Katzen-Erstausstattung: Checkliste für den Start

Katzen-Erstausstattung: Checkliste für den Start

Vor dem Einzug einer Katze müssen Napf, Toilette samt Streu, Futter, ein Rückzugsort, eine Kratzmöglichkeit und eine Transportbox bereitstehen. Als grobe Orientierung rechnen Sie für die komplette Grundausstattung mit rund CHF 300 bis 600. Kratzbaum-Erweiterungen, zusätzliches Spielzeug und Fellpflege dürfen auch noch in den ersten Tagen nach dem Einzug folgen.

Wir beraten in unserem Laden in Lyss und online täglich Katzenhalterinnen und Katzenhalter zu genau dieser Frage, und die Preise in diesem Artikel stammen direkt aus unserem eigenen Sortiment mit über 11’000 Produkten. Damit sehen Sie schon beim Lesen, was Sie ausgeben müssen und was warten kann.

Damit der erste Tag ruhig bleibt, sollten vor allem diese Punkte schon stehen:

  • Toilette, Napf und Futter stehen bereits am festen Platz in der Wohnung.
  • Ein Rückzugsort und eine erste Kratzmöglichkeit sind eingerichtet, bevor die Katze ankommt.
  • Fenster und Balkon sind gesichert, giftige Pflanzen sind aus der Wohnung entfernt.
  • Der erste Tierarzttermin für Impfpass und Kontrolle steht bereits fest.

Was muss vor dem Einzug einer Katze bereitstehen?

Sieben Punkte müssen am Einzugstag stehen, von Napf und Toilette über Futter und Rückzugsort bis zur gesicherten Fensterfront. Die Tabelle unten listet alle neun Punkte im Detail, zwei davon dürfen laut einem Schweizer Familienratgeber auch noch ein bis zwei Wochen später dazukommen, sobald sich die Katze eingelebt hat.

Die folgende Übersicht zeigt alle neun Ausstattungspunkte mit den Preisspannen aus unserem Sortiment, dazu die passende Priorität:

Ausstattung Preisspanne (CHF) Wann nötig
Futter- und Wassernapf je nach Material, von Kunststoff bis Keramik oder Edelstahl vor dem Einzug
Katzentoilette 11.90 bis 399 (einfache Schale bis selbstreinigend), Haubentoiletten meist 18 bis 100 vor dem Einzug
Katzenstreu 11 bis 20 pro 9- bis 10-Liter-Packung vor dem Einzug
Kratzbaum oder Kratzbrett ab 40 für Kitten-Modelle, Standard 150 bis 330, Premium über 1’000 vor dem Einzug, mindestens eine Kratzfläche
Schlafplatz oder Katzenbett ab 16.50, hochwertige oder orthopädische Modelle 100 bis über 130 vor dem Einzug
Transportbox 39 bis 150 vor dem Einzug
Bürste ab 4.50, Spezialbürsten bis 79 kann folgen
Krallenschere 11.90 bis 31.90 kann folgen
Spielzeug ab 1.20, elektronisches Spielzeug bis 30 kann folgen

Beim Napf entscheidet vor allem die Reinigung. Keramik und Edelstahl lassen sich in der Spülmaschine reinigen, Kunststoff verkratzt mit der Zeit und wird schneller zur Bakterienquelle. Bürste, Krallenschere und Spielzeug sind trotzdem kein Grund zur Eile. Legen Sie sie sich bereit, sobald die Katze die ersten ruhigen Tage hinter sich hat.

Katzentoilette und Streu: Worauf es bei der Wahl ankommt

Als Faustregel gilt: so viele Toiletten wie Katzen im Haushalt leben, plus eine zusätzliche. Bei mehreren Stockwerken kommt idealerweise eine weitere Toilette pro Etage dazu, das Merkblatt des Schweizer Tierschutz STS nennt diese Regel als Grundlage für eine artgerechte Haltung.

Für eine einzelne Katze bedeutet das: zwei Toiletten statt einer, an unterschiedlichen, ruhigen Orten. Offene Schalen eignen sich für die meisten Katzen, geschlossene Hauben schaffen mehr Privatsphäre, brauchen aber auch mehr Stellfläche. Unseren Ratgeber zu Katzentoiletten und Einstreu nutzen viele Kundinnen und Kunden, um Form und Grösse vorab zu vergleichen.

Für Kitten wichtig: Ein junges Kätzchen braucht eine Toilette mit niedrigem Einstieg, idealerweise unter 8 Zentimetern. Verzichten Sie zusätzlich auf klumpende Streu, denn Kitten fressen davon manchmal kleine Mengen, was zu Verstopfungen im Darm führen kann.

Bei der Streu zählt vor allem, wie sie sich im Alltag entsorgen lässt. Klumpstreu aus Bentonit bindet Feuchtigkeit sofort und lässt sich portionsweise rausschaufeln. Silikatstreu hält länger und bindet Gerüche besonders stark, pflanzliche Streu aus Mais oder Holz ist dafür am leichtesten zu entsorgen. Unser Überblick zu Katzenstreu-Arten vergleicht die Materialien im Detail, falls Sie zwischen den Varianten noch unentschlossen sind.

