Die beliebtesten Hunderassen der Schweiz – und für wen sie passen

Die beliebtesten Hunderassen der Schweiz – und für wen sie passen

Unter den beliebten Hunderassen der Schweiz liegen Mischlinge vorn, bei den Reinrassen der Labrador Retriever. Welcher Hund zu Ihnen passt, zeigt ein ehrlicher Blick auf Ihren Alltag, Ihre Zeit und Ihre Erfahrung. Wir von Zoo Roco ordnen die neun häufigsten Rassen und Typen für Sie ein.

  • Kleine Stadthunde wie der Chihuahua mit über 23’000 Tieren liegen im Trend und passen gut in Stadtwohnungen.

  • Border Collie und Jack Russell Terrier brauchen viel Beschäftigung und passen zu Haltern mit Zeit für tägliches Training.

  • Planen Sie täglich zwei bis vier Stunden für Ihren Hund ein, und das über 10 bis 15 Jahre.

  • Klären Sie Kosten für Futter, Tierarzt und Hundesteuer sowie kantonale Vorgaben, bevor der Hund einzieht.

Das sind die beliebten Hunderassen der Schweiz 2025

Ende 2025 waren in der Schweiz über 551’000 Hunde bei Amicus registriert. Platz 1 gehört keiner Rasse: Mischlinge sind die grösste Hundegruppe im Land und gelten als besonders robust. Unter den Reinrassen führt der Labrador Retriever, gefolgt vom Chihuahua. Die Rangliste beruht auf den Registrierungen bei Amicus.

Begriff erklärt: Amicus ist die nationale Hundedatenbank der Schweiz. Jeder Hund muss dort mit Halteradresse erfasst sein, deshalb lässt sich die Beliebtheit der Rassen so genau nachzählen.

Die neun häufigsten Rassen und Typen auf einen Blick:

Platz

Rasse/Typ

Registrierte Tiere

Kurzcharakter

1

Mischling

grösste Gruppe, mehr als jede Einzelrasse

robust, in allen Grössen

2

Labrador Retriever

knapp 29’000

freundlich, neugierig, Familienhund

3

Chihuahua

über 23’000

kleinste Hunderasse der Welt, in Städten beliebt

4

Yorkshire Terrier

über 16’000

lebhaft, aufmerksam, eng an Menschen gebunden

5

Jack Russell Terrier

rund 16’000

aktiv, furchtlos, kleiner Jagdhund

6

Französische Bulldogge

etwa 16’000

liebenswürdig, mutig, kurzschnäuzig

7

Border Collie

über 13’000

Hütehund, braucht Aufgaben

8

Golden Retriever

über 11’000

freundlich, zutraulich, apportierfreudig

9

Malteser

10’500

verspielt, aufmerksam, haart kaum

Die Zahlen stammen aus einer Auswertung der Registerdaten, die Einerstellen können deshalb leicht abweichen. Die Grössenordnung stimmt.

Total verständlich, dass Sie sich daran orientieren, was andere Halter wählen. Als erster Anhaltspunkt taugt das. Wie ein Hund im Alltag ist, sagt die Platzierung aber nicht.

Wesen, Grösse und Pflegeaufwand: Was hinter den Rängen steckt

Beim Energielevel liegen die beliebten Rassen weit auseinander. Wir sortieren sie in drei Gruppen und sagen Ihnen dazu, wie viel Fellpflege auf Sie zukommt.

Eher gelassen: Malteser, Chihuahua und Französische Bulldogge

Der Malteser ist verspielt, aufmerksam und robust. Er haart kaum und ist deshalb oft auch für Allergiker eine Option. Sein langes, feines Haar will trotzdem regelmässig gebürstet werden. Der Chihuahua ist der kleinste Hund der Welt, bringt aber einen eigenen Kopf mit, und Erziehung brauchen auch die Kleinen.

Die Französische Bulldogge ist liebenswürdig und mutig. Wie viele kurzschnäuzige Rassen hat sie häufig Atemprobleme. Das heisst nicht, dass Sie die Rasse meiden müssen. Fragen Sie den Züchter nach der Atmung der Elterntiere und nach tierärztlichen Untersuchungen, und achten Sie auf eine nicht zu kurze Nase. Im Sommer bremsen Sie bei Hitze und Anstrengung früh.

Mittlerer Bedarf: Labrador Retriever, Golden Retriever und Yorkshire Terrier

Der Labrador Retriever ist freundlich und neugierig und deshalb der beliebteste Familienhund des Landes. Der Golden Retriever gilt als zutraulich und apportierfreudig. Beide haaren, regelmässiges Bürsten gehört dazu.

