{"id":8533,"date":"2026-09-04T16:01:18","date_gmt":"2026-09-04T14:01:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/?p=8533"},"modified":"2026-09-04T16:01:18","modified_gmt":"2026-09-04T14:01:18","slug":"vogelsand-kaufen-oder-wechseln-was-im-kaefig-sinnvoll-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/vogelsand-kaufen-oder-wechseln-was-im-kaefig-sinnvoll-ist\/","title":{"rendered":"Vogelsand kaufen oder wechseln? Was im K\u00e4fig sinnvoll ist"},"content":{"rendered":"<p>Vogelsand kaufen lohnt sich vor allem f\u00fcr K\u00f6rnerfresser wie Wellensittiche, Kanarienv\u00f6gel und Nymphensittiche, die Sand und Grit f\u00fcr die Verdauung brauchen. <b>Bei Weichfressern und nektartrinkenden V\u00f6geln darf der K\u00e4figboden dagegen gar nicht aus Sand bestehen<\/b>, gefragt sind hier saugf\u00e4hige Alternativen wie Buchenholzgranulat oder Hanfstroh. Welche L\u00f6sung zu Ihrem K\u00e4fig passt, entscheidet also vor allem die Vogelart.<\/p>\n<p>In Schweizer Haushalten leben sch\u00e4tzungsweise rund 300&#8217;000 V\u00f6gel, und zwei Drittel davon wohnen in K\u00e4figen oder Volieren innerhalb der Wohnung. Der Bodengrund liegt damit direkt neben Sofa, K\u00fcche oder Kinderzimmer und wird t\u00e4glich zum Praxistest f\u00fcr Sauberkeit, Geruch und Pflegeaufwand.<\/p>\n<p>Vier Fragen entscheiden am Ende, ob Vogelsand oder eine Alternative ins Einkaufsnetz wandert:<\/p>\n<div data-rt-embed-type='true'>\n<ul>\n<li>K\u00f6rnerfresser wie Wellensittiche brauchen Sand oder Grit, unabh\u00e4ngig vom gew\u00e4hlten Bodenbelag.<\/li>\n<li>Weichfresser und Nektarv\u00f6gel vertragen keinen Sand als K\u00e4figboden und ben\u00f6tigen saugf\u00e4higes Material.<\/li>\n<li>Feiner Staub aus Vogelsand kann die empfindlichen Lufts\u00e4cke reizen und Atemwege belasten.<\/li>\n<li>Feuchte, verpilzte Einstreu z\u00e4hlt zu den Risikofaktoren f\u00fcr Aspergillose, eine der h\u00e4ufigsten Todesursachen bei Zierv\u00f6geln.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h2>Vogelsand oder Granulat: Was schl\u00e4gt sich im Alltag besser?<\/h2>\n<p>Im direkten Vergleich liefert Vogelsand die beste Verdauungshilfe, w\u00e4hrend Buchenholzgranulat bei Feuchtigkeitsaufnahme und Staubbildung h\u00e4ufiger die Nase vorn hat. Handels\u00fcblicher Vogelsand besteht aus speziell aufbereitetem, <i>rundk\u00f6rnigem<\/i> Quarzsand, dem meist Kalk, Muschelgrit und teils Anis beigemischt sind. Genau diese Mischung liefert das Grit, das K\u00f6rnerfresser f\u00fcr die mechanische Zerkleinerung der Nahrung im Muskelmagen brauchen, denn V\u00f6gel haben keine Z\u00e4hne.<\/p>\n<p>Granulat aus Buchenholz punktet dagegen woanders: Es nimmt Feuchtigkeit deutlich st\u00e4rker auf als Sand, bindet Ger\u00fcche besser und wirbelt beim Scharren kaum Staub auf. F\u00fcr Papier oder Zellstoff als dritte Option gilt das Gegenteil: Sie binden am wenigsten Feuchtigkeit, lassen sich aber am schnellsten wechseln und zeigen Kot und Futterreste am deutlichsten, was die t\u00e4gliche Sichtkontrolle erleichtert.