{"id":8613,"date":"2026-09-13T16:00:20","date_gmt":"2026-09-13T14:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/?p=8613"},"modified":"2026-09-13T16:00:20","modified_gmt":"2026-09-13T14:00:20","slug":"was-fressen-gartenvoegel-das-richtige-futter-je-vogelart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/was-fressen-gartenvoegel-das-richtige-futter-je-vogelart\/","title":{"rendered":"Was fressen Gartenv\u00f6gel? Das richtige Futter je Vogelart"},"content":{"rendered":"<p>Gartenv\u00f6gel fressen sehr unterschiedlich: K\u00f6rnerfresser wie Fink und Sperling picken am liebsten Sonnenblumenkerne und Hanfsamen, Weichfresser wie Amsel und Rotkehlchen bevorzugen Insekten, Beeren und weiche N\u00fcsse, Allesfresser wie die Meise nehmen von beidem etwas. <strong>Wer die Vogelart im eigenen Garten erkennt, weiss sofort, welches Futter dorthin geh\u00f6rt.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr uns bei Zoo Roco ist genau diese Zuordnung der Ausgangspunkt jeder Futterberatung. Wer wahllos eine T\u00fcte K\u00f6rnermischung aufh\u00e4ngt, erreicht oft nur einen Teil der G\u00e4ste im Garten, w\u00e4hrend Rotkehlchen, Zaunk\u00f6nig oder Star am Futterhaus komplett leer ausgehen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>K\u00f6rnerfresser wie Fink, Sperling und Ammer \u00f6ffnen mit ihrem kr\u00e4ftigen Schnabel auch harte Sonnenblumenkerne m\u00fchelos.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Weichfutterfresser wie Amsel und Rotkehlchen kommen seltener ans Futterhaus und brauchen weiche, kalorienreiche Kost.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Fettfutter und Meisenkn\u00f6del geh\u00f6ren laut Schweizerischer Vogelwarte nur in die kalte Jahreszeit ans Futterhaus.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Brot, Essensreste und verschimmeltes Futter schaden Gartenv\u00f6geln und geh\u00f6ren nie an die Futterstelle.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Welche Gartenv\u00f6gel fressen was? K\u00f6rner-, Weich- und Allesfresser im \u00dcberblick<\/h2>\n<p>Gartenv\u00f6gel lassen sich anhand ihres Schnabels und ihrer bevorzugten Nahrung in drei Gruppen einteilen: K\u00f6rnerfresser, Weichfutterfresser und Allesfresser. Diese Einteilung entscheidet direkt dar\u00fcber, welches Futter an Ihrer Futterstelle \u00fcberhaupt ankommt.<\/p>\n<p>K\u00f6rnerfresser bilden laut <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.vogelwarte.ch\/de\/ratgeber\/fuetterung-von-kleinvoegeln\/\">Schweizerischer Vogelwarte Sempach<\/a> die artenreichste Gruppe am Futterhaus. Dazu z\u00e4hlen Finken, Sperlinge und Ammern mit ihrem dicken, kr\u00e4ftigen Schnabel, der harte Schalen problemlos knackt. F\u00fcr sie eignen sich Mischungen, die gr\u00f6sstenteils oder ganz aus <strong>Sonnenblumenkernen und Hanfsamen<\/strong> bestehen.<\/p>\n<p>Weichfutterfresser sind deutlich seltener am Futterhaus zu sehen. Laut <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.birdlife.ch\/de\/content\/vogelfuetterung\">BirdLife Schweiz<\/a> kommen von dieser Gruppe nur Amsel, Rotkehlchen und Star regelm\u00e4ssig vorbei und fressen dort gerne Haferflocken, zerhackte Baum- und Haseln\u00fcsse sowie ungeschwefelte Rosinen. Zaunk\u00f6nig und M\u00f6nchsgrasm\u00fccke halten sich meist im dichten Geb\u00fcsch auf und suchen dort selbst nach Insekten und Beeren. Eine offene Futterstelle fliegen sie nur selten an.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Gut zu wissen:<\/strong> K\u00f6rnerfresser nehmen laut Vogelwarte auch das f\u00fcr Weichfresser gedachte Futter an. Eine gemischte Futterstelle mit Sonnenblumenkernen, Haferflocken und ein paar Rosinen erreicht deshalb beide Gruppen gleichzeitig.