Der Yorkshire Terrier ist lebhaft, neugierig und baut eine enge Bindung zu seinen Menschen auf. Er hat keinen starken jahreszeitlichen Haarausfall, sein feines Fell braucht aber Kamm und Zeit.

Hund - Hundefutter Goood

Viel Beschäftigung nötig: Jack Russell Terrier und Border Collie

Der Jack Russell Terrier ist klein, aber aktiv, lebhaft und furchtlos. Er braucht sehr viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Sein Fell ist meist pflegeleicht, seine Energie dafür nicht.

Der Border Collie ist ursprünglich ein Hütehund und muss ausreichend beschäftigt werden. Fehlt ihm die Aufgabe, sucht er sich selbst eine, meist keine, die Ihnen gefällt. Er ist vor allem bei aktiven Haltern beliebt.

Welcher Hundetyp passt zu Ihrer Wohnsituation?

Vier Fragen entscheiden über die Rasse, das Aussehen gehört nicht dazu. Beantworten Sie sie ehrlich, bevor Sie Fotos anschauen:

  1. Wie viele Stunden am Tag sind wirklich frei, auch bei Regen?

  2. Wie wohnen Sie, und wie hellhörig sind Treppenhaus und Nachbarschaft?

  3. Haben Sie schon einmal einen Hund erzogen?

  4. Wer übernimmt den Hund bei Ferien und Überstunden?

Schon diese Antworten engen die Auswahl deutlich ein.

Wissenswert: Die Grösse eines Hundes sagt wenig über den Aufwand. Ein grosser Hund muss nicht mehr Bewegungsdrang haben als ein kleiner, und selbst ein grosser Garten ersetzt den gemeinsamen Spaziergang nicht.

Der Trend zu kleineren Hunden wie Chihuahua und Bolonka Zwetna hat einen einfachen Grund: Sie passen gut in den städtischen Alltag mit begrenztem Wohnraum. Klassiker wie der Deutsche Schäferhund bleiben trotzdem fest verankert, und Retriever holen auf.

Ihre Situation

Passende Rassen aus der Top-Liste

Worauf Sie achten

Wohnung in der Stadt

Malteser oder Yorkshire Terrier

Bellen mit den Nachbarn besprechen, täglich raus bei jedem Wetter

Haus mit Garten

Labrador Retriever oder Golden Retriever

Der Garten ersetzt keinen Spaziergang

Familie mit Kindern

Labrador Retriever oder Golden Retriever

Freundliches Wesen hilft, die Verantwortung tragen die Erwachsenen

Senior

Malteser oder ein ruhiger, erwachsener Mischling

Handliche Grösse und ein bekannter Charakter

Berufstätig, wenig Zeit

Ein erwachsener, gelassener Hund wie der Malteser

Betreuung während der Arbeitszeit vorab organisieren

Sportlich und aktiv

Border Collie oder Jack Russell Terrier

Neben Auslauf braucht er Aufgaben und Training

Zwei Beispiele aus unserem Sortiment zeigen, wie verschieden Hunde sein können. Der Dackel ist einer der am meisten geschätzten Gesellschaftshunde und wird zugleich als Jagdhund gehalten. Rechnen Sie mit einem Begleiter mit Jagdinstinkt und eigenem Willen. Alles Wissenswerte finden Sie im Steckbrief zum Dackel.

Der Dobermann hat den Ruf eines gefährlichen Schutzhundes. Mit konsequenter, zurückhaltender Erziehung lässt er sich als Begleithund halten, er passt aber eher zu erfahrenen Haltern mit Zeit und Platz. Das zeigt der Steckbrief zum Dobermann.

Was ein Hund an Zeit, Geld und Verantwortung wirklich kostet

Rechnen Sie mit mindestens zwei bis vier Stunden täglich für Spaziergänge bei jedem Wetter sowie für Pflege und Beschäftigung. Dazu kommt eine Verpflichtung von 10 bis 15 Jahren. Junge oder aktive Hunde fordern eher mehr.

Zeitrechnung: Zwei Stunden täglich ergeben 730 Stunden im Jahr. Über 10 Jahre sind das rund 7’300 Stunden, bei vier Stunden täglich doppelt so viele.

Kinder wünschen sich oft einen Hund und versprechen viel. Lässt ihr Interesse nach, bleibt die Verantwortung bei den Eltern hängen. Planen Sie den Hund deshalb als Ihr eigenes Projekt.