<\/p>\n<div data-rt-embed-type='true' style=\"overflow-x: auto; width: 100%;\">\n<table>\n<tr>\n<th>Kriterium<\/th>\n<th>Vogelsand<\/th>\n<th>Buchenholzgranulat<\/th>\n<th>Papier\/Zellstoff<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Sauberkeit im K\u00e4fig<\/td>\n<td>Mittel<\/td>\n<td>Gut<\/td>\n<td>Sehr gut<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Staubbildung<\/td>\n<td>Erh\u00f6ht<\/td>\n<td>Gering<\/td>\n<td>Kaum vorhanden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Feuchtigkeitsaufnahme<\/td>\n<td>Gering<\/td>\n<td>Hoch<\/td>\n<td>Gering<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Geruchsbindung<\/td>\n<td>Mittel<\/td>\n<td>Gut<\/td>\n<td>Schwach<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Alltagstauglichkeit<\/td>\n<td>Grit inklusive, muss trotzdem gewechselt werden<\/td>\n<td>Seltener nassflecken, kaum Staubwolken<\/td>\n<td>Schnellster Wechsel, kein Grit<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<blockquote><p><b>Preise im \u00dcberblick:<\/b> Im Zoo-Roco-Sortiment kosten Vogelsand- und Muschelsand-Varianten rund CHF 5.90 bis 6.90 pro Packung, Buchenholzgranulat wie Chipsi Extra in der 10-Liter-Packung liegt bei rund CHF 8.90. Der Aufpreis f\u00fcr Granulat zahlt sich vor allem in gr\u00f6sseren K\u00e4figen mit mehreren V\u00f6geln aus, wo weniger Staub und Geruch entstehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Papier oder Zellstoff bringt keinerlei Verdauungshilfe mit, eignet sich also nur als Zwischenlage oder Erg\u00e4nzung zu einer separaten Grit-Schale, nie als alleinige L\u00f6sung f\u00fcr K\u00f6rnerfresser. Sand muss dabei nicht zwingend den ganzen K\u00e4figboden bedecken: Entscheiden Sie sich f\u00fcr Buchenholzgranulat oder Papier als Bodengrund, l\u00e4sst sich Vogelsand genauso gut ausschliesslich in einem kleinen Futternapf anbieten, rein zur Nahrungsaufnahme. So bekommen K\u00f6rnerfresser weiterhin ihr gewohntes Sandbad zum Picken, ohne dass Staub oder Sandk\u00f6rner den ganzen K\u00e4fig einnehmen.<\/p>\n<p>Neben Sand, Buchenholzgranulat und Papier tauchen in Fachratgebern weitere Bodengrund-Varianten auf: Bucheneinstreu in loser Sp\u00e4nenform, eine d\u00fcnne Waldboden-Schicht als \u00dcberstreu und Maisstreu aus Maiskolbenspindeln. Waldboden funktioniert am besten als oberste Schicht \u00fcber einem der drei Standardmaterialien, weil sich seine genaue Zusammensetzung aus Rinde und Bl\u00e4ttern kaum nachvollziehen l\u00e4sst und er pur als Hauptstreu schnell un\u00fcbersichtlich wird. Maisstreu wird zwar im Zoofachhandel angeboten, gilt wegen der Verschluckungsgefahr f\u00fcr Zierv\u00f6gel aber als wenig empfehlenswert, mehr dazu bei den Bodengrund-Fehlern weiter unten.<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung l\u00e4sst sich zus\u00e4tzlich das <a href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/voegel\/vogel-spielzeug\/natur\/\">Back Zoo Nature Discovery Topping<\/a> einsetzen: Die Mischung aus Maisblatt, Moos und Tannenzapfen kommt als lockere Deckschicht auf die vorhandene Einstreu und regt Gross-Sittiche, Sittiche, Kanarienv\u00f6gel und Zebrafinken zur Futtersuche und zum Scharren an, ohne den eigentlichen Bodengrund zu ersetzen.