{"id":8615,"date":"2026-09-14T16:00:37","date_gmt":"2026-09-14T14:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/?p=8615"},"modified":"2026-09-14T16:00:37","modified_gmt":"2026-09-14T14:00:37","slug":"katze-trinkt-zu-wenig-ursachen-und-was-jetzt-hilft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/katze-trinkt-zu-wenig-ursachen-und-was-jetzt-hilft\/","title":{"rendered":"Katze trinkt zu wenig: Ursachen und was jetzt hilft"},"content":{"rendered":"<p>Trinkt Ihre Katze zu wenig, steigt das Risiko f\u00fcr Blasenprobleme und Nierenbelastung deutlich. <strong>Als Faustregel gilt: Eine gesunde erwachsene Katze ben\u00f6tigt t\u00e4glich rund 50 bis 70 Milliliter Fl\u00fcssigkeit pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht.<\/strong> Wie viel davon tats\u00e4chlich im Napf landet, l\u00e4sst sich einfach nachmessen.<\/p>\n<p>Bei reiner Trockenf\u00fctterung, ung\u00fcnstigem Napf-Standort oder Stress bleibt die Trinkmenge oft deutlich unter diesem Wert, ohne dass Sie es sofort bemerken. Genau da lohnt sich ein genauer Blick auf Napf, Futter und das Verhalten Ihrer Katze.<\/p>\n<p>Ob Ihre Katze wirklich zu wenig trinkt, zeigt sich an drei Stellen: an der gemessenen Menge, am K\u00f6rper Ihrer Katze und an m\u00f6glichen Erkrankungen im Hintergrund.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Der Hautfaltentest im Nacken verr\u00e4t in Sekunden, ob Ihrer Katze Fl\u00fcssigkeit fehlt.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Reines Trockenfutter deckt oft weniger als ein Zehntel des Wasserbedarfs \u00fcber die Nahrung.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Mehrere Wasserstellen und ein Trinkbrunnen erh\u00f6hen die Trinkmenge bei vielen Katzen sp\u00fcrbar.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Anhaltend wenig Trinken kann auf Nieren, Diabetes oder eine Blasenentz\u00fcndung hindeuten.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wie viel Wasser braucht Ihre Katze am Tag wirklich?<\/h2>\n<p>Die Faustregel von 50 bis 70 Millilitern Fl\u00fcssigkeit pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht gilt f\u00fcr praktisch jede gesunde Katze. Bei einer 4 Kilogramm schweren Katze sind das <strong>rund 200 Milliliter Fl\u00fcssigkeit pro Tag<\/strong>, das Wasser aus dem Futter eingerechnet. Aktivit\u00e4t, Aussentemperatur, Tr\u00e4chtigkeit und die Futterart verschieben diesen Wert nach oben oder unten.<\/p>\n<p>Ob Ihre Katze diesen Wert tats\u00e4chlich erreicht, pr\u00fcfen Sie am einfachsten mit einem kleinen Wassertagebuch. F\u00fcllen Sie den Napf mit einer abgemessenen Menge, zum Beispiel 250 Millilitern, und sorgen Sie daf\u00fcr, dass Ihre Katze keinen weiteren Zugang zu Wasser hat, auch nicht am Wasserhahn oder aus der Vase. Nach 24 Stunden messen Sie die Restmenge mit einem Messbecher und wiederholen das \u00fcber drei bis vier Tage, damit ein einzelner Ausreissertag das Bild nicht verzerrt.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Faustregel f\u00fcr die Praxis:<\/strong> Rechnen Sie grob mit 50 Millilitern pro Kilogramm als unterem Richtwert. Trinkt Ihre Katze \u00fcber mehrere Tage sp\u00fcrbar weniger und frisst sie \u00fcberwiegend Trockenfutter, ist das ein erstes Warnsignal, dem Sie nachgehen sollten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Woran erkennen Sie eine Dehydrierung bei Ihrer Katze?