{"id":8551,"date":"2026-09-07T16:00:22","date_gmt":"2026-09-07T14:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/?p=8551"},"modified":"2026-09-07T16:00:22","modified_gmt":"2026-09-07T14:00:22","slug":"buntbarsche-im-aquarium-arten-verhalten-und-pflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/buntbarsche-im-aquarium-arten-verhalten-und-pflege\/","title":{"rendered":"Buntbarsche im Aquarium: Arten, Verhalten und Pflege"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buntbarsche z\u00e4hlen zu den faszinierendsten, aber auch anspruchsvollsten Bewohnern im S\u00fcsswasseraquarium, weil sich Wasserwerte, Beckengr\u00f6sse und Sozialverhalten stark nach ihrer Herkunft richten.<\/strong> S\u00fcdamerikanische Arten m\u00f6gen weiches, saures Wasser, w\u00e4hrend Malawi- und Tanganjikasee-Barsche aus Ostafrika hartes, alkalisches Wasser brauchen. Kennen Sie diesen Unterschied vor dem Kauf, w\u00e4hlen Sie die passende Art und ersparen sich Fehlbesatz.<\/p>\n<p>Als Berater f\u00fcr Aquaristik bei Zoo Roco erleben wir h\u00e4ufig, dass sich Kundinnen und Kunden in einen h\u00fcbschen Buntbarsch verlieben, ohne dessen Herkunft zu kennen. Genau diese Fischgruppe (<em>Cichlidae<\/em>) z\u00e4hlt mit gesch\u00e4tzt <strong>1&#8217;700 bis 2&#8217;000 beschriebenen Arten<\/strong> zu den artenreichsten S\u00fcsswasserfamilien \u00fcberhaupt. Dieser Ratgeber ordnet die wichtigsten Buntbarsche nach Herkunftsregion, denn genau die entscheidet \u00fcber Wasserwerte, Beckengr\u00f6sse und passende Mitbewohner.<\/p>\n<p>Vier Punkte entscheiden dar\u00fcber, ob sich ein Buntbarsch in Ihrem Becken wohlf\u00fchlt oder dauerhaft gestresst ist:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>S\u00fcdamerikanische Buntbarsche wie Skalar oder Diskus brauchen weiches, saures Wasser zwischen <strong>pH 5,5 und 7,0<\/strong>.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Malawi- und Tanganjikasee-Barsche verlangen hartes, alkalisches Wasser mit einem <strong>pH-Wert von 7,5 bis \u00fcber 8,5<\/strong>.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Fast alle Buntbarsche verteidigen ihr Revier und brauchen deshalb <strong>ausreichend Platz und passende Mitbewohner<\/strong>.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Zwergbuntbarsche wie Apistogramma oder Kribensis gelten als <strong>freundlichster Einstieg<\/strong> in die Cichliden-Haltung.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Welche Buntbarsch-Arten passen zu welchem Aquarium?<\/h2>\n<p>Die Wahl der passenden Buntbarsch-Art h\u00e4ngt fast immer von der Herkunftsregion ab, denn diese bestimmt Wasserwerte, Gr\u00f6sse und Temperament gleichermassen. Der gr\u00f6sste Artenreichtum liegt in den ostafrikanischen Grabenseen Malawisee und Tanganjikasee, daneben stellen S\u00fcd- und Mittelamerika sowie kleinere Populationen in Westafrika die wichtigsten Herkunftsgebiete f\u00fcr die Aquaristik. Grob lassen sich drei Gruppen unterscheiden: s\u00fcdamerikanische, westafrikanische und ostafrikanische Buntbarsche.