der Hund Rückzugsorte hat. Für sehr hektische Haushalte oder grobe Kinder ist er weniger passend, weil er schnell genervt reagiert und klare Grenzen setzt.
 
Greyhound
Der Greyhound Geschichte Der Greyhound gehört zu den ältesten bekannten Windhundtypen. Im FCI-Standard wird erwähnt, dass sein Ursprung im Mittleren Osten gelegen haben könnte und dass hundetypische Darstellungen bereits in antiken ägyptischen Grabmälern zu finden sind. In Großbritannien wurde er vor allem als Sichtjäger und später auch als Rennhund weiterentwickelt. Aussehen Körperform: Der Greyhound ist groß, kräftig und zugleich sehr elegant gebaut, mit langem Kopf und Hals, tiefer Brust, geräumigem Rumpf, leicht gewölbter Lende und sehr muskulöser Hinterhand. Seine ganze Anatomie ist auf Schnelligkeit und raumgreifende Bewegung ausgelegt. Fell: Das Haarkleid ist kurz, fein, dicht und liegt eng am Körper an, sodass Muskulatur und Linien sehr deutlich sichtbar sind. Wesen/Charakter Der Greyhound gilt als intelligent, freundlich, anhänglich und ausgeglichen. Im Haus ist er oft überraschend ruhig und entspannt, draußen zeigt er jedoch seinen ausgeprägten Bewegungsdrang und Jagdtrieb. Viele Greyhounds sind sensibel und mögen einen ruhigen, fairen Umgang. Pflege Die Pflege ist vergleichsweise einfach, weil das Fell kurz und pflegeleicht ist. Meist reicht es, den Hund gelegentlich mit einer weichen Bürste oder einem Pflegehandschuh zu behandeln. Wichtiger als aufwendige Fellpflege ist oft die Kontrolle von Krallen und Pfoten. Gesundheit Grundsätzlich gilt der Greyhound als eher robuste Rasse, dennoch werden unter anderem Greysperre, Hüft- und Ellbogendysplasie sowie Augenprobleme als mögliche Themen genannt. Entscheidend ist eine verantwortungsvolle Zucht mit Fokus auf Gesundheit. Erziehung Der Greyhound braucht eine sanfte, geduldige und einfühlsame Erziehung. Harte Worte oder grober Umgang passen nicht zu dieser sensiblen Rasse. Wichtig ist außerdem, den starken Hetz- und Jagdtrieb zu berücksichtigen: Freilauf ist oft nur in sicher eingezäunten Bereichen sinnvoll. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich? Der Greyhound ist einer der schnellsten Hunde der Welt und ein typischer Sprinter. Gleichzeitig ist er im Alltag oft ein sehr ruhiger Hausgenosse. Besonders ist auch sein starker Sichtjagdtrieb: Er reagiert häufig blitzschnell auf Bewegungsreize. Dazu kommt sein sensibles Wesen, das viel Feingefühl im Umgang verlangt. Geeignet für Ersthundehalter? Bedingt ja. Ein Greyhound kann auch für engagierte Anfänger passend sein, wenn diese sich gut über Windhunde informieren und bereit sind, auf Jagdtrieb, Sensibilität und sicheren Freilauf zu achten. Er ist kein „schwieriger“ Hund im klassischen Sinn, aber seine rassetypischen Bedürfnisse sollte man nicht unterschätzen. Familienhund oder nicht? Ja, oft schon. Bei ausreichender Bewegung und ruhiger Haltung kann der Greyhound ein freundlicher, ausgeglichener und anhänglicher Familienhund sein. Er gilt als menschenbezogen und wird häufig auch im Umgang mit Kindern als angenehm beschrieben. Trotzdem braucht er Rückzugsorte, verständige Kinder und eine sichere Umgebung wegen seines Jagdtriebs.