<\/h2>\n<p>Der zuverl\u00e4ssigste Schnelltest ist der Hautfaltentest im Nacken- oder Schulterbereich. Heben Sie die Haut vorsichtig zu einer Falte an und lassen Sie los: Verstreicht sie sofort, ist Ihre Katze ausreichend versorgt. Bleibt die Falte stehen oder <strong>verstreicht nur langsam<\/strong>, spricht das f\u00fcr Fl\u00fcssigkeitsmangel. Bei sehr alten, sehr d\u00fcnnen oder \u00fcbergewichtigen Katzen ist der Test etwas weniger aussagekr\u00e4ftig, weil die Hautelastizit\u00e4t ohnehin nachl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Weitere Anzeichen best\u00e4tigen den Verdacht. Trockenes bis klebriges Zahnfleisch, eingesunkene Augen und auff\u00e4llige Mattigkeit deuten ebenfalls auf zu wenig Fl\u00fcssigkeit hin, oft in Kombination mit Appetitlosigkeit.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Hautfaltentest:<\/strong> Die Falte im Nacken verstreicht nicht sofort oder nur z\u00f6gerlich.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Zahnfleisch:<\/strong> f\u00fchlt sich trocken oder klebrig an, wenn Fl\u00fcssigkeit fehlt.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Augen:<\/strong> wirken eingesunken oder auff\u00e4llig stumpf.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Verhalten:<\/strong> Ihre Katze zeigt Mattigkeit, zieht sich zur\u00fcck oder frisst kaum noch.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote>\n<p><strong>Sofort zum Tierarzt:<\/strong> Sichtbare Nickhaut, sehr blasses oder weisses Zahnfleisch, Teilnahmslosigkeit oder Kreislaufschw\u00e4che sind keine F\u00e4lle zum Abwarten. Fahren Sie dann direkt in die Praxis oder Notfallklinik.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Warum trinkt Ihre Katze zu wenig? Die h\u00e4ufigsten Alltagsursachen<\/h2>\n<p>Meistens liegt zu geringes Trinken an der F\u00fctterung oder am Napf-Standort, seltener an einer Erkrankung. Reines Trockenfutter enth\u00e4lt <strong>nur 6 bis 12 Prozent Wasser<\/strong>, Nassfutter dagegen 70 bis 85 Prozent. Katzen, die ausschliesslich Trockenfutter fressen, m\u00fcssen den fehlenden Wasseranteil komplett \u00fcber den Napf ausgleichen, was viele Tiere von Natur aus nicht zuverl\u00e4ssig tun.<\/p>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"39c4aec7-de8c-4525-9809-1295a6fc8548\" data-claire-i=\"0\"><\/div>\n<p>Der Standort des Wassernapfs spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Katzen trennen instinktiv Trink-, Fress- und Toilettenbereich, weil das in freier Wildbahn Beutereste und Ausscheidungen vom Trinkwasser fernh\u00e4lt. Als Richtwert gilt: mindestens einen halben Meter Abstand zur Katzentoilette und rund zwei Meter zum Futternapf. Steht der Napf direkt neben Futter oder Toilette, meiden manche Katzen ihn schlicht als \u201egeschmacklos&#8221;.<\/p>\n<p>Auch Stress wirkt sich aufs Trinkverhalten aus, oft \u00fcber den Umweg der Blase. Umz\u00fcge, neue Mitbewohner oder fehlende R\u00fcckzugsorte z\u00e4hlen zu den h\u00e4ufigsten Ausl\u00f6sern f\u00fcr stressbedingte Blasenprobleme, die das Trinken zus\u00e4tzlich hemmen, weil Wasserlassen dann schmerzhaft wird. Mehrfache, r\u00e4umlich getrennte Wasser-, Futter- und Toilettenpl\u00e4tze geh\u00f6ren laut dem <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/full\/10.1177\/1098612X13477537\">AAFP\/ISFM-Leitfaden<\/a> zu den Grundvoraussetzungen f\u00fcr eine stressarme Umgebung. Wie Sie Napf und Katzentoilette r\u00e4umlich sauber trennen, lesen Sie in unserem Ratgeber zur <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/katzentoilette-fuer-grosse-katzen-offen-oder-geschlossen\/\">passenden Katzentoilette<\/a>.<\/p>\n<h2>Welche Krankheiten stecken hinter dauerhaft zu wenig Trinken?