{"id":8245,"date":"2026-06-25T16:00:51","date_gmt":"2026-06-25T14:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/?p=8245"},"modified":"2026-06-25T16:00:51","modified_gmt":"2026-06-25T14:00:51","slug":"regenwaldterrarium-einrichten-technik-klima-aufbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/regenwaldterrarium-einrichten-technik-klima-aufbau\/","title":{"rendered":"Regenwaldterrarium einrichten: Technik, Klima, Aufbau"},"content":{"rendered":"<p>Ein Regenwaldterrarium richten Sie am sichersten in einer festen Reihenfolge ein. <strong>Zuerst kl\u00e4ren Sie Tierart und Anforderungen, dann planen Sie Wasserf\u00fchrung und Drainage, testen die Technik trocken, bauen Bodengrund und Bepflanzung auf und stabilisieren das Klima \u00fcber mehrere Tage, bevor die ersten Tiere einziehen.<\/strong><\/p>\n<p>In der Schweiz h\u00e4ngt alles an einem Punkt, und zwar lange vor dem ersten Einkauf: Unterk\u00fcnfte und Gehege m\u00fcssen die Mindestanforderungen der Tierschutzverordnung erf\u00fcllen. Diese Masse sind aber die absolute Untergrenze und nicht das Ziel f\u00fcr eine gute Haltung. Dazu kommt: Manche Wunschtiere sind bewilligungspflichtig, und viele g\u00fcnstige Fertigterrarien sind f\u00fcr ausgewachsene Bewohner schlicht zu klein. Diese Anleitung hilft Ihnen genau bei solchen Kaufentscheidungen und nimmt Ihnen die typischen Anf\u00e4ngerfehler beim Aufbau ab.<\/p>\n<p>Hinter einem stabilen Feuchtterrarium stecken ein paar Entscheidungen, die Sie sp\u00e4ter kaum noch korrigieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Reihenfolge sch\u00fctzt vor Fehlk\u00e4ufen:<\/strong> Tierart und Wasserquellen (Wasserfall, Wasserteil) kl\u00e4ren Sie, bevor Substrat, Pflanzen und Technik ins Becken kommen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Technik vor Deko:<\/strong> Becken, Bel\u00fcftung, Licht, Mess- und Regeltechnik sowie Drainage stehen in der Kaufpriorit\u00e4t klar \u00fcber optischen Elementen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Bodengrund als Wassermanagement:<\/strong> Drainage, Trennlage, Substrat und Laub bilden vier Schichten mit je eigener Aufgabe.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Klima wird kontrolliert, nicht einmal eingestellt:<\/strong> Mehrere Messpunkte mit Min-\/Max-Werten zeigen, ob Tag-Nacht-Verlauf und Feuchte stimmen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Welche Reihenfolge macht das Regenwaldterrarium stabil?<\/h2>\n<p>Stabil wird ein Regenwaldterrarium, wenn Sie es in dieser Abfolge aufbauen und jede Stufe wirklich abschliessen, bevor die n\u00e4chste beginnt. Die Reihenfolge ergibt sich direkt aus den Schweizer Haltungsanforderungen und der Praxiserfahrung, die der <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/tierschutz.com\/tierhaltung\/heimtierhaltung\/terrarien\/\">Schweizer Tierschutz f\u00fcr die Terrarienwahl<\/a> beschreibt.<\/p>\n<ol>\n<li>\n<p><strong>Tierart und Anforderungen zuerst:<\/strong> Art festlegen und die Schweizer Mindestmasse pr\u00fcfen, weil sie Beckengr\u00f6sse und Technik bestimmen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Becken, Bel\u00fcftung und Wasserweg planen:<\/strong> Vor allem kl\u00e4ren, wie \u00fcbersch\u00fcssiges Wasser abzieht und wo Frischluft hereinkommt.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Technik trocken testen:<\/strong> Licht, W\u00e4rme, Beregnung und Messger\u00e4te ohne Tiere laufen lassen und Einstellungen pr\u00fcfen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>R\u00fcckwand, Wasserfall, Drainage und Substrat aufbauen:<\/strong> Die Bodenschichten und Strukturen einbringen, sobald der Wasserweg sitzt.