Wasser bringt Leben in den Garten. Schon ein kleines Becken kann Vögeln und Insekten als Trink- oder Badestelle dienen. Ein grösserer, naturnah gestalteter Gartenteich bietet darüber hinaus Lebensraum für Libellen, Wasserläufer, Schnecken und mit etwas Glück auch für Frösche, Kröten oder Molche.
Ob Naturteich, dekorativer Zierteich oder kleiner Miniteich: Entscheidend ist nicht allein die Grösse. Viel wichtiger sind ein geeigneter Standort, abwechslungsreiche Uferzonen, passende Pflanzen und sichere Ausstiegsmöglichkeiten für Tiere.
Naturteich, Biotop oder Zierteich?
Die Begriffe werden nicht immer einheitlich verwendet. In der Praxis gibt es zahlreiche Mischformen. Ein dekorativer Teich kann durchaus naturnah gestaltet sein, während auch ein Naturteich gelegentlich gepflegt werden muss.
Vor der Planung lohnt es sich deshalb, die wichtigste Frage zu beantworten:
Soll der Teich in erster Linie ein Lebensraum für einheimische Tiere und Pflanzen sein, oder stehen Gestaltung, Wasserspiel und Fischhaltung im Vordergrund?
Beides ist möglich. Allerdings lassen sich nicht alle Wünsche problemlos miteinander verbinden.
Der naturnahe Gartenteich
Ein naturnaher Teich soll vor allem einheimischen Tieren und Pflanzen zugutekommen. Er besitzt möglichst flache, unterschiedlich tiefe Uferbereiche und geht sanft in die umgebende Gartenfläche über.
Dabei muss die Natur nicht vollkommen sich selbst überlassen werden. Auch ein naturnaher Teich benötigt gelegentlich Pflege. Stark wuchernde Pflanzen müssen möglicherweise zurückgeschnitten und zu viele abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden. Ziel ist jedoch, möglichst wenig und zum richtigen Zeitpunkt einzugreifen.
Die Pflege eines Naturteichs bedeutet immer eine Störung für seine Bewohner. Pro Natura empfiehlt, notwendige grössere Eingriffe vorzugsweise im Oktober vorzunehmen. Herausgenommenes Pflanzenmaterial sollte zunächst einige Stunden neben dem Teich liegenbleiben, damit darin versteckte Kleintiere zurück ins Wasser kriechen können. (Pro Natura)
Muss ein Naturteich besonders gross und tief sein?
Ein grosser Teich bietet stabilere Lebensbedingungen und mehr Platz für verschiedene Wasserzonen. Eine Wasserfläche von mehr als 20 Quadratmetern eröffnet daher besonders viele Gestaltungsmöglichkeiten. Auch kleinere Teiche können aber ökologisch wertvoll sein. (darmstadt.bund.net)
Die frühere Empfehlung, jeder Naturteich müsse zwingend mindestens einen Meter tief sein, ist zu pauschal. Die notwendige Tiefe hängt davon ab, welches Ziel verfolgt wird.
Ein Teich mit Fischen benötigt andere Voraussetzungen als ein fischfreies Kleingewässer für Insekten und Amphibien. Manche Amphibienarten bevorzugen sogar flache, sonnige und zeitweise austrocknende Gewässer. Andere profitieren von tieferen Bereichen, in denen die Temperatur weniger stark schwankt.
Wichtiger als eine möglichst grosse Tiefe sind häufig gut ausgeprägte Flachwasser- und Sumpfzonen.
Die verschiedenen Zonen eines Teichs
Ein abwechslungsreicher Gartenteich besteht idealerweise aus mehreren Tiefenbereichen.
Die Ufer- und Feuchtzone
Dieser Bereich liegt unmittelbar neben dem Wasser. Der Boden ist feucht, aber nicht ständig überflutet. Hier fühlen sich beispielsweise Blutweiderich, Wasserdost und verschiedene Seggenarten wohl.