Nassfutter, Trockenfutter und die richtige Futterumstellung

Für den Start eignet sich eine Kombination aus Nass- und Trockenfutter, angepasst an Alter und Aktivität der Katze. Wechseln Sie die Futtersorte trotzdem nie abrupt: Eine Futterumstellung braucht mindestens 7 bis 10 Tage, in denen Sie das bisherige Futter zunehmend mit dem neuen mischen, bis nach etwa einer Woche nur noch das neue Futter im Napf liegt.

Bei empfindlichen, älteren oder kranken Katzen dauert die Umstellung besser 2 bis 3 Wochen, ebenso beim Wechsel zwischen Trocken- und Nassfutter. Der Grund ist einfach: Magen und Darm brauchen Zeit, sich an neue Proteinquellen und eine andere Konsistenz zu gewöhnen. Wer direkt am Einzugstag umstellt, riskiert damit unnötigen Durchfall oder Erbrechen in den ersten, ohnehin aufregenden Tagen.

Fragen Sie bei der Übergabe nach der bisherigen Futtersorte und nehmen Sie zumindest eine kleine Packung davon mit. So beginnen Sie mit dem gewohnten Futter und stellen erst danach in Ruhe auf Ihre Wunschmarke um.

Kitten oder erwachsene Katze: Unterschiede bei der Ausstattung

Bei einem Kitten braucht fast jedes Ausstattungsstück kleinere Masse: eine Toilette mit niedrigem Einstieg, ein kompakter Kratzbaum ab rund CHF 40 statt eines grossen Standardmodells und eine kleinere Transportbox, in der sich das junge Tier nicht verliert. Erwachsene Katzen brauchen dagegen einen schweren, standfesten Kratzbaum, der auch bei einem kräftigen Sprintstart nicht umkippt.

Auch beim Schlafplatz unterscheidet sich der Bedarf mit dem Alter. Kitten schlafen viel und überall, ein einfacher, waschbarer Korb reicht meist aus. Ältere Katzen mit ersten Gelenkbeschwerden profitieren dagegen von einem gepolsterten oder orthopädischen Bett, das Druckstellen an Hüfte und Schultern reduziert.

Beim Futternapf gilt für Kitten zusätzlich: flache, breite Näpfe erleichtern den Zugang, weil die Schnurrhaare junger Katzen empfindlicher auf den Kontakt mit hohen Napfrändern reagieren als bei ausgewachsenen Tieren.

Wohnung katzensicher machen: Fenster, Netz und giftige Pflanzen

Gekippte Fenster zählen zu den grössten Gefahrenquellen in der Wohnung. Katzen klemmen sich beim Versuch, durch den schmalen Spalt zu schlüpfen, häufig ein, was laut dem Gefahren-Merkblatt des Schweizer Tierschutz STS von Rippenbrüchen bis zu tödlichen Wirbelsäulenverletzungen reichen kann.

Sichern Sie deshalb jedes Kippfenster mit einem Kippfensterschutz oder kippen Sie es in Katzenhaushalten grundsätzlich nicht mehr. Auf dem Balkon reicht ein straff gespanntes Netz. Wie Sie ein Netz mietwohnungstauglich montieren, zeigen wir in unserem Beitrag Katzennetze – Mehr Sicherheit für Ihre Katze.

Giftige Pflanzen entfernen: Lilien gehören zu den gefährlichsten Zimmerpflanzen für Katzen. Schon Pollen, Blätter oder das Trinken von Vasenwasser können akutes bis tödliches Nierenversagen auslösen, wie auch Tierwelt unter Berufung auf das Schweizer Tox-Zentrum beschreibt. Auch Maiglöckchen, Amaryllis und im Garten Eibe, Goldregen oder Kirschlorbeer sind für Katzen stark giftig und gehören nicht in Reichweite.

Gehen Sie vor dem Einzug einmal bewusst durch jeden Raum: lose Kabel und kippelige Regale gehören auf dieselbe Sicherheitsliste wie Fenster und Pflanzen. Auch offene Kaminfenster oder ätherische Öle im Diffusor sind für Katzen ein Risiko.

Anmeldung, Impfpass und Tierarztbesuch: Die ersten Schritte

Anders als bei Hunden besteht für Katzen in der Schweiz keine gesetzliche Chip- und Registrierungspflicht. Eine Motion für eine nationale Registrierungspflicht lehnte das Parlament Anfang Mai 2025 sogar ab, aktuell ist nur rund ein Drittel der Schweizer Hauskatzen freiwillig registriert.

Der Schweizer Tierschutz STS empfiehlt die Registrierung trotzdem, weil sie im Ernstfall die einzige Möglichkeit ist, eine entlaufene Katze eindeutig ihrem Zuhause zuzuordnen. Ihr Tierarzt oder Ihre Tierärztin chippt die Katze beim ersten Termin und trägt sie auf Wunsch direkt in die Datenbank ANIS ein.

Registrierung ohne Pflicht: Weil es für Katzen anders als für Hunde keine gesetzliche Vorschrift gibt, entscheiden Sie selbst, ob Sie die Katze registrieren lassen. Der Schweizer Tierschutz STS begründet seine Empfehlung damit, dass entlaufene, nicht registrierte Katzen kaum zurückzuverfolgen sind.

