Einen Gartenteich winterfest machen Sie im Herbst in fester Reihenfolge: erst aufräumen, dann Pumpe und Filter ausbauen und zuletzt den Eisfreihalter einsetzen. So übersteht Ihr Teich auch strengen Frost, ohne dass Fische oder Pflanzen Schaden nehmen. Welche Schritte dabei wirklich zählen und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie im Folgenden.
Starten Sie, sobald das Wasser dauerhaft unter 10 Grad fällt.
Aufräumen, Technik ausbauen und Eisfreihalter einsetzen kommen der Reihe nach dran.
Ihr Teich braucht mindestens 80 bis 100 cm Tiefe, sonst gehören die Fische ins Winterquartier.
Als Fachgeschäft für Gartenteich und Fische beraten wir Sie dabei gern in Lyss.
Gartenteich winterfest machen: Diese Arbeiten müssen vor dem ersten Frost erledigt sein
Starten Sie, sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter 10 Grad fällt und der grösste Teil des Laubs unten liegt. Meist ist das im späten Herbst. Spannen Sie schon im Oktober ein Laubschutznetz über den Teich, dann fällt weniger Arbeit an. Diese drei Schritte kommen der Reihe nach dran:
Laub und abgestorbene Pflanzenteile aus dem Wasser holen, auch welke Seerosenblätter.
Faulschlamm am Boden mit einem Teichschlammsauger absaugen, langsam und Abschnitt für Abschnitt.
Nicht winterharte Pflanzen zurückschneiden und ins Haus holen.
Warum der Aufwand? Verrottendes Pflanzenmaterial unter einer dicken Eisschicht bildet Faulgase. Die sind für Fische gefährlich. Auch der Schlamm am Boden zehrt im Winter Sauerstoff und kann giftige Gase freisetzen. Wer langsam absaugt, wirbelt das Wasser nicht unnötig auf.
Haben Sie Wasser verdunstet? Füllen Sie auf vor dem ersten Frost. Das schafft ein paar Zentimeter Tiefe zusätzlich.
Ab welcher Temperatur hört die Fütterung auf?
Unter 10 Grad reduzieren, unter 8 Grad stoppen Sie die Fütterung. Fische sind wechselwarm, ihr Körper richtet sich nach dem Wasser. Sinkt die Temperatur, verlangsamen sich Herzschlag und Atmung in der Winterruhe, und die Verdauung kommt kaum noch hinterher.
Eselsbrücke: Unter 10 Grad wird weniger gefüttert, unter 8 Grad gar nicht mehr.
Futter, das im Darm liegen bleibt, tut den Tieren nicht gut. Die Fische leben jetzt von ihren Reserven. Quellen nennen je nach Fischart leicht unterschiedliche Grenzen, manche sprechen von 5 bis 6 Grad als hartem Stopp. Die Spanne von 8 bis 10 Grad ist der verlässliche Mittelwert. Ein Thermometer im Wasser nimmt Ihnen das Raten ab.
Wie tief muss Ihr Teich sein, damit Fische den Winter überleben?
Ab etwa 100 bis 130 Zentimetern bleiben Fische sicher draussen. Am Teichgrund hält sich dann auch bei Frost eine recht konstante Temperatur von rund 4 Grad. Ist Ihr Teich flacher, droht er durchzufrieren. Dann bleibt den Fischen kein flüssiger Lebensraum mehr.
Teichtiefe | Was das bedeutet | Was Sie tun |
|---|---|---|
Unter 80 cm | Der Teich kann komplett durchfrieren, Erstickungsgefahr | Fische ins Winterquartier umsiedeln |
80 bis 100 cm | Eingeschränkt frostsicher, für viele Fische grenzwertig | Draussen nur mit Eisfreihalter und Belüftung, Koi besser im Quartier |
100 bis 130 cm | Sichere Überwinterung für Goldfische und die meisten Teichfische | Draussen lassen, Eisfreihalter einsetzen |
Ab 150 cm | Empfohlene Tiefe für Koi | Draussen lassen, Eisfreihalter einsetzen |
Ist Ihr Teich zu flach, hilft ein Hälterungsbecken oder ein Aquarium. Stellen Sie es an einen kühlen, frostfreien Ort, etwa in den Keller oder in die Garage. Passende Becken und Zubehör für ein Winterquartier finden Sie in der Aquaristik-Kategorie von Zoo Roco. Und noch ein ehrlicher Hinweis: Auch der beste Eisfreihalter ersetzt keine ausreichende Tiefe.