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Meisen z\u00e4hlen zu den echten Allesfressern im Garten. Blau-, Kohl- und Sumpfmeise knacken mit ihrem spitzen Schnabel sowohl Sonnenblumenkerne als auch weiche Fettfutter-Bestandteile, dazu jagen sie im Fr\u00fchling intensiv nach Raupen und kleinen Insekten. Auch Kleiber und Spechte geh\u00f6ren zu dieser flexiblen Gruppe und wechseln je nach Jahreszeit zwischen K\u00f6rnern, Fett und tierischer Kost.<\/p>\n<h2>Welches Futter passt zu Finken, Amsel und Meise?<\/h2>\n<p>Sechs Futtersorten decken den gr\u00f6ssten Teil der Gartenv\u00f6gel ab: Sonnenblumenkerne, Erdn\u00fcsse, Haferflocken, Fettfutter, Mehlw\u00fcrmer und Beeren. Welche Sorte sinnvoll ist, h\u00e4ngt von der Vogelart und der Jahreszeit ab.<\/p>\n<p>Bei <em>Sonnenblumenkernen<\/em> lohnt sich der Blick aufs Etikett. Gesch\u00e4lte Kerne kann jeder Vogel fressen, auch Weichfutterfresser, deren Schnabel keine harte Schale \u00f6ffnet. Ungesch\u00e4lte Kerne bleiben l\u00e4nger frisch, weil die Schale die N\u00e4hrstoffe sch\u00fctzt, und bieten kr\u00e4ftigen K\u00f6rnerfressern zus\u00e4tzlich eine nat\u00fcrliche Knackaufgabe. <strong>Ungesalzene Erdn\u00fcsse<\/strong> erg\u00e4nzen dieses Angebot vor allem f\u00fcr Meisen, Kleiber und Spechte, die die harte Schale gezielt aufhacken.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>\u00d6kologischer Hinweis:<\/strong> Die Schweizerische Vogelwarte r\u00e4t, Zutaten aus fernen L\u00e4ndern wie Palm\u00f6l, Kokosfett oder Erdn\u00fcsse nur bewusst und dosiert einzusetzen. Wer Erdn\u00fcsse verf\u00fcttert, w\u00e4hlt am besten eine massvolle Menge innerhalb einer gemischten F\u00fctterung.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Haferflocken sind der Klassiker f\u00fcr Amsel und Rotkehlchen, weil sie weich, energiereich und leicht zu picken sind. Fettfutter und Meisenkn\u00f6del liefern in der kalten Jahreszeit schnell verf\u00fcgbare Energie. Aktuelle Studien aus England und Deutschland zeigen aber, dass dieselbe fette Kost im Fr\u00fchling und Sommer den Bruterfolg von Meisen senken kann, weshalb sie dann wieder vom Futterplatz verschwinden sollte. Wer Meisenkn\u00f6del kauft, sollte zudem auf die Verpackung achten: Modelle in Plastiknetzen bergen ein reales Verfangungsrisiko f\u00fcr F\u00fcsse und Zehen der V\u00f6gel. Netzfreie Varianten oder ein Futterspender mit Gitter sind die sicherere Wahl, wie auch unser Beitrag <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/meisenknoedel-ohne-netz-mit-insekten-oder-klassisch\/\">zu Meisenkn\u00f6deln ohne Netz<\/a> zeigt.<\/p>\n<p>Getrocknete Mehlw\u00fcrmer und anderes Insektenfutter sind proteinreich und werden von Rotkehlchen, Zaunk\u00f6nig, Amsel, Drossel und Meisen gerne angenommen. Gerade w\u00e4hrend der Brutzeit steigt der Bedarf an tierischem Eiweiss f\u00fcr die Jungenaufzucht stark an, weil Nestlinge davon schneller wachsen als von reinem K\u00f6rnerfutter. Beeren und feines Obst wie halbierte \u00c4pfel runden das Bild ab: Weissdornbeeren etwa werden von rund zw\u00f6lf verschiedenen Gartenvogelarten gefressen, darunter auch die Blaumeise, und im Winter entwickeln Amsel, Drossel, Fink und Star einen regelrechten Beerenhunger.<\/p>\n<h2>Naturnahrung oder Zuf\u00fctterung: Was braucht ein vogelfreundlicher Garten?