 
American Staffordshire Terrier
Steckbrief American Staffordshire TerrierGeschichteEntstanden in den USA aus bull-and-terrierartigen Hunden; später als eigenständige Rasse gefestigt und im Ausstellungs- und Begleithundebereich weiterentwickelt. AussehenKörperform: kompakt, sehr muskulös, „kraftvoll für seine Grösse“, gleichzeitig beweglich/athletisch Kopf/Gebiss: breiter Schädel, ausgeprägte Kaumuskulatur, kräftiger Unterkiefer; Nase schwarz Fell: kurz, glänzend, wenig Unterwolle (je nach Individuum)Wesen / CharakterTypisch sind menschenbezogen, anhänglich, mutig, aufmerksam und oft verspielt. Viele AmStaffs sind mit guter Führung sehr alltagstauglich – aber: kraftvoll, teils mit hoher Erregbarkeit und (individuell) Konfliktbereitschaft gegenüber anderen Hunden, weshalb frühe, saubere Sozialisation besonders wichtig ist.PflegeFell: 1–2×/Woche bürsten reicht meist Krallen/Zähne/Ohren: regelmässig kontrollieren Bewegung: täglich konsequent – eher Fitness + Kopfarbeit als endloses BallwerfenGesundheitKann – wie viele mittelgrosse, muskulöse Rassen – anfällig sein für u.a. Hüft-/Ellbogenprobleme, Haut/Allergien, teils Herzerkrankungen; wichtig sind seriöse Zucht (Gesundheitstests), passendes Gewicht und muskelaufbauende, gelenkschonende Bewegung.ErziehungMuss: klare Regeln, Frustrationstoleranz, Impulskontrolle, LeinenführigkeitBestens: belohnungsbasiert, strukturiert, mit RuhetrainingWichtig: zuverlässiges Management (z.B. Begegnungen), weil Kraft + Tempo Fehler „teuer“ machen können Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Eine besondere Eigenschaft ist die Kombination aus grosser Körperkraft und oft hoher Motivation. Das kann im positiven Sinn bedeuten, dass der Hund sportlich, lernwillig und sehr kooperationsbereit ist. Es kann aber auch bedeuten, dass Fehler im Training oder im Management schneller zu Problemen führen, weil der Hund körperlich viel durchsetzen kann. Hinzu kommt, dass die Rasse häufig mit Vorurteilen konfrontiert ist. Umso wichtiger sind gute Sozialisierung, höfliche Umgangsformen im Alltag und ein verantwortungsvoller Halter, der vorausschauend handelt.Für wen diese Rasse geeignet istDer American Staffordshire Terrier passt besonders gut zu Menschen, die bereit sind, aktiv zu trainieren, den Hund sinnvoll auszulasten und klare Alltagsstrukturen zu bieten. Erfahrung mit Hunden ist hilfreich, weil man mit einem kräftigen, temperamentvollen Hund schneller in Situationen kommt, in denen Timing, Ruhe und Management entscheidend sind. Als Hund, der „nebenher“ läuft, ist er meistens nicht ideal. Für Menschen, die zum ersten Mal einen Hund halten, kann diese Rasse trotzdem möglich sein, wenn sie sich von Anfang an professionelle Unterstützung holen, konsequent bleiben und sich ehrlich mit den Anforderungen auseinandersetzen. Ohne Anleitung, ohne Training und ohne Management kann es dagegen schnell unnötig schwierig werden.Familienhund oder nicht?Als Familienhund kann der American Staffordshire Terrier gut funktionieren, wenn der Hund stabil sozialisiert und zuverlässig erzogen ist und wenn die Familie verantwortungsvoll mit Regeln, Ruhe und Aufsicht umgeht. Wegen der Körperkraft und der manchmal stürmischen Art sollten Kontakte zwischen Hund und kleinen Kindern immer begleitet werden, auch wenn der Hund grundsätzlich freundlich ist.Wichtiger Hinweis zur Haltung in der SchweizIn der Schweiz gibt es je nach Kanton unterschiedliche Regeln, die von Bewilligungspflichten bis zu Verboten reichen können. In einzelnen Kantonen ist der American Staffordshire Terrier ausdrücklich als verbotene Rasse aufgeführt, während andere Kantone andere Regelungen haben. Deshalb ist es wichtig, die Vorschriften des eigenen Kantons und der eigenen Gemeinde zu prüfen, bevor man sich für einen Hund dieser Rasse entscheidet.
 
Deutscher Pincher
Die Deutscher PincherGeschichteDer glatthaarige Pinscher ist eine sehr alte Rasse und wurde bereits 1880 im Deutschen Hundestammbuch erwähnt. Er hat die gleichen Vorfahren wie der Schnauzer, der früher auch „rauhhaariger Pinscher“ genannt wurde.AussehenKörperform: Mittelgross, elegant und möglichst quadratisch gebaut, mit stolzer Haltung und gut sichtbarer Muskulatur.Fell: Kurzes, funktionales Haarkleid, das eng anliegt und wenig Pflegeaufwand macht.Wesen und CharakterLebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und ausgeglichen, kombiniert mit Klugheit und Ausdauer. Dadurch ist er ein angenehmer Familien-, Wach- und Begleithund.PflegeDas kurze Fell braucht meist nur regelmässiges Bürsten/Abreiben. Wichtig sind Alltagsroutinen: Krallen, Zähne, Ohren kontrollieren – und vor allem ausreichend Bewegung und Kopfarbeit, damit er nicht „eigene Ideen“ entwickelt.GesundheitIn der Praxis werden u. a. Hüftdysplasie, Katarakt und von-Willebrand-Krankheit als mögliche Themen genannt (Zucht- und Vorsorgechecks beim seriösen Züchter ansprechen).ErziehungDer Deutsche Pinscher ist schnell im Kopf und testet Grenzen. Erziehung gelingt am besten mit klaren Regeln, konsequenter Freundlichkeit und abwechslungsreichem Training. Früh üben: Leinenführigkeit, Rückruf, Impulskontrolle und ruhiges Begrüssen.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Wachsam und mutig, oft mit echtem „Wächter-Gen“. Hohe Energie + Intelligenz: braucht Aufgaben, sonst wird er kreativ. Starker Jagd- und Beutetrieb möglich (Management draussen wichtig).Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Wenn du konsequent trainierst, aktiv bist und Grenzen freundlich durchsetzt, kann es gut passen. Wer einen „unkomplizierten Nebenher-Hund“ sucht, ist oft überfordert.Familienhund oder nicht?Ja, oft – mit Struktur. Er kann sehr familientreu sein, braucht aber klare Regeln und ausreichend Auslastung. Mit respektvollen Kindern und gutem Training ist er meist ein guter Familienhund; in sehr chaotischen Haushalten wird es eher schwierig.