<\/h2>\n<p>Bleibt die Trinkmenge \u00fcber Wochen niedrig oder ver\u00e4ndert sich das Verhalten Ihrer Katze zus\u00e4tzlich, kommen h\u00e4ufig drei Erkrankungen infrage: Blasenentz\u00fcndung, chronische Nierenerkrankung und Diabetes. Alle drei ver\u00e4ndern den Wasserhaushalt auf unterschiedliche Weise und geh\u00f6ren in tier\u00e4rztliche Abkl\u00e4rung.<\/p>\n<h3>Blasenentz\u00fcndung durch konzentrierten Urin<\/h3>\n<p>Trinkt eine Katze zu wenig, wird ihr Urin st\u00e4rker konzentriert. Das beg\u00fcnstigt laut <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.drhoelter.de\/tierarzt\/ernaehrungsinfos\/tipps-zur-steigerung-der-trinkmenge-ihrer-katze.html\">Dr. H\u00f6lter<\/a> die Bildung von Struvit- und anderen Harnkristallen und erh\u00f6ht damit das Risiko f\u00fcr eine Blasenentz\u00fcndung. Bei Katzen unter 10 Jahren sind <strong>60 bis 70 Prozent stressbedingt<\/strong>, ohne nachweisbare Bakterien; nur 10 bis 15 Prozent gehen auf eine bakterielle Infektion zur\u00fcck. Zu wenig Trinken und Stress verst\u00e4rken sich hier gegenseitig.<\/p>\n<h3>Chronische Nierenerkrankung und Diabetes<\/h3>\n<p>Bei \u00e4lteren Katzen zeigt sich oft das Gegenteil des erwarteten Bildes. Rund die H\u00e4lfte aller Katzen \u00fcber 12 Jahren entwickelt eine chronische Nierenerkrankung, deren Symptome meist erst auffallen, wenn bereits 60 bis 70 Prozent der Nierenleistung ausgefallen sind. Betroffene Katzen trinken zun\u00e4chst vermehrt, weil sich der K\u00f6rper \u00fcber die Nieren gewissermassen reinsp\u00fclt. Im sp\u00e4teren Verlauf kann die Katze trotz erh\u00f6hter Trinkmenge austrocknen, weil die Nieren das Wasser nicht mehr richtig verwerten. Diabetes mellitus betrifft sch\u00e4tzungsweise eine von 200 Katzen und zeigt sich durch vermehrten Durst, vermehrten Harnabsatz, grossen Appetit und gleichzeitigen Gewichtsverlust, wie <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feliner_Diabetes_mellitus\">Wikipedia zum felinen Diabetes<\/a> zusammenfasst.<\/p>\n<p>F\u00e4llt Ihnen neben ver\u00e4ndertem Trinkverhalten zus\u00e4tzlich <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/mundgeruch-bei-der-katze-ursachen-erkennen-und-was-wirklich-hilft\/\">auff\u00e4lliger Mundgeruch bei Ihrer Katze<\/a> auf, kann das ebenfalls auf Nierenprobleme hindeuten, da harnpflichtige Stoffe im Blut den Atem ver\u00e4ndern. In diesem Fall geh\u00f6rt eine Blut- und Urinuntersuchung auf die Liste beim n\u00e4chsten Tierarztbesuch.<\/p>\n<h2>Wie erh\u00f6hen Sie die Trinkmenge Ihrer Katze sofort?<\/h2>\n<p>Der wirksamste erste Schritt ist einfach: mehr Wasserstellen, an besseren Pl\u00e4tzen, mit dem passenden Napf. Verteilen Sie <strong>mindestens zwei bis drei Wasserstellen<\/strong> in der Wohnung, jeweils mit Abstand zu Futter und Katzentoilette. Schon diese Umstellung bringt bei vielen Katzen innerhalb weniger Tage eine sichtbar h\u00f6here Trinkmenge.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Mehrere Wasserstellen:<\/strong> Stellen Sie N\u00e4pfe in mindestens zwei verschiedenen R\u00e4umen auf, nicht nur in der K\u00fcche.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Getrennter Standort:<\/strong> Halten Sie rund zwei Meter Abstand zum Futter und einen halben Meter zur Toilette ein.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>T\u00e4glicher Wasserwechsel:<\/strong> Frisches Wasser wirkt appetitlicher als abgestandenes und bleibt hygienisch einwandfrei.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Trinkbrunnen mit fliessendem Wasser:<\/strong> Viele Katzen reagieren auf bewegtes Wasser st\u00e4rker als auf den stehenden Napf.