{"id":8625,"date":"2026-09-17T16:00:10","date_gmt":"2026-09-17T14:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/?p=8625"},"modified":"2026-09-17T16:00:10","modified_gmt":"2026-09-17T14:00:10","slug":"regenwaldterrarium-pflanzen-geeignete-arten-und-pflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/regenwaldterrarium-pflanzen-geeignete-arten-und-pflege\/","title":{"rendered":"Regenwaldterrarium Pflanzen: geeignete Arten und Pflege"},"content":{"rendered":"<p>Regenwaldterrarium Pflanzen stammen aus drei Wuchszonen: Boden, R\u00fcckwand und Aufsitzerpl\u00e4tze. <strong>Entscheidend f\u00fcr die Wahl ist eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von grob 70 bis 100 Prozent bei 24 bis 28 Grad, denn nur daf\u00fcr sind Arten wie Fittonia, Efeutute oder Bromelien gebaut.<\/strong> Wer das beachtet, bekommt eine Gr\u00fcnfl\u00e4che, die zuverl\u00e4ssig einw\u00e4chst.<\/p>\n<p>Bei uns im Zoo Roco Fachgesch\u00e4ft in Lyss sehen wir h\u00e4ufig zwei Fehler: zu grossbl\u00e4ttrige Pflanzen f\u00fcr zu kleine Becken, oder Arten, die deutlich mehr direktes Licht brauchen, als im Terrarium ankommt. Die Wuchszone entscheidet vorab, welche Pflanze \u00fcberhaupt in Frage kommt und wie schnell sie eine Fl\u00e4che schliesst.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Bodenpflanzen wie Fittonia und Peperomia brauchen durchgehend feuchtes, aber gut drainiertes Substrat ohne Staun\u00e4sse.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Kletterpflanzen wie die Efeutute schliessen eine R\u00fcckwand oft innerhalb von drei bis sechs Monaten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Epiphyten wie Bromelien und Tillandsien wachsen ohne Erde auf Kork oder Ast und brauchen deutlich mehr Geduld.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Einsteigerarten wie Phalaenopsis und Efeutute verzeihen Pflegefehler, anspruchsvollere Arten reagieren empfindlich auf Schwankungen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Welche Bodenpflanzen eignen sich f\u00fcrs Regenwaldterrarium?<\/h2>\n<p>Auf dem Terrarienboden funktionieren Pflanzen am besten, die durchgehend feuchtes Substrat vertragen, ohne an der Wurzel in stehender N\u00e4sse zu stehen. Zu den bew\u00e4hrtesten Bodenpflanzen f\u00fcrs Regenwaldterrarium z\u00e4hlen Fittonia, Peperomia, kleine Farne und Moose.<\/p>\n<h3>Fittonia (Mosaikpflanze) f\u00fcr die feuchte Bodenzone<\/h3>\n<p>Die Mosaikpflanze gilt als Klassiker f\u00fcr den feuchten Terrarienboden. Sie braucht <strong>70 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit<\/strong> und 20 bis 26 Grad, vertr\u00e4gt im Substrat aber keine Staun\u00e4sse. Ein lockeres, gut drainiertes Bodensubstrat ist bei dieser Art wichtiger als besonders viel Wasser.<\/p>\n<h3>Peperomia f\u00fcr pflegeleichte Einsteiger<\/h3>\n<p>Peperomia-Arten bleiben klein und brauchen wenig Pflegeaufwand, weshalb sie sich auch f\u00fcr Einsteiger ohne viel Zeit f\u00fcr Pflanzenpflege eignen. Von den \u00fcber 1000 bekannten Peperomia-Arten passen die kompakten, niedrig wachsenden Sorten am besten in kleinere Bodenfl\u00e4chen zwischen Wurzeln und Steinen.<\/p>\n<h3>Farne: robuster Nestfarn, anspruchsvoller Frauenhaarfarn<\/h3>\n<p>Beim Farn zeigt sich der Unterschied zwischen robust und anspruchsvoll besonders deutlich. Der Nestfarn (Asplenium nidus) bleibt kompakt und vertr\u00e4gt gelegentlich auch eine etwas trockenere Phase. Der Frauenhaarfarn dagegen braucht einen dauerhaft feuchten Standort mit indirektem Licht und reagiert empfindlicher auf Schwankungen in der Pflege.