{"id":8297,"date":"2026-06-26T16:00:43","date_gmt":"2026-06-26T14:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/?p=8297"},"modified":"2026-06-26T16:00:43","modified_gmt":"2026-06-26T14:00:43","slug":"vogelfutter-fuer-den-sommer-das-passt-jetzt-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/vogelfutter-fuer-den-sommer-das-passt-jetzt-wirklich\/","title":{"rendered":"Vogelfutter f\u00fcr den Sommer: Das passt jetzt wirklich"},"content":{"rendered":"<p>Im Sommer brauchen V\u00f6gel meist gar kein Futter. Und wenn doch, dann anders als im Winter. <strong>Statt Fettfutter geben Sie besser kleine, fettarme Wildkr\u00e4uters\u00e4mereien oder frische bzw. aufgetaute Insekten, in kleinen Mengen und an einer sauberen Stelle.<\/strong> Die Schweizer Vogelwarte sagt sogar: In der Brutzeit ist Zuf\u00fcttern gar nicht n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Ob das auch f\u00fcr Ihren Garten oder Balkon gilt, h\u00e4ngt von der Lage ab. In diesem Beitrag gehen wir die typischen Situationen der warmen Monate durch: die Brutphase von April bis Juli, Jungv\u00f6gel am Boden, den Unterschied zwischen sterilem Balkon und naturnahem Garten, die richtige Hygiene und warum kleine, saisonale Eink\u00e4ufe Sinn ergeben.<\/p>\n<p>Worauf es bei der Sommerf\u00fctterung wirklich ankommt, sehen Sie hier auf einen Blick:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Kleine, fettarme S\u00e4mereien und frische Insekten<\/strong> passen im Sommer besser als energiereiche Wintermischungen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Meisenkn\u00f6del, grosse N\u00fcsse und Fettfutter<\/strong> sind in der Brutzeit f\u00fcr Jungv\u00f6gel schwer verdaulich oder gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Nestlinge brauchen lebende Insekten<\/strong>, kein Streufutter; reine Insektenfresser wie Schwalben profitieren kaum von Futterstellen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Hygiene und kleine Mengen<\/strong> entscheiden im Sommer st\u00e4rker \u00fcber den Nutzen als die Mischung selbst.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Welches Vogelfutter passt im Sommer?<\/h2>\n<p><strong>Im Sommer kommt es weniger auf die Shop-Kategorie an als auf zwei Fragen: Welchen Vogel wollen Sie erreichen, und wie hoch ist das Risiko?<\/strong> Die Schweizer Vogelwarte h\u00e4lt Fr\u00fchlings- und Sommerf\u00fctterung grunds\u00e4tzlich f\u00fcr nicht n\u00f6tig. Der Grund: Jungv\u00f6gel brauchen frische Insekten, und in der Hitze vermehren sich Krankheitserreger in Futter und Wasser schnell. Wenn Sie sich trotzdem daf\u00fcr entscheiden, dann mit kleinen Mengen, sauberen Spendern und der richtigen Auswahl.<\/p>\n<p>Die fachliche Grenze ist <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/www.nabu.de\/imperia\/md\/content\/nabude\/vogelschutz\/stundedergartenvoegel\/210512_sommervoegel_fuetterung_mitlogo.pdf\">der Zeitraum April bis Juli<\/a>. In der Brutzeit geh\u00f6rt kein Wintervogelfutter in den Garten, h\u00f6chstens kleine fettarme S\u00e4mereien heimischer Wildkr\u00e4uter oder frisches beziehungsweise aufgetautes Insektenfutter. Kleine, saisonal dosierbare Mengen, gesch\u00e4lte Saaten, Wildvogelmischungen und passendes Zubeh\u00f6r finden Sie in <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/gartentiere\/wildvoegel\/\">unserem Wildvogel-Sortiment<\/a>. Dass es verf\u00fcgbar ist, heisst aber nicht, dass die fachlichen Vorbehalte damit vom Tisch sind.