Die Uferzone verbindet den Teich mit dem übrigen Garten. Steine, Totholz, Laub, Gräser und Stauden bieten Amphibien, Insekten und anderen Kleintieren Verstecke.
Die Sumpfzone
Die Sumpfzone reicht vom feuchten Ufer bis in ungefähr 20 Zentimeter Wassertiefe. Sie ist für zahlreiche Tiere besonders wertvoll und wird unter anderem von Insektenlarven, Kaulquappen und jungen Amphibien genutzt.
Geeignete Pflanzen sind je nach Standort beispielsweise:
- Sumpfdotterblume
- Bach-Nelkenwurz
- Fieberklee
- Sumpf-Schwertlilie
- Wasserminze
- verschiedene einheimische Seggen
Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass einzelne stark wachsende Arten nicht den gesamten Teich überwuchern.
Die Flachwasserzone
Die Flachwasserzone reicht ungefähr von 20 bis 50 Zentimeter Tiefe. Sie erwärmt sich im Frühling vergleichsweise schnell und ist ein wichtiger Entwicklungsraum für viele Wasserorganismen. Der NABU empfiehlt für naturnahe Teiche deutlich ausgeprägte Sumpf- und Flachwasserbereiche. (NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.)
Die Tiefwasserzone
In grösseren Teichen sorgt ein tieferer Bereich dafür, dass sich das Wasser im Sommer nicht überall gleich stark erwärmt. Er kann ausserdem als Standort für Schwimmblattpflanzen wie Seerosen dienen.
Sollen Fische im Teich überwintern, muss die Tiefe den örtlichen Klimabedingungen und den Bedürfnissen der gehaltenen Fischart entsprechen. Eine pauschale Mindesttiefe kann deshalb nicht für jeden Garten genannt werden.
Der Zierteich
Beim Zierteich steht häufig die gestalterische Wirkung im Vordergrund. Klare Formen, farbige Seerosen, Wasserspeier, Beleuchtung, Bachläufe oder kleine Wasserfälle können ihn zu einem attraktiven Mittelpunkt des Gartens machen.
Für die Anlage gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
- flexible Teichfolie
- vorgeformte Kunststoffbecken
- gemauerte oder betonierte Becken
- grosse Pflanzgefässe und Miniteiche
Auch ein Zierteich kann mit einheimischen Pflanzen und flachen Uferbereichen tierfreundlich gestaltet werden. Technik und Natur schliessen sich nicht grundsätzlich aus.
Pumpen, Filter oder Wasserspiele sind jedoch nicht in jedem Teich notwendig. Sie sollten gezielt eingesetzt werden und zum Volumen, zum Fischbesatz und zur gewünschten Gestaltung passen.
Braucht jeder Teich einen Filter?
Ein fischfreier, gut bepflanzter Naturteich benötigt normalerweise keinen leistungsstarken Filter. Pflanzen, Mikroorganismen und verschiedene Kleinstlebewesen tragen zu einem funktionierenden Ökosystem bei.
Bei kleinen Zierteichen mit vielen Fischen gelangen dagegen grosse Mengen Nährstoffe durch Fischfutter und Ausscheidungen ins Wasser. In solchen Fällen kann eine geeignete Filteranlage notwendig sein.
Die Aussage, kleine Teiche benötigten grundsätzlich immer einen Filter, stimmt jedoch nicht. Auch ein Miniteich ohne Fische kann ohne technische Filterung funktionieren.
Entscheidend sind:
- die Wassermenge,
- der Fischbesatz,
- die Fütterung,
- die Bepflanzung,
- die Sonneneinstrahlung
- und die Menge der eingetragenen Nährstoffe.
Wasserspiele und Wasserfälle
Ein kleiner Bachlauf, ein Wasserspeier oder ein Wasserfall bringt Bewegung in den Garten. Bewegtes Wasser kann den Gasaustausch unterstützen und ist besonders in einem Fischteich hilfreich.