<\/p>\n<h2>F\u00fcr welche Vogelarten ist Sand im K\u00e4fig \u00fcberhaupt sinnvoll?<\/h2>\n<p>Sand im K\u00e4fig ist sinnvoll f\u00fcr K\u00f6rnerfresser wie Wellensittiche, Kanarienv\u00f6gel, Prachtfinken, Sittiche und die meisten Papageien. Der Schweizer Fachverband <a href=\"https:\/\/www.kleintiere-schweiz.ch\/resources\/4\/uploads\/V%C3%B6gel_Leitfaden_D_M%C3%A4rz14(1).pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kleintiere Schweiz schreibt in seinem Zertifizierungs-Leitfaden<\/a> vor, dass diesen V\u00f6geln jederzeit die M\u00f6glichkeit gegeben sein muss, Sand oder Grit aufzunehmen, egal ob der K\u00e4figboden selbst aus Sand besteht.<\/p>\n<p>Bei Weichfressern und nektartrinkenden Arten wie Loris kehrt sich die Regel um: Derselbe Leitfaden verlangt hier <b>saugf\u00e4hige Materialien wie Hanfstroh oder Buchenholzgranulat als Bodenbelag<\/b>, Sand ist f\u00fcr diese Vogelgruppe ausdr\u00fccklich ausgeschlossen. Der Grund liegt in der weicheren, feuchteren Nahrung dieser V\u00f6gel, die auf Sand schneller verklebt und schimmelt als auf saugf\u00e4higem Untergrund.<\/p>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"0793af3e-db8e-442c-a441-6c889d68b9f8\" data-claire-i=\"0\"><\/div>\n<p>Halten Sie also einen Wellensittich oder Kanarienvogel, ist Sand als Bodenbelag oder zumindest Grit in einer separaten Schale Pflicht, keine Option. Wer die F\u00fctterung passend zur Vogelart plant, sollte auch die <a href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/vogelfutter-fuer-den-sommer-das-passt-jetzt-wirklich\/\">Futterzusammensetzung im Jahresverlauf<\/a> im Blick behalten, denn K\u00f6rnermenge und Grit-Bedarf h\u00e4ngen eng zusammen. Bei Papageien mit \u00fcberwiegend weichem Obst- und Gem\u00fcseanteil lohnt sich zus\u00e4tzlich der Blick auf gute <a href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/wellensittich-futter-kaufen-woran-sie-gute-mischungen-erkennen\/\">K\u00f6rnermischungen<\/a>, um den tats\u00e4chlichen Sandbedarf realistisch einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<h2>Wie wirkt sich der Bodengrund auf Reinigungsaufwand und K\u00e4figumfeld aus?<\/h2>\n<p>Der Bodengrund bestimmt direkt, wie oft Sie den K\u00e4fig reinigen m\u00fcssen und wie viel davon ausserhalb landet. Vogelsand oder alternative Einstreu sollte je nach Anzahl der gehaltenen V\u00f6gel <a href=\"https:\/\/www.birds-online.de\/wp\/bo\/unterbringung\/kaefig-voliere\/kaefigreinigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">alle zwei bis drei Tage komplett gewechselt werden<\/a>, sp\u00e4testens jedoch nach einer Woche. Bei mehreren V\u00f6geln im selben K\u00e4fig verk\u00fcrzt sich dieser Rhythmus sp\u00fcrbar, weil Kot und Futterreste schneller zusammenkommen.<\/p>\n<p>Scharren ist bei K\u00f6rnerfressern normales Verhalten und schleudert vor allem feinen Sand \u00fcber den K\u00e4figrand hinaus, w\u00e4hrend gr\u00f6beres Granulat eher liegen bleibt. Das macht sich rund um den K\u00e4fig bemerkbar: Wer Sand nutzt, findet K\u00f6rnchen regelm\u00e4ssig auf Boden, Fensterbank oder Teppich, w\u00e4hrend Granulat und Papier den Radius sp\u00fcrbar kleiner halten.