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Futterart<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Eignung im Sommer<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Zielv\u00f6gel<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Caveat Brutzeit<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Kaufhinweis<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p><strong>Fettarme Wildkr\u00e4uters\u00e4mereien<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>gut<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>K\u00f6rnerfresser<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>klein dosieren<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>kleine Mengen<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p><strong>Gesch\u00e4lte Sonnenblumenkerne<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>bedingt<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Finken, Meisen, Sperlinge<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>nicht f\u00fcr Nestlinge<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>1 kg statt 25 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p><strong>Frische\/aufgetaute Insekten<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>gut<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Weichfresser, Altv\u00f6gel<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>schnell verbrauchen<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>portioniert<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p><strong>Meisenkn\u00f6del\/Fettfutter<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>kritisch<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Winterg\u00e4ste<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>schwer verdaulich<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>eher Herbst\/Winter<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>F\u00fcr K\u00f6rnerfresser<\/h3>\n<p><strong>Finken, Sperlinge, Ammern, Meisen, Kleiber und Spechte nehmen Mischungen an, die ganz oder gr\u00f6sstenteils aus Sonnenblumenkernen und Hanfsamen bestehen.<\/strong> Dunkle Sonnenblumenkerne lassen sich \u00fcbrigens leichter \u00f6ffnen als helle. Gesch\u00e4lte Kerne, etwa die gesch\u00e4lten Welzhofer-Sonnenblumenkerne in 1-kg-, 2-kg- oder 25-kg-Gebinde, sind auf Balkon und Terrasse praktisch, weil weniger Schalenreste \u00fcbrig bleiben. Greifen Sie hier ruhig zur kleinen Packung, statt sich f\u00fcr eine Saison einen 25-kg-Sack hinzustellen.<\/p>\n<h3>F\u00fcr Weichfresser<\/h3>\n<p><strong>Amsel, Rotkehlchen und Star bevorzugen Haferflocken, zerhackte Baum- und Haseln\u00fcsse, ungeschwefelte Rosinen und Obst.<\/strong> Das Obst darf ruhig etwas angefault sein, aber nicht schimmlig. Was nicht an die Futterstelle geh\u00f6rt: Gew\u00fcrztes, Essensreste, Brot und Mischungen mit Ambrosia-Samen. Diese Weichfutter-Komponenten passen gut in die warme Jahreszeit, solange Sie nur so viel anbieten, wie auch rasch gefressen wird.<\/p>\n<h2>Was brauchen Jungv\u00f6gel jetzt?<\/h2>\n<p><strong>Kl\u00e4ren Sie zuerst, welchem Vogel Sie \u00fcberhaupt helfen wollen. Denn Nestling, \u00c4stling, Altvogel und reiner Insektenfresser haben ganz unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse.<\/strong> <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/www.vogelwarte.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fuetterung-von-Kleinvoegeln_low_de.pdf\">Damit Nestlinge gedeihen<\/a>, sind Insekten, Spinnen und andere Kleinlebewesen unverzichtbar. Und auch viele Altv\u00f6gel nehmen in der kr\u00e4ftezehrenden Brutphase solche Nahrung auf.<\/p>\n<p>Reine Insektenfresser wie Schwalben profitieren kaum von klassischen Futterstellen. Weich- und Insektenfresser kommen nur teilweise regelm\u00e4ssig vorbei, etwa Amsel, Rotkehlchen und Star. <strong>Ein Produktname wie \u201eAufbaufutter&#8221; darf Sie nicht t\u00e4uschen:<\/strong> Welzhofer beschreibt sein Aufbau-Futter f\u00fcr Fr\u00fchjahr und Fr\u00fchsommer ausdr\u00fccklich f\u00fcr Vogeleltern, \u00c4stlinge sowie geschw\u00e4chte und alte V\u00f6gel, aber eben nicht zur Aufzucht von Nestlingen, die aus dem Nest gefallen sind.<\/p>\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Ein nackter, hilfloser Nestling am Boden ist ein Fall f\u00fcr Fachleute, nicht f\u00fcr die normale Futterstelle. \u00c4stlinge dagegen sind oft schon fl\u00fcgge und werden von den Eltern weiter versorgt. Greifen Sie hier nicht vorschnell ein.<\/p>\n<p>Energiereiche Bestandteile bringen in dieser Phase wenig. Fettfutter ist f\u00fcr Jungv\u00f6gel schwer verdaulich, und an grossen K\u00f6rnern und N\u00fcssen k\u00f6nnen sie ersticken. <strong>Wer Brutv\u00f6gel unterst\u00fctzen will, setzt deshalb auf Insektenformen und einen insektenreichen Garten<\/strong>, nicht auf die fetthaltige Wintermischung aus dem Vorjahr.<\/p>\n<h2>Warum Winterfutter im Sommer problematisch ist<\/h2>\n<p><strong>Winterfutter, Fettfutter, Meisenkn\u00f6del, grosse K\u00f6rner und N\u00fcsse liefern viel Energie. Aber viel Energie heisst in der Brutzeit nicht automatisch gute Ern\u00e4hrung.<\/strong> Genau hier dreht sich im Sommer die Logik: Was V\u00f6gel im Januar bei Frost am Leben h\u00e4lt, belastet Jungv\u00f6gel im Mai.<\/p>\n<p>Dahinter steckt auch handfeste Forschung. Eine Untersuchung in <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/srep02002\">Scientific Reports zu Blaumeisen<\/a> zeigte: Eine Winter-Zuf\u00fctterung mit Futtererg\u00e4nzungen senkte die Brutleistung im folgenden Fr\u00fchjahr. Der Nachwuchs war im Vergleich zu ungef\u00fctterten Populationen leichter, kleiner und \u00fcberlebte schlechter. <strong>Das ist kein pauschales Urteil gegen jede F\u00fctterung, sondern ein klarer Hinweis: energiereiches Fettfutter in der warmen Jahreszeit lieber zur\u00fcckhaltend einsetzen.<\/strong> Wer auf Nummer sicher gehen will, verschiebt Meisenkn\u00f6del und Fettmischungen auf Herbst und Winter.<\/p>\n<h2>Wie bleibt die Futterstelle sauber?<\/h2>\n<p><strong>In den warmen Monaten ist Hygiene der wichtigste Faktor \u00fcberhaupt.<\/strong> Hitze und Feuchtigkeit beg\u00fcnstigen Krankheitserreger, und an Futterstellen dr\u00e4ngen sich viele V\u00f6gel auf engem Raum. Aus gut gemeint wird schnell ein Infektions-Hotspot, wenn Reste, Kot oder nasses Futter liegen bleiben. Mit diesen Regeln behalten Sie die Futterstelle im Griff:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Kleine Mengen:<\/strong> nur so viel anbieten, dass bis zur D\u00e4mmerung alles gefressen ist.