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Bepflanzen und strukturieren:<\/strong> Kletterzonen, Verstecke und feuchte R\u00fcckzugsorte einrichten und einwachsen lassen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Klima stabilisieren, dann besetzen:<\/strong> Erst nach mehreren Tagen bis Wochen stabiler Werte ziehen die Tiere ein.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Den Wasserweg sollten Sie sich am genauesten anschauen, denn hier passiert der h\u00e4ufigste Systemfehler: <strong>Dauerspr\u00fchen ohne funktionierende Drainage f\u00fchrt zu Staun\u00e4sse, faulendem Substrat und Schimmel<\/strong>, und die Klimawerte werden instabil. Deshalb kl\u00e4ren Sie den Wasserabzug noch vor dem Substrat.<\/p>\n<p>Eine feste Zahl an Testtagen gibt es nicht. <em>Reif<\/em> ist das Setup, wenn Temperatur und Luftfeuchtigkeit \u00fcber mehrere Messungen stabil im Zielbereich bleiben und die Technik zuverl\u00e4ssig schaltet. Wenn Sie schon Tiere gekauft haben: Neuzug\u00e4nge halten Sie ohnehin sechs bis acht Wochen in einem separaten Quarant\u00e4neterrarium. Das verschafft Ihnen Zeit, das Hauptbecken in Ruhe einzufahren.<\/p>\n<h2>Welche Terrariengr\u00f6sse brauchen Regenwaldbewohner?<\/h2>\n<p>Die richtige Gr\u00f6sse entscheiden Sie vor dem Aufbau, denn ein zu kleines Becken retten Sie sp\u00e4ter nicht mehr. In der Schweiz berechnet die Tierschutzverordnung die Mindestmasse f\u00fcr Reptilien und Amphibien \u00fcber die <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/www.blv.admin.ch\/dam\/blv\/de\/dokumente\/tiere\/rechts-und-vollzugsgrundlagen\/tschv-2024.pdf.download.pdf\/TSchV%2520DE.pdf\">K\u00f6rperl\u00e4nge des Tieres<\/a>. Halten Sie unterschiedlich grosse Tiere, z\u00e4hlt immer das gr\u00f6sste als Basis. Und auch hier gilt: Diese Masse sind die Untergrenze, nicht das Optimum.<\/p>\n<p>Ein klares Stopp-Signal kommt noch vor jeder Gr\u00f6ssenrechnung: Bestimmte Arten d\u00fcrfen Sie privat nur mit Bewilligung halten. Dazu geh\u00f6ren alle Cham\u00e4leons, Giftschlangen, bestimmte Grossreptilien und etwa der Goliathfrosch. <strong>Ohne kantonale Bewilligung scheidet ein solches Tier als Einsteigerprojekt aus.<\/strong> Die folgenden Arten dienen als Orientierung f\u00fcr Recherche und Beratung, sie sind keine pauschale Empfehlung.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Art<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Terrariengr\u00f6sse (Praxis)<\/p>\n<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Klima<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p><em>Kronengecko<\/em><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>ab 40 \u00d7 40 \u00d7 80 cm Einzeltier, besser 60 \u00d7 60 \u00d7 90 cm<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>22\u201326 \u00b0C tags, 18\u201320 \u00b0C nachts, 60\u201380 % Luftfeuchtigkeit<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>Grosser Madagaskar-Taggecko (<em>Phelsuma grandis<\/em>)<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>mind. 100 \u00d7 60 \u00d7 100 cm f\u00fcr ein Paar (1,1)<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>feuchtheiss, im Schnitt 25\u201328 \u00b0C<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>F\u00e4rberfrosch (<em>Dendrobates tinctorius<\/em>)<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>artspezifisch \u00fcber K\u00f6rperl\u00e4nge, hohes bepflanztes Becken<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<p>22\u201326 \u00b0C tags, 20\u201322 \u00b0C nachts, 80\u2013100 % Luftfeuchtigkeit<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Viele Fertigterrarien aus dem Handel treffen nur die gesetzlichen Minimalgr\u00f6ssen, und der Schweizer Tierschutz warnt ausdr\u00fccklich davor. F\u00fcr eine artgerechte Haltung brauchen die Tiere meist deutlich gr\u00f6ssere und abwechslungsreichere Gehege. Steht die Gr\u00f6sse fest, kommt die Grundausstattung, die Sie wirklich brauchen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Bel\u00fcftung:<\/strong> Frischluft \u00fcber Gitterfl\u00e4chen h\u00e4lt Kondenswasser und Schimmel in Schach.