<\/p>\n<h3>Moos als Feuchtigkeitspuffer und Wet-Box<\/h3>\n<p>Moos \u00fcbernimmt im Regenwaldterrarium mehr als nur die Optik. Es reguliert die Luftfeuchtigkeit im Bodenbereich und wirkt sich damit positiv auf die Gesundheit der Terrarienbewohner aus. Ausserdem l\u00e4sst es sich gezielt zu einer feuchten Wet-Box aufschichten, die etwa Schlangen bei der H\u00e4utung hilft.<\/p>\n<h2>Welche Kletterpflanzen begr\u00fcnen die R\u00fcckwand am schnellsten?<\/h2>\n<p>F\u00fcr die R\u00fcckwand eignen sich schnellw\u00fcchsige Kletterpflanzen am besten, weil sie eine grosse Fl\u00e4che in wenigen Monaten schliessen. Efeutute, Ficus pumila und Philodendron z\u00e4hlen zu den bew\u00e4hrtesten Arten daf\u00fcr.<\/p>\n<h3>Efeutute (Epipremnum aureum)<\/h3>\n<p>Die Efeutute w\u00e4chst schneller als die meisten anderen Terrarienpflanzen und eignet sich deshalb besonders gut zur <strong>schnellen Begr\u00fcnung grosser Fl\u00e4chen<\/strong> wie der R\u00fcckwand. Sie kommt bereits mit 50 bis 65 Prozent Luftfeuchtigkeit und 18 bis 24 Grad zurecht, das ist deutlich gen\u00fcgsamer als bei vielen Bodenpflanzen. Die Pflanze enth\u00e4lt geringe Mengen Calciumoxalat und gilt als leicht giftig, wird von Reptilien und Amphibien in der Praxis aber kaum gefressen und deshalb gut vertragen.<\/p>\n<h3>Ficus pumila (Kletterfeige)<\/h3>\n<p>Die Kletterfeige klettert selbstst\u00e4ndig an Kork und R\u00fcckwand empor und eignet sich ebenfalls sehr gut zur R\u00fcckwandbegr\u00fcnung. Sie braucht einen hellen Standort, aber keine direkte Bestrahlung durch W\u00e4rmelampen, und wird am besten m\u00e4ssig mit m\u00f6glichst kalkarmem Wasser gegossen.<\/p>\n<h3>Philodendron f\u00fcr grossbl\u00e4ttrige Akzente<\/h3>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"db94612e-3cb9-40d6-aa0a-74b8c52ad8d3\" data-claire-i=\"0\"><\/div>\n<p>Philodendron erg\u00e4nzt die R\u00fcckwand mit gr\u00f6sseren, oft herzf\u00f6rmigen Bl\u00e4ttern und w\u00e4chst \u00e4hnlich pflegeleicht wie die Efeutute. Die Gattung bringt kletternde wie kompaktere Sorten mit, sodass Sie das Blattbild variieren k\u00f6nnen, ohne die Pflegeanspr\u00fcche zu versch\u00e4rfen.<\/p>\n<h2>Welche Aufsitzerpflanzen passen als Epiphyten ins Terrarium?<\/h2>\n<p>Aufsitzerpflanzen wachsen auf Kork, Ast oder Rinde, ganz ohne Erde am Wurzelballen, genau wie ihre Vorbilder im Regenwald. Bromelien, Tillandsien und kleine Orchideen z\u00e4hlen zu den wichtigsten Epiphyten f\u00fcrs Terrarium.<\/p>\n<h3>Bromelien als Kinderstube f\u00fcr Pfeilgiftfr\u00f6sche<\/h3>\n<p>Bromelien m\u00fcssen als Epiphyten kultiviert werden und sammeln Wasser in ihrer Blattrosette. Diese Rosette dient <strong>Pfeilgiftfr\u00f6schen als nat\u00fcrlicher Ablageplatz<\/strong> f\u00fcr ihre Kaulquappen. Das macht Bromelien f\u00fcr Dendrobaten-Terrarien praktisch unverzichtbar.<\/p>\n<h3>Tillandsien ohne Substrat<\/h3>\n<p>Tillandsien ben\u00f6tigen kein Substrat. Sie nehmen Feuchtigkeit \u00fcber feine Saugschuppen an den Bl\u00e4ttern auf und kommen deshalb mit gelegentlichem Bespr\u00fchen aus, was sie zur pflegeleichtesten Epiphyten-Option f\u00fcr die etwas trockeneren Terrarienzonen macht.<\/p>\n<h3>Orchideen: Phalaenopsis f\u00fcr Einsteiger<\/h3>\n<p>Phalaenopsis-Orchideen gelten unter den Terrarienorchideen als einsteigertauglich. Sie verzeihen Pflegefehler und werden, wie Bromelien und Farne, mit Sphagnum-Moos epiphytisch auf Kork aufgebunden.