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Trocken halten:<\/strong> nasses Futter und Kot f\u00f6rdern Erreger, also Futter vor Feuchtigkeit sch\u00fctzen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Schmale Entnahme:<\/strong> Futters\u00e4ulen oder enge \u00d6ffnungen verhindern, dass V\u00f6gel im Futter stehen und hineinkoten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Reste entfernen:<\/strong> das Gemisch aus Kot und K\u00f6rnern unter der Futterstelle regelm\u00e4ssig wegr\u00e4umen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Reinigungsrhythmus:<\/strong> Futterstellen alle ein bis zwei Wochen gr\u00fcndlich reinigen, Vogeltr\u00e4nken t\u00e4glich.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Sichere Lage:<\/strong> Umkreis von zwei bis f\u00fcnf Metern einsehbar, Str\u00e4ucher als Zuflucht in der N\u00e4he, weg von Glasfl\u00e4chen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fensterscheiben, Winterg\u00e4rten und gl\u00e4serne Balkone sind eine echte Gefahr, weil V\u00f6gel Glas nicht als Hindernis erkennen. <strong>Finden Sie mehrere tote V\u00f6gel rund um das Futterhaus, entfernen Sie es sofort, reinigen es gr\u00fcndlich mit Schwamm und Seifenwasser und f\u00fcttern erst drei Wochen sp\u00e4ter an einem neuen Standort.<\/strong> Genau hier punktet ein gesch\u00fctzter, leicht zu kontrollierender Futterspender mit Dach\u00fcberstand oder Silo, anders als der offene Futtertisch.<\/p>\n<h2>Wo ist Sommerf\u00fctterung sinnvoll?<\/h2>\n<p><strong>In einem naturnahen Garten ist Sommerf\u00fctterung die schw\u00e4chere Hilfe. Auf einem sterilen Balkon oder im dichten Siedlungsraum kann sie dagegen Sinn ergeben.<\/strong> Eine Gartenf\u00fctterung erreicht selten mehr als 10 bis 15 Vogelarten, vor allem Meisen, Finken, Rotkehlchen und Amseln, und geh\u00f6rt auf den Siedlungsraum begrenzt. In Wald, Offenland und Naturschutzgebieten ist sie unerw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Wo Insekten, Beeren und Samen ohnehin reichlich da sind, z\u00e4hlen andere Dinge mehr. Eine halbschattige Tr\u00e4nke mit zwei bis zehn Zentimetern Wasser, regelm\u00e4ssig gereinigt, hilft im Sommer oft mehr als jede Mischung. <strong>Insektenf\u00f6rdernde Gartenstrukturen mit heimischen Pflanzen, Totholz und Kompost wirken nachhaltiger als die Futterstelle.<\/strong> Weitere saisonale Tipps rund um Tier und Garten finden Sie in <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/\">unseren Ratgebern<\/a>.<\/p>\n<h2>Die beste Sommerhilfe f\u00fcr Gartenv\u00f6gel<\/h2>\n<p>Der Wunsch zu helfen ist gut. Im Sommer setzt aber die Biologie der V\u00f6gel die Grenzen. Zwischen Helferimpuls, saisonalen F\u00fctterungsgrenzen und sicherer Produktwahl gilt eine einfache Faustregel: Schauen Sie sich Garten oder Balkon zuerst ehrlich an, dann entscheiden Sie.<\/p>\n<p>Braucht es \u00fcberhaupt Futter, dann klein dosiert und passend zur Zielart, mit gesch\u00e4lten Saaten oder Insektenformen statt Wintermischung. Jungv\u00f6gel und reine Insektenfresser brauchen lebende Insekten und Lebensraum, keine Streufutterstelle. Und wo Wasser oder insektenfreundliche Strukturen den V\u00f6geln mehr bringen, haben sie Vorrang.<\/p>\n<p><strong>Der konkrete n\u00e4chste Schritt: Lage pr\u00fcfen, nur bei Bedarf eine kleine, passende Menge kaufen und die Futterstelle konsequent sauber halten.<\/strong> So helfen Sie Gartenv\u00f6geln im Sommer wirklich, statt nur gut gemeint zu f\u00fcttern.