{"id":8734,"date":"2026-10-02T16:00:06","date_gmt":"2026-10-02T14:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/?p=8734"},"modified":"2026-10-02T16:00:06","modified_gmt":"2026-10-02T14:00:06","slug":"wuestenterrarium-einrichten-technik-waerme-und-aufbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/wuestenterrarium-einrichten-technik-waerme-und-aufbau\/","title":{"rendered":"W\u00fcstenterrarium einrichten: Technik, W\u00e4rme und Aufbau"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein W\u00fcstenterrarium richten Sie ein, indem Sie zuerst die Mindestgr\u00f6sse nach Tierart festlegen, danach ein klares Temperaturgef\u00e4lle mit W\u00e4rmespot und K\u00fchlzone aufbauen und erst im Anschluss Bodengrund, Verstecke und UV-Beleuchtung erg\u00e4nzen. <strong>Erst wenn Technik, W\u00e4rmezonen und Struktur \u00fcber mehrere Tage stabil laufen, d\u00fcrfen Bartagame oder Leopardgecko einziehen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beide Arten z\u00e4hlen in der Schweiz und in Deutschland zu den h\u00e4ufigsten W\u00fcstenreptilien f\u00fcr Einsteiger, unterscheiden sich aber deutlich in ihren Anspr\u00fcchen. Die tagaktive Bartagame (<em>Pogona vitticeps<\/em>) braucht viel H\u00f6he, starke UVB-Strahlung und hohe Spot-Temperaturen, w\u00e4hrend der d\u00e4mmerungsaktive Leopardgecko (<em>Eublepharis macularius<\/em>) flacher, daf\u00fcr breiter gebaut sein darf und mit niedrigerer UVB-Dosis auskommt. Die Aufbaulogik ist bei beiden \u00e4hnlich, im Detail m\u00fcssen Sie das Setup aber auf die jeweilige Art zuschneiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesen Grundwerten liegen viele Einsteiger daneben, oft noch bevor \u00fcberhaupt ein Franken f\u00fcr Technik oder Deko ausgegeben ist:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>\n<p>Bartagamen ben\u00f6tigen laut Schweizer Tierschutzverordnung mindestens 5&#215;4 K\u00f6rperl\u00e4ngen Fl\u00e4che und 4 K\u00f6rperl\u00e4ngen H\u00f6he.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Leopardgeckos ben\u00f6tigen mindestens 6&#215;6 K\u00f6rperl\u00e4ngen Fl\u00e4che, aber nur 2 K\u00f6rperl\u00e4ngen H\u00f6he.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Tags\u00fcber braucht es ein Gef\u00e4lle von rund 25 bis 45 Grad, am W\u00e4rmespot bis zu 55 Grad.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Loser Sand als einziger Bodengrund gilt bei vielen Fachquellen als Risiko f\u00fcr gef\u00e4hrliche Darmverstopfungen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Terrariumgr\u00f6sse schreibt die Tierschutzverordnung f\u00fcr Bartagame und Leopardgecko vor?<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine adulte Bartagame verlangt die Schweizer Tierschutzverordnung mindestens 5&#215;4 K\u00f6rperl\u00e4ngen (KL) Fl\u00e4che und 4 KL H\u00f6he, f\u00fcr einen Leopardgecko mindestens 6&#215;6 KL Fl\u00e4che bei nur 2 KL H\u00f6he. F\u00fcr jedes weitere Tier kommen laut <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.dght-schweiz.ch\/download\/tschv2020-reptilien.pdf\">Tierschutzverordnung Anhang 2<\/a> zus\u00e4tzlich 2&#215;2 KL Fl\u00e4che hinzu. Die K\u00f6rperl\u00e4nge (KL) meint dabei die Kopf-Rumpfl\u00e4nge ohne Schwanz, gemessen am gr\u00f6ssten Tier der Gruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>Daran sehen Sie auch, warum die beiden Terrarien so unterschiedlich geformt sind. Eine Bartagame klettert gern und sonnt sich erh\u00f6ht, deshalb schreibt die Verordnung die vierfache K\u00f6rperh\u00f6he vor. Ein Leopardgecko bleibt bodennah und gr\u00e4bt, deshalb z\u00e4hlt bei ihm vor allem die Fl\u00e4che, w\u00e4hrend zwei K\u00f6rperl\u00e4ngen H\u00f6he gen\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Gut zu wissen:<\/strong> Die Masse aus der Tierschutzverordnung sind rechtlich bindende Untergrenzen, keine Empfehlungen f\u00fcr ein wirklich artgerechtes Zuhause. Ein Terrarium unterhalb dieser Werte gilt als Tierqu\u00e4lerei, ein Terrarium exakt auf dem Minimum ist aber noch kein Idealmass.