<\/p>\n<h3>S\u00fcdamerikanische Buntbarsche: Skalar, Diskus und Zwergbuntbarsche<\/h3>\n<p>S\u00fcdamerikanische Cichliden stammen aus weichem, leicht saurem Wasser mit einer Gesamth\u00e4rte von 3 bis 10 \u00b0dGH, einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 und Temperaturen von 24 bis 30 \u00b0C. Der Skalar (<em>Pterophyllum scalare<\/em>) braucht wegen seiner hohen K\u00f6rperform ein Becken ab 120 bis 150 cm L\u00e4nge und 50 bis 60 cm H\u00f6he, ideal ab rund 300 Litern f\u00fcr ein Paar, ein festes Revier verteidigt er meist erst zur Laichzeit. Der Diskusfisch verlangt w\u00e4rmeres Wasser um 28 bis 30 \u00b0C, dazu 50 bis 80 Liter Volumen pro Tier in der Gruppe und ein Mindestbecken von etwa 300 Litern. Deutlich kompakter bleiben Zwergbuntbarsche: Der Kakadu-Zwergbuntbarsch (<em>Apistogramma cacatuoides<\/em>) ist bereits ab 60 bis 80 cm Beckenbreite haltbar, bevorzugt weiches, leicht saures Wasser um 25 \u00b0C und gilt als robuster Einsteiger. Der Schmetterlingsbuntbarsch (<em>Mikrogeophagus ramirezi<\/em>) toleriert auch mittelhartes Wasser und bildet als Offenbr\u00fcter eine auff\u00e4llig enge Paarbindung.<\/p>\n<h3>Westafrikanische Buntbarsche: Der Kribensis als robuster Paarbildner<\/h3>\n<p>Westafrikanische Arten gelten im Vergleich zu ihren ostafrikanischen Verwandten als robuster und toleranter gegen\u00fcber schwankenden Wasserwerten, zudem bilden sie meist feste Paare anstelle von Harems. Der bekannteste Vertreter, der Purpurprachtbarsch oder Kribensis (<em>Pelvicachromis pulcher<\/em>), l\u00e4sst sich bereits ab 80 cm Beckenl\u00e4nge als Paar halten, mag leicht saures bis neutrales Wasser zwischen pH 6 und 7,5 und gilt als besonders anf\u00e4ngertauglich. Beide Elterntiere k\u00fcmmern sich gemeinsam um den Nachwuchs, ihr Revier verteidigen sie vor allem w\u00e4hrend der Brutzeit intensiv, danach werden sie wieder deutlich friedlicher.<\/p>\n<h3>Ostafrikanische Buntbarsche: Malawisee und Tanganjikasee<\/h3>\n<p>Am anderen Ende der Skala stehen die Buntbarsche der ostafrikanischen Grabenseen, die hartes, alkalisches Wasser brauchen. Im Malawisee liegt der pH-Wert im Aquarium meist zwischen 7,5 und 8,5, einzelne Fachquellen nennen sogar Werte bis 9,5, bei einer Temperatur von 24 bis 26 \u00b0C. Die meisten Malawi-Arten sind Maulbr\u00fcter: Fast nur das Weibchen tr\u00e4gt die Eier im Maul, <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.aquarium-ratgeber.com\/fische\/fischarten\/malawi-buntbarsche\/aquarium\/\">eine echte Paarbindung gehen die Tiere dabei kaum ein<\/a>, weshalb sie meist im Harem mit einem M\u00e4nnchen und mehreren Weibchen leben. Im Tanganjikasee liegen pH-Wert und Karbonath\u00e4rte tendenziell noch h\u00f6her, mit einem pH ab etwa 7,5 bis teils 9 und einer Karbonath\u00e4rte von 8 bis 20 \u00b0dKH.<\/p>\n<h2>Warum verteidigen Buntbarsche ihr Revier so entschlossen?<\/h2>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"239051fc-dfeb-4b5c-8ab3-e13e014996c2\" data-claire-i=\"0\"><\/div>\n<p>Buntbarsche verteidigen ihr Revier, weil die Brutpflege bei ihnen ungew\u00f6hnlich intensiv ausf\u00e4llt und ein sicherer Platz f\u00fcr Eier oder Jungfische \u00fcberlebenswichtig ist. Innerhalb der Familie unterscheidet man drei Fortpflanzungstypen: Offenbr\u00fcter legen ihre Eier sichtbar auf Bl\u00e4tter oder Steine, H\u00f6hlenbr\u00fcter verstecken das Gelege in H\u00f6hlen, und Maulbr\u00fcter tragen Eier oder Larven im Maul und bleiben dadurch kaum an ein festes Revier gebunden.