Für einen naturnahen Amphibienteich ist eine dauerhafte starke Wasserbewegung dagegen nicht immer vorteilhaft. Viele Amphibien bevorzugen ruhige oder nur langsam fliessende Gewässer.
Auch Pumpen müssen tierfreundlich installiert werden. Ansaugöffnungen sollten so gesichert sein, dass keine Kaulquappen, Molche oder anderen kleinen Tiere hineingezogen werden können.
Fische oder Amphibien?
Ein Teich voller Goldfische sieht attraktiv aus. Für Frösche, Molche und zahlreiche Wasserinsekten sind Fische jedoch häufig problematisch.
Goldfische und andere Fischarten fressen je nach Grösse und Art:
- Laich,
- Kaulquappen,
- Molchlarven,
- Wasserinsekten
- und kleine andere Teichbewohner.
Wer einen möglichst wertvollen Lebensraum für Amphibien schaffen möchte, sollte deshalb auf Fische verzichten. Der NABU weist darauf hin, dass Fische die meisten Kaulquappen fressen; die Larven der Erdkröte sind durch ihre Abwehrstoffe etwas besser geschützt. (nabu-heidelberg.de)
Ein kleiner fischfreier Teich kann für die Artenvielfalt wertvoller sein als ein wesentlich grösserer, dicht mit Fischen besetzter Zierteich.
Gehören Moderlieschen, Bitterlinge oder Grundeln ins Biotop?
Auch einheimisch wirkende Fischarten sollten nicht automatisch in einen Naturteich eingesetzt werden. Jeder Fisch verändert das Nahrungsnetz und kann Amphibienlarven oder Wasserinsekten fressen.
Hinzu kommt, dass einige Fischarten ganz bestimmte Lebensbedingungen benötigen. Bitterlinge sind beispielsweise bei ihrer Fortpflanzung auf geeignete Grossmuscheln angewiesen.
Fische und andere Wassertiere sollten niemals aus natürlichen Gewässern gefangen und in den eigenen Teich gebracht werden. Amphibien stehen unter Schutz und dürfen nicht einfach umgesetzt werden. Wer einen geeigneten Lebensraum schafft, sollte darauf vertrauen, dass Tiere ihn selbstständig finden.
Auch überschüssige Goldfische oder andere Teichtiere dürfen keinesfalls in Bächen, Weihern oder Seen ausgesetzt werden.
Der richtige Standort
Die meisten Wasser- und Sumpfpflanzen benötigen ausreichend Licht. Ein Platz mit mehreren Stunden Sonne pro Tag ist daher in der Regel gut geeignet. Ein ganztägig völlig unbeschatteter Standort kann sich im Hochsommer allerdings stark erwärmen.
Ideal ist häufig ein Platz, der einen Teil des Tages Sonne erhält und zeitweise leicht beschattet wird.
Der NABU empfiehlt einen eher sonnigen Standort, da viele heimische Wasserpflanzen licht- und wärmebedürftig sind. (NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.)
Abstand zu Bäumen halten
Ein Teich sollte möglichst nicht unmittelbar unter grossen Laub- oder Nadelbäumen liegen.
Herabfallende Blätter, Nadeln, Blüten und Früchte gelangen ins Wasser, sinken auf den Grund und werden dort zersetzt. Dabei werden Nährstoffe freigesetzt und Sauerstoff verbraucht. Zudem können kräftige Baumwurzeln den Teichbau erschweren.
Lässt sich ein Standort in der Nähe von Bäumen nicht vermeiden, kann im Herbst vorübergehend ein Laubschutznetz verwendet werden. Das Netz muss straff gespannt und regelmässig geleert werden, damit Vögel, Amphibien oder andere Tiere sich nicht darin verfangen.
Es sollte nach dem Laubfall wieder entfernt werden.
Heimische Pflanzen bevorzugen
Einheimische Wasser- und Uferpflanzen bieten heimischen Tieren in der Regel den grössten Nutzen. Sie dienen als Nahrung, Eiablageplatz, Versteck oder Ausgangspunkt für die Entwicklung von Insektenlarven.