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Licht und W\u00e4rme:<\/strong> Grundbeleuchtung, artgerechte UV-Versorgung und ein W\u00e4rmespot, abgestimmt auf die Tierart.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Mess- und Regeltechnik:<\/strong> Thermometer, Hygrometer, Timer und Hygrostat steuern und \u00fcberwachen das Klima.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wasserf\u00fchrung:<\/strong> Drainage und ein zug\u00e4nglicher Wasserabzug verhindern Staun\u00e4sse.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Struktur:<\/strong> R\u00fcckwand, \u00c4ste, Verstecke und feuchte R\u00fcckzugsorte passend zur Art.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der Produktauswahl ist <strong>Zoo Roco Ihre Schweizer Bezugs- und Beratungsadresse<\/strong> f\u00fcr Terrarien, Technik und Bodengrund. Unser Sortiment deckt Beregnung, Luftbefeuchtung, Heizung, Mess- und Regeltechnik sowie tropische Substrate, Moos und Drainagematerialien ab. In der Terraristikabteilung in Lyss beraten wir Sie auf \u00fcber 200 m\u00b2 pers\u00f6nlich, auf Wunsch auch mit Sonderanfertigungen.<\/p>\n<h2>Wie funktionieren Drainage und Bodengrund im Regenwaldterrarium?<\/h2>\n<p>Der Bodengrund ist im Regenwaldterrarium reines Wasser- und Hygienemanagement und kein dekorativer Untergrund. Er besteht aus vier Schichten, jede mit eigener Aufgabe. Zusammen fangen sie Staun\u00e4sse genau dort ab, wo Dauerspr\u00fchen sonst Schimmel und faulendes Substrat erzeugt.<\/p>\n<ol>\n<li>\n<p><strong>Drainageschicht:<\/strong> Eine anorganische Basis wie Bl\u00e4hton oder Lavakies nimmt \u00fcbersch\u00fcssiges Wasser unter dem Substrat auf.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Trennlage:<\/strong> Ein <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/exo-terra.com\/de\/produkte\/substrat\/drainage-substrat\/bio-drain-medium\/\">ungiftiges, nicht zersetzbares Netz<\/a> oder Gartenvlies trennt Drainage und Decksubstrat sauber.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Substrat:<\/strong> Lockere Tropenerde oder ein Erdgemisch tr\u00e4gt die Pflanzen und h\u00e4lt Feuchte ohne Vern\u00e4ssung.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Laub, Moos und Struktur:<\/strong> Eine obere Lage schafft Mikroklima, Versteck und Lebensraum f\u00fcr die Bodenpolizei.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Prinzip dahinter ist einfach: Die Trennlage h\u00e4lt das Substrat oben, damit es nicht ins Drainagewasser sackt und es verschmutzt. So kann das Wasser unten kontrolliert stehen oder abziehen. <strong>Ein zug\u00e4nglicher Wasserabzug oder eine Kontroll\u00f6ffnung geh\u00f6rt deshalb fest in die Planung<\/strong>, und zwar ganz egal, f\u00fcr welche Bauform Sie sich entscheiden.<\/p>\n<p>Denken Sie Material und Tierart immer zusammen. Beim Grossen Madagaskar-Taggecko etwa raten Caresheets bewusst von kleinen Bl\u00e4htonk\u00fcgelchen oder Seramis-Teilchen im Zugriffsbereich ab, weil die Tiere sie verschlucken k\u00f6nnen. Lose Kleinteile und Substrat m\u00fcssen also immer zur sp\u00e4teren Art passen.<\/p>\n<h2>Wie bleibt das Klima im Regenwaldterrarium stabil?<\/h2>\n<p>Klima bleibt stabil, wenn Sie es laufend kontrollieren statt einmal einzustellen, und wenn Sie die Werte an der Tierart ausrichten. Denn ein einziger Regenwaldwert passt nie f\u00fcr alle Bewohner.