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Gut zu wissen:<\/strong> Auch g\u00e4ngige, im Zimmerpflanzenhandel gef\u00fchrte Orchideen wie die Juwelorchidee (Ludisia discolor) fallen unter die CITES-Anhang-II-Auflistung der Orchidaceae. F\u00fcr die Einfuhr in die Schweiz brauchen Sie deshalb grunds\u00e4tzlich ein CITES-Zeugnis, ausser die Pflanze stammt nachweislich aus k\u00fcnstlicher Vermehrung, wie das <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.blv.admin.ch\/dam\/blv\/de\/dokumente\/import-export\/import\/cites-zeugnispflicht-zierpflanzen-db.pdf.download.pdf\/CITES-Zeugnispflicht-Zierpflanzen-DE.pdf\">BLV-Merkblatt zur CITES-Zeugnispflicht<\/a> erl\u00e4utert.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Worauf kommt es bei der Wahl der Regenwaldterrarium-Pflanzen an?<\/h2>\n<p>Bei der Wahl der Regenwaldterrarium-Pflanzen z\u00e4hlen vier Punkte: Luftfeuchtigkeit, Lichtbedarf, Erfahrungslevel und Wuchsgeschwindigkeit. Wer diese vier Punkte vorab kl\u00e4rt, kauft seltener eine Pflanze, die nach wenigen Wochen fault oder verk\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Die passende Luftfeuchtigkeit liegt je nach Pflanzenart und Quelle zwischen grob 60 und 100 Prozent, weshalb sich eine Spanne als Richtwert besser eignet als ein fester Zielwert. Beim Licht gilt f\u00fcr praktisch alle Arten dasselbe Prinzip: hell, aber indirekt, ohne pralle Sonne und ohne direkten Kontakt zu W\u00e4rmelampen. Als Richtwert f\u00fcr das Terrarienklima insgesamt gelten Tagestemperaturen von 24 bis 28 Grad mit nur geringen n\u00e4chtlichen Abweichungen, wie auch <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.einrichtungsbeispiele.de\/terrarien\/regenwaldterrarium.html\">einrichtungsbeispiele.de zum Regenwaldterrarium<\/a> beschreibt.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Schnellw\u00fcchsig:<\/strong> Efeutute, Fittonia und Ficus pumila schliessen Fl\u00e4chen oft innerhalb weniger Monate.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Langsamw\u00fcchsig:<\/strong> Bromelien, Orchideen und die meisten Farne ben\u00f6tigen deutlich mehr Geduld.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Einsteigerfreundlich:<\/strong> Sansevieria, Phalaenopsis und Efeutute verzeihen Pflegefehler und Schwankungen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Anspruchsvoller:<\/strong> Frauenhaarfarn und viele Orchideen reagieren empfindlich auf falsche Feuchte oder falsches Licht.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Welche Pflanzen passen zu Pfeilgiftfr\u00f6schen und Taggeckos?<\/h2>\n<p>Pfeilgiftfr\u00f6sche und Taggeckos profitieren beide von einer m\u00f6glichst dichten Bepflanzung, die bis in die H\u00f6he reicht. Pfeilgiftfr\u00f6sche ben\u00f6tigen zus\u00e4tzlich 80 bis 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und einen Wasserteil, Taggeckos vor allem grossbl\u00e4ttrige Kletterfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Taggeckos der Gattung Phelsuma profitieren laut <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/geckio.de\/arten\/taggecko\">Geckio.de zur Taggecko-Haltung<\/a> von dichter Bepflanzung mit grossbl\u00e4ttrigen Arten wie Bromelien, Efeutute, Sansevieria, Ficus und Philodendron, dazu einem hohen Terrarium mit vertikaler Kletterfl\u00e4che. Pfeilgiftfr\u00f6sche wiederum brauchen eine sehr dichte, bis zur Decke reichende Bepflanzung mit echten Pflanzen. Ein Wasserteil geh\u00f6rt bei dieser Tierart ebenfalls zur Grundausstattung.<\/p>\n<p>Nicht jede tropisch wirkende Zimmerpflanze passt allerdings ins Terrarium. Dieffenbachia und grosse Alocasien sehen zwar dschungelig aus, ben\u00f6tigen aber sehr viel Platz, neigen zu Wurzeldruck und sind teils leicht giftig. F\u00fcr die meisten Regenwaldterrarien sind sie deshalb keine gute Wahl.