 
Zwergpudel
Kleinpudel Geschichte Der Pudel gehört zu den alten europäischen Hunderassen und wurde ursprünglich als Wasserhund genutzt. Besonders in Frankreich wurde er stark geprägt und weiterentwickelt, weshalb Frankreich heute als Ursprungsland gilt. Aus dem grösseren Gebrauchshund entwickelten sich im Lauf der Zeit verschiedene Grössenvarianten, darunter auch der Kleinpudel. Später wurde der Pudel vor allem als intelligenter Begleit-, Ausstellungs- und Familienhund bekannt. Aussehen Körperform: Der Kleinpudel ist harmonisch, elegant und gut proportioniert gebaut. Er wirkt weder plump noch zerbrechlich, sondern lebhaft, stolz und beweglich. Typisch sind der eher quadratische Gesamteindruck, die feine, aber nicht schwache Knochenstruktur und ein federnder, leichter Bewegungsablauf. Fell: Das Fell ist eines der auffälligsten Merkmale der Rasse. Es ist dicht, fein und stark gelockt oder in Schnüren ausgebildet. Der Kleinpudel haart meist wenig, braucht aber dafür regelmässige und sorgfältige Fellpflege. Wesen/Charakter Der Kleinpudel gilt als sehr intelligent, aufmerksam, verspielt und menschenbezogen. Er lernt schnell, arbeitet gern mit seinen Menschen zusammen und ist oft ausgesprochen anpassungsfähig. Viele Kleinpudel sind freundlich, wachsam und sensibel, ohne übermässig nervös zu sein. Durch ihre Klugheit und feine Beobachtungsgabe reagieren sie oft sehr deutlich auf Stimmung und Alltag ihrer Bezugspersonen. Pflege Die Pflege ist aufwendiger, als viele zunächst denken. Das Fell muss regelmässig gebürstet, gekämmt und in sinnvollen Abständen geschnitten oder geschoren werden, damit es nicht verfilzt. Auch Ohren, Krallen, Zähne und Augen sollten regelmässig kontrolliert werden. Gerade weil das Fell wenig ausfällt, bleibt lose Wolle oft im Haarkleid hängen und muss aktiv entfernt werden. Gesundheit Der Kleinpudel gilt insgesamt als recht robuste und langlebige Varietät. Dennoch sollte auf verantwortungsvolle Zucht geachtet werden. Je nach Linie können unter anderem Patellaprobleme, Augenkrankheiten, Zahnprobleme oder erblich bedingte Erkrankungen eine Rolle spielen. Wichtig sind regelmässige tierärztliche Kontrollen, gutes Gewichtsmanagement und eine seriöse Zuchtbasis. Erziehung Der Kleinpudel ist in der Regel sehr gut erziehbar. Er lernt schnell, ist aufmerksam und möchte oft eng mit seinem Menschen zusammenarbeiten. Am besten reagiert er auf freundliche, klare und konsequente Erziehung. Harte Methoden sind ungeeignet, weil viele Pudel sensibel reagieren. Mit früher Sozialisierung, Abwechslung und sinnvoller geistiger Beschäftigung entwickelt sich der Kleinpudel meist zu einem sehr angenehmen Begleiter. Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich? Besonders an dieser Rasse ist die Verbindung aus Intelligenz, Eleganz und hoher Lernfreude. Der Kleinpudel ist meist deutlich mehr als nur ein hübscher Begleithund. Er ist oft sehr aufmerksam, sportlich und vielseitig einsetzbar, etwa im Alltag, beim Hundesport oder bei Denkaufgaben. Dazu kommt das besondere Fell, das wenig haart, aber viel Pflege verlangt. Geeignet für Ersthundehalter? Ja, grundsätzlich ist der Kleinpudel oft sehr gut für Ersthundehalter geeignet. Er ist meist klug, kooperativ und gut trainierbar. Wichtig ist nur, ihn nicht zu unterschätzen. Auch ein kleiner bis mittelgroßer Pudel braucht Erziehung, Beschäftigung und regelmäßige Pflege. Wer dazu bereit ist, findet in ihm oft einen sehr angenehmen Anfängerhund. Familienhund oder nicht? Ja, der Kleinpudel ist grundsätzlich ein sehr guter Familienhund. Er ist meist freundlich, verspielt und eng an seine Menschen gebunden. In einer Familie mit liebevoller Konsequenz, ausreichender Beschäftigung und respektvollem Umgang fühlt er sich in der Regel sehr wohl. Durch seine Anpassungsfähigkeit passt er oft sowohl zu aktiven Familien als auch zu ruhigeren Haushalten.