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Breite, flache N\u00e4pfe aus Keramik oder Glas:<\/strong> Sie schonen die Schnurrhaare und lassen sich gr\u00fcndlicher reinigen als Plastik.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Warum gerade Napf-Material und -Form den Unterschied machen, zeigt sich im Detail. Kunststoffn\u00e4pfe zerkratzen mit der Zeit, und in den entstehenden Mikrorissen setzen sich Bakterien fest und dies kann sogar Kinnakne beg\u00fcnstigen. Keramik, Glas und Edelstahl lassen sich dagegen r\u00fcckstandsfrei reinigen. Ein Napf-Durchmesser von mindestens 12 bis 15 Zentimetern verhindert zudem, dass die empfindlichen Schnurrhaare st\u00e4ndig den Rand ber\u00fchren, was manche Katzen sonst komplett vom Trinken abh\u00e4lt. N\u00e4pfe und Trinkbrunnen z\u00e4hlen deshalb zur soliden Grundausstattung, die schon vor dem Einzug Ihrer Katze feststehen sollte, wie wir in unserer <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/katzen-erstausstattung-checkliste-fuer-den-start\/\">Checkliste f\u00fcr die Katzen-Erstausstattung<\/a> zusammengefasst haben.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Gut zu wissen:<\/strong> Nicht jede Katze bevorzugt fliessendes Wasser. Die Vorliebe f\u00fcr den Trinkbrunnen ist individuell unterschiedlich, wie <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/tiermedizin.thieme.de\/aktuelles\/vet-news\/detail\/trinkbrunnen-fuer-trinkfaule-katzen-2038\">Thieme Tiermedizin<\/a> beschreibt. Testen Sie deshalb ruhig parallel einen Brunnen und einen klassischen Napf, bevor Sie sich f\u00fcr eine L\u00f6sung entscheiden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Welche F\u00fctterungs-Tricks erh\u00f6hen die Fl\u00fcssigkeitsaufnahme Ihrer Katze?<\/h2>\n<p>Neben Napf und Standort liefert auch die F\u00fctterung selbst zus\u00e4tzliche Fl\u00fcssigkeit. Der einfachste Hebel ist ein teilweiser oder vollst\u00e4ndiger <strong>Umstieg auf Nassfutter<\/strong>, da es deutlich mehr Wasser enth\u00e4lt als Trockenfutter. Schon eine zus\u00e4tzliche Portion Nassfutter am Tag macht bei der Gesamtbilanz einen sp\u00fcrbaren Unterschied.<\/p>\n<ol>\n<li>\n<p><strong>Nassfutter erg\u00e4nzen:<\/strong> Ersetzen Sie mindestens eine Trockenfutter-Mahlzeit t\u00e4glich durch Nassfutter.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wasser unterr\u00fchren:<\/strong> Mischen Sie einen Schuss Wasser unter das Nassfutter, ohne die Konsistenz stark zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Ungesalzene Br\u00fche anbieten:<\/strong> Ein Schluck Fleischbr\u00fche oder Thunfischsud im Wasser wirkt f\u00fcr viele Katzen wie ein Anreiz.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Trockenfutter einweichen:<\/strong> Lassen Sie Trockenfutter rund 10 Minuten in etwas Wasser quellen, bevor Sie es servieren.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wichtig bei Br\u00fche und Sud: Verwenden Sie ausschliesslich ungesalzene Varianten ohne Zwiebel- oder Knoblauchzusatz, denn beide Zutaten sind f\u00fcr Katzen ungeeignet. Testen Sie die Tricks am besten nacheinander, dann erkennen Sie klar, welche Massnahme bei Ihrer Katze tats\u00e4chlich wirkt.<\/p>\n<h2>Warum das Trinkverhalten Ihr wichtigstes Fr\u00fchwarnsystem bleibt<\/h2>\n<p>Ein Wassertagebuch bleibt auch \u00fcber die akute Situation hinaus n\u00fctzlich. Wer die Trinkmenge seiner Katze grob kennt, bemerkt Ver\u00e4nderungen viel fr\u00fcher als \u00fcber Gewicht oder Appetit. Genau diese Ver\u00e4nderung ist bei Nierenerkrankung oder Diabetes oft das erste sichtbare Zeichen, lange bevor weitere Symptome auffallen.