<\/h2>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"696f3eff-ebe9-49ab-b3e1-afe5ad8114a1\" data-claire-i=\"0\"><\/div>\n<p>Ein vogelfreundlicher Garten liefert Gartenv\u00f6geln ganzj\u00e4hrig Nahrung, ganz ohne zugekauftes Futter. Einheimische Beerenstr\u00e4ucher und Wildstauden bieten laut Vogelwarte ein vielf\u00e4ltiges nat\u00fcrliches Angebot aus Insekten, Beeren und S\u00e4mereien, das \u00fcberwinternde Kleinv\u00f6gel oft besser versorgt als jede Futterstelle.<\/p>\n<p>Weissdorn ist dabei ein Paradebeispiel: Der Strauch liefert Beeren f\u00fcr ein Dutzend Vogelarten und beherbergt zus\u00e4tzlich zahllose Insekten, die f\u00fcr die Aufzucht von Jungv\u00f6geln unverzichtbar sind. Amsel, Rotkehlchen und M\u00f6nchsgrasm\u00fccke geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten G\u00e4sten an solchen Beerenpflanzen im Winter. Zugekaufte Fettfutter-Mischungen und Meisenkn\u00f6del ersetzen diesen Lebensraum nie, sie erg\u00e4nzen ihn nur an kalten Tagen.<\/p>\n<p>Zuf\u00fctterung und naturnahe Gartengestaltung wirken deshalb am besten zusammen. Wer Hecken, Wildstauden und ein paar Beerenstr\u00e4ucher pflanzt, schafft die Basis, auf der eine Futterstelle im Winter erst richtig funktioniert. Wie sich beide Bausteine \u00fcber das ganze Jahr sinnvoll kombinieren lassen, beschreiben wir ausf\u00fchrlich in unserem Beitrag zur <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/ganzjahresfuterung\/\">F\u00fctterung freilebender V\u00f6gel im Jahresverlauf<\/a>.<\/p>\n<h2>Winterf\u00fctterung oder Sommerf\u00fctterung: Welches Futter passt wann?<\/h2>\n<p>Im Winter hilft energiereiches Fettfutter Kleinv\u00f6geln \u00fcber K\u00e4lteperioden, im Sommer braucht es an der Futterstelle vor allem Zur\u00fcckhaltung. Aus biologischer Sicht ist Winterf\u00fctterung nicht zwingend notwendig, weil die am Futterhaus vorkommenden Arten in der Schweiz durchwegs nicht gef\u00e4hrdet sind. Bei geschlossener Schneedecke, Eisregen oder Dauerfrost kann sie einzelnen V\u00f6geln aber tats\u00e4chlich das \u00dcberleben erleichtern.<\/p>\n<p>Im Sommer sieht die Empfehlung anders aus. Wegen der erh\u00f6hten \u00dcbertragung von <em>Trichomonose<\/em> und <em>Salmonellose<\/em> bei warmen Temperaturen raten Vogelwarte und BirdLife Schweiz von einer klassischen Sommerf\u00fctterung mit K\u00f6rnern und Fettfutter ab. F\u00fcr das Gedeihen der Nestlinge z\u00e4hlt in dieser Zeit vor allem eines: ein Garten mit reichlich Insekten und Spinnen, von denen Eltern ihre Jungen f\u00fcttern. Genau deshalb bringt eine bunte, ungespritzte Bepflanzung im Fr\u00fchling und Sommer mehr als jede zus\u00e4tzliche Portion K\u00f6rner.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Faustregel:<\/strong> Fettfutter und Meisenkn\u00f6del geh\u00f6ren an kalte Tage mit Frost oder Schnee. Sobald die Temperaturen steigen und die Brutzeit beginnt, verschwinden sie wieder aus dem Futterhaus.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Was d\u00fcrfen Gartenv\u00f6gel auf keinen Fall fressen?<\/h2>\n<p>Brot, gesalzene oder gew\u00fcrzte Speisereste und verschimmeltes Futter geh\u00f6ren nie an eine Futterstelle. Diese drei Kategorien schaden Gartenv\u00f6geln nachweislich, auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos wirken.<\/p>\n<p>Brot quillt trocken im Vogelmagen auf und entzieht dem K\u00f6rper Feuchtigkeit. Es enth\u00e4lt meist zu viel Salz und teils Milchprodukte, die V\u00f6gel mangels passendem Enzym gar nicht verdauen k\u00f6nnen, und verdirbt zudem sehr schnell. Gesalzene oder gew\u00fcrzte Speisereste belasten zus\u00e4tzlich Nieren und Kreislauf der kleinen Tiere. Auch feuchtes oder verdorbenes Futter ist tabu: Darin bilden sich Schimmelpilze der Gattung <em>Aspergillus<\/em>, die giftige Aflatoxine produzieren. Diese Pilzgifte sch\u00e4digen Leber und Immunsystem bereits in kleinsten Mengen.