Pflanzen sollten möglichst aus kontrollierter Herkunft stammen. Aus natürlichen Gewässern dürfen keine Pflanzen entnommen werden, da geschützte Arten betroffen sein können und möglicherweise Krankheiten oder unerwünschte Organismen verschleppt werden.
Vorsicht ist auch bei stark wachsenden gebietsfremden Arten geboten. Manche vermehren sich rasant und können einheimische Pflanzen verdrängen. Pflanzenreste aus dem Gartenteich dürfen deshalb niemals in der freien Natur entsorgt werden.
Tiere kommen von selbst
Ein neu angelegter Teich wirkt zunächst vielleicht leer. Meist dauert es jedoch nicht lange, bis die ersten Bewohner eintreffen.
Wasserläufer, Rückenschwimmer, Käfer und Libellen können neue Gewässer fliegend erreichen. Vögel nutzen das Wasser zum Trinken und Baden. Befinden sich geeignete Amphibienbestände in der Umgebung und sind ihre Wanderwege nicht vollständig unterbrochen, können später auch Frösche, Kröten oder Molche erscheinen.
Ein naturnaher Teich wird oft überraschend schnell besiedelt. (NABU Kreisverband Düren e.V.)
Tiere sollten nicht gekauft, gefangen oder umgesetzt werden. Das gilt besonders für Amphibien und ihren Laich.
Ausstiegsmöglichkeiten retten Leben
Steile oder senkrechte Teichwände können für Igel, Mäuse, Eidechsen und andere Tiere zur tödlichen Falle werden. Selbst gute Schwimmer benötigen eine Stelle, an der sie das Wasser wieder verlassen können.
Geeignet sind:
- flach ansteigende Ufer,
- raue Steine,
- stabile Äste,
- bepflanzte Sumpfzonen
- oder fest montierte Ausstiegsrampen.
Die Schweizer Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz empfiehlt, Teichufer weder senkrecht noch überhängend anzulegen. Amphibien, Igel, Vögel und andere Tiere müssen das Becken selbstständig verlassen können. (InfoFauna)
Eine Ausstiegshilfe ist auch bei kleinen Wasserbecken, Regentonnen und Miniteichen wichtig.
Der Miniteich für kleine Gärten und Balkone
Nicht jeder Garten bietet Platz für einen grossen Teich. Auch ein wasserdichtes Gefäss kann zu einer wertvollen kleinen Wasserstelle werden.
Geeignet sind beispielsweise:
- ein grosser Pflanzkübel ohne Ablaufloch,
- eine Mörtelwanne,
- ein altes dichtes Spülbecken
- oder ein kleines Fertigbecken.
Das Gefäss wird mit unterschiedlichen Höhenstufen, einigen Steinen und geeigneten Wasserpflanzen gestaltet. Eine sichere Ausstiegshilfe aus rauem Holz oder Steinen darf nicht fehlen.
Wir empfehlen für einen Miniteich ein dichtes Gefäss mit Kies sowie grossen Steinen oder Holz als Ausstiegshilfe zu benutzen. Kleine Gewässer können im Sommer austrocknen und müssen deshalb regelmässig kontrolliert werden.
Auf einem Balkon muss zusätzlich das hohe Gewicht berücksichtigt werden. Wasser wiegt ungefähr ein Kilogramm pro Liter. Ein Gefäss mit 100 Litern Wasser bringt zusammen mit Steinen, Substrat und Behälter deutlich mehr als 100 Kilogramm auf die Waage. Die Tragfähigkeit des Balkons sollte im Zweifelsfall fachlich abgeklärt werden.
Wasser nachfüllen
In längeren Trockenperioden verdunstet viel Wasser. Besonders kleine Gefässe müssen deshalb kontrolliert und bei Bedarf aufgefüllt werden.