<\/p>\n<p>Bessern sich Napf, Standort und Futter, bleibt die Trinkmenge aber niedrig oder steigt pl\u00f6tzlich auff\u00e4llig stark an, geh\u00f6rt das in tier\u00e4rztliche H\u00e4nde. F\u00fcr alle anderen F\u00e4lle gilt: Mit mehreren gut platzierten Wasserstellen, geeignetem Napfmaterial und einem Trinkbrunnen als Erg\u00e4nzung schaffen Sie die Grundlage, auf der Ihre Katze von selbst mehr trinkt.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zum Trinkverhalten der Katze<\/h2>\n<h3>Bevorzugt jede Katze einen Trinkbrunnen mit fliessendem Wasser?<\/h3>\n<p>Nein, nicht jede Katze zeigt eine klare Vorliebe f\u00fcr fliessendes Wasser. Viele Katzen trinken an einem Trinkbrunnen zwar mehr als am stehenden Napf, aber die Vorliebe ist individuell unterschiedlich. Am sichersten stellen Sie Brunnen und klassischen Napf parallel auf und beobachten, welche L\u00f6sung Ihre Katze tats\u00e4chlich h\u00e4ufiger nutzt.<\/p>\n<h3>Wie oft sollten Sie das Wasser im Napf wechseln?<\/h3>\n<p>Einmal t\u00e4glich ist das Minimum, bei warmem Wetter oder praller Sonne besser zweimal. Frisches, k\u00fchles Wasser wirkt appetitlicher als abgestandenes und verhindert, dass sich Keime im Napf vermehren. Reinigen Sie Napf und Trinkbrunnen zus\u00e4tzlich regelm\u00e4ssig mit heissem Wasser, damit kein Biofilm entsteht.<\/p>\n<h3>Reicht ein Umstieg auf Nassfutter allein, um die Trinkmenge zu sichern?<\/h3>\n<p>Nein, Nassfutter allein deckt nicht automatisch den gesamten Fl\u00fcssigkeitsbedarf ab, auch wenn es mit 70 bis 85 Prozent Wasseranteil deutlich mehr Feuchtigkeit liefert als Trockenfutter. Kombinieren Sie den Futterumstieg deshalb immer mit mehreren gut platzierten Wasserstellen und beobachten Sie weiterhin die getrunkene Menge.<\/p>\n<h3>Woran erkennen Sie, dass der Napf selbst Ihre Katze vom Trinken abh\u00e4lt?<\/h3>\n<p>Kunststoffn\u00e4pfe mit Kratzern oder zu schmale, tiefe N\u00e4pfe sind die h\u00e4ufigsten Ausl\u00f6ser, wenn eine Katze den Napf meidet, obwohl genug Wasser darin steht. Die Schnurrhaare ber\u00fchren dabei st\u00e4ndig den Rand, was manche Katzen als unangenehm empfinden. Ein Wechsel zu einem breiten, flachen Napf aus Keramik oder Glas l\u00f6st dieses Problem oft innerhalb weniger Tage.<\/p>\n<h3>Was tun, wenn die Katze trotz mehr Wasserstellen weiterhin wenig trinkt?<\/h3>\n<p>Dann geh\u00f6rt ein Tierarztbesuch auf die Liste, denn anhaltend zu geringes Trinken trotz optimierter Umgebung kann auf Nierenerkrankung, Diabetes oder eine Blasenentz\u00fcndung hindeuten. Eine Blut- und Urinuntersuchung kl\u00e4rt in der Regel schnell, ob eine dieser Erkrankungen vorliegt. Je fr\u00fcher die Abkl\u00e4rung erfolgt, desto besser l\u00e4sst sich gegensteuern.<\/p>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"39c4aec7-de8c-4525-9809-1295a6fc8548\" data-claire-i=\"1\"><\/div>\n<link rel=\"stylesheet\" href=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.css\" data-claire-css=\"1\">\n<script src=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.js\" data-claire-loader async defer><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trinkt Ihre Katze zu wenig, steigt das Risiko f\u00fcr Blasenprobleme und Nierenbelastung deutlich. Als Faustregel gilt: Eine gesunde erwachsene Katze ben\u00f6tigt t\u00e4glich rund 50 bis 70 Milliliter Fl\u00fcssigkeit pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht. Wie viel davon tats\u00e4chlich im Napf landet, l\u00e4sst sich einfach nachmessen. 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