 
Cockapoo
Der CockapooGeschichteDer Cockapoo gehört zu den älteren und bekannteren Pudel-Mischlingen. Er entstand aus der Verpaarung von Cocker Spaniel und Pudel. Weil es keinen einheitlichen FCI-Standard gibt, ist seine Entwicklung eher züchterisch-praktisch als kynologisch einheitlich festgelegt.AussehenDer Cockapoo ist ein kleiner bis mittelgrosser Begleithund mit sehr variablem Erscheinungsbild. Typisch ist ein weicher, freundlicher Ausdruck, oft mit Hängeohren und einem welligen bis lockigen Fell. Grösse, Körperbau und Fell können aber je nach verwendeter Pudel- und Cocker-Linie deutlich schwanken.Wesen/CharakterCockapoos werden häufig als freundlich, fröhlich, menschenbezogen und clever beschrieben. Sie sind oft aufgeschlossen und gern in Gesellschaft von Menschen und anderen Haustieren. Wie bei Mischlingen üblich, kann das Temperament aber je nach Elterntieren unterschiedlich ausfallen.PflegeDie Fellpflege ist meist mittel bis aufwendig. Besonders welliges oder lockiges Fell sollte regelmässig gebürstet und gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Dazu kommt beim Cockapoo oft besondere Aufmerksamkeit für die Ohren, weil lang behaarte Hängeohren laut dem Cockapoo Club zusätzliche Kontrolle brauchen.ErziehungDer Cockapoo ist oft gut trainierbar, weil viele Vertreter aufmerksam, lernfreudig und eng am Menschen orientiert sind. Eine freundliche, klare und konsequente Erziehung mit positiver Bestärkung passt meist am besten. Wichtig ist, neben Grundgehorsam auch Ruhe, Alleinbleiben und gute Alltagssozialisation früh zu üben. Diese Einschätzung ist eine praxisnahe Ableitung aus den beschriebenen Eigenschaften als intelligenter, menschenbezogener Crossbreed.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Die grösste Besonderheit ist die starke Variabilität. Der Cockapoo ist keine standardisierte Rasse, deshalb können Grösse, Fell, Aktivitätsniveau und Wesen selbst innerhalb ähnlicher Linien merklich schwanken. Dazu kommt, dass er oft als „wenig haarend“ oder besonders unkompliziert vermarktet wird.Geeignet für Ersthundehalter?Oft ja. Viele Cockapoos gelten als freundlich, sozial und gut ansprechbar, was sie für motivierte Anfänger attraktiv macht. Ganz pflegeleicht sind sie aber nicht immer, vor allem wegen Fellpflege, möglicher Variabilität im Temperament und der Notwendigkeit, Bindung und Erziehung von Anfang an sauber aufzubauen.Familienhund oder nicht?Ja, häufig ein guter Familienhund. PetMD beschreibt Cockapoos als sehr gern mit Menschen und anderen Haustieren zusammen, und Purina stellt sie als ausgesprochen fröhliche, familienbezogene Kreuzung dar. Entscheidend bleiben trotzdem gute Sozialisierung, seriöse Aufzucht und ein passender Umgang mit Kindern.
 
Australian Shepherd
Steckbrief Australian Shepherd / Berger AustralianGeschichteObwohl der Name „Australian Shepherd“ anderes vermuten lässt, entwickelte sich die Rasse in der Form, wie wir sie heute kennen, in den USA. Der FCI-Standard erklärt die Namensgebung mit dem Bezug zu baskischen Schäfern, die über Australien in die Vereinigten Staaten kamen und Hunde dieses Typs mitbrachten bzw. prägten.AussehenKörperform: Der Australian Shepherd ist ein mittelgrosser, gut bemuskelter, beweglicher Arbeitshund. Er wirkt ausgewogen, athletisch und ist eher etwas länger als hoch. Sein Körperbau ist auf Ausdauer, Wendigkeit und schnelle Richtungswechsel ausgelegt.Fell: Das Fell ist mittellang und schützt zuverlässig vor Wetter. Es liegt gerade bis leicht wellig an, mit Unterwolle, die je nach Jahreszeit und Klima stärker oder schwächer ausfällt. Besonders typisch sind die Merle-Varianten, die dem Aussie sein auffälliges Erscheinungsbild geben.Wesen und CharakterDer Australian Shepherd ist sehr intelligent, aufmerksam und arbeitsfreudig. Er bindet sich oft eng an seine Bezugsperson und möchte Aufgaben lösen, statt nur „mitzulaufen“. Viele Aussies sind sensibel und reagieren stark auf Stimmung, Routinen und Körpersprache. Gleichzeitig können sie wachsam sein und neigen je nach Linie zu Schutz- oder Kontrollverhalten, wenn man ihnen keine klaren Regeln und Ruhe beibringt.PflegeDie Fellpflege ist meist moderat, aber regelmässig: Bürsten etwa ein- bis zweimal pro Woche hilft, lose Unterwolle zu entfernen und Verfilzungen (vor allem hinter den Ohren, an der Hose und am Kragen) zu vermeiden. In Fellwechselphasen sollte man häufiger bürsten. Baden ist nur bei Bedarf nötig, wichtiger sind Kontrolle von Ohren, Krallen und Zähnen.GesundheitHäufig genannte Themen sind Hüft- und Ellbogendysplasie sowie erbliche Augenprobleme (zum Beispiel