Bei diesem ersten Termin klärt die Praxis meist gleich den Impfstatus mit ab. Die Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche beginnt im Alter von 8 bis 9 Wochen, gefolgt von einer zweiten Dosis 3 bis 4 Wochen später. Freigängerkatzen erhalten zusätzlich eine Impfung gegen Katzenleukose, danach wird jährlich aufgefrischt. Pro Impftermin rechnen Sie mit CHF 60 bis 90, für die komplette Grundimmunisierung über 2 bis 3 Termine mit rund CHF 180 bis 300.

Auch bei einer bereits geimpften, erwachsenen Katze aus dem Tierheim lohnt sich ein Kontrolltermin in der ersten Woche. So bekommen Sie den Impfpass in die Hand und wissen, worauf Sie in den ersten Monaten achten müssen. Mehr zur Anschaffung selbst, von der Wahl des richtigen Tieres bis zu den ersten Wochen, lesen Sie in unserem Beitrag Die Anschaffung und Haltung von Katzen!

Die Checkliste zum Ausdrucken: Alles auf einen Blick

Entscheidend ist bei der Erstausstattung vor allem die Reihenfolge. Wer zuerst Toilette, Napf und Sicherheit klärt, kommt deutlich entspannter durch den Einzugstag als jemand, der als Erstes den teuersten Kratzbaum bestellt. Gehen Sie die folgende Liste einmal durch und haken Sie jeden Punkt vor dem grossen Tag ab.

  1. Futter- und Wassernapf bereitstellen, an einem festen, ruhigen Platz.
  2. Katzentoilette und Streu einrichten, bei einer Katze am besten gleich zwei Toiletten.
  3. Futter für die ersten Tage besorgen, idealerweise dieselbe Sorte wie bisher.
  4. Transportbox bereithalten, für Abholung und den ersten Tierarztbesuch.
  5. Kratzmöglichkeit aufstellen, mindestens ein Kratzbrett oder ein kleiner Kratzbaum.
  6. Rückzugsort einrichten, ruhig gelegen und ohne viel Durchgangsverkehr.
  7. Fenster und Balkon sichern, Kippfenster absperren, Netz spannen.
  8. Giftige Pflanzen entfernen, allen voran Lilien, Maiglöckchen und Amaryllis.
  9. Tierarzttermin vereinbaren, für Impfpass, Kontrolle und freiwillige Registrierung.
  10. Bürste und Krallenschere in der ersten Woche ergänzen.
  11. Spielzeug und weitere Liegeplätze nach ein bis zwei Wochen erweitern.

Wer beim Einkaufen unsicher ist, welche Grösse oder welches Material zur eigenen Wohnung passt, bekommt in unserem Laden in Lyss eine persönliche Beratung. Online finden Sie dieselbe Auswahl in unserem Sortiment mit über 11’000 Produkten, samt Filtermöglichkeiten nach Grösse, Material und Preis.

Häufige Fragen zur Katzen-Erstausstattung

Wie viele Katzentoiletten braucht eine Wohnung mit nur einer Katze?

Zwei Toiletten sind auch bei einer einzelnen Katze die bessere Wahl. Die n+1-Regel des Schweizer Tierschutz empfiehlt immer eine Toilette mehr, als Katzen im Haushalt leben, an unterschiedlichen, ruhigen Standorten. Bei mehreren Stockwerken kommt idealerweise eine weitere Toilette pro Etage dazu.

Wie lange dauert eine Futterumstellung bei einer neuen Katze?

Planen Sie mindestens 7 bis 10 Tage ein. In dieser Zeit mischen Sie das neue Futter täglich in einem etwas höheren Anteil unter das bisherige. Bei älteren, empfindlichen Katzen oder beim Wechsel zwischen Nass- und Trockenfutter dauert die Umstellung besser 2 bis 3 Wochen.

Muss eine Katze in der Schweiz gechippt werden?

Nein, für Katzen besteht in der Schweiz keine gesetzliche Chip- oder Registrierungspflicht, anders als bei Hunden. Der Schweizer Tierschutz STS empfiehlt die freiwillige Registrierung über die Datenbank ANIS trotzdem, weil aktuell nur rund ein Drittel der Hauskatzen erfasst ist.

Was kostet die komplette Erstausstattung für eine Katze?

Für Zubehör allein rechnen viele Halterinnen und Halter mit rund CHF 300. Rechnen Sie die ersten Tierarztbesuche mit ein, liegt die Erstausstattung für eine Katze meist bei CHF 500 bis 600, bei zwei Katzen bei rund CHF 1’000.

Wann sollte der erste Tierarzttermin nach dem Einzug stattfinden?

Idealerweise steht der Termin schon vor dem Einzug fest, dann findet er in der ersten Woche statt. Bei einem Kitten klärt dieser Termin oft direkt die Grundimmunisierung ab der 8. bis 9. Lebenswoche, bei einer erwachsenen Katze aus dem Tierheim genügt meist eine Kontrolle mit Blick in den Impfpass.

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