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Exakte Zentimeterwerte f\u00fcr adulte Tiere schwanken je nach Individuum und Linie sp\u00fcrbar. Planen Sie die Gr\u00f6sse deshalb \u00fcber das K\u00f6rperl\u00e4ngen-Verh\u00e4ltnis und nicht \u00fcber eine einzelne fixe Massangabe, die Sie irgendwo gelesen haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie bauen Sie das Temperaturgef\u00e4lle f\u00fcr Bartagame und Leopardgecko richtig auf?<\/h2>\n\n\n\n<p>Bartagamen brauchen tags\u00fcber ein Gef\u00e4lle von etwa 25 bis 45 Grad im Terrarium, mit einem punktuellen W\u00e4rmespot von 45 bis 55 Grad direkt unter der Lampe und einer k\u00fchlen Zone bei rund 25 Grad. Nachts sinkt die Temperatur auf etwa 20 bis 23 Grad ab. Bei Leopardgeckos reicht die k\u00fchle Zone tags\u00fcber von 24 bis 26 Grad, der warme Bodenbereich liegt zwischen 28 und 35 Grad, nachts ebenfalls mit Absenkung auf rund 20 bis 23 Grad.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als bei einem <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/regenwaldterrarium-einrichten-technik-klima-aufbau\/\">Regenwaldterrarium<\/a>, wo Feuchtigkeit und gleichm\u00e4ssige W\u00e4rme im Vordergrund stehen, brauchen Sie im W\u00fcstenterrarium diese klare Trennung zwischen heiss und k\u00fchl an gegen\u00fcberliegenden Enden. Die Tiere regulieren ihre K\u00f6rpertemperatur, indem sie zwischen den Zonen wechseln, deshalb darf der \u00dcbergang nicht verwischt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4rme geh\u00f6rt bei tagaktiven W\u00fcstenreptilien von oben ins Terrarium. Spotstrahler bringen die n\u00f6tige Hitze und m\u00fcssen so angebracht oder abgeschirmt sein, dass kein Tier sie direkt ber\u00fchren kann. Heizmatten oder Heizsteine als alleinige W\u00e4rmequelle f\u00fcr grabende Arten werden von Fachseiten klar abgeraten, da sie Verbrennungen verursachen k\u00f6nnen und der nat\u00fcrlichen Erw\u00e4rmung von oben widersprechen. Zoo Roco bietet Beleuchtung, W\u00e4rme- und Einrichtungskomponenten f\u00fcr Terrarien und unterst\u00fctzt bei der <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/\">passenden Kombination<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Messtipp:<\/strong> Pr\u00fcfen Sie Bodentemperaturen mit einem Infrarot-Thermometer direkt auf der Oberfl\u00e4che, nicht nur mit einem Lufthygrometer in der Mitte des Beckens. So erkennen Sie, ob der Spot wirklich die n\u00f6tigen 45 bis 55 Grad erreicht.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div data-claire-cta=\"c3463cf5-f4bf-40f7-a1c5-35095fac01f2\" data-claire-post=\"8169ef22-aae2-4b01-acab-ab558e9f9ffb\" data-claire-v=\"1x5ld10\">\n<div class=\"clb clb-image\" style=\"--ac:#6366f1;--ac2:#5154c6;--bf:'Instrument Serif',serif;max-width:852px\"><a class=\"clb-imglink\" data-claire-k=\"c3463cf5-f4bf-40f7-a1c5-35095fac01f2\" data-claire-p=\"8169ef22-aae2-4b01-acab-ab558e9f9ffb\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/habistat\/?utm_source=claire&amp;utm_medium=blog&amp;utm_campaign=c3463cf5-f4bf-40f7-a1c5-35095fac01f2&amp;utm_content=wustenterrarium-einrichten-technik-warme-und-aufbau\"><img src=\"https:\/\/jkwxuxfniduhosziympn.supabase.co\/storage\/v1\/object\/public\/featured-images\/thereseschumacher_6313508\/banners\/4f103bfe-3c7b-425e-8849-e0d8bad3b5ac.webp\" alt=\"Terrarisitik - Bodengrund\" width=\"1920\" height=\"650\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie viel UVB brauchen Bartagame und Leopardgecko wirklich?