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufig gestellte Fragen (FAQ)<\/h2>\n<h3>Soll man V\u00f6gel im Sommer \u00fcberhaupt f\u00fcttern?<\/h3>\n<p>Meist ist es nicht n\u00f6tig. Die Schweizer Vogelwarte h\u00e4lt Sommerf\u00fctterung f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig, weil Jungv\u00f6gel frische Insekten brauchen und Hitze Erregern hilft. Wenn Sie trotzdem f\u00fcttern, dann <strong>situativ<\/strong>, in kleinen Mengen und <strong>streng hygienisch<\/strong>. Wasser und ein naturnaher Garten sind oft die bessere Hilfe.<\/p>\n<h3>Sind Meisenkn\u00f6del im Sommer geeignet?<\/h3>\n<p>Nein, Meisenkn\u00f6del passen besser in den Winter. Fettfutter ist f\u00fcr Jungv\u00f6gel schwer verdaulich, und Studien deuten darauf hin, dass stark fetthaltiges Futter den Bruterfolg von Meisen senken kann.<\/p>\n<h3>Darf man Sonnenblumenkerne im Sommer geben?<\/h3>\n<p>Ja, f\u00fcr ausgewachsene K\u00f6rnerfresser wie Finken und Meisen sind sie grunds\u00e4tzlich geeignet. F\u00fcr Jungv\u00f6gel sind grosse K\u00f6rner aber ein Risiko, weil sie daran ersticken k\u00f6nnen. Gesch\u00e4lte, klein dosierte Saaten sind die saubere Wahl, weil weniger Schalenreste anfallen und sich die Menge gut kontrollieren l\u00e4sst.<\/p>\n<h3>Sind getrocknete Mehlw\u00fcrmer gut f\u00fcr Jungv\u00f6gel?<\/h3>\n<p>Nur mit Vorbehalt. F\u00fcr die Brutzeit werden eher frische oder aufgetaute Insekten empfohlen als getrocknete. Getrocknete Mehlw\u00fcrmer tauchen zwar in Mischprodukten wie Aufbaufutter auf, ersetzen aber keine vollwertige Jungvogelnahrung. Nestlinge brauchen lebende Insekten und im Zweifel fachkundige Betreuung, keine Trockenware allein.<\/p>\n<h3>Wie viel Vogelfutter geh\u00f6rt im Sommer in die Futterstelle?<\/h3>\n<p>Nur so viel, dass bis zur D\u00e4mmerung alles gefressen ist. Kleine Portionen verhindern, dass Reste in Hitze und Feuchtigkeit verderben und Erreger f\u00f6rdern. Heruntergefallenes Futter sollten Sie auffangen oder regelm\u00e4ssig entfernen und die Stelle t\u00e4glich kurz kontrollieren.<\/p>\n<h3>Darf ich V\u00f6gel auf dem Balkon f\u00fcttern?<\/h3>\n<p>Ja, Balkonf\u00fctterung ist grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich, solange die Nachbarschaft nicht \u00fcberm\u00e4ssig gest\u00f6rt wird und keine Tauben angelockt werden. Bieten Sie nur kleine Mengen an und nutzen Sie gesch\u00fctzte, leicht zu reinigende Futterspender. So bleibt die Stelle sauber und der Andrang unerw\u00fcnschter G\u00e4ste in Grenzen.<\/p>\n<h3>Was tun bei kranken oder toten V\u00f6geln an der Futterstelle?<\/h3>\n<p>Stoppen Sie sofort die F\u00fctterung. Finden Sie mehrere tote V\u00f6gel rund um das Futterhaus, entfernen Sie es, reinigen es gr\u00fcndlich mit Schwamm und Seifenwasser und f\u00fcttern erst drei Wochen sp\u00e4ter an einem neuen Standort. Tote oder kranke Wildv\u00f6gel ber\u00fchren Sie nicht mit blossen H\u00e4nden, sondern melden sie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommer brauchen V\u00f6gel meist gar kein Futter. Und wenn doch, dann anders als im Winter. Statt Fettfutter geben Sie besser kleine, fettarme Wildkr\u00e4uters\u00e4mereien oder frische bzw. aufgetaute Insekten, in kleinen Mengen und an einer sauberen Stelle. Die Schweizer Vogelwarte sagt sogar: In der Brutzeit ist Zuf\u00fcttern gar nicht n\u00f6tig. 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