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Vorsicht bei Fleischfressern:<\/strong> Karnivore Pflanzen wie Nepenthes oder Utricularia wirken exotisch, ihre Fallen k\u00f6nnen f\u00fcr sehr kleine Fr\u00f6sche aber zur Gefahr werden. F\u00fcr Dendrobaten-Terrarien mit kleinen Pfeilgiftfr\u00f6schen sind sie deshalb keine gute Wahl.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Zur passenden Bepflanzung geh\u00f6rt am Ende auch die richtige F\u00fctterung der Bewohner. Was Insektenj\u00e4ger und andere Terrarientiere ben\u00f6tigen, lesen Sie in unserem Ratgeber <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/reptilienfutter-kaufen-lebendfutter-oder-trockenfutter\/\">Reptilienfutter kaufen<\/a>.<\/p>\n<h2>Wie bepflanzen Sie Boden, R\u00fcckwand und Aufsitzerstellen richtig?<\/h2>\n<p>Beim Einsetzen z\u00e4hlt die Reihenfolge: zuerst der Boden, dann die R\u00fcckwand, zuletzt die Aufsitzerstellen. So w\u00e4chst jede Zone in ihrem eigenen Tempo ein, ohne sich gegenseitig zu verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Am Boden setzen Sie Fittonia, Peperomia, Farne und Moos in feuchtes, drainiertes Substrat, mit etwas Abstand zueinander f\u00fcr sp\u00e4tere Wuchsfreiheit. An der R\u00fcckwand verankern Sie Efeutute, Ficus pumila und Philodendron direkt in Pflanztaschen oder Substratnischen, von wo aus sie selbstst\u00e4ndig nach oben klettern. Wie Sie Technik, Beregnung und Klima vorab so einstellen, dass die R\u00fcckwand zuverl\u00e4ssig einw\u00e4chst, zeigt unser Ratgeber <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/regenwaldterrarium-einrichten-technik-klima-aufbau\/\">Regenwaldterrarium einrichten<\/a>.<\/p>\n<h3>Aufsitzerstellen richtig aufbinden<\/h3>\n<p>Epiphyten wie Bromelien, Orchideen und Farne binden Sie mit Sphagnum-Moos und einem elastischen Bindematerial auf Kork oder Ast auf. Wichtig ist, dass Luft an Wurzeln und Blattachseln herankommt, sonst faulen die Ansatzstellen.<\/p>\n<p>In-vitro gezogene Pflanzen entstehen unter sterilen Laborbedingungen auf N\u00e4hrgel und sind dadurch garantiert frei von Sch\u00e4dlingen, Parasiten, Pilzen und Pestizidr\u00fcckst\u00e4nden. Dieses Prinzip ist vor allem aus der Aquaristik gut belegt, l\u00e4sst sich aber sinngem\u00e4ss auf Terrarienpflanzen \u00fcbertragen: Sie setzen die Pflanze <strong>ohne langes W\u00e4ssern direkt ein<\/strong>, statt sie erst tagelang auf Sch\u00e4dlinge zu kontrollieren. Bei Zoo Roco f\u00fchren wir deshalb auch keimfrei gezogene <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/terraristik\/terrarium-einrichtung\/pflanzen-echt\/\">echte Terrarienpflanzen<\/a> f\u00fcr den direkten Einsatz.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Faustregel f\u00fcr die erste Zeit:<\/strong> Rechnen Sie mit 3 bis 6 Monaten, bis eine frisch bepflanzte R\u00fcckwand dicht und naturnah eingewachsen ist, schnellwachsende Arten wie Fittonia oder Efeutute schliessen die Fl\u00e4che sp\u00fcrbar fr\u00fcher. Lassen Sie das gesamte Terrarium ausserdem 6 bis 10 Wochen einlaufen, bevor die ersten Tiere einziehen, damit sich Mikroklima und Pflanzen erst stabilisieren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Schnelle R\u00fcckwand, geduldige Aufsitzer: die richtige Balance<\/h2>\n<p>Ein stimmiges Regenwaldterrarium w\u00e4chst meist in zwei Geschwindigkeiten gleichzeitig, selten auf einen Schlag. W\u00e4hrend Efeutute und Fittonia die Fl\u00e4che schon nach wenigen Monaten gr\u00fcn wirken lassen, brauchen Bromelien, Orchideen und Farne mehrere Saisons, um ihre volle Form zu entwickeln.