Mit meiner 5. Klasse habe ich während eines Quartals das Projekt kleine Tiere- grosse Faszination durchgeführt. Dabei ist unser Gruppenraum zum Krabbeltier-Zoo umfunktioniert worden. Insgesamt haben wir 18 verschiedene Tiere bei uns aufgenommen, gepflegt und beobachtet. Dazu gehörten Grillen, Schrecken, Schaben und Asseln, aber auch Schnecken, Urzeitkrebse und Tausendfüsser.
Losgegangen ist alles nach den Sportferien. Jedes Kind hat ein Tier zugewiesen bekommen und musste sich erst einmal ins Thema einlesen. So lernten die Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Informationen über ihr Tier, was es frisst und wie es lebt. Damit konnten sie dann einen Fütterungs- und Reinigungsplan erstellen und die Gestaltung des Terrariums planen.

Für die Terrarien haben wir 20l Plastikboxen genommen. In den Deckel haben wir ein Loch reingeschnitten und dieses dann mit einem Fliegengitternetz wieder verschlossen. So waren die Boxen ausbruchsicher und trotzdem luftdurchlässig. Jedes Kind gestaltete dann sein Terrarium so, dass es den Bedürfnissen seines Tieres entsprach. Bereits schon in der zweiten Woche war es dann so weit. Als die Lieferung vom Zoo Roco eingetroffen ist, war die Begeisterung natürlich riesig. Schnell haben sich die Tierchen in ihren neuen Habitaten zurechtgefunden.
In den kommenden Wochen haben die Kinder die Tierchen täglich gefüttert und immer wieder beobachtet. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler Faszinierendes entdecken. Einige der Tiere, wie die Mehlwürmer oder auch die Wachsraupen haben in dieser Zeit vollständige Metamorphosen durchgeführt. Die Schnecken haben innert kurzer Zeit ihre Grösse vervielfacht und viele der Insekten haben eine oder mehrere Häutungen durchgemacht und bei den Panda Asseln hat es sogar Nachwuchs gegeben.

Schon nach kurzer Zeit haben die meisten Schülerinnen und Schüler sämtliche Hemmungen und Ängste abgebaut. Wo zu Beginn viele noch zurückhaltend waren, als es darum ging, die Tierchen auf die Hand zu nehmen, wollten sie diese schon bald gar nicht mehr aus der Hand geben. Das Thema Ekel und Angst haben wir dann auch noch vertieft behandelt. So lernten die Kinder, was dabei im Gehirn genau passiert, welche körperlichen Reaktionen es auslöst und wie man Ängste und Ekelgefühl gezielt angehen kann.
Vor den Osterferien haben wir das Projekt dann abgeschlossen. Zumindest in der Schule, denn bis auf zwei haben alle Tierchen ein Zuhause bei einem Kind gefunden. Dass dieses Projekt so ein Erfolg geworden ist, verdanken wir auch Frau Schumacher und dem Zoo Roco Team. Dank dem grossen Sortiment konnten wir -abgesehen von den Schnecken- alle Tiere von ihnen beziehen. Ausserdem sind sie uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden und haben uns mit ihrem Fachwissen wertvolle Tipps gegeben. Herzlichen Dank für euren Support!
Daniel Fleischmann
Primarschule Uttwil