Regenwasser eignet sich häufig gut, sofern es sauber gesammelt wurde. Frisches Leitungswasser sollte nicht schwallartig in einen kleinen, stark erwärmten Teich gegeben werden, da plötzliche Temperatur- und Wasserwertveränderungen Tiere belasten können.
Ein gewisser Rückgang des Wasserstands ist natürlich. Nicht jeder Teich muss jederzeit bis zum Rand gefüllt sein.
Werden Gartenteiche zur Mückenplage?
Stehendes Wasser kann von Stechmücken zur Eiablage genutzt werden. Ein gut besiedelter Gartenteich entwickelt sich jedoch meist nicht automatisch zu einer Mückenplage.
Libellenlarven, Wasserwanzen, Käferlarven und andere Teichbewohner fressen Mückenlarven. Problematischer sind oft kleine, unbepflanzte Wasseransammlungen ohne natürliche Fressfeinde – etwa offene Regentonnen, Untersetzer oder vergessene Eimer.
Regentonnen sollten abgedeckt und kleine unbeabsichtigte Wasseransammlungen regelmässig geleert werden.
Algen gehören zum Teich
Algen sind ein natürlicher Bestandteil von Gewässern. Besonders in einem neu angelegten Teich können sie sich zunächst stark vermehren.
Problematisch wird es, wenn sehr viele Nährstoffe in das Wasser gelangen. Ursachen können sein:
- übermässige Fischfütterung,
- ein zu hoher Fischbesatz,
- eingeschwemmter Dünger,
- verrottendes Laub,
- abgestorbene Pflanzenreste
- oder nährstoffreiche Teicherde.
Algenmittel sollten nicht vorschnell eingesetzt werden. Sie können auch andere Wasserorganismen beeinträchtigen und beseitigen die Ursache des Problems nicht.
Meist ist es sinnvoller, Nährstoffquellen zu reduzieren, abgestorbene Pflanzenteile vorsichtig zu entfernen und für eine ausgewogene Bepflanzung zu sorgen.
Wasser nicht vollständig austauschen
Ein kompletter Wasserwechsel zerstört einen grossen Teil des entstandenen Lebensraums und verändert Temperatur sowie Wasserchemie abrupt.
Auch Schlamm sollte nicht jedes Jahr vollständig entfernt werden. Darin leben zahlreiche Kleintiere, Larven und Mikroorganismen.
Ist eine Entschlammung tatsächlich notwendig, sollte sie abschnittsweise und möglichst schonend erfolgen. Ein Teil des alten Lebensraums bleibt dadurch erhalten.
Auf Chemie verzichten
Pestizide, Herbizide, Schneckenkorn und Kunstdünger können über Regen oder Oberflächenwasser in den Teich gelangen. Amphibien und viele Wasserorganismen reagieren besonders empfindlich auf Schadstoffe.
Rund um einen Naturteich sollte deshalb auf solche Mittel verzichtet werden. Ein bepflanzter Pufferstreifen hilft, Erde und Nährstoffe zurückzuhalten.
Sicherheit für Kinder
Bereits sehr flaches Wasser kann für Kleinkinder lebensgefährlich sein. Ein Gartenteich muss deshalb so geplant und gesichert werden, dass kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt ans Wasser gelangen können.
Je nach Situation kommen infrage:
- ein stabiler Zaun mit kindersicherem Tor,
- eine fachgerecht befestigte, tragfähige Abdeckung,
- eine sehr flache Gestaltung in zugänglichen Spielbereichen,
- eine klare Trennung zwischen Spiel- und Teichzone
- sowie eine lückenlose Beaufsichtigung.
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung empfiehlt in der Schweiz, Gewässer durch einen Zaun zu sichern. Wasserflächen in Spielbereichen sollen höchstens 20 Zentimeter tief sein; bei Biotopen und Schwimmteichen wird eine Flachwasserzone empfohlen. (BFU)
Ein einfach über das Wasser gelegtes Netz ist keine verlässliche Kindersicherung. Es kann nachgeben oder selbst zur Gefahr werden.