<\/p>\n<p>Trockenes, sauberes Futter in kleinen Portionen ist deshalb die sicherste Wahl. Wer Futterh\u00e4user regelm\u00e4ssig leert und die Reste entfernt, senkt das Schimmelrisiko sp\u00fcrbar, bevor \u00fcberhaupt ein Vogel Schaden nimmt.<\/p>\n<h2>Welches Zubeh\u00f6r geh\u00f6rt an eine gute Futterstelle?<\/h2>\n<p>Zu einer vollst\u00e4ndigen Futterstelle geh\u00f6ren passendes Streufutter, Futters\u00e4ulen oder Futterh\u00e4user, eine saubere Vogeltr\u00e4nke und ein festes Reinigungsritual. Im Sortiment von Zoo Roco finden Sie alle Bausteine daf\u00fcr unter einem Dach.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Streufutter und Mischungen:<\/strong> abgestimmte K\u00f6rnermischungen f\u00fcr K\u00f6rner- und Allesfresser, erg\u00e4nzt um Haferflocken f\u00fcr Weichfutterfresser.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Erdn\u00fcsse:<\/strong> ungesalzen und in Massen als Erg\u00e4nzung f\u00fcr Meisen, Kleiber und Spechte.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Meisenkn\u00f6del und Fettfutter:<\/strong> netzfreie Varianten oder Spender mit Gitter f\u00fcr die kalte Jahreszeit.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Futters\u00e4ulen und Futterh\u00e4user:<\/strong> witterungsgesch\u00fctzte Spender, die Futter trocken halten und Verschmutzung reduzieren.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Vogeltr\u00e4nke:<\/strong> ganzj\u00e4hrig frisches Wasser zum Trinken und zur Gefiederpflege.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wasser geh\u00f6rt an jede Futterstelle, unabh\u00e4ngig von der Jahreszeit. Saatfressende V\u00f6gel m\u00fcssen laut <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.nabu-shop.de\/info\/ratgeber\/wasserstelle-fuer-voegel-und-insekten\">NABU-Ratgeber<\/a> mehrmals t\u00e4glich trinken, weil ihre Nahrung kaum Feuchtigkeit enth\u00e4lt. Wasser dient zudem der Gefiederpflege und sch\u00fctzt vor Parasiten. Stehendes Wasser wird allerdings schnell zum Risiko: Darin bilden sich rasch Salmonellen und Trichomonaden, die f\u00fcr V\u00f6gel t\u00f6dlich enden k\u00f6nnen. Im Sommer braucht die Vogeltr\u00e4nke deshalb m\u00f6glichst t\u00e4glich frisches Wasser, im Winter reicht ein Wechsel alle paar Tage.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4ssige Hygiene gilt genauso f\u00fcr Futterh\u00e4user und Futters\u00e4ulen. Schimmelreste, nasses Futter und Kotspuren geh\u00f6ren regelm\u00e4ssig entfernt, damit sich Krankheitserreger an der Futterstelle gar nicht erst ausbreiten. Ein w\u00f6chentlicher Check von Futterhaus und Tr\u00e4nke geh\u00f6rt deshalb ebenso zur Grundausstattung wie das passende Futter selbst.<\/p>\n<p>Auch angrenzende Gartenbewohner profitieren von einer durchdachten Futterstelle. Wer zus\u00e4tzlich weiss, worauf es bei der <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/igel-im-garten-fuettern-richtig-helfen-wenn-bei-trockenheit-das-futter-knapp-wird\/\">F\u00fctterung von Igeln im Garten<\/a> ankommt, deckt mit wenig Aufwand gleich zwei Tierarten am selben Fleck ab.<\/p>\n<h2>Vielfalt am Futterhaus beginnt im ganzen Garten<\/h2>\n<p>Die eigentliche Erkenntnis aus der Vogelf\u00fctterung liegt nicht im einzelnen Futterhaus, sondern im Zusammenspiel aus Pflanzenwahl, Futterangebot und Wasserstelle. Ein Garten mit Weissdorn, Wildstauden und ein bis zwei sauberen Futterstellen erreicht sp\u00fcrbar mehr Arten als eine einzelne K\u00f6rnermischung am Balkon.