<\/p>\n<p>Unter dem Ast, auf dem sich Ihre V\u00f6gel am h\u00e4ufigsten aufhalten, sammelt sich zwangsl\u00e4ufig auch der meiste Kot. Genau an dieser Stelle lohnt sich ein gut abwaschbarer Untergrund, etwa eine kleine Schieferplatte direkt unter der Lieblingsstange. Das h\u00e4lt den K\u00e4fig insgesamt sauberer und macht es gleichzeitig leichter, den Kot auf einen Blick zu kontrollieren, bevor sich Krankheiten unbemerkt entwickeln.<\/p>\n<blockquote><p><b>Gesunder Kot auf einen Blick:<\/b> Bei einem gesunden Wellensittich besteht das H\u00e4ufchen aus einem dunklen, festen Kotanteil, der einen helleren, cremig-festen Harns\u00e4ureanteil umgibt, insgesamt etwa einen halben Zentimeter im Durchmesser. W\u00e4ssriger, dauerhaft gr\u00fcnlicher, gelblicher oder blutig verf\u00e4rbter Kot z\u00e4hlt zu den ersten Warnzeichen, ebenso unverdaute K\u00f6rner darin, und geh\u00f6rt zeitnah einem vogelkundigen Tierarzt gezeigt.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><b>Gesundheitsrisiko Aspergillose:<\/b> Laut einem Informationsblatt des <a href=\"https:\/\/www.tierspital.uzh.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Aspergillose.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierspitals der Universit\u00e4t Z\u00fcrich<\/a> geh\u00f6rt Aspergillose, eine Schimmelpilzinfektion der Atemwege, zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen bei Zierv\u00f6geln. W\u00e4rme, Feuchtigkeit und verpilztes Futter oder verpilzte Einstreu beg\u00fcnstigen die Infektion, weshalb feuchte Sand- oder Granulatreste nie liegen bleiben sollten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Moderne Vogelhaltungs-Ratgeber betonen zunehmend auch die Staubvermeidung, weil aufgewirbelter feiner Staub die empfindlichen Lufts\u00e4cke der V\u00f6gel reizt und chronische Atemwegserkrankungen beg\u00fcnstigen kann. Wer den K\u00e4fig in einem stark frequentierten Wohnraum stehen hat, profitiert hier doppelt von staubarmen Alternativen: weniger Reizung f\u00fcr den Vogel, weniger Wischen f\u00fcr Sie.<\/p>\n<h2>Welche Bodengrund-Fehler kosten mehr, als sie bringen?<\/h2>\n<p>Die h\u00e4ufigsten Fehlk\u00e4ufe entstehen meist aus Werbeversprechen, die im Alltag nicht halten, was sie zusagen. Vier F\u00e4lle tauchen in Fachratgebern immer wieder auf:<\/p>\n<div data-rt-embed-type='true'>\n<ol>\n<li><b>Sandpapier-Einlagen:<\/b> Trotz Werbung zur Krallenpflege raten Fachquellen ab, weil die raue Oberfl\u00e4che zu schmerzhaften Verletzungen an den empfindlichen Vogelf\u00fcssen f\u00fchren kann.<\/li>\n<li><b>Maisstreu:<\/b> Gilt als potenziell gef\u00e4hrlich, weil es <a href=\"https:\/\/www.sittiche.de\/einstreu.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bei Verschlucken im K\u00f6rper aufquellen<\/a> und \u00fcber Jahre verbleiben kann, zudem ist es bei Feuchtigkeit ein Tr\u00e4ger des Aspergillus-Schimmelpilzes.<\/li>\n<li><b>Katzenstreu:<\/b> Wird von Fachseiten als klar ungeeignetste Einstreu f\u00fcr Wellensittiche eingestuft, unter anderem wegen der starken Staubentwicklung und der Klumpenbildung bei Feuchtigkeit.