<\/p>\n<p>Die Unterschiede sind deutlich. F\u00fcr <em>Dendrobates tinctorius<\/em> nennen Caresheets <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/academy.herpeton.net\/en\/caresheets\/amphibians\/dendrobates-tinctorius\/\">22 bis 26 \u00b0C tags\u00fcber und 20 bis 22 \u00b0C nachts<\/a> bei 80 bis 100 % Luftfeuchtigkeit. \u00dcber etwa 28 \u00b0C steigt der Stress in feuchten Becken mit wenig K\u00fchlung schnell an. Kronengeckos liegen mit 60 bis 80 % Feuchte und einer Nachtabsenkung auf 18 bis 20 \u00b0C sp\u00fcrbar trockener und k\u00fchler. <strong>Die allgemeine Regenwaldspanne von 70 bis 100 % ist nur eine grobe Orientierung, die artspezifischen Werte entscheiden.<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Technikseite sichern ein paar Bausteine diese Werte ab: gute Bel\u00fcftung gegen Kondenswasser, eine helle W\u00e4rme- und UV-L\u00f6sung nach Tierart, Beregnung oder Nebler f\u00fcr die Feuchte, dazu Timer und <em>Hygrostat<\/em> f\u00fcr die Steuerung. Wichtig bei tagaktiven Arten: Die Verordnung verlangt f\u00fcr sie helle Lampen zur lokalen Aufw\u00e4rmung, eine reine Boden- oder Infrarotheizung gen\u00fcgt hier nicht. <strong>Ein Messger\u00e4t mit Min-\/Max-Speicher und mehreren F\u00fchlern zeigt, was im Becken wirklich passiert<\/strong>, denn ein einzelner Messpunkt verschweigt Zonen und Spitzen.<\/p>\n<p>In der Praxis heisst das: Beobachten Sie Zonen, Tagesverlauf und Messhistorie, statt das Becken dauerhaft nass zu halten. Auch bei hoher Feuchte z\u00e4hlen feuchte Mikroklimate mehr als durchn\u00e4sste Oberfl\u00e4chen. Dieses Prinzip von getesteter Technik und stabilem System kennen Sie vielleicht schon aus dem <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/www.zoo-roco.ch\/news\/aquarium-einrichten-schritte-technik-und-besatz\/\">geplanten Aufbau eines Aquariums<\/a>, wo Technik und Wasserwerte ebenfalls vor dem Besatz stehen.<\/p>\n<h2>Wie bleibt das Regenwaldterrarium tiergerecht strukturiert?<\/h2>\n<p>Tiergerecht wird die Einrichtung, wenn jede Struktur eine Funktion erf\u00fcllt: Klettern, Verstecken, Sichtschutz, feuchte R\u00fcckzugsorte und Pflegezugang. Pflanzen wie Bromelien, Farne, Orchideen, Ficus pumila, Tillandsien und Rankpflanzen liefern Gr\u00fcn, feuchte Trichter und Versteck, w\u00e4hrend \u00c4ste, Korkplatten und eine R\u00fcckwand Kletterzonen und einen warmen Sonnenplatz schaffen. <strong>Dichte Bepflanzung darf den Luftaustausch und die Reinigbarkeit nie ersetzen<\/strong>, sonst leiden Hygiene und Klima.<\/p>\n<p>Pflege bleibt fester Bestandteil. Kot und H\u00e4utungsreste entfernen Sie je nach Besatz t\u00e4glich, und ein Feuchtterrarium reinigen und desinfizieren Sie m\u00f6glichst zweimal im Jahr komplett, wie es der <a target=\"_blank\" rel=\"noopener dofollow\" href=\"https:\/\/tierschutz.com\/tierhaltung\/heimtierhaltung\/reptilienhaltung\/\">Schweizer Tierschutz zur Reptilienpflege<\/a> empfiehlt. Auch ein <em>bioaktives<\/em> Becken mit Springschw\u00e4nzen und Asseln als Bodenpolizei nimmt Ihnen Arbeit ab, aber es ersetzt die Kontrolle von Futterresten, Schimmel und Messwerten nicht.<\/p>\n<p><strong>Die h\u00e4ufigsten Anf\u00e4ngerfehler:<\/strong> zu nasser Boden ohne Drainage, fehlende L\u00fcftung, falsche oder zu schwache Beleuchtung, nur ein einziger Messpunkt, ungeeignete Deko und ein zu fr\u00fcher Besatz. Jeder dieser Punkte l\u00e4sst sich mit der richtigen Reihenfolge und einem Testlauf vermeiden.<\/p>\n<h2>Der sichere Start ins Regenwaldterrarium<\/h2>\n<p>Die eigentliche Sicherheitsbasis liegt im Zusammenspiel von Wasserweg, artspezifischem Platzbedarf und wiederholter Messung. Stimmt der Wasserabzug, passt die Gr\u00f6sse zur Art und best\u00e4tigen mehrere Messpunkte stabile Werte, l\u00e4uft das System ruhig, lange bevor ein Tier einzieht.