<\/h2>\n\n\n\n<p>Bartagamen ben\u00f6tigen als sonnenliebende Tagaktive eine starke UVB-Versorgung, eingeordnet in die Ferguson-Zone 3 bis 4. Ohne ausreichende Bestrahlung droht durch Vitamin-D3-Mangel eine Verkalkungsst\u00f6rung der Knochen. Leopardgeckos gelten dagegen als Ferguson-Zone-1-Tiere mit einer nat\u00fcrlichen UV-Index-Exposition von nur etwa 0 bis 0,7, in Ausnahmen bis 1,4.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange galt die Meinung, d\u00e4mmerungsaktive Geckos br\u00e4uchten wegen ihres Verhaltens gar kein UVB-Licht. Aktuelle Forschung zu diesem <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/exo-terra.com\/de\/erforschen-sie\/akademie\/beleuchtung\/der-mythos-der-nachtgeschoepfe-und-das-uv-b-licht\/\">Mythos rund um nachtaktive Reptilien<\/a> empfiehlt eine niedrig dosierte UVB-Quelle, weil auch diese Tiere Vitamin D3 \u00fcber die Haut bilden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Wartungsfehler:<\/strong> UV-R\u00f6hren m\u00fcssen sp\u00e4testens nach 6 bis 12 Monaten Betriebsdauer ausgetauscht werden. Die UVB-Leistung sinkt deutlich, w\u00e4hrend das sichtbare Licht unver\u00e4ndert hell wirkt, ein h\u00e4ufiger Grund f\u00fcr schleichenden Vitamin-D3-Mangel trotz laufender Lampe.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>F\u00fcr beide Arten gilt: Die UV-R\u00f6hre geh\u00f6rt \u00fcber den W\u00e4rmespot oder in dessen N\u00e4he, damit W\u00e4rme und UVB-Angebot am selben Aufenthaltsort liegen. Ein Tier, das sich zum Sonnen an den Spot legt, profitiert dann gleichzeitig von der n\u00f6tigen Strahlung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welcher Bodengrund eignet sich f\u00fcr ein W\u00fcstenterrarium ohne Impaktionsrisiko?<\/h2>\n\n\n\n<p>Loser, scharfkantiger Sand als alleiniger Bodengrund gilt bei Leopardgeckos und anderen W\u00fcstenechsen als Risikofaktor f\u00fcr lebensgef\u00e4hrliche Darmverstopfungen, wenn Tiere ihn beim Jagen oder aus Mineralienmangel verschlucken. Wir empfehlen deshalb ein verdichtetes Sand-Lehm-Gemisch im Verh\u00e4ltnis von etwa 5:1 bis 10:1.<\/p>\n\n\n\n<p>Im eigenen Sortiment f\u00fchrt Zoo Roco unter anderem Calciumsand, deklariert als vollst\u00e4ndig verdauliches Substrat f\u00fcr W\u00fcstenbewohner wie Bartagamen, sowie Lehm-Sand-Mischungen f\u00fcr grabende Reptilien. Unabh\u00e4ngige Fachportale sehen auch Calciumsand in gr\u00f6sseren Mengen kritisch, weil die Verdaulichkeit eine Impaktion bei sehr viel aufgenommenem Substrat nicht vollst\u00e4ndig ausschliesst. F\u00fcr Einsteiger bleibt eine verdichtete Lehm-Sand-Mischung oder eine Fliesenkombination deshalb die risiko\u00e4rmere Wahl, w\u00e4hrend Calciumsand am ehesten als d\u00fcnne, gut kontrollierte Deckschicht Sinn ergibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweizer Tierschutzverordnung schreibt zus\u00e4tzlich vor, dass der Boden teilweise mit grabf\u00e4higem Substrat versehen sein muss, damit sich die Tiere eingraben oder zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen. Eine reine Fliesenfl\u00e4che ohne jede Grabm\u00f6glichkeit erf\u00fcllt diese Vorgabe deshalb nur, wenn Sie mindestens eine Zone mit ausreichend tiefem, verdichtetem Substrat einplanen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie planen Sie Verstecke, Kletterfl\u00e4chen und Futterpl\u00e4tze funktional statt nur dekorativ?