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Drei Brutpflege-Typen im \u00dcberblick:<\/strong> Offenbr\u00fcter wie der Diskus legen offen auf Substrat ab und bewachen das Gelege gemeinsam, H\u00f6hlenbr\u00fcter wie der Kribensis verstecken die Eier in H\u00f6hlen, und Maulbr\u00fcter wie die meisten Malawi-Arten tragen den Nachwuchs im Maul und sind dadurch weniger ortsgebunden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Wie eng sich zwei Buntbarsche binden, unterscheidet sich stark: Skalare, Diskusfische und Schmetterlingsbuntbarsche bilden oft eine dauerhafte Partnerschaft und ziehen den Nachwuchs gemeinsam auf, viele Malawi-Arten gehen als Maulbr\u00fcter dagegen kaum eine Paarbindung ein. Dieses ausgepr\u00e4gte Revierverhalten hat auch eine praktische Konsequenz f\u00fcr die Beckenplanung: In kleineren Aquarien lassen sich Buntbarsche laut oft nur paarweise halten, weil sie sonst Fische der eigenen oder anderer Arten angreifen, sobald der Platz nicht ausreicht.<\/p>\n<h2>Welche Wasserwerte und Beckengr\u00f6sse brauchen Buntbarsche wirklich?<\/h2>\n<p>Der wichtigste Unterschied bei Buntbarschen liegt im Wasser: S\u00fcdamerikanische Arten brauchen weiches, saures Wasser, ostafrikanische Malawi- und Tanganjikasee-Barsche dagegen <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/aquatimo.de\/blogs\/news\/sudamerikanische-vs-afrikanische-buntbarsche-unterschiede-haltungstipps-%F0%9F%8C%8D%F0%9F%90%A0\">hartes Wasser mit deutlich h\u00f6herem pH-Wert<\/a>. Wer diese Bandbreiten kennt, kann Herkunftsregionen im Haushalt gezielt trennen. Die folgende \u00dcbersicht fasst die wichtigsten Richtwerte je Region zusammen.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Herkunft<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>pH-Wert<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>H\u00e4rte<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Temperatur<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Beispielarten<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>S\u00fcdamerika<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>5,5\u20137,0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>3\u201310 \u00b0dGH<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>24\u201330 \u00b0C<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Skalar, Diskus, Apistogramma, Ramirezi<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Westafrika<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>6,0\u20137,5<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>5\u201315 \u00b0dGH<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>23\u201327 \u00b0C<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Kribensis (Purpurprachtbarsch)<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Malawisee<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>7,5\u20138,5 (bis 9,5)<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>hart, alkalisch<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>24\u201326 \u00b0C<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Mbuna- und Haplochromis-Arten<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Tanganjikasee<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>7,5\u20139,0<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>8\u201320 \u00b0dKH<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>24\u201326 \u00b0C<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Tanganjika-Schneckenbarsche u. a.