Eisfrei halten, ohne dass der Teich erstickt
Ihr Teich muss nicht eisfrei sein. Er braucht nur ein Loch, durch das Gase entweichen können. Genau das leistet ein Eisfreihalter.
Wissenswert: Stellen Sie sich den Teich als Lunge vor. Sauerstoff muss hinein, Faulgase müssen hinaus. Eine geschlossene Eisdecke verschliesst beides. Der Eisfreihalter hält ein Atemloch offen.
Welches Modell passt, richtet sich nach dem Wasservolumen. Ein Gerät deckt rund 1000 Liter ab und braucht mindestens 30 Zentimeter Wassertiefe. Die Preise in der Tabelle sind Richtwerte aus dem Schweizer Fachhandel (Stand Recherche) und hängen von Modell und Händler ab.
Ihr Teich | Passende Lösung | Preisklasse (Richtwert) |
|---|---|---|
Miniteich bis 1000 Liter | Passiver Styropor-Eisfreihalter | Günstig, rund 15 bis 35 CHF |
Gartenteich von 1000 bis 5000 Liter | Belüfter-Set | Mittel, je nach Modell und Händler |
Grosser Teich bis 15 000 Liter | Styropor-Freihalter plus separater Belüfter | Mittel, je nach Ausstattung |
Koi-Teich oder starker Besatz | Beheiztes Modell | Gehoben, rund 90 bis 250 CHF |
Passive Modelle frieren bei Dauerfrost unter etwa minus 8 Grad oft selbst zu. In kalten Regionen lohnt sich deshalb ein Belüfter. Bei einem Belüfter hängt der Ausströmerstein maximal 20–30 cm unter der Oberfläche. Hängt er tiefer, wälzt er die ganze Wassersäule um und kühlt die wärmere Tiefenzone aus, in der Ihre Fische überwintern.
Wer knapp kalkulieren muss, kann improvisieren. Eine mit einem Stein beschwerte Styroporplatte dämmt die Oberfläche und ist die Budget-Variante für kleine Teiche. Schliessen Sie den Teich nie ganz ab, denn Sauerstoff muss hinein und Gas hinaus. Halten Sie ausserdem die Fläche rund um den Eisfreihalter schneefrei.
Eisfreihalter und Belüfter bekommen Sie in der Gartenteich-Kategorie von Zoo Roco. Für Koi-Teiche und strengen Frost führen wir den Oase IceFree Thermo, einen beheizten Eisfreihalter mit automatischem Thermoschalter bis minus 20 Grad, 330 Watt und 10 Metern Kabel. Er kostet bei uns 139 CHF. Nennen Sie uns im Fachgeschäft Ihr Teichvolumen, dann finden wir gemeinsam das passende Gerät.
Warum Sie das Eis niemals aufhacken dürfen
Ein Schlag mit der Axt erzeugt eine Druckwelle im Wasser. Sie kann die Fische in ihrer Winterruhe schädigen, im schlimmsten Fall töten. Es ist der meistgenannte Fehler beim Überwintern.
Ist der Teich zugefroren, stellen Sie einen Topf mit heissem Wasser aufs Eis. Er schmilzt langsam eine Öffnung durch. Giessen Sie nicht kübelweise Wasser aus, und klopfen Sie nicht nach. Etwas Geduld genügt.
Pumpe und Filter frostsicher einwintern
Bauen Sie Pumpe und Fontänen aus, bevor das Wasser friert. Nicht frostsichere Geräte gehen sonst kaputt, und das geht ins Geld. Gehen Sie so vor:
Gerät ausschalten und leerlaufen lassen.