Katarakt). Seriöse Zucht arbeitet daher mit entsprechenden Untersuchungen und Augen-Screenings. Wichtig ist ausserdem die MDR1-Genmutation (Multidrug Resistance): Betroffene Hunde können bestimmte Medikamente schlechter vertragen. Ein DNA-Test hilft, Risiken zu kennen und Tierärztinnen und Tierärzte zu informieren.ErziehungDer Australian Shepherd lernt schnell und gerne, aber er lernt auch schnell falsche Muster, wenn Regeln unklar sind. Am besten funktioniert belohnungsbasiertes Training mit klaren Strukturen, sinnvoller Beschäftigung und konsequentem Alltag. Sehr wichtig sind Impulskontrolle, Frustrationstoleranz und ein sauber aufgebauter Rückruf. Ebenso entscheidend ist Ruhetraining, damit der Hund nicht dauerhaft im Arbeitsmodus bleibt und sich selbst „Jobs“ sucht (zum Beispiel Hüten von Kindern, Fahrrädern oder Joggern).Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Aussie ist ein Arbeitshund, der körperlich und geistig ausgelastet werden möchte. Viele Australian Shepherds lieben Hundesport, Tricktraining, Nasenarbeit und Aufgaben im Alltag. Sie können sehr kooperativ sein, wirken aber manchmal „zu clever“, wenn ihnen Struktur fehlt. Wenn Auslastung und Ruhe nicht passen, entwickeln manche Hunde Nervosität, Kontrollverhalten oder unerwünschtes Hüten.Geeignet für Ersthundehalter?Grundsätzlich ja, aber nur, wenn Sie wirklich aktiv sind, Training ernst nehmen und bereit sind, sich intensiv mit Erziehung, Auslastung und Ruhe zu beschäftigen. Für Menschen, die einen unkomplizierten „Einfach-mit-laufen“-Hund suchen, ist der Aussie häufig zu anspruchsvoll.Familienhund oder nicht?Er kann ein sehr guter Familienhund sein, vor allem in aktiven Haushalten mit klaren Regeln und genügend Zeit. Wichtig ist, dass Kinder den Hund respektieren und dass man Hüteverhalten früh lenkt. In sehr chaotischen Familien ohne Struktur oder ohne ausreichende Beschäftigung kann es schwieriger werden, weil der Hund dann oft beginnt, Bewegtes zu kontrollieren oder ständig „auf Zack“ zu sein.
 
Berger de Brie - Briard
Der Berger de Brie - BriardGeschichteDer Berger de Brie ist ein französischer Hüte- und Wachhund. Im Standard wird erwähnt, dass er in beiden Weltkriegen auch von der französischen Armee eingesetzt wurde, unter anderem als Wachhund und zum Auffinden von Verwundeten.AussehenKörperform: Sie bekommen einen rustikalen, geschmeidigen, muskulösen Hund mit guter Proportion. Die Körperlänge soll die Widerristhöhe leicht übertreffen, damit er ausdauernd und wendig arbeiten kann. Fell: Das lange Haarkleid ist ein Markenzeichen: Es wirkt „ziegenartig“ und fällt eher trocken und geschmeidig, nicht wollig. Typisch sind Bart, Schnurrhaare und das üppige Haar am Kopf.Wesen und CharakterLaut Standard soll der Briard ein Hund mit ausgeglichenem Temperament sein, weder aggressiv noch ängstlich, dabei sicher und furchtlos. Im Alltag zeigt er oft eine enge Bindung an seine Bezugsperson und eine spürbare Wachsamkeit.PflegeSie sollten das lange Fell regelmässig gründlich bürsten und kämmen, damit es nicht verfilzt, besonders an Ohren, Achseln, Bauch, „Hose“ und Rute. Zusätzlich lohnt sich die Kontrolle der Ohren und der Pfotenhaare, weil sich dort Schmutz und Knoten leicht sammeln.GesundheitAls grosse Rasse können Themen wie Hüftprobleme und Magenthemen (unter anderem Magendrehung) eine Rolle spielen, deshalb sind Gewichtsmanagement, passende Bewegung und sinnvolle Fütterungsroutine wichtig. Seriöse Zucht arbeitet zudem mit sinnvollen Untersuchungen, zum Beispiel für Hüfte und Augen.ErziehungSie kommen am besten mit klaren Regeln, früher Sozialisierung und belohnungsbasiertem Training voran. Der Briard ist intelligent und arbeitsbereit, kann aber sehr eigenständig handeln, wenn Führung und Aufgaben fehlen.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Briard verbindet Hütehund-Intelligenz mit Schutz- und Wachanteil. Er möchte eng mit Ihnen zusammenarbeiten, braucht aber ausreichend Bewegung, Kopfarbeit und eine ruhige, verlässliche Struktur im Alltag.Geeignet für Ersthundehalter?Eher nur bedingt: Wenn Sie aktiv sind, konsequent trainieren und Fellpflege zuverlässig einplanen, kann es klappen. Häufig passt die Rasse besser zu Menschen mit Hundeerfahrung, weil Wachsamkeit, Grösse und Anspruch an Führung zusammenkommen.Familienhund oder nicht?Als Familienhund kann er gut funktionieren, wenn Sie Zeit, Struktur und klare Regeln bieten und Kinder respektvoll mit dem Hund umgehen. In sehr turbulenten Haushalten oder ohne ausreichend Beschäftigung wird es eher schwierig, weil der Hund dann schnell selbst Aufgaben übernimmt.