<\/h2>\n\n\n\n<p>Verstecke, horizontale oder vertikale Kletterm\u00f6glichkeiten und ein Temperaturgradient mit individuell nutzbaren W\u00e4rmequellen sind f\u00fcr Reptilien in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben. Planen Sie deshalb mindestens zwei Verstecke ein, eines in der warmen und eines in der k\u00fchlen Zone, damit sich das Tier zur\u00fcckziehen kann, ohne dabei die falsche Temperaturzone zu w\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kletter\u00e4ste f\u00fcr Bartagamen geh\u00f6ren in Reichweite des W\u00e4rmespots, weil die Tiere gern erh\u00f6ht sonnen. Bei Leopardgeckos reichen niedrige Steine oder flache Korkst\u00fccke, an denen sie sich reiben und die Haut abstreifen k\u00f6nnen. F\u00fcr den Futterplatz lohnt sich eine kleine Schale oder ein Fliesenst\u00fcck in der Mittelzone, weil Futterinsekten dort weder in den heissen Spot noch ins lose Substrat der K\u00fchlzone laufen. Das reduziert gleichzeitig, wie viel Bodengrund beim Beutefang versehentlich mitgefressen wird. Details zur Auswahl zwischen Lebend- und Trockenfutter f\u00fcr W\u00fcstenreptilien finden Sie im Beitrag <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/reptilienfutter-kaufen-lebendfutter-oder-trockenfutter\/\">Reptilienfutter kaufen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>H\u00e4ufiger Fehler:<\/strong> Dekoration wird oft nach Optik statt nach Funktion platziert. Ein Versteck ausschliesslich in der K\u00fchlzone zwingt das Tier, zwischen Sicherheit und W\u00e4rme zu w\u00e4hlen, obwohl beides gleichzeitig m\u00f6glich sein sollte.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie lange muss das Terrarium vor dem Einzug der Tiere laufen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein neu eingerichtetes Terrarium sollte vor dem Einzug mindestens einige Tage, bei komplexeren Setups ein bis zwei Wochen, im Testlauf mit voller Technik laufen. Nur so l\u00e4sst sich pr\u00fcfen, ob Temperatur, Luftfeuchte und Tagesrhythmus an mehreren Messpunkten wirklich stabil bleiben, wie es auch <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.deine-tierwelt.de\/magazin\/faszination-terraristik-tipps-fuer-einsteiger\/\">Einsteiger-Ratgeber zur Terraristik<\/a> empfehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Messen Sie w\u00e4hrend des Testlaufs an drei Punkten: am W\u00e4rmespot, in der Mittelzone und im k\u00fchlsten Versteck, jeweils tags\u00fcber und nachts nach der Absenkung. Pr\u00fcfen Sie zus\u00e4tzlich, ob die Zeitschaltuhr f\u00fcr Licht und UVB zuverl\u00e4ssig zwischen 10 und 14 Stunden Beleuchtungsdauer einh\u00e4lt. Erst wenn alle Werte \u00fcber mehrere Tage ohne Nachjustieren stabil bleiben, ziehen die Tiere ein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Woran Sie merken, ob das Terrarium wirklich funktioniert<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Tierschutzverordnung liefert die Untergrenze f\u00fcr Fl\u00e4che, H\u00f6he und Ausstattung, doch ob Ihr W\u00fcstenterrarium wirklich taugt, sehen Sie am Ende nur am Verhalten des Tieres. Sonnt es sich am W\u00e4rmespot und zieht sich danach von selbst in die k\u00fchle Zone zur\u00fcck, dann stimmt das Temperaturgef\u00e4lle. Bleibt das Tier dagegen \u00fcber Tage im w\u00e4rmsten oder k\u00fchlsten Bereich h\u00e4ngen, deutet das auf eine falsch eingestellte Zone hin, die sich mit dem Infrarot-Thermometer erneut pr\u00fcfen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie Gr\u00f6sse, Temperatur, UVB, Bodengrund und Struktur einmal sauber aufeinander abgestimmt haben, ersparen Sie sich sp\u00e4ter das Nachbessern am fertigen Terrarium, wenn das Tier schon darin sitzt. Beobachten Sie in den ersten Wochen, wie Ihre Bartagame oder Ihr Leopardgecko die Zonen nutzt, und passen Sie einzelne Elemente wie Versteckposition oder Spotabstand bei Bedarf nach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4ufige Fragen zum W\u00fcstenterrarium einrichten<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">K\u00f6nnen Bartagame und Leopardgecko im selben Terrarium leben?