<\/p>\n<p>Beginnen Sie deshalb mit der Beobachtung: Welche V\u00f6gel kommen bereits in Ihren Garten, und welche Gruppe fehlt bisher komplett? Fehlen Weichfutterfresser wie Amsel oder Rotkehlchen, hilft oft schon eine Schale mit Haferflocken und ein paar Beerenstr\u00e4uchern mehr als jede zus\u00e4tzliche K\u00f6rnermischung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die konkrete Umsetzung beraten wir Sie bei Zoo Roco gerne pers\u00f6nlich, ob im Fachgesch\u00e4ft in Lyss oder online. So finden Sie f\u00fcr Ihren Garten genau die Kombination aus Futter, Zubeh\u00f6r und Bepflanzung, die zu den V\u00f6geln passt, die Sie tats\u00e4chlich beobachten.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zur F\u00fctterung von Gartenv\u00f6geln<\/h2>\n<h3>Wie viele Mehlw\u00fcrmer darf ich Gartenv\u00f6geln t\u00e4glich anbieten?<\/h3>\n<p>Eine einheitliche Norm daf\u00fcr gibt es nicht, als grober Richtwert gelten aber rund 10 bis 20 Mehlw\u00fcrmer pro Tag und Vogel. W\u00e4hrend der Brutzeit d\u00fcrfen es ruhig etwas mehr sein, weil Eltern damit auch ihre Jungen versorgen. Wichtig ist vor allem, dass die Menge frisch bleibt und nicht tagelang liegen bleibt.<\/p>\n<h3>Warum sieht man Rotkehlchen und Zaunk\u00f6nig seltener am Futterhaus als Meisen?<\/h3>\n<p>Rotkehlchen und Zaunk\u00f6nig geh\u00f6ren zu den Weichfutterfressern, die von Natur aus im Geb\u00fcsch nach Insekten suchen und offene Futterstellen nur selten anfliegen. Nur Amsel, Rotkehlchen und Star kommen laut BirdLife Schweiz \u00fcberhaupt regelm\u00e4ssig ans Futterhaus, und selbst sie bevorzugen dort weiche Kost wie Haferflocken. Harte K\u00f6rner interessieren sie deutlich weniger. Meisen sind dagegen Allesfresser und nutzen offene Futterstellen deutlich h\u00e4ufiger.<\/p>\n<h3>Wie oft muss eine Vogeltr\u00e4nke gereinigt werden?<\/h3>\n<p>Im Sommer sollten Sie das Wasser m\u00f6glichst t\u00e4glich wechseln, weil sich bei W\u00e4rme schnell Salmonellen und Trichomonaden bilden. Im Winter gen\u00fcgt ein Wechsel alle paar Tage, dazu ein gr\u00fcndliches Aussp\u00fclen bei sichtbarer Verschmutzung. Eine vernachl\u00e4ssigte Tr\u00e4nke wird f\u00fcr V\u00f6gel schnell zum echten Gesundheitsrisiko.<\/p>\n<h3>Was tun, wenn trotz Futterstelle kaum V\u00f6gel in den Garten kommen?<\/h3>\n<p>Oft liegt es an fehlender Deckung und nat\u00fcrlicher Nahrung im Garten selbst. Zus\u00e4tzliches Futter allein l\u00f6st das Problem selten. Einheimische Beerenstr\u00e4ucher wie Weissdorn und dichte Wildstauden locken deutlich mehr Arten an, weil sie zus\u00e4tzlich Insekten und R\u00fcckzugsorte bieten. Erg\u00e4nzen Sie die Futterstelle deshalb gezielt um passende Pflanzen im Garten.<\/p>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"696f3eff-ebe9-49ab-b3e1-afe5ad8114a1\" data-claire-i=\"1\"><\/div>\n<link rel=\"stylesheet\" href=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.css\" data-claire-css=\"1\">\n<script src=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.js\" data-claire-loader async defer><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gartenv\u00f6gel fressen sehr unterschiedlich: K\u00f6rnerfresser wie Fink und Sperling picken am liebsten Sonnenblumenkerne und Hanfsamen, Weichfresser wie Amsel und Rotkehlchen bevorzugen Insekten, Beeren und weiche N\u00fcsse, Allesfresser wie die Meise nehmen von beidem etwas. Wer die Vogelart im eigenen Garten erkennt, weiss sofort, welches Futter dorthin geh\u00f6rt. 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