<\/p>\n<p>Wer beide Tempi von Anfang an einplant, vermeidet den h\u00e4ufigsten Fehler: zu fr\u00fch Tiere einziehen zu lassen, bevor sich Mikroklima und Wurzeln \u00fcberhaupt gefestigt haben. Setzen Sie deshalb zuerst die schnellen Arten f\u00fcr die optische F\u00fclle, dann die langsamen Epiphyten f\u00fcr die dauerhafte Struktur.<\/p>\n<p>Wenn Sie sich vor der Bepflanzung noch unsicher sind, welche Kombination zu Ihrem Terrarium und dessen k\u00fcnftigen Bewohnern passt, beraten wir Sie gern direkt vor Ort. In unserem Terraristik-Fachgesch\u00e4ft im Berner Seeland finden Sie Pflanzen, Technik und pers\u00f6nliche Beratung, mehr dazu im Ratgeber <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/terraristikladen-in-der-naehe-bedarf-beratung-im-seeland\/\">Terraristikladen in der N\u00e4he<\/a>.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zu Regenwaldterrarium-Pflanzen<\/h2>\n<h3>K\u00f6nnen Sie normale Zimmerpflanzen ins Regenwaldterrarium setzen?<\/h3>\n<p>Nein, die meisten klassischen Zimmerpflanzen passen nicht ohne Weiteres hinein. Grossbl\u00e4ttrige Arten wie Dieffenbachia oder grosse Alocasien ben\u00f6tigen zu viel Platz, neigen zu Wurzeldruck und sind teils leicht giftig. W\u00e4hlen Sie stattdessen Arten, die gezielt f\u00fcr tropische Feuchte geeignet sind, etwa Fittonia oder Efeutute.<\/p>\n<h3>Wie lange dauert es, bis eine bepflanzte R\u00fcckwand dicht eingewachsen ist?<\/h3>\n<p>3 bis 6 Monate dauert es in der Regel, bis eine bepflanzte R\u00fcckwand dicht und naturnah eingewachsen ist. Schnellw\u00fcchsige Arten wie Efeutute oder Fittonia schliessen die Fl\u00e4che sp\u00fcrbar schneller als langsamer wachsende Epiphyten wie Bromelien oder Orchideen.<\/p>\n<h3>Ist die Efeutute giftig f\u00fcr Terrarientiere?<\/h3>\n<p>Ja, die Efeutute enth\u00e4lt geringe Mengen Calciumoxalat und gilt als leicht giftig. In der Praxis wird sie von Reptilien und Amphibien aber kaum gefressen und deshalb gut vertragen, ein Restrisiko bleibt bei sehr verspielten oder jungen Tieren dennoch.<\/p>\n<h3>Brauchen Bromelien und Tillandsien Erde?<\/h3>\n<p>Nein, beide werden als Epiphyten ohne Substrat kultiviert. Bromelien sammeln Wasser in ihrer Blattrosette, Tillandsien nehmen Feuchtigkeit \u00fcber Saugschuppen an den Bl\u00e4ttern auf und kommen mit gelegentlichem Bespr\u00fchen aus.<\/p>\n<h3>Brauchen Sie f\u00fcr Orchideen wie Ludisia discolor ein CITES-Zeugnis?<\/h3>\n<p>Ja, in der Regel schon. Auch g\u00e4ngige Handelsorchideen wie die Juwelorchidee fallen unter die CITES-Anhang-II-Regelung, weshalb bei der Einfuhr in die Schweiz meist ein CITES-Zeugnis n\u00f6tig ist, ausser die Pflanze stammt nachweislich aus k\u00fcnstlicher Vermehrung.<\/p>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"db94612e-3cb9-40d6-aa0a-74b8c52ad8d3\" data-claire-i=\"1\"><\/div>\n<link rel=\"stylesheet\" href=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.css\" data-claire-css=\"1\">\n<script src=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.js\" data-claire-loader async defer><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regenwaldterrarium Pflanzen stammen aus drei Wuchszonen: Boden, R\u00fcckwand und Aufsitzerpl\u00e4tze. Entscheidend f\u00fcr die Wahl ist eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von grob 70 bis 100 Prozent bei 24 bis 28 Grad, denn nur daf\u00fcr sind Arten wie Fittonia, Efeutute oder Bromelien gebaut. Wer das beachtet, bekommt eine Gr\u00fcnfl\u00e4che, die zuverl\u00e4ssig einw\u00e4chst. 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