<\/h3>\n\n\n\n<p>Nein, das ist wegen unterschiedlicher Anspr\u00fcche nicht empfehlenswert. Die tagaktive Bartagame ben\u00f6tigt deutlich h\u00f6here Spot-Temperaturen und st\u00e4rkere UVB-Strahlung als der d\u00e4mmerungsaktive Leopardgecko, dessen Tagesrhythmus dadurch gest\u00f6rt w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie oft muss die UV-R\u00f6hre im W\u00fcstenterrarium gewechselt werden?<\/h3>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens nach 6 bis 12 Monaten Betriebsdauer. Die UVB-Leistung sinkt kontinuierlich, obwohl das sichtbare Licht weiterhin normal hell erscheint, weshalb ein reiner Sichtcheck der Lampe nicht ausreicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ist Calciumsand f\u00fcr Leopardgeckos sicher?<\/h3>\n\n\n\n<p>Das kommt auf die Menge an. Als d\u00fcnne Deckschicht gilt Calciumsand als vollst\u00e4ndig verdaulich, in grossen Mengen bleibt laut mehreren Zuchtportalen ein Restrisiko f\u00fcr Verdauungsprobleme, weshalb eine verdichtete Sand-Lehm-Mischung oder Fliesen als risiko\u00e4rmere Standardl\u00f6sung f\u00fcr Einsteiger gelten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie lange darf der Testlauf des Terrariums h\u00f6chstens dauern?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein bis zwei Wochen reichen bei komplexeren Setups mit mehreren W\u00e4rmezonen \u00fcblicherweise aus. Wichtiger als die genaue Dauer ist, dass Temperatur und Luftfeuchte an allen Messpunkten \u00fcber mehrere Tage ohne Nachregeln stabil bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reicht eine Heizmatte allein als W\u00e4rmequelle im W\u00fcstenterrarium?<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Heizmatte allein reicht nicht aus. F\u00fcr tagaktive W\u00fcstenreptilien schreibt die Schweizer Tierschutzverordnung helle Lampen zur Bestrahlung des Aufw\u00e4rmplatzes vor, und die Matte deckt weder diese Vorgabe noch den nat\u00fcrlichen W\u00e4rmeeinfall von oben ab. Zudem birgt sie ein Verbrennungsrisiko f\u00fcr grabende Tiere.<\/p>\n\n\n\n<div data-claire-cta=\"32a567e5-2876-4170-b2cd-45b4f7f3f17c\" data-claire-post=\"8169ef22-aae2-4b01-acab-ab558e9f9ffb\" data-claire-v=\"1vwf5p8\">\n<div class=\"clb clb-image\" style=\"--ac:#6366f1;--ac2:#5154c6;--bf:'Instrument Serif',serif;max-width:852px\"><a class=\"clb-imglink\" data-claire-k=\"32a567e5-2876-4170-b2cd-45b4f7f3f17c\" data-claire-p=\"8169ef22-aae2-4b01-acab-ab558e9f9ffb\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/repto-radiator-pl-r3100320m?utm_source=claire&amp;utm_medium=blog&amp;utm_campaign=32a567e5-2876-4170-b2cd-45b4f7f3f17c&amp;utm_content=wustenterrarium-einrichten-technik-warme-und-aufbau\"><img src=\"https:\/\/jkwxuxfniduhosziympn.supabase.co\/storage\/v1\/object\/public\/featured-images\/thereseschumacher_6313508\/banners\/ab0443f7-86c0-4303-831c-16efc95fbb13.webp\" alt=\"Terraristik - ReptoRadiator\" width=\"1920\" height=\"650\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"><\/a><\/div>\n<\/div>\n<link rel=\"stylesheet\" href=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.css\" data-claire-css=\"1\">\n<script src=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.js\" data-claire-loader async defer><\/script>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein W\u00fcstenterrarium richten Sie ein, indem Sie zuerst die Mindestgr\u00f6sse nach Tierart festlegen, danach ein klares Temperaturgef\u00e4lle mit W\u00e4rmespot und K\u00fchlzone aufbauen und erst im Anschluss Bodengrund, Verstecke und UV-Beleuchtung erg\u00e4nzen. 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