Gründlich reinigen.
In einem Behälter mit Wasser frostfrei lagern, zum Beispiel im Eimer in der Garage.
Der Belüfter läuft über den Winter weiter. Seine Pumpe selbst stellen Sie frostfrei auf, nur der Luftschlauch führt ins Wasser. Schliessen Sie elektrische Geräte an einer Aussensteckdose mit FI-Schutz an.
Welche Pflanzen und Fische draussen bleiben können
Winterharte Teichpflanzen bleiben im Wasser. Nicht winterharte holen Sie ins Haus. Schneiden Sie abgestorbene Teile unter Wasser weg. Einzelne Halme, die über die Oberfläche ragen, dürfen stehen bleiben, denn sie helfen beim Gasaustausch. Passende Pflanzen für Ihren Teich bietet Zoo Roco in der Kategorie Teichpflanzen von Zoo Roco an.
Bei den Fischen gilt: Goldfische und Koi sowie Bachschmerlen und Bitterlinge können in einem mindestens einen Meter tiefen Teich draussen bleiben, wenn er auch bei strenger Kälte nicht durchfriert. Jungtiere unter 6 Monaten ziehen ins Winterquartier.
Wasserwerte und Warnsignale während der Winterruhe
Von Dezember bis Februar gilt: beobachten, nicht eingreifen. Kein Wasserwechsel, keine Zusätze, kein Umrühren. Entscheidend ist nur, dass die Öffnung im Eis frei bleibt und keine Schneedecke den Gasaustausch blockiert. Kehren Sie Schnee rund um den Eisfreihalter weg.
Ein kurzer Blick alle paar Tage reicht. Alarmzeichen sind Fische oben und ein zugefrorener Eisfreihalter. Dann halten Sie die Öffnung sofort frei, mit heissem Wasser im Topf und nie mit Hacke oder Axt. Auf Diagnosen oder Medikamente verzichten Sie besser. Erst wenn die Luft wieder frei ist, erholen sich die Fische von selbst.
Winterruhe am Teich: Jetzt heisst es loslassen statt eingreifen
Die Arbeit steckt im Herbst, danach hilft vor allem Geduld. Wer Laub, Schlamm und Technik rechtzeitig erledigt und das Atemloch offen hält, tut seinen Fischen mit Nichtstun meist den grössten Gefallen.
Im Frühling füttern Sie erst wieder regulär, wenn das Wasser dauerhaft über 15 Grad warm ist. Dann kommt auch die Technik zurück ins Wasser.
Haken Sie jetzt Ihre persönliche Checkliste ab: Fütterungsgrenze, Teichtiefe, Eisfreihalter, Pumpe. Sind Sie bei Teichgrösse oder Technik unsicher, lassen Sie sich im Zoo-Roco-Fachgeschäft in Lyss beraten.
Häufige Fragen zum Winterfestmachen des Gartenteichs
Wie füttere ich meine Fische im Herbst, damit sie gut in die Winterruhe starten?
Füttern Sie nahrhaft und in kleinen Portionen, solange das Wasser über 10 Grad warm ist. So bauen die Tiere Reserven für die Winterruhe auf. Zu magere Fische sind im Frühling anfälliger für Infektionen.
Wann darf ich im Frühling wieder mit dem Füttern beginnen?
Reguläres Füttern beginnt, wenn das Wasser dauerhaft über 15 Grad warm ist. Davor frisst Ihr Fisch ohnehin nur wenig. Starten Sie lieber vorsichtig mit kleinen Portionen, bis die Tiere wieder aktiv sind.
Brauche ich für einen kleinen Teich unter 1000 Litern überhaupt einen Eisfreihalter?
Ja, wenn Pflanzen im Wasser verrotten oder Tiere darin leben. Für Miniteiche genügt meist ein passiver Styropor-Freihalter. Beachten Sie: Unter 1000 Litern sollten Sie generell auf Fischbesatz verzichten.