 
Boxer
Steckbrief Boxer (Deutscher Boxer)GeschichteIm Standard wird als unmittelbarer Vorfahre der (Brabanter) Bullenbeisser genannt, der früher bei der Jagd eingesetzt wurde. Aus dieser Tradition entwickelte sich der Boxer zum Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund.AussehenKörperform: Sie bekommen einen mittelgrossen bis grossen, kraftvollen, quadratisch wirkenden Hund mit trockener Muskulatur und deutlicher Athletik. Der Boxer soll energisch und beweglich wirken, nicht schwerfällig. Fell: Das Haarkleid ist kurz und pflegeleicht, zeigt aber jede Körperform sehr deutlich. Die typischen Farben sind gelb oder gestromt, häufig mit schwarzer Maske.Wesen und CharakterDer Boxer ist ein lebhafter, menschenbezogener und mutiger Hund, der eng mit seiner Familie verbunden sein möchte. Gleichzeitig bringt der Boxer Wachsamkeit und Schutztrieb mit, was frühe Sozialisierung und klare Regeln besonders wichtig machtPflegeDie Fellpflege ist unkompliziert: regelmässiges kurzes Bürsten reicht oft aus. Praktisch wichtiger sind Fitness, Gewichtskontrolle und ein wachsames Auge auf Hautfalten, Ohren, Zähne und Krallen.GesundheitSie sollten vor allem Herzthemen (z. B. boxer-typische Herzerkrankungen) und Tumorerkrankungen kennen, die bei Boxern häufiger beschrieben werden. Ausserdem werden Hüftprobleme genannt, und wegen der kürzeren Schnauze kann Hitze und starke Belastung schneller zum Problem werden (Atemwege).ErziehungSie kommen mit ruhiger Konsequenz, klaren Grenzen und belohnungsbasiertem Training am weitesten. Weil der Boxer körperlich kräftig ist und gern mit Power arbeitet, lohnt sich früh ein sauberer Aufbau von Leinenführigkeit, Impulskontrolle und Ruhe.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDer Boxer verbindet Sportlichkeit, Clown-Charme und starken Familienanschluss mit Wachsamkeit. Er braucht regelmässige Bewegung und Kopfarbeit, ist aber oft kein Hund für extreme Ausdauer-Marathons, besonders bei Wärme (Atmung!)Geeignet für Ersthundehalter? Eher bedingt: Wenn Sie konsequent trainieren, eine Hundeschule nutzen und das Thema Kraft/Management ernst nehmen, kann es gut passen. Ohne Struktur und Erziehung wird der Boxer durch Temperament und Körperkraft schnell anstrengend im AlltagFamilienhund oder nicht?In vielen Fällen ja: Viele Boxer sind sehr familienbezogen und kinderfreundlich, wenn Sie Regeln, Ruhe und respektvollen Umgang anleiten. Bedenken Sie dabei immer Grösse, Kraft und das Thema Hitze/Belastung.