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die genannten Richtwerte gelten als N\u00e4herung, weil Fachquellen bei den ostafrikanischen Seen teils abweichende Bandbreiten nennen, besonders beim oberen pH-Grenzwert. In der Praxis heisst das: Malawi-Buntbarsche brauchen meist Osmosewasser plus Mineralsalz oder von Natur aus hartes Leitungswasser, s\u00fcdamerikanische Arten kommen oft mit gefiltertem oder leicht aufbereitetem Leitungswasser aus. Wie Sie Ihre eigenen Wasserwerte zuverl\u00e4ssig pr\u00fcfen, zeigen wir im Beitrag <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/wasserwerte-im-aquarium-messen-meine-empfehlungen-mit-den-jbl-wassertests\/\">Wasserwerte im Aquarium messen<\/a>. Wie sich ein zu hoher pH-Wert f\u00fcr weichwasserliebende Arten sicher absenken l\u00e4sst, lesen Sie im Ratgeber <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/ph-wert-im-aquarium-senken-sichere-wege-ohne-schnellfehler\/\">pH-Wert im Aquarium senken<\/a>.<\/p>\n<p>Auch bei der Beckengr\u00f6sse gilt: Je gr\u00f6sser die Art und je ausgepr\u00e4gter das Revierverhalten, desto mehr Platz braucht das Aquarium. F\u00fcr ein Diskus-Paar sind rund 300 Liter Mindestvolumen realistisch, f\u00fcr ein Skalar-Paar ebenfalls etwa 300 Liter wegen der n\u00f6tigen Beckenh\u00f6he, w\u00e4hrend ein Zwergbuntbarschpaar wie der Kakadu-Zwergbuntbarsch bereits in einem 54- bis 112-Liter-Becken zurechtkommt. Nach Schweizer Tierschutzverordnung darf ein Aquarium generell nicht kleiner als 54 Liter sein. Wie Sie ein stabiles Becken von Grund auf einrichten, erkl\u00e4ren wir Schritt f\u00fcr Schritt im Beitrag <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/aquarium-einrichten-schritte-technik-und-besatz\/\">Aquarium einrichten: Schritte, Technik und Besatz<\/a>.<\/p>\n<h2>Wie gelingt die Vergesellschaftung von Buntbarschen im Gesellschaftsbecken?<\/h2>\n<p>Vergesellschaftung gelingt bei Buntbarschen nur, wenn Wasserwerte, Temperatur, Beckengr\u00f6sse und Sozialverhalten aller beteiligten Arten zueinander passen. Territoriale Fische wie Buntbarsche kombinieren Sie am besten mit robusten oder sehr schnell schwimmenden Mitbewohnern, die einem kurzen Angriff ausweichen k\u00f6nnen. F\u00fcr Einsteigerinnen und Einsteiger empfehlen Schweizer Fachstellen ausserdem, sich anfangs auf <strong>zwei bis drei Fischarten<\/strong> pro Aquarium zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Tipp f\u00fcr Einsteiger:<\/strong> Kakadu-Zwergbuntbarsch und Kribensis vertragen mittelhartes Leitungswasser gut und verteidigen jeweils nur einen kleinen Bereich um ihre H\u00f6hle. Das macht sie im Gesellschaftsbecken deutlich planbarer als Malawi-Barsche mit ausgepr\u00e4gter Haremshaltung.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Innerhalb der Buntbarsch-Familie selbst gilt die gleiche Regel wie zwischen Buntbarschen und anderen Fischen: Arten aus unterschiedlichen Herkunftsregionen im selben Becken zu mischen, scheitert in der Regel schon an den gegens\u00e4tzlichen Wasserwerten. Wer wenig Erfahrung mit territorialen Fischen hat, f\u00e4hrt mit einem einzelnen Zwergbuntbarschpaar plus ein paar robusten Salmlern oder Welsen deutlich entspannter als mit einer bunten Mischung mehrerer Cichliden-Arten.<\/p>\n<h2>Die Herkunftsregion bleibt die beste Kaufberatung<\/h2>\n<p>Wer einen Buntbarsch kauft, kauft eigentlich ein ganzes Biotop mit: Wasserwerte, Revierverhalten und Brutpflege h\u00e4ngen untrennbar an der Herkunftsregion. Genau diese Verbindung \u00fcbersehen viele Einsteiger, weil ein Skalar und ein Malawi-Buntbarsch auf den ersten Blick \u00e4hnlich wirken, obwohl sie in v\u00f6llig unterschiedlichem Wasser aufwachsen.