<\/p>\n<p>Ihr n\u00e4chster Schritt ist konkret: Legen Sie die gew\u00fcnschte Tierart fest, pr\u00fcfen Sie die Schweizer Anforderungen und eine m\u00f6gliche Bewilligungspflicht, stellen Sie passende Technik und Bodenschichten zusammen und fahren Sie das Becken ohne Tiere ein. Bei Auswahl und Beratung zu Terrarien, Technik, Bodengrund und Zubeh\u00f6r sind wir bei Zoo Roco online und in Lyss f\u00fcr Sie da.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Technik vor Deko:<\/strong> Becken, Bel\u00fcftung, Licht\/W\u00e4rme, Mess- und Regeltechnik sowie Drainage zuerst beschaffen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Klima als Routine:<\/strong> Mehrere Messpunkte mit Min-\/Max-Werten regelm\u00e4ssig statt einmalig pr\u00fcfen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Besatz erst nach Stabilit\u00e4t:<\/strong> Tiere ziehen erst ein, wenn die Werte \u00fcber Tage zuverl\u00e4ssig sitzen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>H\u00e4ufig gestellte Fragen (FAQ)<\/h2>\n<h3>Wie l\u00e4sst sich Staun\u00e4sse im Regenwaldterrarium verhindern?<\/h3>\n<p>Mit einer Drainageschicht, einer Trennlage dar\u00fcber und kontrollierter Befeuchtung statt Dauerspr\u00fchen. Die anorganische Drainagebasis h\u00e4lt \u00fcbersch\u00fcssiges Wasser unter dem Substrat, ein nicht zersetzbares Netz trennt beide Schichten sauber. Ein zug\u00e4nglicher Wasserabzug und gute L\u00fcftung sorgen daf\u00fcr, dass das Substrat nicht fault und kein Schimmel entsteht.<\/p>\n<h3>Ist automatische Beregnung im Regenwaldterrarium Pflicht?<\/h3>\n<p>Pflicht ist sie nicht, aber sie stabilisiert viele Regenwald-Setups sp\u00fcrbar. Bei einer Zielspanne von etwa 70 bis 100 % Luftfeuchtigkeit h\u00e4lt eine getimte Anlage die Werte gleichm\u00e4ssiger als Spr\u00fchen von Hand und versorgt zugleich die Pflanzen. Ob Sie sie brauchen, h\u00e4ngt von Tierart, Beckenvolumen und Messwerten ab. Sie sollte das Klima feucht halten, ohne den Boden dauerhaft zu durchn\u00e4ssen.<\/p>\n<h3>Welche Luftfeuchtigkeit passt zu Kronengecko oder Dendrobaten?<\/h3>\n<p>Beide brauchen unterschiedliche Werte. Kronengeckos liegen bei 60 bis 80 % Luftfeuchtigkeit richtig, Dendrobates tinctorius meist bei 80 bis 100 %. Die allgemeine Regenwaldspanne von 70 bis 100 % dient nur als grobe Orientierung, ein einziger Einheitswert passt nie f\u00fcr alle Arten im selben Becken.<\/p>\n<h3>Welche Pflanzen eignen sich f\u00fcr ein Regenwaldterrarium?<\/h3>\n<p>Robuste Tropenpflanzen wie Bromelien, Farne, Orchideen, Ficus pumila, Tillandsien und Rankpflanzen. Bromelien bilden mit ihren Trichtern feuchte R\u00fcckzugsorte, Rankpflanzen und Ficus liefern Kletterstruktur und Sichtschutz. Achten Sie auf unbedenkliche, zur Tierart passende Terrarienpflanzen, damit weder Material noch Pflanze ein Risiko darstellt.<\/p>\n<h3>Ist ein bioaktives Regenwaldterrarium pflegefrei?<\/h3>\n<p>Nein, pflegefrei ist es nicht. Springschw\u00e4nze und Asseln zersetzen als Bodenpolizei organische Abf\u00e4lle, ersetzen aber keine Kontrolle. Futterreste, Schimmel, Pflanzenzustand, Wasserstellen und Messwerte pr\u00fcfen Sie weiter regelm\u00e4ssig, und Kot sowie H\u00e4utungsreste entfernen Sie je nach Besatz t\u00e4glich.<\/p>\n<h3>Sind Cham\u00e4leons in der Schweiz Einsteiger-Tiere?<\/h3>\n<p>Nein, f\u00fcr Einsteiger sind Cham\u00e4leons nicht geeignet. In der Schweiz sind alle Cham\u00e4leons bewilligungspflichtig, privat halten d\u00fcrfen Sie sie also nur mit vorheriger Bewilligung der kantonalen Tierschutzbeh\u00f6rde. Kl\u00e4ren Sie Art, Bewilligung und artspezifische Anspr\u00fcche vor jedem Kauf und holen Sie sich dazu fachliche Beratung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Regenwaldterrarium richten Sie am sichersten in einer festen Reihenfolge ein. 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