<\/li>\n<li><b>Falsche K\u00f6rnung beim Granulat:<\/b> Zu grobes Granulat f\u00fcr kleine Zierv\u00f6gel oder zu feines f\u00fcr Grossv\u00f6gel erschwert das Laufen und die Sichtkontrolle auf Kot gleichermassen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<p>Buchenholzgranulat gibt es deshalb in unterschiedlichen K\u00f6rnungen: F\u00fcr Zierv\u00f6gel wie Wellensittiche passt die mittlere K\u00f6rnung von etwa 3 bis 5 Millimetern, f\u00fcr Grossv\u00f6gel eignet sich die grobe Variante von 3 bis 10 Millimetern besser. Wer die K\u00f6rnung nach Vogelgr\u00f6sse w\u00e4hlt, vermeidet gleich zwei der vier h\u00e4ufigsten Fehlk\u00e4ufe auf einmal.<\/p>\n<h2>Vogelsand kaufen oder wechseln: Ihre Entscheidungshilfe nach Vogelart und K\u00e4fig<\/h2>\n<p>Die passende Wahl ergibt sich aus drei Fragen: Welche Vogelart halten Sie, wie viele Tiere leben im K\u00e4fig, und wie viel Zeit haben Sie f\u00fcr die Reinigung? F\u00fcr einen einzelnen Wellensittich oder ein Kanarienpaar im Standardk\u00e4fig reicht klassischer Vogelsand meist aus, solange Sie den Wechselrhythmus von zwei bis drei Tagen einhalten.<\/p>\n<p>Bei mehreren V\u00f6geln in einer gr\u00f6sseren Voliere zahlt sich Buchenholzgranulat aus, weil es Feuchtigkeit und Geruch besser bindet und weniger Staub produziert, wenn ohnehin t\u00e4glich geflogen und gescharrt wird. Halten Sie dagegen Weichfresser oder Nektarv\u00f6gel, entf\u00e4llt die Sand-Frage: Hier ist Sand als Bodenbelag laut Leitfaden ausgeschlossen, gefragt sind Hanfstroh oder Granulat plus eine separate Grit-Schale f\u00fcr die wenigen k\u00f6rnerfressenden Arten unter ihnen.<\/p>\n<p>Haushalte mit kleinen Kindern oder empfindlichen Atemwegen fahren mit staubarmem Granulat oder Papier als Grundlage meist besser, erg\u00e4nzt um Grit in einer eigenen Schale, damit die Verdauungsfunktion trotzdem gesichert bleibt. Im <a href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/\">Zoo-Roco-Sortiment<\/a> lassen sich diese Bodengrund-Varianten direkt nebeneinander vergleichen, sodass Sie je nach Vogelart und K\u00e4figgr\u00f6sse gezielt zugreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Der Bodengrund ist Pflegeentscheidung, nicht Deko<\/h2>\n<p>Ein grosser Teil der Schweizer K\u00e4fige entspricht laut Recherchen des Schweizer Tierschutz STS lediglich den gesetzlichen Mindestmassen, nur rund 30 Prozent bieten grossz\u00fcgige Volieren. Auf wenig Fl\u00e4che summieren sich Kot, Futterreste und Feuchtigkeit schneller, wodurch die Wahl des Bodengrunds hier noch st\u00e4rker \u00fcber Sauberkeit und Gesundheit entscheidet als in einer ger\u00e4umigen Voliere.<\/p>\n<p>Die beste K\u00e4figunterlage passt zu Vogelart und Pflegealltag, unabh\u00e4ngig vom Preis auf dem Etikett. Pr\u00fcfen Sie deshalb zuerst, ob Ihr Vogel zu den K\u00f6rnerfressern oder Weichfressern z\u00e4hlt, bevor Sie sich f\u00fcr Sand, Granulat oder Papier entscheiden, und richten Sie den Wechselrhythmus nach der tats\u00e4chlichen Vogelzahl im K\u00e4fig.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zu Vogelsand und K\u00e4figunterlagen<\/h2>\n<h3>Wie oft sollten Sie Vogelsand bei mehreren V\u00f6geln wechseln?