 
Deutscher Jagdterrier
Der Deutsche Jagdterrier Der Deutsche Jagdterrier ist ein kleiner, kompakter, sehr leistungsstarker Jagdgebrauchshund. Er wurde gezielt für jagdliche Arbeit gezüchtet, besonders für Baujagd, Stöberarbeit und vielseitige Einsätze vor und nach dem Schuss. Im Wesen ist er mutig, hart, arbeitsfreudig, ausdauernd, temperamentvoll und führig.GeschichteDie Rasse entstand nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland. Einige Jäger wollten einen Hund züchten, der sich konsequent an jagdlicher Leistung statt an Ausstellungsidealen orientiert. Rudolf Frieß, Walter Zangenberg und Carl-Erich Grünewald legten mit schwarz-roten Terriern den Grundstein; später wurden unter anderem altenglische rauhaarige Terrier und Welsh Terrier eingekreuzt. 1926 wurde der Deutsche Jagdterrier-Club e. V. gegründet.AussehenKörperform: Der Deutsche Jagdterrier ist klein, kompakt, gut proportioniert und kräftig gebaut. Er hat einen eher gestreckten, keilförmigen Kopf, dunkle tiefliegende Augen mit entschlossenem Ausdruck und hoch angesetzte, V-förmige Kippohr. Der Körper ist muskulös, belastbar und funktional gebaut — ganz auf Arbeitstauglichkeit ausgelegt.Fell: Das Fell ist dicht, hart und wetterfest. Es gibt den Deutschen Jagdterrier in glatthaariger und rauhaariger Variante. Es schützt ihn gut bei Einsätzen im Gelände, Unterholz und Wasser.Wesen/CharakterTypisch sind Mut, Härte, Jagdpassion, Ausdauer, Temperament und Selbstständigkeit. Gleichzeitig soll er laut Standard zuverlässig, umgänglich und führig sein. Im Alltag bedeutet das: Er ist kein gemütlicher Sofahund, sondern ein Hund mit starkem Arbeitswillen und deutlichem Jagdtrieb.PflegeDie Pflege ist insgesamt eher unkompliziert. Regelmässiges Bürsten reicht meistens aus. Wichtiger als aufwendige Fellpflege ist die Kontrolle von Ohren, Augen, Zähnen, Pfoten und Krallen, besonders nach Arbeitseinsätzen im Revier. GesundheitDer Deutsche Jagdterrier gilt insgesamt als robuste und widerstandsfähige Rasse. Durch seine Nutzung als Arbeitshund stehen eher Belastungs- und Jagdverletzungen im Vordergrund als viele typische Schönheitszucht-Probleme. In manchen Quellen werden jedoch Augenprobleme, insbesondere eine Prädisposition für Primäre Linsenluxation (PLL), erwähnt; bei der Züchterwahl sind daher Gesundheitsnachweise sinnvoll.ErziehungDie Erziehung muss früh, konsequent, fair und sehr klar sein. Der Deutsche Jagdterrier ist intelligent, aber auch willensstark und eigenständig. Er braucht eine souveräne Führung, gute Sozialisierung und vor allem sinnvolle Auslastung. Reine Beschäftigungsspiele reichen vielen Vertretern der Rasse auf Dauer nicht aus.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sichDie grösste Besonderheit ist der sehr starke Jagdtrieb in Verbindung mit Härte, Mut und enormem Arbeitswillen. Der Deutsche Jagdterrier wurde nicht als Begleit-, sondern als vollwertiger Jagdgebrauchshund gezüchtet. Er ist vielseitig einsetzbar, etwa bei der Baujagd, Stöberarbeit und Wasserjagd. Genau das macht ihn für passende Führer grossartig, für ungeeignete Halter aber oft schwierig.Geeignet für Ersthundehalter?Nein. Der Deutsche Jagdterrier ist in der Regel kein Anfängerhund. Seine Energie, Konsequenz in der Arbeit, Selbstständigkeit und sein Jagdtrieb verlangen Erfahrung, Führung und passende Beschäftigung.Familienhund oder nicht?Nur eingeschränkt. Als reiner Familienhund ist der Deutsche Jagdterrier meist nicht ideal. In jagdlich geführten, sehr aktiven und konsequenten Händen kann er zwar eng an seine Menschen gebunden sein, aber ohne rassegerechte Auslastung ist er häufig unterfordert und schwierig im Alltag.
 
Deutsch Kurzhaar
Der Deutsch KurzhaarGeschichteDer Deutsch Kurzhaar entstand aus alten kontinentalen Vorstehhundtypen und wurde über lange Zeit als vielseitiger Jagdgebrauchshund weiterentwickelt. Ziel war ein leistungsfähiger Hund für Feld- und Waldarbeit, der Vorstehen, Suchen, Apportieren und Arbeiten nach dem Schuss zuverlässig verbindet.AussehenKörperform: Der Deutsch Kurzhaar ist athletisch, harmonisch und leistungsbetont gebaut. Er wirkt edel und kräftig, ohne schwer zu sein, und ist auf Ausdauer, Schnelligkeit und Wendigkeit ausgelegt.Fell: Das Haarkleid ist kurz und dicht und schützt gut im jagdlichen Alltag. Es ist insgesamt pflegeleicht, kann aber im Haushalt trotzdem deutlich haaren.Wesen und CharakterTypisch sind Arbeitsfreude, Temperament und ein klarer „Will-to-please“, kombiniert mit Selbstständigkeit im Gelände. Im Standard wird ein festes, ausgeglichenes