<\/p>\n<p>In der Schweiz lebten laut einer Mitteilung des Bundesrats bereits 2021 rund drei Millionen Aquarienfische in Privathaushalten, verbunden mit der klaren Empfehlung, sich vor dem Kauf \u00fcber die Bed\u00fcrfnisse der Tiere zu informieren. Genau das lohnt sich bei Buntbarschen besonders, weil ein Fehlkauf hier schneller zu Stress und Aggression f\u00fchrt als bei gen\u00fcgsameren Fischarten.<\/p>\n<p>Sind Sie sich nicht sicher, welche Herkunftsregion zu Ihrem Becken passt? Messen Sie zuerst Ihre eigenen Wasserwerte und lassen Sie sich anschliessend im Fachgesch\u00e4ft zur passenden Artenkombination beraten.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zu Buntbarschen im Aquarium<\/h2>\n<h3>K\u00f6nnen Malawi-Buntbarsche und s\u00fcdamerikanische Buntbarsche im selben Becken leben?<\/h3>\n<p>Nein, das funktioniert in der Praxis nicht dauerhaft. Malawi-Barsche brauchen hartes, alkalisches Wasser mit pH 7,5 bis 8,5, s\u00fcdamerikanische Arten dagegen weiches, saures Wasser mit pH 5,5 bis 7,0. Diese Wasserwerte lassen sich nicht gleichzeitig stabil in einem Becken halten, ohne eine der beiden Fischgruppen dauerhaft zu stressen.<\/p>\n<h3>Wie viele Buntbarsch-Arten gibt es weltweit?<\/h3>\n<p>Weltweit sind aktuell sch\u00e4tzungsweise 1&#8217;700 bis 2&#8217;000 Buntbarsch-Arten wissenschaftlich beschrieben, Tendenz steigend. Die genaue Zahl schwankt zwischen Fachquellen, weil laufend neue Arten entdeckt und beschrieben werden. Die gr\u00f6sste Vielfalt findet sich in den ostafrikanischen Grabenseen.<\/p>\n<h3>Welches Mindestvolumen schreibt die Schweiz f\u00fcr Aquarien vor?<\/h3>\n<p>54 Liter gelten nach Schweizer Tierschutzverordnung als Untergrenze f\u00fcr ein Aquarium. F\u00fcr die meisten Buntbarsch-Arten reicht dieses Minimum aber nicht aus, Skalare oder Diskusfische brauchen eher 300 Liter aufw\u00e4rts. Nur kompakte Zwergbuntbarsche kommen mit einem Becken nahe der Mindestgr\u00f6sse zurecht.<\/p>\n<h3>Warum tragen manche Buntbarsch-Weibchen ihre Eier im Maul?<\/h3>\n<p>Weil diese sogenannten Maulbr\u00fcter dem Nachwuchs so den besten Schutz vor Fressfeinden bieten, ohne an ein festes Revier gebunden zu bleiben. Bei den meisten Malawi-Arten \u00fcbernimmt fast ausschliesslich das Weibchen diese Aufgabe, teils mehrere Wochen lang ohne Nahrungsaufnahme. Eine feste Paarbindung geht dabei kaum eine Art ein.<\/p>\n<h3>Welcher Buntbarsch eignet sich am besten f\u00fcr Einsteiger?<\/h3>\n<p>Friedlichere Zwergbuntbarsche wie der Kakadu-Zwergbuntbarsch oder der Purpurprachtbarsch (Kribensis) eignen sich am besten f\u00fcr den Einstieg. Beide kommen bereits in Becken ab rund 80 Zentimeter L\u00e4nge zurecht, tolerieren normales Leitungswasser besser als Malawi-Arten und zeigen ihr Revierverhalten weniger aggressiv.<\/p>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"239051fc-dfeb-4b5c-8ab3-e13e014996c2\" data-claire-i=\"1\"><\/div>\n<link rel=\"stylesheet\" href=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.css\" data-claire-css=\"1\">\n<script src=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.js\" data-claire-loader async defer><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buntbarsche z\u00e4hlen zu den faszinierendsten, aber auch anspruchsvollsten Bewohnern im S\u00fcsswasseraquarium, weil sich Wasserwerte, Beckengr\u00f6sse und Sozialverhalten stark nach ihrer Herkunft richten. S\u00fcdamerikanische Arten m\u00f6gen weiches, saures Wasser, w\u00e4hrend Malawi- und Tanganjikasee-Barsche aus Ostafrika hartes, alkalisches Wasser brauchen. 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