<\/h3>\n<p>Bei mehreren V\u00f6geln im selben K\u00e4fig sollten Sie den Bodengrund alle zwei bis drei Tage komplett austauschen, sp\u00e4testens nach einer Woche. Je mehr Tiere im K\u00e4fig leben, desto schneller sammeln sich Kot und Futterreste, was den Wechsel am unteren Ende dieser Spanne sinnvoll macht. Bei nur einem oder zwei V\u00f6geln reicht der w\u00f6chentliche Rhythmus in der Regel aus.<\/p>\n<h3>Brauchen V\u00f6gel auch ohne Sand im K\u00e4fig noch Grit?<\/h3>\n<p>Ja, K\u00f6rnerfresser ben\u00f6tigen Grit unabh\u00e4ngig davon, ob der K\u00e4figboden aus Sand besteht. F\u00e4llt die Wahl auf Granulat, Papier oder Zellstoff als Bodenbelag, muss Grit zus\u00e4tzlich in einer separaten Schale angeboten werden. Ohne diese Aufnahmem\u00f6glichkeit fehlt den V\u00f6geln die mechanische Hilfe, um Nahrung im Muskelmagen zu zerkleinern.<\/p>\n<h3>Welche Granulat-K\u00f6rnung passt zu Wellensittichen und welche zu Grossv\u00f6geln?<\/h3>\n<p>F\u00fcr Wellensittiche und \u00e4hnlich grosse Zierv\u00f6gel eignet sich eine mittlere K\u00f6rnung von rund 3 bis 5 Millimetern. Grossv\u00f6gel wie gr\u00f6ssere Papageienarten kommen dagegen besser mit einer groben K\u00f6rnung von 3 bis 10 Millimetern zurecht. Die passende K\u00f6rnung erleichtert sowohl das Laufen im K\u00e4fig als auch die t\u00e4gliche Sichtkontrolle auf Kot.<\/p>\n<h3>Ist Vogelsand f\u00fcr Wellensittiche wegen der Staubbildung sch\u00e4dlich?<\/h3>\n<p>Nein, grunds\u00e4tzlich sch\u00e4dlich ist Vogelsand nicht. Feiner Staub daraus kann jedoch die empfindlichen Lufts\u00e4cke von Wellensittichen reizen und auf Dauer Atemwegsprobleme beg\u00fcnstigen, besonders in trockenen, schlecht gel\u00fcfteten R\u00e4umen. Wer diesem Risiko vorbeugen will, greift zu staubarmem Buchenholzgranulat oder wechselt Sand konsequent im empfohlenen Zwei- bis Drei-Tage-Rhythmus.<\/p>\n<h3>Welche Bodenunterlage brauchen Weichfresser und Nektarv\u00f6gel wie Loris?<\/h3>\n<p>Weichfresser und nektartrinkende V\u00f6gel d\u00fcrfen keinen Sand als K\u00e4figboden haben, weil er mit der weicheren, feuchteren Nahrung schneller verklebt und schimmelt. Vorgeschrieben sind stattdessen saugf\u00e4hige Materialien wie Hanfstroh oder Buchenholzgranulat. Z\u00e4hlen einzelne K\u00f6rnerfresser zur Gruppe, bekommen sie ihr Grit zus\u00e4tzlich in einer eigenen Schale.<\/p>\n<div data-claire-slot data-claire-post=\"0793af3e-db8e-442c-a441-6c889d68b9f8\" data-claire-i=\"1\"><\/div>\n<link rel=\"stylesheet\" href=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.css\" data-claire-css=\"1\">\n<script src=\"https:\/\/app.byclaire.co\/cta.js\" data-claire-loader async defer><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vogelsand kaufen lohnt sich vor allem f\u00fcr K\u00f6rnerfresser wie Wellensittiche, Kanarienv\u00f6gel und Nymphensittiche, die Sand und Grit f\u00fcr die Verdauung brauchen. Bei Weichfressern und nektartrinkenden V\u00f6geln darf der K\u00e4figboden dagegen gar nicht aus Sand bestehen, gefragt sind hier saugf\u00e4hige Alternativen wie Buchenholzgranulat oder Hanfstroh. 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