Wesen ohne Scheue oder Aggressivität betont.PflegeRegelmässiges Bürsten oder Abreiben reicht meist aus. Wichtig sind die Klassiker wie Ohrenkontrolle (nach Feld/Wasser), Krallen und Zahnpflege. Der eigentliche „Pflegeaufwand“ liegt beim Deutsch Kurzhaar aber vor allem in der täglichen, sinnvollen Auslastung.GesundheitAls sportlicher, mittelgrosser bis grosser Hund kann er – wie viele Gebrauchshunde – zu orthopädischen Themen wie Hüft- und Ellbogenproblemen neigen; verantwortungsvolle Zucht und gutes Aufwachsen (Muskulatur, Gewicht, Belastungssteuerung) sind wichtig.ErziehungEr lernt schnell, braucht aber klare Regeln und konsequentes Training, das fair und motivierend bleibt. Besonders wichtig sind früh aufgebauter Rückruf, Leinenführigkeit und Impulskontrolle – und Aufgaben, die seine Anlagen nutzen (Nasenarbeit, Apport, Feld- und Wasserarbeit, Dummyarbeit).Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Sehr hoher Arbeits- und Bewegungsbedarf: ein Hund, der „mit Job“ am glücklichsten ist. Starker Jagdtrieb (Vorstehen, Suchen, Nachsuchen-Anlagen): konsequentes Training und Management sind Pflicht. Prüfungswesen ist oft zentral (in der Schweiz z. B. Verbandsjugendprüfung/Herbstzuchtprüfung und je nach Einsatz Schweissprüfungen).Geeignet für Ersthundehalter?Bedingt. Wenn du sehr aktiv bist, gerne trainierst und bereit bist, jagdliche Anlagen sauber zu führen (oder entsprechend zu managen), kann es funktionieren. Wer einen unkomplizierten „Nebenher-Hund“ sucht, ist meist überfordert.Familienhund oder nicht?Ja, aber nur in aktiven, strukturierten Familien. Er kann sehr freundlich und anhänglich sein, braucht aber täglich Bewegung, Kopfarbeit und klare Regeln. In einem ruhigen Alltag ohne Auslastung wird er schnell unausgeglichen.
 
Toypudel
Der ToypudelGeschichteDer Pudel stammt offiziell aus Frankreich. Die Rasse ist sehr alt und wurde über lange Zeit nicht nur als Begleit-, sondern auch als Gebrauchshund geführt. Der Toypudel ist die kleinste der vier FCI-anerkannten Größenvarianten des Pudels.AussehenKörperform: elegant, harmonisch, beinahe quadratisch, fein gebaut, aber nicht zerbrechlich. Der Toypudel soll trotz seiner Kleinheit die gleichen Proportionen wie die grösseren Pudelvarianten zeigen; Anzeichen von Zwergwuchs sind laut Standard unerwünscht. Fell: üppig, lockig, kaum haarend, dafür aber pflegeintensiv. Es wächst fortlaufend nach und verfilzt ohne regelmässiges Bürsten und Scheren leicht.Wesen/Charakter Toypudel sind sehr intelligent, lernfreudig, anhänglich, aufmerksam und verspielt. Sie binden sich eng an ihre Menschen, möchten gern dabei sein und reagieren oft sensibel auf Stimmung und Umgangston. Ohne gute Gewöhnung können manche etwas bellfreudig, nervös oder ungern allein sein.PflegeDie Fellpflege ist der grösste Aufwand: mehrmals pro Woche, oft sogar täglich bürsten, dazu regelmäßiges Scheren oder Trimmen, häufig etwa alle 6–8 Wochen. Auch Ohren-, Augen- und Zahnpflege sind wichtig. Gesundheit Gut gezüchtete Toypudel können recht alt werden; oft werden 15–17 Jahre genannt. Durch die sehr kleine Grösse sollte man aber besonders auf seriöse Zucht achten. Je nach Linie können Probleme wie Zahnengstand/Zahnerkrankungen, Patellaprobleme oder allgemein Empfindlichkeiten bei sehr kleinen Hunden eine Rolle spielen.ErziehungDie Erziehung ist meist angenehm, weil Toypudel sehr schnell lernen und ihren Menschen gefallen möchten. Wichtig sind trotzdem klare Regeln, frühe Sozialisierung und ein freundlicher, konsequenter Umgang. Wegen ihrer Intelligenz brauchen sie nicht nur Spaziergänge, sondern auch Kopfarbeit.Welche Besonderheiten bringt diese Rasse mit sich?Der Toypudel vereint hohe Intelligenz mit kleinem Format. Er haart wenig, gilt deshalb oft als besser für manche Allergiker geeignet, braucht aber gleichzeitig sehr konsequente Fellpflege. Dazu kommt: Er ist kein reiner Schoßhund, sondern ein kluger, aktiver kleiner Hund, der Beschäftigung und enge Familienanbindung möchte. Geeignet für Ersthundehalter?Ja, grundsätzlich sehr gut — vorausgesetzt, man ist bereit für die Fellpflege und beschäftigt sich mit Erziehung und Auslastung. Gerade wegen ihrer Lernfreude und Menschenbezogenheit gelten Toypudel oft als gute Anfängerhunde.Familienhund oder nicht?Ja, in der Regel ein sehr guter Familienhund. Toypudel sind freundlich, verspielt und menschenbezogen und kommen bei guter Sozialisierung oft gut mit Kindern und anderen Haustieren aus. Wegen ihrer geringen Größe sollten kleine Kinder aber lernen, vorsichtig mit ihnen umzugehen.