Die Kosten gehen weit über den Kaufpreis hinaus, und sie fallen Jahr für Jahr an. Diese Kostenarten kommen auf Sie zu:

  • Anschaffung: Kaufpreis beim Züchter oder Gebühr im Tierheim, dazu die Grundausstattung.

  • Futter: Der Bedarf wächst mit der Grösse des Hundes.

  • Tierarzt: Impfungen und Kontrollen jedes Jahr, Notfälle zusätzlich.

  • Hundesteuer: Die Höhe legt Ihr Wohnort fest.

  • Versicherung und Kurse: Je nach Vorgabe und eigenem Wunsch.

Auch die Pflichten unterscheiden sich vor Ort. Jeder Hund muss bei Amicus registriert sein. Je nach Kanton können Vorgaben zu bestimmten Rassen, Kursen oder Bewilligungen gelten. Fragen Sie vor der Anschaffung beim kantonalen Veterinäramt oder in Ihrer Gemeinde nach. Einen ersten Überblick zu Leine und Auslauf gibt die Leinenpflicht nach Kantonen.

Seriöse Herkunft und passendes Zubehör für den Start

Ein seriöser Züchter lässt Sie die Mutterhündin und den Aufzuchtort sehen und beantwortet Fragen zur Gesundheit der Elterntiere geduldig. Er drängt nicht zum Kauf und stellt selbst Fragen zu Ihrem Alltag. Vorsicht ist angebracht, wenn mehrere Rassen gleichzeitig im Angebot sind.

Im Tierheim kennen die Betreuer den Charakter des Hundes und sagen Ihnen ehrlich, wie er mit Kindern und Artgenossen zurechtkommt. Bei einem erwachsenen Tier wissen Sie, welche Grösse und welches Temperament Sie bekommen.

Auch ausserhalb der Rangliste gibt es Hunde, die zu Ihnen passen können. Mischlinge aus dem Tierheim gelten als robust und kommen in jeder Grösse vor. Mit dem Bolonka Zwetna finden Sie zudem einen kleinen Stadthund, der noch nicht in jeder Strasse unterwegs ist.

Für den Start brauchen Sie zuerst etwas für den Spaziergang und etwas für die Autofahrt. Bei Welpen und Hunden, die an der Leine ziehen, ist ein Geschirr meist angenehmer als ein Halsband. Bei uns finden Sie dafür Brustgeschirre wie das Swisspet Geschirr Arrow oder das Freezack Swissness Geschirr Nordic. Im Auto sollte Ihr Hund gesichert reisen, am besten in einer Transportbox. Wir von Zoo Roco beraten Sie gern im Laden in Lyss oder online, damit Grösse und Modell zu Ihrem Hund passen.

Die beste Rasse ist die, die zu Ihrem Alltag passt

Die Rangliste ist ein Startpunkt, denn sie zeigt nur, was andere Halter gewählt haben. Ihr nächster Schritt dauert einen Abend: Schreiben Sie eine typische Woche mit Arbeit und Terminen auf und markieren Sie, wo wirklich Zeit für einen Hund bleibt. Halten Sie dann zwei oder drei Rassen daneben und prüfen Sie, ob Ihr Zeitbudget zu ihrem Bedarf passt. Erst danach nehmen Sie Kontakt zu Züchter oder Tierheim auf.

Häufige Fragen

Wen muss ich vor der Anschaffung in der Mietwohnung fragen?

Die Vermieterschaft. Ob Hunde erlaubt sind, regelt der Mietvertrag, holen Sie die Zustimmung deshalb vor dem Kauf ein, am besten schriftlich. Beziehen Sie auch die Nachbarschaft früh ein, damit Bellen später kein Streitthema wird.

Wie lerne ich einen Hund vor der Entscheidung kennen?

Besuchen Sie den Hund mehrmals und gehen Sie mit ihm spazieren, bevor Sie zusagen. So sehen Sie, wie er auf Verkehr und andere Hunde reagiert. Fragen Sie im Tierheim oder beim Züchter nach solchen Terminen.

Sind Mischlinge gesünder als reinrassige Hunde?

Nein, nicht automatisch. Mischlinge gelten als robust, doch die Gesundheit hängt auch bei ihnen von den Elterntieren, der Aufzucht und der Haltung ab. Bei Reinrassen zählt vor allem eine seriöse Zucht.

Wer betreut meinen Hund in den Ferien?

Klären Sie die Betreuung, bevor der Hund einzieht: Familie, Freunde oder eine Hundepension kommen infrage. Der Hund sollte die Person vorher kennen. Planen Sie auch Überstunden und Krankheitstage mit ein, damit er nie ohne Lösung dasteht.

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