Wer einen Teich plant, sollte ausserdem die örtlichen Bau-, Sicherheits- und Versicherungsvorschriften abklären. In der Schweiz sind Eigentümerinnen und Eigentümer verpflichtet, im Rahmen des Zumutbaren für sichere Verhältnisse zu sorgen. Die konkrete Beurteilung hängt jedoch immer von der Anlage und der jeweiligen Situation ab. (BFU)
Sicherheit bei Strom am Wasser
Pumpen, Filter und Beleuchtungen bringen elektrische Geräte in unmittelbare Nähe zum Wasser. Verwendet werden dürfen nur Produkte, die ausdrücklich für den vorgesehenen Einsatz geeignet sind.
Installation, Leitungsführung und elektrische Absicherung sollten den geltenden Vorschriften entsprechen. Bei Unsicherheit ist eine Elektrofachperson beizuziehen.
Kabel dürfen nicht so verlegt werden, dass sie zu Stolperfallen werden oder durch Gartengeräte beschädigt werden können.
Regelmässig beobachten statt ständig eingreifen
Ein Gartenteich verändert sich im Laufe des Jahres. Im Frühling treiben Pflanzen aus, im Sommer kann das Wasser grüner werden und im Herbst sinken Blätter zu Boden.
Nicht jede Veränderung ist ein Problem. Ein Naturteich muss nicht jederzeit glasklar aussehen. Trübes Wasser, Algen und abgestorbene Pflanzenteile gehören in einem gewissen Umfang zu einem lebendigen Gewässer.
Sinnvolle Kontrollen sind dennoch wichtig:
- Ist der Wasserspiegel stark gesunken?
- Können Tiere den Teich verlassen?
- Wuchert eine Pflanzenart zu stark?
- Liegt ein totes Tier im Wasser?
- Funktionieren Pumpen und Filter sicher?
- Ist eine vorhandene Kindersicherung intakt?
- Gelangen Dünger oder verschmutztes Wasser in den Teich?
Je weniger unnötige Störungen stattfinden, desto besser kann sich das kleine Ökosystem entwickeln.
Wasserstellen ohne Teich
Auch ohne Gartenteich lässt sich Tieren Wasser anbieten. Eine flache Schale kann Vögeln, Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten helfen.
Dabei sind einige Regeln wichtig:
- Das Wasser täglich wechseln.
- Die Schale regelmässig mit heissem Wasser und einer Bürste reinigen.
- Keine chemischen Reinigungsmittel verwenden.
- Flache Steine oder Korkstücke als Landeplatz hineinlegen.
- Die Wasserstelle übersichtlich und katzensicher aufstellen.
- Das Gefäss nicht direkt neben dichtem Gebüsch platzieren, aus dem Katzen angreifen können.
Eine Vogeltränke sollte so flach sein, dass kleine Vögel sicher stehen und baden können.
Fazit: Jeder Tropfen kann Lebensraum schaffen
Ein Gartenteich muss weder riesig noch technisch aufwendig sein, um einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Schon ein kleiner, gut gestalteter Miniteich oder eine sichere Trinkschale kann Tieren an heissen und trockenen Tagen helfen.
Besonders wertvoll ist ein Gewässer, wenn es:
- unterschiedliche Wassertiefen besitzt,
- flache und gut zugängliche Ufer bietet,
- mit einheimischen Pflanzen gestaltet ist,
- ohne Fische und chemische Mittel auskommt,
- sichere Ausstiegsmöglichkeiten besitzt
- und vor Gefahren für Kinder geschützt wird.
Wer Wasser in den Garten bringt, schafft nicht nur einen attraktiven Blickfang. Es entsteht ein wechselnder Lebensraum, an dem sich Tiere beobachten und natürliche Zusammenhänge unmittelbar erleben lassen.
Produkte rund um den Gartenteich finden Sie in unserem Onlineshop oder im Ladenlokal.